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Vorliegende Erfindung betrifft selbsttätige Kupplungen für Eisenbahnwagen, welche mit Einrichtungen zur selbsttätigen Verbindung von Leitungsrohren für Druckluftbremsen, Dampfheizung etc. oder zur selbsttätigen Verbindung von Leitungsdrähten für Zwecke der elektrischen Beleuchtung zur Speisung von Motoren zu Signal-oder Regelungszwecken u. dgl. vereinigt werden können.
Nach vorliegender Erfindung ist der Kupplungskopf drehbar mit dem Wagengestell verbunden und trägt einen festen Kupplungsteil, welcher mit dem entsprechenden Teil
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kann ; eine Verriegelung hält den Kupplungskopf mit dem zugehörigen Kupplungsteil im wesentlichen starr zusammen. Es können hiedurch Dampf-und Druckluftleitungsrohre, deren Enden mit entsprechenden Packungen ausgestattet sind, vollkommen dicht an die Enden entsprechender Rohre im zweiten Teile angeschlossen werden, wenn man die beiden liupplungsteile miteinander kuppelt. Desgleichen können Stromschlussstücke in dem einen Teil mit jenem im anderen verbunden werden, um den Strom von einem Wagen zum anderen zu leiten.
Es sind auch Einrichtungen vorgesehen, um die Leitungsrohre in den Kupplungsköpfen im Bedarfsfalle durch Hähne abzusperren, die beim Lösen der Kupplung g) oicbzcitig mit der Verriegelung betätigt werden. Alles das kann geschehen, ohne dass der
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Fig. 2 ist eine Draufsicht hievon. Fig. 3 ist ein wagerechter Schnitt durch zwei Kupplungsköpfe bei hergestellter Kupplung nach der Linie 777-777 der Fig. 1. Fig. 4 ist ein lotrechter Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 2. Fig. 5 zeigt die Enden zweier gekuppelter
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Fig. ( ; ist eine vergrösserte Seitenansicht einer Kupplung, zum Teil im Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 8. Fig. 7 ist eine Endansicht eines Knpplungskopfes zum Teil im Schnitt nach der Linie VII-VII der Fig. 1.
Fig. 8 ist ein senkrechter Schnitt durch das Ilahngehäuse und einen Teil des Knpplungskopfes nach der Linie VI'II-VIII der
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und stellt eine Abänderung der vorliegenden Erfindung dar. Fig. 10 ist eine ähnliche
Ansicht, zum Teil im Schnitt. Fig. 11 ist gleichfalls eine ähnliche Ansicht, zum Teil im
Schnitt nach der Linie IX-IX-IX der Fig. 12. Fig. 12 ist eine Seitenansicht des
Kupplungskopfes. Fig. 13 ist ein Aufriss des Hahngehäuses, zum Teil im Schnitt nach der Linie XIII-XIII der Fig. 14. Fig. 14 ist ein senkrechter Schnitt, nach der
Linie XIV-XIV der Fig. 13. Fig. 15 ist ein vergrösserter wagerechter Schnitt nach der Linie F-"F der Fig. 4, wobei einzelne Teile der Klarheit wegen fortgelassen sind.
Fig. 16 ist ein lotrechter Schnitt nach der Linie 1 V -IV der Fig. 2, wobei jedoch statt leitungsrohr Leitungsdrähte verbunden sind.
In Fig. 1 bis li, 15 und 16 ist der Kupplungskopf mit dem Wagengestell drehbar verbunden, so dass er, ob er nun mit einem gleichen Kupplungskopf an einem anderen Wagen verbunden ist oder nicht, beweglich ist. Diese drehbare Verbindung muss von solcher Art
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ist der Kupplungskopf 1 an der Zugstange 2 eingelenkt, aber für Eisenbahnen mit scharfen Krümmungen können Kupplungskopf und Zugstange, wie in Fig. 9 bis 12 gezeigt, starr verbunden sein, die letztere kana verlängert und mit irgendeiner geeigneten Zug-und Stossvorrichtung ausgestattet werden, und am inneren Ende derselben kann an oder nahe dem Hauptbolzen des Radgestelles eine gelenkige Verbindung vorgesehen sein, beispielsweise ein Auge 3 zur Aufnahme dieses Bolzens.
Der Eingriff zwischen einem Kupplungskopf und dem gleichen Kupplungskopf am anderen Wagen wird durch senkrechte Kupptungs- haken oder Zähne 4 : bewirkt, die in einer Geraden miteinander liegend, aus den oberen
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entsprechenden Flächen der Kupplungshaken eines anderen Kupplungskopfes anliegen, wenn die beiden Kupplungsköpfe miteinander in Eingriff gebracht und verriegelt sind. Die Kupplungshaken (Fig. 2,4, 10, 15, 16) werden durch Verriegelungen in Eingriff gehalten.
