AT203527B - Verfahren zur Behandlung von Konverterabgasen - Google Patents
Verfahren zur Behandlung von KonverterabgasenInfo
- Publication number
- AT203527B AT203527B AT193254A AT193254A AT203527B AT 203527 B AT203527 B AT 203527B AT 193254 A AT193254 A AT 193254A AT 193254 A AT193254 A AT 193254A AT 203527 B AT203527 B AT 203527B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- exhaust gases
- converter
- carbon monoxide
- oxygen
- treatment
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 11
- 239000007789 gas Substances 0.000 title description 28
- UGFAIRIUMAVXCW-UHFFFAOYSA-N Carbon monoxide Chemical compound [O+]#[C-] UGFAIRIUMAVXCW-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 11
- 229910002091 carbon monoxide Inorganic materials 0.000 claims description 11
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 10
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 claims description 10
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 claims description 10
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 claims description 5
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 claims description 3
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 claims description 3
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 7
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 5
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 4
- 239000000428 dust Substances 0.000 description 4
- 150000002506 iron compounds Chemical class 0.000 description 3
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 3
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 3
- IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N Atomic nitrogen Chemical compound N#N IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- MYMOFIZGZYHOMD-UHFFFAOYSA-N Dioxygen Chemical compound O=O MYMOFIZGZYHOMD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- UQSXHKLRYXJYBZ-UHFFFAOYSA-N Iron oxide Chemical class [Fe]=O UQSXHKLRYXJYBZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000007664 blowing Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 239000002923 metal particle Substances 0.000 description 1
- 150000002739 metals Chemical class 0.000 description 1
- QMQXDJATSGGYDR-UHFFFAOYSA-N methylidyneiron Chemical compound [C].[Fe] QMQXDJATSGGYDR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910052757 nitrogen Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000007670 refining Methods 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
- 239000000779 smoke Substances 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
- 230000000007 visual effect Effects 0.000 description 1
- 239000002918 waste heat Substances 0.000 description 1
Landscapes
- Carbon Steel Or Casting Steel Manufacturing (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Behandlung von Konverterabgasen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von Konverterabgasen zwecks Verwertung ihres Wärmeinhaltes und für die Entstaubung unter Verringerung der Falschluftmenge.
Bei den bisher üblichen Konvertern zum Frischen von Eisen oder Metallen mit Luft, sauerstoffangereicherter Luft oder reinem Sauerstoff, vermischten sich die aus den Konvertern austretenden Abgase im Kamin mit Frischluft und dieses Mischabgas wurde Ab- gaskühl- und Gasreinigungsanlagen zugeführt.
Die aus den Konverteranlagen austretenden Abgase bei Konvertern, die mit reinem Sauerstoff betrieben werden, bestehen vornehmlich aus Kohlenmonoxyd. Ausserdem befinden sich in diesen Abgasen grössere Mengen von Metalldämpfen und gegebenenfalls festen Metallteilchen, wie sie beim Frischvorgang aus dem Metallbad mitgerissen werden. Bei Konverteranlagen, die mit normaler Luft oder sauerstoffangereicherter Luft betrieben werden, enthalten die Abgase ausserdem noch Stickstoff.
Die Abgase verlassen die Konvertermündung mit Temperaturen zwischen 1600 und 18000 C.
Hinter dem Konverteraustritt oxydieren die Teilchen bei Anwesenheit von Luftüberschuss vornehmlich zu Fie203, wodurch die bekannte starke Rotfärbung dieser Abgase auftritt.' Durch die äusserst geringe Korngrösse dieser Teilchen von weniger als 1 (1 wird die Abscheidung der Teilchen aus den Abgasen ungemein erschwert.
Es wurden Anlagen gebaut, wo derartige Abgase mit diesen Feinstaubteilchen durch Gaskühl- und Reinigungsanlagen geführt wurden. Diese Verfahren arbeiten alle mit einer höheren Sauerstoffmenge als zur Verbrennung des CO-Gases theoretisch nötig ist, das aus dem Konverter austritt. Dadurch kommt es zu der erwähnten Bildung von Fie203. Infolge des hohen Luftüberschusses entsteht die intensive Rotfärbung der abziehenden Abgase und es werden ausserdem die Gasmengen bedeutend erhöht und erfordern daher unnötig grosse Abgaskühl- und Reinigungsanlagen, wobei die Reinigung auch durch die geringere Konzentration erschwert wird.
