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Mit Hilfsgas arbeitender Absorptionskälteapparat
Die Erfindung bezieht sich auf einen mit Hilfsgas arbeitenden Absorptionskälteapparat, dessen Kochersystem aus einer Anzahl von Rohrelementen besteht, von welchen eines die Flüssigkeitsumlaufpumpe des Apparates, eines dessen Kocher und eines einen koaxial im Verhältnis zum Kocher angeordneten Heizpatronenmantel für eine elektrische Heizpatrone bildet, das eine Verlängerung des Kocherrohres nach unten bildet und mit ihm sowie mit dem Pumpenrohr wärmeleitend verbunden ist.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, das Kochersystem eines Kälteapparates der obenerwähnten Gattung als ein langgestrecktes Rohrsystem auszubilden, wobei die Wärme- übertragung von der Heizpatrone an den Kocher durch den Rohrmantel des Heizrohres und des Kocherrohres sowie durch den Kocherboden erfolgt.
Es hat sich ergeben, dass diese wärmeleitende Verbindung in vielen Fällen ungenügend ist, um ein Austreiben im Kochersystem, insbesondere in der Pumpe ;, so günstig wie möglich sicherzustellen, indem die für den Betrieb des Apparates erforderliche Austreibung von Kältemitteldämpfen bei der bisherigen Anordnung des Kochersystems in vielen Fällen zu einem zu grossen Umfang in der Pumpe erfolgen muss, u. zw. wegen einer zu niedrigen Wärmezufuhr zum Kocher. Die somit in irgendwelcher Weise zu schaffende grössere Austreibung von Dämpfen in der Pumpe ist bei dieser Type von Kochersystemen dadurch erreicht, dass die Pumpe in Form einer Spirale um das Heizrohr gewickelt ist.
Dadurch erzwingt man eine Konzentration der Wärmezufuhr und damit eine höhere Temperatur die u. a. die Arbeit der Pumpe gefährdet sowie die Gefahr der Korrosion er höht. Die Erfindung bezweckt diese Nachteile der bisherigen Anordnung des Kochersystems zu beseitigen, u. zw. im wesentlichen dar durch, dass der untere, für das Austreiben von Kältemittel bestimmte Teil des Kocher, rohres eine durch Vergrösserung des wärmeleitenden Querschnittes verstärkte wärmeleitende Verbindung mit dem Heizrohr aufweist.
Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in der Zeichnung schematisch dargestellt. Es zeigen Fig. 1 ein Kocheraggregat, teilweise im Schnitt, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1, Fig. 3 einen) Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 1 und Fig. 4 eine weitere Ausführungsform, teilweise im Schnitt.
Die beiden Pumpenaggregate sind selbstverständlich in einer in bekannter Weise ausgeführten, hier nicht gezeigten Isolierung eingebaut, die wegen der kleinen Abmessungen des Aggregates eine bedeutend geringere Querschnittsfläche haben kann als die früher bei solchen Kocheraggregaten üblichen Isolierungen. Der Apparat sei mit Ammoniak als Kältemittel, Wasser als Absorptionsmittel und Wasserstoff als Hilfsgas betrieben.
Die Wärmezufuhr zum Kocheraggregat geschieht durch eine von unten durch ein isoliertes Rohr 11 eingeführte elektrische Heizpatrone 12. Die Patrone 12 ist in ein durchgehendes Zentralrohr eingeführt, dessen unterer Teil 13 den Patronenmantel bildet und durch Schweissen mit der Pumpe 14 wärmeleitend verbunden ist. Diese ist an der Saugseite an den Flüssigkeitstemperaturwechsler 15 angeschlossen und mündet mit dem Steigrohr 16 in einen höher gelegenen Teil 17 des Zentralrohres ein, der den Kocher des Apparates darstellt und weiterhin mit seiner Verlängerung 18 nach aufwärts die Dampfleitung zum (nicht gezeigten) Kondensator des Apparates bildet. Die in dem Kocher befindliche, an Kältemittel arme Lösung fällt durch eine Leitung 19 zum Flüssigkeitstem- peraturwechsler 15 und durch diesen zum (nicht gezeigten) Absorber des Apparates.
