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Faltbehälter sowie Verfahren zur Herstellung und zum Verschliessen solcher Faltbehälter
Die Erfindung betrifft einen Faltbehälter aus einem in sich geschlossenen Zuschnitt, dessen an einen gemeinsamen Boden angeschlossene Seitenwandteile durchwegs mit zum Verschluss des Behälters dienenden, durch Faltkanten gebildeten Randleisten versehen sind.
Derartige Faltbehälter sind, wenn ein geeignetes Zuschnittmaterial gewählt wird, wasserdampf-und aromadicht verschlossen. Bei den bisher bekannten Faltbehältern dieser Art musste aber sehr viel Zuschnittmaterial mit eingefaltet werden, um dies zu erreichen.
Es besteht jedoch nun ein Bedürfnis nach Faltbehältern, bei denen ein wasserdampf-und aromadichter Verschluss in einfacher Weise und unter Einsparen von Zuschnittmaterial herstellbar ist. Gemäss der Erfindung ist ein derartiger Faltbehälter dadurch gekennzeichnet, dass die Randleisten zweier einander gegenüberliegender Seitenwandteile über je einen durch weitere Faltkanten bestimmten Zwischenwandteil an die Längsaussenkanten der Seitenwandteile angeschlossen sind, welche beide Zwischenwandteile gemeinsam zumindest die Grösse der Grundfläche haben und mittels der teilweise eingefalteten Randleisten zusammen umfanggeschlossen durch Versiegelung, Verklebung od. dgl. verbunden sind, wobei sich die Verschlusszonen der aus den einzelnen Randleisten gebildeten Verschlussleisten kreuzen.
Die Zwischenwandteile kommen also beim Einfalten des Behälters mit ihren seitlichen Randleistenteilen auf Randleistenteile des übrigen Zuschnittes zu liegen, mit denen sie die seitlichen Verschlussleisten bilden, während sie mit ihren vorderen Randleistenteilen die zuerst zu verschweissende, vordere Verschlussleiste bilden, die dann umgelegt wird und zum Teil auf die seitlichen Verschlussleisten zu liegen kommt.
Vorteilhafterweise können dabei die seitlichen Verschlussleisten an Seitenkanten des Behälters und die vordere Verschlussleiste etwa in der Verschlussleistenbreite von der Behälterkante entfernt angeordnet sein, wobei die seitlichen Randleistenteile der Zwischenwandteile um Faltkanten im Winkel von 450 auf die die seitlichen Verschlussleisten bildenden Randleistenteile aufgefaltet sind, so dass sie, wenigstens zum Teil, auf die benachbarten Randleistenteile zu liegen kommen. Die Verschlussleisten sind dann entweder überhaupt nicht sichtbar ode- können leicht verdeckt werden.
Es ist gleichgültig, in welcher Weise die seitlichen Verschlussleisten gebildet werden, d. h. wie die Seitenflächen, an denen die Verschlussleisten angeordnet sind, ausgebildet werden. Auch die Seitenwände, an deren oberen Kanten die seitlichen Verschlussleisten angeordnet sind, können an sich in beliebiger Weise eingefaltet sein. Voraussetzung ist lediglich, dass seitliche Verschlussleisten entstehen, bei denen sämtliche äusseren Ränder bzw. Schnittkanten der diese Verschlussleisten bildenden Randleistenteile ausserhalb der Verschlusszone liegen. Auch dürfen keine unverschweissten Kanäle entlang der Faltkanten zwischen den Randleistenteilen in das Behälterinnere führen.
Die auf die Randleisten projizierten Verschlusszonen bilden dann einen ununterbrochenen Streifen, der lediglich an den im Winkel von 45 verlaufenden Randleistenfaltkanten im rechten Winkel abgebogen ist.
Die an den seitlichen Verschlussleisten ausgebildeten Verschlusszonen schneiden nun, wenn wie oben beschrieben vorgegangen wird, die Verschlusszone, die vorher aus den vorderen Randleistenteilen der Deckelansätze gebildet wurde. Es entsteht also, wiederum auf die Randleistenteile des nicht eingefalteten
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Zuschnitts projiziert, ein um den ganzen Zuschnitt herumlaufender, in sich geschlossener und ununterbrochener Verschlusszonenstreifen, der an den Stellen, an denen er einen rechten Winkel bildet, entweder durch eine Faltkante im Winkel von 450 abgebogen wird oder eine Kreuzungsstelle zweier Verschlusszonen aufweist, die an unterschiedlichen und unabhängig voneinander bearbeiteten Verschlussleisten ausgebildet sind.
Entsprechendes gilt für Faltbehälter, die ausser einer vorderen und zwei seitlichen Verschlussleisten noch weitere senkrecht zu den letzteren verlaufende Verschlussleisten aufweisen. Auch die Verschlusszonen dieser Verschlussleisten müssen so verlaufen, dass sie diejenigen der seitlichen Verschlussleisten schneiden.
Da derart ausgebildete Verschlussleisten ohne Schwierigkeit dicht verschliessbar sind, können bei Verwendung eines entsprechenden Zuschnittmaterials nach dem Verfahren gemäss der Erfindung in einfacher Weise und unter Einsparung von überflüssigem Zuschnittmaterial wasserdampf- und aromadichte Falt behälter hergestellt werden.