Die schrägen Flächen der Kupplungshaken sichern den dichten und genauen Eingriff der Kupplungsköpfe, wenn sie aneinander geschoben sind und die Trennung der Kupplungsköpfo durch seitliche Verschiebung derselben, wenn die Verriegelungen behufs Entkuppeln gelöst sind. Zu diesem Zwecke sind die Winkel der in Eingriff tretenden Flächen und die äusseren Berührungs- oder Führungsflächen der Kupplungsköpfe angenähert gleich, wie Fig. 10 und 15 zeigen.
Um die Kupplungsköpfe sicher in Eingriff zu bringen, wenn sie auch nicht in
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Wenn zwei Kupplungsköpfe nach vorliegender Erfindung verriegelt sind, können die aneinander liegenden Flächen derselben sich gegeneinander nicht erheblich bewegen, und jede zum Kuppeln und Entkuppeln, sowie beim Passieren von Kurven erforderliche seitliche Bewegung wird durch die gelenkige Verbindung der Kupplungsköpfe mit dem Wagen-
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Dieser ist etwa, wie Fig. 4 zeigt, gestaltet, um die Bewegung des Kupplungskopfes in senkrechter Ebene zu ermöglichen. Die seitliche Bewegung des Kupplungskopfes ist durch Anschläge 7 begrenzt. Ein Haken S am Ende des Bolzens 6 ermöglicht die Verwendung einer Schrauben- oder ähnlichen Kupplung als Notkupplung.
Der Bewegung der Kugel in ihrem Lager wirkt ein bestimmter Reibungswiderstand entgegen, der durch einen mittelst einer Feder 10 gegen die Rückseite der Kugel gepressten K) otz 9 erzeugt wird, wobei die
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Reibung werden Schwingungen der Kupplungsköpfe hintangehalten, und bei der Kupplung als Ganzes ist jeder Spielraum und jeder tote Gang vermieden. Wird daher eine Zug-
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Kupplung im wesentlichen in derselben Weise wie die gewöhnliche Kupplung mit einer Feder und Reibungspuffervorrichtung, welche Schwingungen der Wagen verhüten soll.
Die Kupptungsköpfe werden bei hergestellter Kupplung durch eine selbsttätige Vorrichtung in Eingriff gehalten, welche nach der Zeichnung aus einem Arm 19 besteht, der auf einer senkrechten Entriegelungswelle 20 innerhalb gewisser Grenzen frei beweglich ist. Diese Welle ist an einer Seite der Achse dos Kupplungskopfes gelagert, und der Arm 19 wird durch einen federnden Bolzen ; M emporgedruckt, wie Fig. i 5 zeigt.
Die an einer Auflagefläche 25 am zweiten Kupplungsteil anliegende Fläche des Armes ist konzentrisch /ur Wetie C und die Zugkraft hat das Bestreben, den Verriegelungsarm 19 in der Ver- hegeiungsstellung zu halten, in welcher er das Auseinanderbewegen der Köpfe 4 behufs Losung der Kupplung verhindert. Das untere Ende der Entriegelungswelle 20 ist mit einem
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welche im unteren Teil des Kupplungskopfes gelagert ist.
Diese Welle ist mit Armen 29 ausgestattet (Fig. 6, 7 und 12), welche auf der Wolle 28 gelagert und aufgekeilt sind, und die freien Enden der Arme 29 sind durch eine Stange 32 mit einem Arm 33 auf einer querliegenden Entriegelungswelle 34 verbunden, welche im Ende des Wagengestelles gelagert ist, und deren Griffe 37 von der Seite des Wagens aus zugänglich sind.
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in Eingriff stehen, so stattet man sie mit Mitteln aus, um selbsttätig eine oder mehrere Druckmittel-oder Dampfleitungen miteinander zu kuppeln, beispielsweise Zugrohr für Bremsvorrichtungen, Signalleitungen und Dampfheiruhre. Einzelne oder alle dieser Rohre müssen
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körper, an welchem die Haken 4 angebracht sind, zur Aussenseite des Kupplungskopfes.