Sämtliche vorgenannten Nachteile werden gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass den im Konverter gebildeten Abgasen nach ihrem Austritt aus dem Konverter höchstens so viel Sauerstoff in Form von Falschluft zugesetzt wird, als zur Verbrennung des vorhandenen Kohlenmonoxydes theoretisch nötig ist.
Nach einer weiteren Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens wird der zur Kohlenmonoxydverbrennung notwendige Sauerstoff (Falschluft) bereits im Konverter zugeführt und entsprechend der Kohlenmonoxydbildung geregelt. Dadurch wird verhindert, dass die Eisenverbindungen unter Wärmeabgabe zu Fe203 verbrennen.
Durch die verhinderte Bildung von Fe203 enthalten somit die Abgase nur Eisen-Kohlenstoff-oder Eisen-Sauerstoff-Verbindungen, die eine schwarze oder graue Farbe haben und deren Teilchengrössen weit über jener des Fe203 liegen.'
Durch die Verringerung der Gasmengen gegenüber den bisherigen Verfahren steigt weiter in vorteilhafter Weise die Staubkonzentration im Abgasstrom auf ein Vielfaches. Dies erleichtert ebenfalls wesentlich die Abscheidemöglichkeit der staubförmigen Teilchen aus dem Abgasstrom.
Durch die Verkleinerung der Abgasmenge wird eine Verkleinerung der Kühlanlagen und eine günstigere Verwendung des anfallenden Staubes möglich. Die Eisenverbindungen sind leicht verwertbar und können der Stahlerzeugung neuerlich zugeführt werden.
Die aus dem Konverter austretenden Eisenverbindungen brauchen zur Zündung äusserst hohe Temperaturen und sind in der Verbrennung ziemlich träge, so dass bei dem bisherigen Verfahren Abhitzeverwerter mit grossen Verbrennungsräumen und sehr grossen Heizflächen notwendig waren.
<Desc/Clms Page number 2>
Durch das erfindungsgemässe Verfahren, bei dem nur die aus dem Kohlenmonoxyd entstehende Wärme verwertet wird, ergeben sich damit wesentlich kleinere und billigere Anlagen.
Die Verringerung der Gasmenge bringt ausserdem eine Ersparnis an Kraftbedarf bei den Saugzugventilatoren, da die Widerstände bei gegebener Anlage mit dem Quadrat der Durchsatzmenge zu- oder abnehmen.
Wie erwähnt, wirken sich besonders die hohen Staubkonzentrationen, die durch die kleineren Abgasmengen entstehen, bei vorzugsweiser Verwendung von Nassreinigungsanlagen ausserordentlich vorteilhaft aus. Die ninter derartigen Anlagen bei den Schornsteinen noch austretenden Restteilchen sind grau gefärbt, was einen angenehmen optischen Eindruck vermittelt gegenüber den bisherigen Anlagen, die dunkelrote Rauchwolken beim Schornstein entliessen.