Man kann zur Herstellung und zum Füllen des Faltbehälters nach der Erfindung zunächst einen einseitig offenen Behälter einfalten und nach Ausbilden der vorderen Verschlussleiste der Zwischenwandteile die seitlichen Verschlussleisten versiegeln oder verkleben. Dabei können etwaige weitere Verschlussleisten oder als solche dienende Zuschnittflächen sofort nach dem Einfalten oder gegebenenfalls auch später versiegelt oder verklebt werden.
Man kann aber auch vorteilhafterweise zunächst einen Schlauch herstellen md anschliessend die Seitenwände auffalten. Dadurch wird das Verfahren insofern vereinfacht, als ein Arbeitsgang eingespart wird und ein Festhalten der aufgefalteten Seitenwände wegfällt.
Ferner kann es vorteilhaft sein, vo. oder nach dem Herstellen des Schlauches nur eine Seitenwand aufzufalten sowie gegebenenfalls die entsprechende Verschlussleiste zu versiegeln und die gegenüberliegende Seitenwand erst nach dem seitlichen Einfüllen des Gutes aufzufalten. Der zunächst hergestellte und an einer Seite offene Schlauch bietet eine bequeme Möglichkeit zum Füllen der Schachtel, wobei für das einzufallende Gut eine sichere Führung durch die Seitenwände, die Grundfläche und die Deckelfläche geboten wird.
Der Faltbehälter kann nach der Erfindung insbesondere derart eingefaltet sein, dass zwischen den Seitenwandteilen des Zuschnitts vorgesehene Faltdreieckpaare auf die nicht mit den Zwischenwandteilen versehenen Seitenwände aufgefaltet sind. Diese Faltung und der dazu verwendete Zuschnitt sind sehr vielseitig verwendbar, weil sich gleich gut zunächst ein Schlauch und ein einseitig offener Behälter bilden lassen. Ein Öffnen des Behälters ist sowohl seitlich als auch an der Oberseite in einfacher Weise möglich. In beiden Fällen lässt sich der Behälter leicht wieder verschliessen, so dass man also als endgültigen Deckel sowohl die Zwischenwandteile als auch eine der Seitenwandteile verwenden kann.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des Faltbehälters nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Randleistenteile an Zuschnitteilen angebracht sind, die die Seitenwände bilden und die mit den restlichen, die Seitenwände bildenden Teilen vorzugsweise nach Verschliessen der vorderen Verschlussleiste unter Ausbildung von vorzugsweise aussen auf die Seitenflächen aufzufaltenden Faltdreiecken eingefaltet sind. Bei dieser Ausführungsform sind also die seitlichen Verschluss- leisten nicht an den Behälterkanten angeordnet, sondern etwa in der Mitte der Behälterseiten oder an einer andern Stelle, während die vordere Verschlusskante nach dem Umlegen mit der Behälterkante abschliesst, aber auch an einer andern Stelle der Deckelfläche oder einer Seitenfläche angeordnet sein kann.
Vorzugsweise können die seitlichen Verschlussleisten nach dem Versiegeln oder Verkleben nach unten auf die Seitenwände abgebogen und auf diesen befestigt sein. Man kann aber auch die seitlichen Verschlussleisten nach oben auf die Deckelfläche abbiegen und auf dieser befestigen, wobei vorteilhafterweise der an die entsprechenden Seitenwandteile angrenzende Randleistenteil derart verbreitert ist, dass er mindestens die Verschlussleiste überdeckt. In beiden Fällen entsteht eine formschöne Schachtel, die nach aussen kaum Unterbrechungen der Behälterwände aufweist.
Man kann aber auch in einfacher Weise einen Faltbehälter herstellen, bei dem dis seitlichen Verschlussleisten nach unten abgebogen und trotzdem verdeckt sind. Ein derartiger Faltbehälter bildet gleichzeitig eine plombierte Aufreissschachtel, d. h. also eine Schachtel, die nach dem erstmaligen Aufreissen nicht mehr so verschlossen werden kann, dass das Aufreissen nicht sichtbar ist.
Dies wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass an dem an der Randleiste des streifenförmigen Zwischenwandteils angebrachten Ansatz seitlich zwei Laschen vorgesehen sind und dass diese Laschen auf die nach unten abgebogenen und an den Seitenwänden befestigten, seitlichen Verschlussleisten aufgefaltet und an diese angeklebt sind. Beim Öffnen wird dann der als Deckel dierlende Ansallz von den
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Laschen abgerissen, und der Faltbehälter kann nicht mehr in gleicher Weise wie vorher verschlossen werden.
Der Faltbehälter nach der Erfindung kann ferner dadurch gekennzeichnet sein, dass der zuoberst liegende Zwischenwandteil zusammen mit seiner vorderen Randleiste die gleiche Breite aufweist wie die Grundfläche, während der andere Zwischenwandteil einen die Öffnung nur zu einem geringen Teil überdeckenden Streifen bildet, so dass die Oberseite der Faltschachtel durch eine durchgehende Fläche gebildet wird, die keine das Aussehen beeinträchtigenden Faltkanten aufweist.
Man kann aber auch den zuoberst liegenden Zwischenwandteil um die Höhe der vorderen Randleisten breiter als die Behälteröffnung ausbilden, wobei vorzugsweise auch der andere Zwischenwandteil entsprechend vergrössert wird. Es entsteht dann auch hier eine an einer Behälterkante vorstehende Verschlussleiste, die dann ebenfalls auf eine Behälterseite aufgefaltet werden kann, oder die gegebenenfalls vor dem Verschweissen der seitlichen Verschlussleisten derart umgelegt werden kann, dass sie zwischen den streifenartigen Zwischenwandteil und den daran anschliessenden, zurückgebogene Teil des Zwischenwandteils zu liegen kommt.