In diese Ausnehmungen ist ein Gehäuse 39 eingesetzt und wird an den Kupplungsköpfen durch Schrauben 40 festgehalten (Fig. 3, 5, 6, 9,12, 13,14, 15). Rohrstutzen, von denen einer mit 41 bezeichnet und durch einen Schlauch und eine gewöhnliche Schlauchkupplung mit dem Zugrohr 42 einer selbsttätigen Bremsvorrichtung verbunden ist, während ein zweiter in gleicher Weise durch einen Schlauch 48 mit einer Signalleitung 44 verbunden ist, sind in Stutzen 45, 46 befestigt, welche in das Gehäuse 39 führen.
Ein Hahn 49 beherrscht die Verbindung zwischen den Zugrohrstutzen 45 und einem Kanal 50 (Fig. 8), ein gleicher Hahn beherrscht die Verbindung zwischen dem Signalleitungsstutzen 46 und einem Kanal 51 (Fig. 6 und 8), die Kanäle 50, 51 münden aussen an einem Teil der Innenfläche des Kupplungskopfes, welcher an einem korrespondierenden Teil der Innenfläche, des anderen Kupplungskopfes anliegt. Die Dichtung an den Stellen, wo die zusammengehörigen Kanäle zusammentreffen, wird durch weiche Kautschukpackungen erzielt. Der Absperrhahn 49 wird von der Seite des Wagens betätigt, indem er mit der querliegenden Verriegelungswelle 34 derart verbunden ist, dass er geöffnet und geschlossen wird, wenn die Wagen gekuppelt oder entkuppelt werden, u. zw. durch die Bewegungen der Welle, welche diese Operationen bewirkt.
Ein Arm 53 ist am Hahn 4. 9 (Fig. 6) befestigt und ist mit einem Ende einer Stange 54 verbunden, die durch Stift und Schlitz 56, 55 mit den Armen 29 in Verbindung stehen.
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den Auflageflächen 25 wegzurücken, was zur Entkupplung der Wagen notwendig ist, worden die Griffe 37 der Querwelle 34 gehoben, wobei sie die Arme 29 der Welle 28 mitnehmen und hiedurch diese Welle samt der Verriegelungswelle 20 drehen und so die Verriegelungsarme ausser Eingriff mit der Kupplungskopffläche bringen, an welcher er bei hergestellter Kupplung anliegt. Bei dieser Bewegung heben die Stifte 56 die Stangen 54 und Arme 5.'1 und schliessen die Hähne 49. Die Teile sind dann in einer die Trennung der Wagen gestattenden Lage.
Werden die Griffe 37 gesenkt, so gestattet der Schlitz 55 den Wellen 28 und 2u sich hinreichend weit zu drehen, um die Verriegelungsarme 19 in die Normallage, d. h. für die Kupplung bereit zu stellen, ohne dass die Hähne 49 geöffnet würden. Sind die Wagen gekuppelt, so werden die Hähne durch weitere Abwärtsbewegung der Griffe 37 geöffnet, wobei die Stifte 56 auf die unteren Enden der Schlitze 55 wirken und durch die Stangen 54 und Arme 53 die Hähne öffnen. Es müssen, wie man sieht, die Verriegelungsarme beider Knpplungsliöpfe gelöst werden, bevor man die Wagen trennen kann.
Hindurch wird eine doppelte Sicherung gegen die Trennung der Kupplung geboten und gleichzeitig wird erreicht, dass die Absperrhähnc beider Wagen geschossen werden, bevor die Trennung stattfinden kann, und so das Entweichen von Druckluft oder Dampf aus den Rlhren vorhindert wird. Die Verriegelungsarme können beim Verschieben der Wagen losgemacht werden, und wenn diese Arme sich in der Normallage befinden, wird jede Beschädigung der Teile solbst beim heftigen Aneinanderfabren der Wagen durch den Spiel-
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9, 11 und ! 5).
Bei der in Fig. 12 gezeigten Abänderung ist die Welle 28 mit einem Arm 57 ausgestattet, der behufs Betätigung mit einem Griff oder lebel an irgendeiner geeigneten Stelle verbunden ist ; die Querwelle 34 samt Nebenteilen entfällt dann.
In Fig. 11 bis 14 und 16 sind Mittel zur selbsttätigen Verbindung und Trennung von elektrischen Leitern 58 dargestellt, von denen sieben gezeigt sind. Diese Leiter sind durch eine biegsame Hülse 59 zu einer Muffe geführt, in welche Stifte 60 in einem isolierenden liloelz 61 gelagert sind, der im Gehäuse 39 befestigt ist. Die Stifte 60 sind durch Federn 6"2 mit Stromschlussstücken 63 verbunden, welche in einem Block 64 aus isolierendem Material (wio weichem Kautschuk) befestigt sind, der seinerseits wieder im Kupplungskopf 1 befestigt ist.