Da der Anfall an Kohlenmonoxyd während der Blasperiode sich stark ändert, kann eine Regelung der Sauerstoffzufuhr im Gleichtakt zum Anfall des Kohlenmonoxydes erfolgen. Bei Konvertern, bei denen Sauerstoff gleichmässig zugeführt wird, schwankt durch die ungleichmässige Bildung des Kohlenmonoxydes der Sauerstoffüberschuss im oder hinter dem Konverter.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Behandlung von Konverterabgasen zwecks Verwertung ihres Wärmeinhaltes und für die Entstaubung unter Verringerung der Falschluftmenge, dadurch gekennzeichnet, dass ihnen nach ihrem Austritt aus dem Konverter höchstens so viel Sauerstoff in Form von Falschluft zugesetzt wird, als zur Verbrennung des vorhandenen Kohlenmonoxydes theoretisch nötig ist.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zur Kohlenmonoxydverbrennung notwendige Sauerstoff in Form von Falschluft bereits im Konverter zugeführt und entsprechend der Kohlenmonoxydbildung geregelt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT193254A AT203527B (de) | 1954-04-06 | 1954-04-06 | Verfahren zur Behandlung von Konverterabgasen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT193254A AT203527B (de) | 1954-04-06 | 1954-04-06 | Verfahren zur Behandlung von Konverterabgasen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT203527B true AT203527B (de) | 1959-05-25 |
Family
ID=3524126
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT193254A AT203527B (de) | 1954-04-06 | 1954-04-06 | Verfahren zur Behandlung von Konverterabgasen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT203527B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1284435B (de) * | 1961-09-01 | 1968-12-05 | Demag Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Absaugen von Konverterabgasen |
-
1954
- 1954-04-06 AT AT193254A patent/AT203527B/de active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1284435B (de) * | 1961-09-01 | 1968-12-05 | Demag Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Absaugen von Konverterabgasen |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2633006B2 (de) | Verfahren zur Entfernung von Stickoxiden | |
| DE1642994A1 (de) | Verfahren zum Reinigen von hochdispersen Oxiden | |
| DE1195733B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Titantetrachlorid | |
| AT203527B (de) | Verfahren zur Behandlung von Konverterabgasen | |
| DE1131194B (de) | Verfahren zur Herstellung von Aluminiumnitrid | |
| DE639900C (de) | Verfahren zur Reduktion von Eisenerzen im Drehofen | |
| DE2042444A1 (de) | Verfahren zum Einschmelzen mineralischer Rohstoffe | |
| DE2005905A1 (de) | Verfahren zur Gewinnung von Schwefeldioxid aus verbrauchter Schwefelsäure | |
| DE3012073C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Alkalimetallsilikaten | |
| DE1214714B (de) | Verfahren zur Verbrennung der in sauerstoffblasenden, der Stahlherstellung dienenden Konvertern gebildeten kohlenmonoxydhaltigen Abgase und Daempfe | |
| DE831831C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum magnetisierenden Roesten von eisenhaltigen Erzen | |
| DE1003190B (de) | Vorrichtung zur Durchfuehrung endotherm ablaufender Umsetzungen im Wirbelschichtverfahren | |
| AT128330B (de) | Verfahren zur Herstellung von Antimonoxyd. | |
| DE1533080C3 (de) | PyrometallurgJsches Verfahren zur Verarbeitung von Schlacken, die Metalle, insbesondere Buntmetalle und seltene Metalle enthalten | |
| DE2052223C3 (de) | Verfahren zur Auswertung von noch oxydierbare Bestandteile enthaltenden pyritischen Erzabbränden | |
| DE1592146C (de) | Verfahren zur Herstellung von kaustischer Magnesia oder Sintermagnesia mit vermindertem Eisengehalt | |
| DE222203C (de) | ||
| AT200174B (de) | Verfahren zur Ausnützung und Reinigung der beim Frischen von Roheisenbädern oder andern kohlenstoffhaltigen Eisenbädern entstehenden Abgase | |
| DE1181179B (de) | Verfahren zur Herstellung von Schwefeldioxid-haltigen Gasen | |
| AT160653B (de) | Verfahren zur Herstellung feuerfester Erzeugnisse aus Magnesiumorthosilikat oder magnesiumorthosilikathaltigen Stoffen. | |
| AT371838B (de) | Verfahren und vorrichtung zum frischen von roheisen | |
| AT97111B (de) | Verfahren zum Reduzieren von Eisenerzen. | |
| DE2510365A1 (de) | Verfahren zum umwandeln von stickoxide enthaltenden gasen in gase, die gefahrlos an die umgebung abgelassen werden koennen | |
| DE973767C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur AEnderung der Oberflaecheneigenschaften feinteiliger, vorzugsweise wasserfreier Feststoffe | |
| DE2339967B2 (de) | Verfahren zum Verhütten von oxidischen Erzen oder oxidierten ErzKonzentraten |