Man kann fernerhin an der Randleiste des streifenförmigen Zwischenwandteils einen Ansatz anbringen, der insbesondere nach Einfalten der seitlichen Verschlussleisten auf den andern Zwischenwandteil auf diesem befestigt wird. Dies hat den Vorteil, dass ein Faltbehälter gebildet wird, der überhaupt keine Unterbrechungen seiner Seitenflächen mehr aufweist. Selbstverständlich kann die als Deckel bezeichnete Seite auch als Boden verwendet werden, wenn z. B. auf der gegenüberliegenden Seite ein Fenster vorgesehen ist.
Der Faltbehälter nach der Erfindung kann ferner dadurch gekennzeichnet sein, dass eine Einstecktasche vorgesehen ist, die durch aufgefaltete Seitenwandteile, den streifenförmigen Zwischenwandteil und dessen zurückgebogene Randleiste oder entsprechende Zuschnitteile gebildet ist und in die eine Lasche eines Deckels einsteckbar ist, der mit dem die aufgefalteten Verschlussleisten überdeckenden Ansatz oder mit einem auf den entsprechenden Zwischenwandteil aufgeklebten Band verbunden oder an einer Seitenwand angeklebt sowie gegebenenfalls um die Schachtel oder um Teile der Schachtel herumgeführt ist.
Es können gemäss der Erfindung auch Einstecktaschen vorgesehen sein, die durch Faltdreiecke. gebildet sind und in die seitliche Ansätze einer Lasche des Deckelansatzes seitlich einsteckbar sind.
In allen diesen Fällen wird ein bequem zu befestigender und zu öffnender Deckel erhalten, wobei darauf hingewiesen wird, dass durch das Einstecken der Deckelteile keine Beschädigung des Inhaltes erfolgt und auch der wasserdampf-und aromadichte Verschluss der Schachtel nicht beeinträchtigt wird.
Es ergeben sich im übrigen bei Verwendung derartiger Deckel eine Reihe von Möglichkeiten, um die
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B.sprechenden Behälterfläche vorgebildet ist und die beim Öffnen des Deckels auch ein Öffnen des eigentlichen Faltbehälters bewirkt. Um zu vermeiden, dass durch das Vorformen der Aufreissfläche gegebenenfalls undichte Stellen entstehen, kann diese Fläche durch Aufschweissen einer dünnen Folie an der Innenseite des Zuschnitts zusätzlich abgedichtet werden. Diese Folie kann entweder mit der Aufreissklappe verklebt sein, so dass sie mit dieser zusammen entfernt wird, oder aber sie kann, wenn es sich um eine durchsichtige Folie handelt, nur mit den nicht zur Aufreissklappe gehörenden Zuschnitteilen verbunden werden, so dass nach dem Öffnen des Deckels ein Fenster entsteht.
Man kann den Faltbehälter im übrigen noch mit einer Hülle versehen, die insbesondere die nicht mit aufgefalteten Verschlussleisten versehenen Seitenwände freilässt. Auf diese Weise werden die an den Seitenwänden befestigten Verschlussleisten verdeckt, so dass eine Faltschachtel mit angenehmem Äusseren entsteht. Weiterhin kann auch, insbesondere bei Faltbehältem mit seitlich verklebten Laschen desDeckel- ansatzes, ein die Behälteröffnung überdeckender Zwischenwandteil, der mit der streifenförmigen Randleiste verbunden ist, mit einem Aufreissfenster versehen sein.
Dieses Aufreissfenster liegt dann unter dem vor dem erstmaligen Öffnen plombierten Deckel und gewährleistet, dass die Schachtel auch nach dem Aufreissen des zuletzt genanntenDeckels zunächst noch wasserdampf-und aromadicht verschlossen bleibt.
Auf den Zeichnungen sind verschiedene Ausführungsformen von Faltbehältern nach der Erfindung beispielsweise dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Zuschnitt für eine Ausführungsform des Verfahrens nach der Erfindung. Fig. 2-6 zeigen ein Faltschema zur Herstellung einer Ausführungsform einer Faltschachtel nach der Erfindung.
Fig. 7 zeigt eine fertig gefaltete Schachtel. Fig. 8-10 zeigen eine Möglichkeit zum Öffnen der Faltschachtel. Fig. 11 zeigt eine fertig gefüllte Fensterschachtel mit teilweise abgerissener Umhüllung. Fig. 12 zeigt einen teilweise eingefalteten abgeänderten Zuschnitt. Fig. 13 zeigt eine Faltschachtel
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der seitlich abgebogenen Verschlussleisten an der Aussenfläche keine Faltkanten oder sonstige Unterbrechungen auf.
Es wird besonders darauf hingewiesen, dass die Verschlusszone zwischen der Vorderkante der An- sätze 14 und 16 im rechten Winkel zu der Verschlusszone zwischen den Randleistenteilen an den Zuschnittteilen 14,6, 7, 4,8, 9,15, 16 und 14,13, 12,5, 11,10, 15,16 verläuft. Die zuerst genannte Verschlusszone schneidet also an beiden Seiten die zuletzt genannten Verschlusszonen, so dass ein absolut sicherer Verschluss gewährleistet ist.
