AT204998B - Flüssiges Fleckenreinigungsmittel - Google Patents

Flüssiges Fleckenreinigungsmittel

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AT204998B
AT204998B AT726557A AT726557A AT204998B AT 204998 B AT204998 B AT 204998B AT 726557 A AT726557 A AT 726557A AT 726557 A AT726557 A AT 726557A AT 204998 B AT204998 B AT 204998B
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Austria
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stain
solvent
cleaning agent
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surfactant
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AT726557A
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Ernst Dr Huber
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Ernst Dr Huber
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  Flüssiges Fleckenreinigungsmittel 
Fleckenreinigungsmittel zur Entfernung von   Fett-und Olflecken   usf. auf Textilien, sowie Geweben aller Art, sind in verschiedenen Formen bekannt. In erster Linie kommen organische Lösungsmittel für Fette, Wachse us± in Betracht. Diese Mittel haben gutes   Lösungsvermögen,   lassen aber auf den Geweben Ringe zurück. Eine andere Fonn von Fleckenmitteln sind adsorberende Pulver, d. h. oberflächenaktive Stoffe in Pulverform wie z. B. Kieselgur, Silikagel usw. Die letzteren Mittel ergeben keine Ringe, haben aber eine. geringere   Reinigun : gskmft   und zeigen vor allem keine Tiefenwirkung. Es sind auch Kom-   binationen   beider Mittel, also Lösungsmittel und adsorbierendes Pulver verwendet worden.

   Die beiden Mittel können getrennt verwendet werden oder bereits als Mischung. Die Mischungen sind pastenförmig und müssen in Tuben   abge-   füllt werden. Diese Abfüllung bedingt die Verwendung eines wesentlich über Zimmertemperatur siedenden Lösungsmittels, damit die Paste nicht bereits nach kurzer Zeit hart und unbrauchbar wird. Die Verwendung eines derartigen Lösungsmittels hat jedoch zur Folge, dass der Reini-   gungsprozess   wegen der langen Verdunstungsdauer ziemlich viel Zeit in Anspruch nimmt. Fernerhin erfordert die Abfüllung in Tuben, dass die Paste einen relativ hohen Prozentsatz an Lösungsmittel besitzt, damit sie fliesst. Bei vielen Anwendungen ist jedoch ein hoher Anteil an Lösungsmittel unerwünscht, da sich der Fleck, falls er nicht entfernt werden kann, vergrössert.

   Schliesslich besteht ein Nachteil der Reinigungspasten darin, dass das Verhältnis von festem zu flüssigem Bestandteil bei der Anwendung nicht verändert werden kann. Ein weiterer Nachteil der Pasten ist der, dass die Paste auf'dem Flecken verstrichen werden muss, wodurch die Finger leicht verschmiert werden und die Haut in Kontakt mit flüssigem, eventuell nicht ganz ungiftigem Lö- 
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 kommt.Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun die Verwendung eines flüssigen Fleckenreinigungsmittels, bestehend aus einem Gemisch eines bei höchstens   450 C, vorzugsweise   unter 180 C siedenden Lösungsmittels und mindestens eines oberflä- chenaktiven festen Stoffes, in einem Drucker   stäubergefäss.

   Durch   die vorliegende Erfindung werden die Nachteile der üblichen flüssigen bzw.   pastenförmigen   Fleckenreinigungsmittel vermie- den und die Erfindung ermöglicht eine einfache und wirkungsvolle Beseitigung von Flecken, ohne dass auf den gereinigten Textilien ein Ring zu-   rückbleibt.   Insbesondere ist auch die einfache Anfbringungsmöglichkeit des Fleckenreinigungsmittels durch einen Druck auf das Ventil des   Druckzerstäubergefässes von   Vorteil. Weiterhin wird durch die Erfindung vermieden, dass auch bei längerer Lagerung des Fleckenreinigungsmittels die reinigenden Eigenschaften nicht beein-   trächtigt werden.

