AT20413B - Verfahren zum Härten von Eisen und Stahl. - Google Patents
Verfahren zum Härten von Eisen und Stahl.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Härten von Eisen und Stahl. In der Patentschrift Nr. 20412 ist ein Verfahren zur Herstellung eines besonders kohlenstoffreiclH'11 Zementierungsmittels beschrieben, welches in der Verkohlung von harzreichen Hölzern oder Rinden-am besten Fichtenrinde-unter Luftabschluss besteht. Es hat sich nun herausgestellt, dass man durch die Verwendung einer geeigneten Menge von Kieselsäure als Zusatz zu diesem Zementierungsmittel eine grössere Härte des Produktes in einer geringeren Zementierungszeit erhalten kann. Die dem Zomentierungspulver zugesetzte Kieselsäure übt nicht bloss eine mechanische Wirkung aus, wie eine solche für den bisher üblichen Zusatz von Glaspulver bekannt ist, welches einfach den Luftzutritt abzuschliessen und durch Druck das Kohlenpulver mit dem Metall in ständiger Berührung zu halten hat, sondern die Wirkung der Kieselsäure ist vorwiegend eine chemische, indem die Kieselsäure bei der Zementierungstemperatur --- ungefähr 10000 C-in Berührung mit der Kohle erweicht und alsdann nebst dem Kohlenstoff auch Silizium in das Metall hindndiffundiert. Hiedurch wird die Zementierungsdauer um otwa zwei Dritteilo abgekürzt und das Metall erhält eine beträchtliche Härte und Widerstandsfähigkeit ; Stahl nimmt bei dem Zementieren nach dem neuen Verfahren Eigenschaften an, die ihm bisher nur durch Legieren mit Nickel oder Chrom erteilt werden konnten. EMI1.1 dem durch die Verkohlung von harzreichen Holzarten-am besten Fichtenrinde unter Luftabschluss erhaltenen Zementierungsmittel oder einem Gemisch von Holzkohle und Lampenruss 25-30 Gewichtsprozente reine feine Kieselsäure beigibt und die angegebenen Stoffe innig mischt. Diese Mischung kann sofort für den Zementierungsprozess verwendet werden. Will man eine Panzerplatte oder einen anderen Gegenstand zementieren, so wird in der bisher beim Zementieren von Panzerplatten gebräuchlichen Weise verfahren ; nur wird die Dicke der Schicht der angegebenen Mischung auf der zu zementierenden Oberfläche beträchtlich geringer gemacht als die bisher gebräuchliche Holzkohlenschicht, ebenso die Dicke der Sandschicht auf der zu schützenden Fläche. Auf diese Weise ist es möglich, dass man die zu zementierende Platte in kürzerer Zeit, als dies bei anderen gebräuchlichen Prozessen üblich war, au ? die gewünschte Temperatur bringen und dass man die Zementierungs- temperatur in 2-3 Tagen erreichen kann und dann der Zementierungsprozess bis zu einer Tiefe von 12-20 mm in 2--4 Tagen vor sich geht. Das zementierte Metall wird dann in üblicher Weise angelassen. Nach vorliegendem Verfahren kann eine viel dünnere Sand-und Zementierungs- mittelschicht verwendet werden, weil eine geringere Menge des ans Fichtenrinde erhaltenen Gemenges von Holzkohle, Russ und Kieselsäure die Zementierung in einer weit kürzeren Zeit bewirkt als gewöhnliche Holzkohle oder andere bisher gebräuchliche Mischungen ; die Platte verbleibt somit Dur kurze Zeit in dem Ofen, so dass keine Gefahr vorhanden ist, dass sie durch Feuer zerstört wird. Ein weiteres wesentliches Merkmal vorliegender Ernndung bfsteht darin, dass, während es bei des bisher gebräuchlichen Verfahren nicht möglich ist, eine dünne zementierte Platte <Desc/Clms Page number 2> zu erreichen, man nach, vorliegendem Verfahren Platten von 25 mm Dicke bis auf eine Dicke von 16 mm oder selbst noch weniger harten kann ; dies ist namentlich für den Bau von Kriegsschiffen wichtig, für die dünne Platten verlangt werden.' Es hat sich herausgestellt, dass die'besten Erfolge mit einem Gemisch aus 70 bis. 75 Gewichtsteilen eines durch Verkohlen der, Rinde von Fichten unter Luftabschluss hergestellten Gemenges von Holzkohle und Russ mit 25-30 Gewichtsteilen fein gepulverter reiner Kieselsäure erhalten werden. Diese Verhältnisse können jedoch geändert werden, ohne von dem Wesen der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Auch wurde gefunden, dass Platten, die nach dem neuen Verfahren zementiert wurden, obwohl der zementierte Teil laut Analyse keinen so hohen perzentuellen Kohlenstoffgehalt zeigt, wie die nach den ge- EMI2.1 was nicht durch Kohlenstoff allein, sondern durch ein Gemisch aus Kohlenstoff und Kieselsäure bewirkt wird. Auch bei der Verwendung gewöhnlicher Holzkohle, die im Sinne vorliegender Er- findung mit Kieselsäure vermischt ist, erhält man, wenn auch nicht so vorzügliche Resultate, wie bei der Verwendung von Kohle aus harzreichem Material, so doch immerhin weit bessere Resultate als mit den heim Zementierungsprozess bisher verwendeten Kohlengemischen.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Härten von Eisen und Stahl, dadurch gekennzeichnet, dass der zur Härtung benützten Kohle bezw. dem am besten durch Verkohlen von Fichtenrinde unter Luftabschluss hergestellten Gemenge von Holzkohle und Russ reine gepulvert Kieselsäure zugesetzt und der zu härtende Gegenstand in Berührung mit diesem Zementierungsmittel erhitzt wird.
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| AT20413T | 1903-12-05 |
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