Zum Öffnen kann die Verschlussleiste an einer Seite nach oben gebogen werden, wie dies aus Fig. 8 ersichtlich ist. Dabei ist es natürlich vorteilhaft, diese Verschlussleiste nur an der Seitenwand anzuheften, um ein leichtes Abreissen zu ermöglichen. Anschliessend kann dann durch Zug an dem Randleistenteil, der dem Seitenwandteil 4 bzw. 5 benachbart ist, der Verschluss geöffnet und die entsprechende Seitenwand heruntergeklappt werden (Fig. 9). Der Inhalt der Schachtel ist dann in bequemer Weise zugänglich (Fig. 10).
Dazu kann es vorteilhaft sein, die dem Ansatz 14 benachbarten Randleistenteile mit nicht dargestellten Einschnitten zu versehen, so dass die Randleistenteile an den Seitenwandflächen leichter zugänglich sind. Es können auch Aufreissfäden oder andere Hilfsmittel zum Öffnen angebracht werden.
Die geöffneten Seitenwände können leicht wieder verschlossen werden, wobei auf die Fig. 9 und 8 verwiesen wird.
Man kann auch die Faltschachtel auf eine entsprechende Weise erstmalig füllen. Es wird dann zunächst lediglich der Ansatz 16 mit der Vorderkante des Ansatzes 14 verschweisst. Anschliessend wird die eine Seitenwand, wie aus Fig. 9 und 10 ersichtlich, heruntergeklappt und es wird das zu verpackende Gut seitlich in die Faltschachtel eingeführt. Der Verschluss erfolgt dann ebenfalls wieder wie in Fig. 9 dargestellt. Zum Schluss können dann die seitlichen Verschlussleisten versiegelt und an den Seitenwänden befestigt werden.
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also vor dem Einfalten dieser Faltdreiecke auf einem entsprechenden Faltklotz, durch Verschweissen des Ansatzes 16 mit der Kante des Ansatzes 14 einen Schlauch herstellen. Dieser Schlauch wird dann nach Hochklappen der einen Seitenwand gefüllt. Anschliessend wird dann auch die zweite Seitenwand hochgeklappt.
Zum Schluss werden die seitlichen Verschlussleisten versiegelt.
Da eine umlaufende Verschlusszone gebildet wird, ist auch in diesem Falle bei Verwendung eines geeigneten Zuschnittmaterials ein wasserdampf-und aromadichter Verschluss gewährleistet. Die entsprechend hergestellten und mit vorgebrochenen Faltkanten versehenen Schläuche können zum Versand oder zur Lagerung bequem zusammengelegt und nach dem Aufrichten und Füllen dann verschweisst werden.
Das Öffnen des Faltbehälters kann selbstverständlich auch von oben erfolgen. Es kann also beispielsweise an dem Ansatz 16 ein Einschnitt angebracht werden, der ein leichtes Ergreifen der Vorderkante des Ansatzes 14 ermöglicht, so dass dieser Ansatz abgerissen werden und gegebenenfalls als Deckel dienen kann. Sämtliche Einschnitte in den Randleisten müssen dabei natürlich ausserhalb der Verschlusszone liegen.
In Fig. 11 ist eine Faltschachtel mit einem Fenster dargestellt, das beispielsweise in der Grundfläche 1 angeordnet sein kann. Natürlich kann auch ein Fenster in dem Deckel 14 vorgesehen werden.
Die mit einem Fenster versehene Faltschachtel sowie selbstverständlich auch die in Fig. 17 dargestellte Faltschachtel kann mit einer Umhüllung 19 versehen werden, die vorzugsweise lediglich als Band um die Schachtel läuft und die Seitenwände 2 und 3 freilässt.
Man kann ferner auch die seitlichen Verschlussleisten statt nach unten auf die Seitenwände nach oben auf den Deckelansatz 14 abbiegen und auf diesem befestigen. Dabei können die an die Seitenflächen 4 und 5 angrenzenden Randleistenteile verbreitert ausgebildet sein, so dass sie nach dem Aufkleben der Verschlussleisten auf die Oberseite diese vollständig überdecken (Fig. 12 und 13).
In Fig. 14 ist ein Zuschnitt für einen entsprechenden Faltbehälter dargestellt, der als Zigarettenschachtel dienen kann und der in der vorher beschriebenen Weise eingefaltet wird (Fig. 14a-d). Der der Seitenwandfläche 4 benachbarte Teil der Randleiste 17 ist derart verlängert, dass er den grössten Teil der Fläche 14 übergreift. Er ist nur zum Teil, u. zw. an den schraffierten Stellen (Fig. 14c), auf der Fläche 14 befestigt, so dass eine Einstecktasche gebildet wird. In diese Tasche ist ein als Lasche ausgebildeter Teil 43 der Randleiste 18 einsteckbar (Fig. 15). Nach dem Herausziehen der Lasche 43 aus der Tasche kann der Verschluss der Zigarettenschachtel in einfacher Weise aufgerissen werden (Fig. 15a).
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Nach der Entnahme von Zigaretten kann die Schachtel dann wieder dicht verschlossen werden, da sich die Randleisten beim Einstecken der Lasche43 in die Tasche erneut aufeinander legen. EinHebestreifen44 kann in einfacher Weise durch Aufkleben an der Grundfläche bei 45 angebracht werden. Er kann natürlich auch ohne Befestigung um das eingebrachte Gut herumgelegt sein.
Man kann auch an dem einen Teil der Randleiste bildenden Ansatz 16 einen weiteren Ansatz 20 ausbilden, durch den die auf die Fläche 14 aufgefalteten Verschlussleisten abgedeckt werden können.