   Durch   die Aufbewahrung das Fleckenreinigungsmittels in einem Druckzerstäubergefäss wird erreicht, dass das Lösungsmittel nicht bereits vor dem Gebrauch verdunstet und ,das Reinigungsmittel unwirksam wird. Weiterhin ist das Aufbringen auf das Textilstück wesentlich einfacher als bisher. Daneben besteht jedoch der entscheidende Vorteil, dass das beschriebene Reinigungsmittel einen wesentlich besseren Reinigungseffekt zeigt, wenn es mittels der   Druckzerstämberdose auf den   Fleck aufgebracht wird. Es hat sich herausgestellt, das sich der Fleck nicht wie eingangs ausgeführt wurde vergrössert, und weiterhin, dass auch kein Ring zurückbleibt. 



  Dieses überraschende Ergebnis kann wie folgt erläutert werden :
Beim Aufsprühen des Fleckenreinigungsmittels mit der   Druckzerstäubel1dose   auf das Textilstück verlässt das Mittel die Dose in Form eines Sprühkegels. Das am Rande des Kegels befindliche Lösungsmittel verdunstet schneller, da es in grö- sserem Masse mit, der Luft in Berührung kommt. 



  Ferner ist die Distanz vom Fleokzentrum zur öffnung bzw. dem Ventil der   Druckzerstäuber-   dose kleiner als von dem Fleckenrand zur Düse,   so, dass   der innere Strahl des Kegels eine geringere Verweilzeit, d. h. Ver. dunstungszeit hat, als , die äusseren Strahlen. Der auftretende Kegel ist somit innen feuchter als aussen. Hiedurch wird nun bewirkt, dass sich im Zentrum des Fleckes eine nasse Mischung beider Komponenten des   Fleckenreinigucr1gsmittels   ablagert, während weiter 

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 aussen, z. B. am Rande des Fleckes, praktisch nur trockenes Pulver, d. h. der oberflächenaktive Stoff auftrifft.

   Das im Zentrum des Fleckes aufgesprühte Lösungsmittel wandert aufgrund der Kapillarwirkung nach aussen, wird jedoch hier von dem oberflächenaktiven Pulver aufgesaugt, so dass eine Vergrösserung des Fleckes nicht auftreten kann. Es sei noch erwähnt, dass das Ver- 
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 und dem Fleck variiert werden kann. Es kann z. B. erreicht werden, dass nur noch die dann trockenen,   oberflächenaktiven   Bestandteile auf das Textilstück auftreffen und das Lösungsmittel aufsaugen.

   Vorzugsweise wird am Anfang   näher,   d. h. nass gesprüht und am Ende durch Vergrö- sserung des Abstandes trocken gesprüht, so dass sich die Flüssigkeit nicht ausbreiten kann. 
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 de Kohlenwasserstoffe der Methanreihe, wie beispielsweise Propan, Butan und Pentan, ferner unter 450 C, vorzugsweise unter 180 C siedende Fluorchlorkohlenwasserstoffe oder Chlorkohlenwasserstoffe, wie beispielsweise Difluor-, Dichlormethan, Monochlordifluormethan, Dichlortetrafluoräthan, Methylchlorid, Xthylchlorid, Vinylchlorid in Frage. 



   Die   oberflächenaktiven,   in dem Lösungsmittel befindlichen festen Stoffe können anionenaktiv oder nichtionogen sein. Als anionenaktive Stoffe können feste Seifen, Natriumstearat, Natriumpalmitat usf. verwendet werden. Als nichtionogene   oberflächenaktive,   feste Stoffe kommen Polyoxyäthylene, Polyoxypropylene usf. in Betracht. Es können auch fein gemahlener Talk, Kieselgur, Silikagel oder ähnliche Stoffe allein oder gemeinsam mit andern oberflächenaktiven Stoffen in dem Lösungsmittel enthalten sein. Es können jedoch   selbstverständlich   auch Stoffe von beiden Gruppen gemeinsam verwendet werden. Die festen,   oberflächenaktiven   Stoffe können in dem Lösungsmittel gelöst sein oder mit ihm eine Suspension bilden. 