Die Stromscbtussstücke 63 ragen über einen Teil 72 der Oberfläche des Kuppiungskopfes vor, der sich gegen eine korrespondierende Fläche des zweiten Kupplungskopfes legt, und wenn die beiden Kupplungsköpfe beim Kuppeln der Wagen miteinander in Eingriff gebracht werden, so werden die Stromschlussstücke 63 des
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mittel gepresst, das aus dem Brcmszügrohre zwischen die Blöcke 61 und 64 durch einen Kaual 65 eingeleitet wird, der vom Hahn 49 zur Rückseite des Blockes 64 führt.
Natürlich muss dafür Vorsorge getroffen sein, dass die Mündungen der Leitungen der beiden Kupplungsköpfe bei Herstellung der Kupplung stets genau aufeinander fallen ; dies wird einerseits durch die Gestaltung der Zacken oder Zähne 4 und andererseits dadurch
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erreicht, dass die vorspringenden Teile der Kupplungsköpfe von der Ober-und Unterseite bei 70 abgeschrägt sind, und diese Abschrägungen bei hergestellter Kupplung an ent-
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so dass die die Mündungen bezw. Enden der Leitungen enthaltenden lotrechten Flächen 72 der Kupplungsköpfe einander stets genau decken, d. h. jeder Punkt der einen Fläche stets an einem und demselben bestimmten Punkt der anderen dicht anliegt.
Nach der vorstehenden Beschreibung ist der Kupplungskopf mit dem Wagengestell drehbar verbunden und wenngleich dies die in den meisten Fällen zweckmässigste Einrichtung ist, um dem Kupplungskopf die erforderliche Beweglichkeit gegenüber dem Wagen zu erteilen und den praktischen Anforderungen zu genügen, so kann man doch auch andere Mittel benützen, um den Kupplungskopf mit dem Wagengestell zu verbinden, beispielsweise können Verbindungsglieder, welche hinreichend elastisch sind, um dem Kupplungskopf die gewünschte seitliche Bewegung zu geben, statt der beschriebenen und gezeichneten Verbindung benützt werden, ohne vom Wesen der vorliegenden Erfindung ab- zuweichen.
Man sieht, dass die Kupplung nach vorliegender Erfindung noch besser für die selbsttätige Verbindung und Trennung vorsorgt, als die gegenwärtig gebräuchlichen amerikanischen Kupplungen, und dass sie weiters alle Mittel enthält, um allen praktischen Anforderungen bezüglich der selbsttätigen Verbindung und Trennung von Druckluft-und Dampfleitungs- rohren und Leitern und bezüglich des rechtzeitigen Öffnens und Absperrens der Druck- luft-und Dampfleitungsröhren durch die zugehörigen Hähne beim Herstellen und Lösen der Wagenkupplung zu genügen.
Alle diese Operationen werden vollzogen, ohne dass die Bedienungsleute zwischen die Wagen treten müssten und es werden so nicht nur alle mit diesem letzteren Umstand verbundenen Gefahren völlig vermieden, sondern es wird auch ein bedeutender Vorteil durch Ersparung von Zeit beim Kuppeln und Entkuppeln von Wagen, Rohrleitungen und elektrischen Leitern erreicht.
PATENT. ANSPRÜCHE :
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welcher der feste lotrechte Kupplungshaken des einen Kupplungskopfes mit dem gleichen Kupplungshaken am zweiten Kupplungskopf durch seitliche Bewegung des Kupplungskopfes in und ausser Eingriff gebracht werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass die vorspringenden Teile des Kuppliingskopfes, weiche an den oberen und unteren Anlageflächen (70, 70) abgeschrägt sind und mit gleichartigen geneigten Flächen (71, 71j in der Ausnehmung des zweiten Kupplungskopfes in Eingriff treten, mit aneinander liegenden, lotrechten, zur Mittellinie der Kupplung parallelen Flächen (72) ausgestattet sind, in welchen die Enden der Leitungen (die Mündungen der Rohrleitungen oder die Stromschlussstücke der elektrischen Rohrleitungen) liegen,
wobei diese lotrechten Flächen samt den zusammenfallenden Enden (50) der Leitungsrohre (47) und den Stromschtussstücken der elektrischen Leitungen durch an den Kupplungsköpfen eingelenkte Verriegelungsarme (19) in ihrer Lage festgehalten werden, und bei Betätigung dieser Verriegetungsarmo Abschlussorgane in den Rohrleitungen nach dem Kuppeln geöffnet bezw. vor dem Entkuppeln geschlossen werden.