Einen entsprechenden Zuschnitt zeigt Fig. 16. Da der Ansatz 20 keine dichtende Wirkung hat, genügt es, wenn er nach dem Einfalten des Behälters (Fig. 17 und 18) und nach dem Auflegen (Fig. 19) nur zum Teil an den Verschlussleisten bzw. an der Fläche 14 angeklebt wird. Die auf diese Weise hergestellte Schachtel, die im vorliegenden Falle mit einem Fenster 21 versehen ist, weist an ihren Aussenseiten keinerlei Unterbrechungen auf und ist daher trotz ihrer einfachen Herstellungsweise formschön (Fig. 20).
Bei der in Fig. 21 dargestellten Faltschachtel ist der Ansatz 20 derart verlängert, dass er die ganze Faltschachtel umgreift. Um bei Verwendung von kaschiertem Zuschnittmaterial an diesem Material zu sparen, kann statt dessen auch ein Umband aus billigere Material verwendet werden, das an der Unterseite der Schachtel befestigt wird, so dass es mit seinem einen Ende mit der Vorderkante des Deckelansatzes 14 abschliesst. Der Ansatz 20 bzw. das entsprechende Umband bilden dann einen Deckel 21, der über die Grundfläche 1 hinüberragt (Fig. 22). Dieser Deckel 21 ist über einen Ansatz 22 mit einer
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anschliessenden Randleistenteil 16 einsteckbar ist. Es wird auf diese Weise ein sehr bequemer Deckel- verschluss erreicht. Der, Deckelansatz 22 kann an der Seite mit einem Griffausschnitt 24 zum Öffnen ver- sehen sein. Fig. 24 zeigt die Schachtel mit verschlossenem Deckel.
An der Fläche 1 kann eine Aufreissklappe 25 vorgebildet sein. Der Deckel 21 wird dann lediglich mit dieser Aufreissklappe verklebt, so dass beim Öffnen des Deckels gleichzeitig der eigentliche Faltbehälter zugänglich gemacht wird (Fig. 23).
Um zu verhindern, dass der Faltbehälter infolge der Vorbildung der Aufreissklappe undicht wird, wird diese Klappe unterklebt mit einer Folie, die insbesondere an den über die Aufreissöffnung über- stehenden Rändern mit dem Zuschnitt von innen versiegelt wird. Diese Folie kann mit der Aufreissklappe verklebt werden, so dass sie gleichzeitig mit dieser aufgerissen wird, oder aber sie wird lediglich mit ihren Rändern an dem Zuschnitt befestigt, so dass der Behälter durch sie auch nach dem Aufreissen ver- schlossen bleibt. Letzteres empfiehlt sich insbesondere bei einer Verwendung von durchsichtigen Folien, da dann der Behälterinhalt nach dem Öffnen des Deckels zwar sichtbar aber doch noch gegen äussere
Einwirkungen sicher geschützt ist.
Ein etwa in Form einer Klammer 26 ausgebildetes Gerät zum Öffnen der Folie kann abnehmbar an der vorderen Verschlussleiste befestigt werden, so dass es im wesentlichen in der darunter befindlichen
Einstecktasche verborgen ist.
Wenn die Aufreissfläche 25 hinreichend gross ausgebildet wird oder wenn im wesentlichen die ganze
Grundfläche 1 derart ausgebildet ist, dass sie abgerissen werden kann, so kann in der gleichen Weise eine
Kappenschachtel für Zigaretten hergestellt werden, die ausserdem den Vorteil hat, dass sie in sehr be- quemer Weise seitlich gefüllt werden kann. Die durch die noch vorhandenen Teile der Grundfläche 1 gebildeten Leisten können ausserdem in nicht dargestellter Weise zum Teil vorgebrochen sein, so dass sie teilweise angehoben werden können und die Öffnung dadurch noch vergrössert werden kann. Eine ent- sprechende Schachtel in gefülltem Zustand ist in Fig. 25 dargestellt. Auch hier ist der Deckel unterhalb der Seitenwand 3 einsteckbar.
Bei dem in Fig. 26 dargestellten Zuschnitt ist für die Ausbildung des Behälterunterteils ein Falt- schema vorgesehen. Wie aus Fig. 27-29 hervorgeht, werden dabei die Faltdreiecke 27,28 nach Auf- einanderlegen und gegebenenfalls Verschweissen der Randleistenteile der entsprechenden Seiten auf die
Grundfläche 1 aufgefaltet, die später die Vorderseite des Behälters bildet. Der Behälter kann dann von hinten in seiner in Fig. 30 dargestellten Stellung gefüllt werden. Anschliessend wird der Behälter unter
Versiegeln der Vorderkante des Ansatzes 14 mit dem Randleistenansatz 16 und der seitlichen Verschlussleisten verschlossen (Fig. 31). Nach Auffalten der seitlichen Verschlussleisten auf die Rückwand wird nun der dem Randleistenansatz 16 benachbarte Ansatz 29 mit der Rückseite verklebt, so dass die aufgefalteten
Verschlussleisten nicht mehr sichtbar sind.
Dann wird der Ansatz SO mit der bei 32 vorgebildeten Aufreiss- klappe an den schraffierten Stellen verklebt. Schliesslich wird eine an dem Ansatz 30 angebrachte Ein- stecklasche 31 in die durch Auffalten der Dreiecke 27 und 28 auf die Fläche 1 durch nur teilweises Verkleben dieser Zuschnitteile miteinander gebildete Einstecktasche gesteckt (Fig. 32und 33). Die Teile 29 - 31 brauchen dabei nicht aus einem Stück mit dem Zuschnitt zu bestehen. Es kann , att dessei auch eine gesonderte Materialbahn aufgeklebt werden.