   Das Mittel kann auch eine übersättigte Lösung 
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 fes gelöst und ein weiterer Teil in disperser Form in ihm enthalten ist. Bei der Verwendung von zwei verschiedenen oberflächenaktiven Stoffen kann auch ohne weiteres der eine   in, dem Lösungs-   
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 halten sein. 



   Das beschriebene Fleckenreinigungsmittel wird bei der Verwendung auf die zu reinigende Stelle aufgebracht. Das Lösungsmittel löst zunächst den den Flecken bildenden Stoff und verdunstet an-   schliessend   oder gleichzeitig infolge seines niedri- 
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 von dem oberflächenaktiven Stoff aufgenommen. Der aus der Fleckensubstanz und dem oberflächenaktiven Stoff bestehende Rückstand kann nun z. B. mit einer Bürste, einer Spachtel, einem Messer oder lediglich durch Abklopfen entfernt werden. Es ist also lediglich erforderlich, das Mittel auf die zu reinigende Stelle aufzubringen, eini- 
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 Lösungsmittels zu warten und anschliessend den festen Rückstand zu entfernen. 



   Das erfindungsgemässe Fleckenreinigungsmittel soll anschliessend an Hand zweier Beispiele weiter erläutert werden. 
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 s pie 1 1 : 36 g Natriumstearat inpropylen werden in eine 6-Unzen Druckdose eingefüllt. Dann wird die Dose mit einem Druckventil verschlossen und unter Druck 125 g Di-   c-hlortetrafluoräthan   und 125 g Trichlorfluor- 
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 Woche geschüttelt und ist dann gebrauchsbereit. 



    Beispiel 2 : 20g   Talk, 40 g Methylenchlorid und 40 g Dichlordifluormethan werden bei minus 400 C in eine   6-Unzen   Druckdose gefüllt und mit einem Druckventil verschlossen. Das   Flek-     kenmittel   ist sofort verwendbar. 



   Das beschriebene   erfindungsgemässe   Lösungsmittel besitzt den Vorteil, dass es keine Ringe auf dem Gewebe hinterlässt. Es eignet sich zur Entfernung von Flecken auf Papier, Textilien, natürlichen und künstlichen Fasern, fein gewobenen Metallnetzen, Geweben auf Glasfasern usf. Ein wesentlicher Vorteil des Mittels besteht ferner in seiner leichten Anwendung. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
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 gungsmittels, bestehend aus einem Gemisch eines bei höchstens 450 C, vorzugsweise unter   180 C,   
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    Lösungsmittelsoberflächentaktiven   festen Stoffes, in einem   Druckzerstäubergefäss.   



   2. Fleckenreinigungsmittel für die Verwendung

Claims (1)

  1. EMI2.11 dassdas Losungsmittel von einem unter 45"C siedenden Kohlenwasserstoff der Methanreihe gebildet ist.
    3. Fleckenreinigungsmittel für die Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lösungsmittel von einem unter 450 C, vorzugsweise unter 180 C, siedenden Fluorchlorkohlenwasserstoff oder Chlorkohlenwasserstoff gebildet ist.
    4. Fleckenreinigungsmittel für die Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lösungsmittel Chlormethyl- oder Chlor- äthyl ist. <Desc/Clms Page number 3>
    5. Fleckenreinigungsmittel für die Verwendung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der oberflächenaktive Stoff fein vermahlener Talk ist.
    6. Fleckenreinigungsmittel für die Verwendung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der oberflächenaktive Stoff Natriumstearat ist. 7. Fleckenreinigungsmittel für die Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der oberflächenaktive Stoff Polyoxyäthylen ist.
    8. Fleckenreinigungsmittel: für die Verwendung EMI3.1
AT726557A 1957-10-16 1957-11-09 Flüssiges Fleckenreinigungsmittel AT204998B (de)

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