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Die zwischen den Teilen 15 und 16 an der Rückseite des Behälters gebildete Einstecktasche kann dazu benutzt werden, um den Behälter an einem Gestell zu befestigen, das mit Blechen od. dgl. versehen ist, die in diese Einstecktaschen eingeführt werden können. Fig. 34 zeigt Faltschachteln entsprechend Fig. 33, die an Blechen 34 eines Werbeständers befestigt sind und so in bequemer Weise zur Schau gestellt werden können. Die Bleche 34 müssen dabei etwas schmaler als die Ansätze 15 und 16 sein. Wenn die gefüllten Behälter ein grösseres Gewicht haben, so können diese Ansätze natürlich auch entsprechend grösser gewählt werden, u. zw. können sie fast bis zur Grösse der Grundfläche 1 verbreitert werden. Der- artige Behälter können dann unter Umständen auch an waagrecht angeordneten Blechen aufgehängt werden.
Aus Fig. 26 ist ersichtlich, dass auch in diesem Falle eine umlaufende geschlossene Verschlusszone gebildet wird. Die Verschlusszonen 32 und 33 werden gebildet, wenn der Behälter in seiner in Fig. 27-29 gezeigten Stellung auf dem Klotz verschweisst wird oder wenn etwa nach dem in Fig. 28 gezeigten Falt- stadium die zusammen mit den Dreiecken 27 und 28 eingefalteten Randleistenteile aufeinandergelegt und versiegelt werden. Die Verschlusszonen 32 und 33 und die Verschlusszonen der vorderen, die Teile 14 und 16 umfassenden Verschlussleiste schneiden die Verschlusszonen der seitlichen Verschlussleisten, die anschliessend aus den Randleistenteilen 17 und 18 gebildet werden.
Entsprechendes gilt von dem in Fig. 35 dargestellten Zuschnitt. Auch hier sind die Verschlusszonen auf die entsprechenden Randleistenteile projiziert und schraffiert angedeutet, so dass die verschiedenen
Kreuzungsstellen ersichtlich sind.
Die Deckelansätze sind hier etwa um die Höhe der Randleisten verbreitert bzw. es sind an die
Deckelansätze 14 sowie 15 und 16 noch Randleisten 35, 36 angesetzt.
Die Seitenwände werden in der aus Fig. 36 - 38 ersichtlichen Weise eingefaltet, wobei die Falt- dreiecke 27 und 28 aufwärts gebogen und die diesen Faltdreiecken benachbarten Randleistenteile, vor- zugsweise nach dem Verschweissen, seitlich abgebogen werden.
Anschliessend werden dann die Ansätze 15, 16 derart eingefaltet, dass die Randleiste 35 nach aussen übersteht (Fig. 39,40). Mit dieser Randleiste wird dann die Randleiste 36 des Ansatzes 14 nach dem
Herunterklappen dieses Ansatzes verschweisst (Fig. 41 und 42).
Schliesslich können die seitlichen Verschlussleisten verschweisst und sämtliche Verschlussleisten auf den Ansatz 14 aufgefaltet werden (Fig. 43). Es kann dabei, wie in Fig. 43 dargestellt, in dem Ansatz 14 ein Fenster oder eine Aufreissklappe vorgesehen sein, die ähnlich wie bereits beschrieben ausgebildet sein können.
Es kann ferner beispielsweise an dem rückwärtigen Teil 37 des Ansatzes 14 vor dem Einfalten der seitlichen Verschlussleisten ein Ansatz 38 eines Deckels 39 aufgeklebt werden, der in bequemer Weise mit einem an der gegenüberliegenden Seite angeordneten, laschenförmigen Ansatz 40 in die Einsteck- tasche zwischen den Ansätzen 15 und 16 eingeführt werden kann (Fig. 43 und 44). Dabei wird von der
Einstecklasche 40 durch Einschnitte eine Grifflasche 41 abgetrennt, die nicht mit eingesteckt wird, sondern nach aussen über die Seitenwand 4 herüberragt und infolgedessen leicht ergriffen werden kann.
Der Deckel kann natürlich auch so angebracht sein, dass er nicht um die rückwärtige Behälterkante schwenkbar ist, sondern um den rückwärtigen Rand des Fensters bzw. der Aufreissklappe.
Vor dem Verschweissen der seitlichen Verschlussleisten kann man ferner die vordere Verschlussleiste nach innen umschlagen und dann erst die seitlichen Verschlussleisten verschweissen. Dadurch wird ebenfalls eine umlaufende Verschlusszone gebildet, da die umgeschlagenen Enden der Verschlussleisten bei dem Versiegelungsvorgang mitbearbeitet werden (Fig. 45 und 46). Die Oberseite des Faltbehälters weist dann an ihrer Vorderseite keine aufgefaltete Verschlussleiste mehr auf. Die seitlichen Verschlussleisten können nach oben oder unten aufgefaltet werden.
Auch hier kann in der vorher beschriebenen Weise ein Deckel angebracht werden, wobei darauf hingewiesen wird, dass die obere vordere Kante des Behälters, die den oberen Rand der Einstecktasche bildet, im vorliegenden Fall besonders stabil ist, wodurch ein unbeabsichtigtes Einreissen der Faltschachtel verhindert wird. Durch das Einfalten der Verschlussleisten wird auch vermieden, dass die Zuschnittkanten von aussen sichtbar sind.
Man kann aber auch unter Verwendung einer ähnlichen Faltart, wie vorher beschrieben, die seitlichen Verschlussleisten so anordnen, dass sie nicht an einer Behälterkante, sondem in der Mitte einer Behälterseitenwand ausgebildet werden. Einen entsprechenden Zuschnitt zeigt Fig. 47. Bei diesem Zuschnitt sind, ähnlich wie bei dem Zuschnitt der Fig. l. Seitenwandteile 2 - 5 vorgebildet. Statt der Faltdreiecke 6-13 sind jedoch Faltdreiecke 37-40, entsprechend den Faltdreiecken 27,28 der Fig. 26, vorgesehen. Diese Faltdreiecke und die benachbarten Zuschnitteile werden in der gleichen Weise, wie. in den Fig. 27 - 29 dargestellt, eingefaltet.
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Es sind auch hier Ansätze 14 sowie 15 und 16 vorgesehen. Diese Ansätze sind mit doppelten seitlichen Randleistenteilen versehen, deren innere nach dem Einfalten einen Teil der Schachtelseitenwände bilden, während die äusseren mit den äusseren Rändern der Seitenwandteile 4 und 5, die hier als die entsprechenden Randleistenteile dienen, die seitlichen Verschlussleisten bilden.
Beim Einfalten wird zunächst durch Hochstellen der Seitenwandteile 2 und 3 und durch Verschweissen des Ansatzes 16 mit der äusseren Kante des Ansatzes 14, ein Schlauch gebildet, wobei auch die entsprechenden Teile der angrenzenden Randleisten mitverschweisst werden (Fig. 48). Anschliessend werden dann die Seitenwandteile 4 und 5 sowie die Dreiecke 37--40 eingefaltet (Fig. 49). Die auf der Mitte der Schachtelseitenwände ausgebildeten Verschlussleisten werden dann ebenfalls verschlossen und vorzugsweise auf die Randleistenteile des Ansatzes 14 abgebogen, auf denen sie auch befestigt werden. Die überstehenden Faltdreiecke werden nach dem Abbiegen auf den Seitenwandteilen 3 und 4 befestigt (Fig. 50, 51).
Bei der auf diese Weise hergestellten Faltschachtel führen, wie bei den vorher beschriebenen, keine Faltkanäle in das Innere der Schachtel, und es kreuzen sich sämtliche VerschluEzonen, so dass keine Undichtigkeiten auftreten können. Fig. 52 zeigt den fertig gefalteten Behälter.
Das Füllen kann vorteilhafterweise derart geschehen, dass der Zuschnitt von oben auf einen Stapel des zu verpackenden Gutes aufgelegt wird. Die Ansätze 14 bzw. 15, 16 werden dann unter den Stapel geschoben und die Schachtel wird anschliessend durch Einfalten der Seitenteile und Verschweissen der Verschlussleisten verschlossen, nachdem sie mit dem Inhalt zusammen gewendet worden ist.
Es wird besonders darauf hingewiesen, dass die beschriebene Faltschachtel aus einem Zuschnitt hergestellt werden kann, der keinerlei Einschnitte aufweist, und dass für diesen Zuschnitt sogar noch etwas weniger Material benötigt wird als für die vorher beschriebenen Zuschnitte.
Da auf den Ansatz 14, der den Boden bildet, keine Zuschnitteile aufgefaltet werden, ist es nicht notwendig, auf diesen Behälterteil ein Umband od. dgl. aufzukleben. Wenn, ähnlich wie bei den vorher beschriebenen Ausfübrungsformen, ein Deckel vorgesehen sein soll, so kann dieser Deckel 21 an die Seitenwand 2 angeklebt werden, so dass weniger Zuschnittmaterial benötigt wird, als bei dem in Fig. 21-23 dargestellten Deckel. Trotzdem ist der Deckel mit seiner Lasche : 23 in die Einstecktasche zwischen den Ansätzen 15 und 16 einführbar.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Einstecklasche 23 auch wegfallen kann und der Deckel mit seinem Teil 22 in Einstecktaschen eingeführt werden kann, die durch nicht vollständiges Verkleben der auf die Seitenwand 3 aufgefalteten Faltdreiecke 38 und 40 gebildet werden (Fig. 53). Im übrigen kann die Grundfläche 1 in der aus Fig. 24 ersichtlichen Weise mit einer Aufreissklappe od. dgl. versehen sein.
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entsprechend Fig. 36-38 vorgesehen werden. Es brauchen dann keine Teile auf die Seitenwände 3 und 4 aufgefaltet werden. Im übrigen kann hier wie bei der vorher beschriebenen Faltung die vordere Verschlussleiste an beliebiger Stelle angebracht sein, vorausgesetzt, dass sich die Verschlusszonen schneiden und an den Faltkanten keine Kanäle in das Innere des Faltbehälters führen.
In Fig. 54 ist ferner ein Zuschnitt dargestellt, bei dem auch die seitlichen Verschlussleisten in der gleichen Art ausgebildet sind wie die vordere Verschlussleiste. Aus Fig. 54 ist ersichtlich, dass sich auch hier sämtliche Verschlussz0üen I - IV kreuzen. Fig. 55 - 59 zeigen, wie dieser Zuschnitt eingefaltet werden kann : Es wird dabei besonders darauf hingewiesen, dass die Reihenfolge des Verschweissens der Verschlussleisten weitgehend variiert werden kann. Der fertige Faltbehälter (Fig. 60) weist ein formschönes Aussehen auf und ist trotz der zahlreichen Verschlussleisten genau so dicht verschliessbar wie die vorher beschriebenen Faltschachteln.
Ausser der dargestellten T-Form kann auch eine nicht dargestellte Z-Form verwendet werden, bei der nicht die beiden Ansätze 41 und 42 an den Seitenwandteilen 2 bzw. 3 angebracht sind, sondern bei der einer dieser beiden Ansätze an dem Seitenwandteil 2 und der andere an dem Seitenwandteil 3 angeordnet ist. Wenn die Zuschnitte aus einem Bogen geschnitten werden, so kann diese zuletzt erwähnte Zuschnittform eine Materialersparnis bedingen.
Der in Fig. 61 dargestellte Zuschnitt weist eine Grundfläche 1 auf, an die vorgebrochene Seitenwandflächen 2 - 5 angrenzen. Zwischen je zwei Seitenwandflächen sind paarweise angeordnete Falt- dreiecke6-13 vorgesehen Zwei einander gegenüberliegende Seitenwandflächen sind mit Ansätzen 14, 15 versehen, die zur Ausbildung des Deckels dienen. Einer dieser Ansätze, z. B. der Ansatz 14, hat bei der dargestellten Ausführungsform die gleiche Grösse wie die Grundfläche 1. Dieser Ansatz kann als Deckel dienen und ist in der Lage, die gesamte Öffnung des nicht verschlossenen Faltbehälters zu überdecken. Dieser Ansatz ist im vorliegenden Fall mit einem Aufreissfenster versehen, das beispielsweise mit einer Folie unterlegt sein kann.
An dem unteren Ansatz ist eine Leiste 16 vorgesehen, die mit dem oberen Rand des Ansatzes 14 verklebt bzw. versiegelt werden kann und so eine Verschlussleiste bildet.
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Der Zuschnitt ist ferner mit seitlichen Randleisten 17,18 versehen. Diese Randleisten verlaufen ohne Unterbrechung je an einer Seite des Zuschnittes und begrenzen die Seitenkanten der entsprechenden Zuschnitteile.
An dem einen Teil der Randleiste bildenden Ansatz 16 ist ein weiterer Ansatz 20 ausgebildet, durch den die Fläche 14 mit der Aufreissklappe abgedeckt werden kann. Dieser Ansatz ist mit seitlichen Laschen 121, 122 versehen, die die gleiche Grösse haben wie die Seitenwandteile 4 und 5. Ausserdem ist der Ansatz 20 an seiner Vorderseite mit einer Lasche 23 versehen, die seitliche Ansätze 124,125 mit abgeschrägten Kanten besitzt.
Das in Fig. 62 - 67 gezeigte Einfalten des Zuschnittes der Fig. 61 erfolgt in der gleichen Weise, wie dies vorher beschrieben ist.
Nach dem Auffalten des Ansatzes 20 auf den Deckelansatz 14 werden dann die seitlichen Laschen 121 und 122'auf die nach unten abgebogenen seitlichen Verschlussleisten und die Seitenwandteile 4 und 5 abgebogen und auf diesen befestigt. Die Lasche 23 wird nach vorn auf die Seitenwand 2 abgebogen und mit ihren seitlichen Ansätzen 124 und 125 in die durch die Faltdreiecke 8,9 und 10,11 gebildeten i Falttaschen eingesteckt.
Zum Öffnen der Schachtel können die Ansätze 124 und 125 aus ihren Taschen herausgezogen werden.
Anschliessend kann die Lasche 23 angehoben und durch weiteres Anheben der Ansatz 20 von den Laschen 121 und 122 abgerissen werden. Der so gebildete Deckel kann natürlich wieder wie vorher beschrieben verschlossen werden.
Zur Entnahme des Inhalts der Faltschachtel wird die Aufreissklappe in dem Ansatz 14 aufgerissen.
Es wird darauf hingewiesen, dass die obige Verschlussart sowie die vorher beschriebenen Verschlussarten auch jeweils für andere Faltungen für die Seitenwände verwendet werden können. Entsprechend können die beschriebenen Ansätze bei sämtlichen der dargestellten Zuschnitte angebracht sein. Auch kann bei den zuletzt beschriebenen Verfahren zum Einfalten der Seitenflächen zunächst ein Schlauch gebildet werden, an den dann die Seitenflächen angefaltet werden.
In allen Fällen entstehen billig herzustellende und formschöne Faltbehälter, die, wenn ein geeignetes Material gewählt wird, wasserdampf-und aromadicht sind.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Faltbehälter aus einem in sich geschlossenen Zuschnitt, dessen an einen gemeinsamen Boden angeschlossene Seitenwandteile durchwegs mit zum Verschluss des Behälters dienenden, durch Faltkanten gebildeten Randleisten versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Randleisten (16, 17,18) zweier einander gegenüberliegender Seitenwandteile (2,3) über je einen durch weitere Faltkanten bestimmten Zwischenwandteil (14,15) an die Längsaussenkanten der Seitenwandteile angeschlossen sind, welche beide Zwischenwandteile gemeinsam zumindest die Grösse der Grundfläche (1) haben und mittels der teilweise eingefalteten Randleisten zusammen umfanggeschlossen durch Versiegelung, Verklebung od. dgl. verbunden sind, wobei sich die Verschlusszonen der aus den einzelnen Randleisten (16,17, 18) gebildeten Verschlussleisten kreuzen.