Das Zentralrohr 13, 17, 18 bildet also sowohl den Heizpatronenmantel als auch den Kocher und die Dampfleitung. Der Kocher 17 ist vom Heizpatronenraum durch eine quer
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liegende Scheidewand 20 getrennt, die derart ausgeführt ist, dass ein möglichst guter Wärmeübergang von der elektrischen Heizpatrone erzielt wird. Zur Verbesserung der Wärme- übertragung zum Kocher soll erfindungsge- mäss eine Hülse 21, die zweckmässig aus Aluminium, Kupfer oder ähnlichem Metall mit hohem Wärmeleitervermögen besteht, um das Zentralrohr herum angebracht werden, sodass sie den unteren Teil des Kochers 17 unterhalb des Anschlusses der Leitung 19 und einen grösseren Teil des Patronenmantels 13 umgibt.
Mit Rücksicht hierauf ist die Leitung 19 an den Kocher 17 in einem gewissen Abstand von dessen Boden, der vorzugsweise mindestens 50mm beträgt, angeschlossen. Der Anschlussteil der Leitung 19 am Kocher ist schräg nach aufwärts gerichtet. Die Metallhülse 21 ist, wie in Fig. 2 gezeigt ist, auf der der Pumpe 14 zugekehrten Seite so weit aufgeschlitzt, dass das Pumpenrohr in gut wärmer leitende Verbindung mit dem Patronenmantel 13 gebracht werden kann. Aus dem Schnitt nach Fig. 3 ergibt sich, dass die Hülse 21 im oberen, gegen den Kocher 17 anliegenden Teil nicht geschlitzt ist. Der Schlitz 22 kann aber auch ganz durchgehen.
Das Pumpenrohr 14 kann aber auch, statt direkt mit dem Pattronenmantel 13 wärmeleitend verbunden zu sein, in wärmeleitende Verbindung mit der Hülse 21 gebracht werden, wobei die Länge der wärmeleitenden Verbindung nach oben ausgedehnt werden kann, um die erforderliche Wärme auf die Pumpe zu übertragen.
Zur Schaffung einer geeigneten Wärmeüber-
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Teil seiner Länge mit grösserer Wanddicke als die übrigen Rohrleitungen im Kälteapparat, beispielsweise durch Walzen, ausgestattet werden. Die Wärmeübertragung selbst kann auf verschiedene Weise erfolgen, z. B. derart, dass aus der Pumpe eine grössere Menge Kältemittel ausgetrieben wird, als für den Umlauf der Flüssigkeit allein erforderlich ist. In einem solchen Falle kann sich die Notwendigkeit ergeben, das Pumpenrohr 14 beispielsweise als Spirale um den Patronenmantel 13 oder um die Wärmeübertragungshülse 21 anzuordnen. Es kann auch zweckmässig sein, das Steigrohr 16 der Pumpe 14 am unteren Ende des Kochers 17 in diesen einzuführen und das Steigrohr innerhalb des Kochers durch die Kocherflüssigkeit bis oberhalb des Flüssig- keitsstandes im Kocher durchzuführen.
In Fig. 4 ist eine abgeänderte Ausführungs-
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Zentralrohr nicht durchgehend, sondern es bildet nur den Kocher 17 und die Dampfleitung 18 und ist am Boden bei 24 ge- schlossen. Der Patronenmantel 23 besteht aus einem besonderen Rohrelement, dessen zylindrischer Mantel zu einer solchen Länge venlängert ist, dass er den unteren Teil des Kocherrohres 17 umgibt und somit die Wärme- übertragung herstellt. Bei dieser Ausbildung ist das Pumpenrohr 14 mit dem Patronen mantel 23 durch Schweissen wärmeleitend verbunden. Das Kocherrohr 17 ist bei diesem Beispiel in den Patronenmantel 23 eingescho, ben ; man kann aber auch umgekehrt verfahren und den Mantel des Kocherrohres sich an dem Boden 24 des Kochers vorbei abwärts auf der Aussenseite eines besonderer Patronenmantels erstrecken lassen.
Die gezeigte Ausführung dürfte aber im Hinblick auf die Vorteile vorzuziehen sein, die diese Ausführung in bezug auf die wärma- übertragende Verbindung mit dem Pumpenrohr bietet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Mit Hilfsgas arbeitender Absorptionskälteapparat, dessen Kochersystem aus einer Anr zahl von Rohrelementen besteht, von welchen eines die Flüssigkeitsumlaufpumpe des Appas rates, eines dessen Kocher und eines einen koaxial im Verhältnis zum Kocher angeordh neten Heizpatronenmantel für eine elektrische Heizpatrone bildet, das eine Verlängerung des Kocherrohres nach unten darstellt und mit ihm sowie mit dem Pumpenrohr wärmeleitend verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der untere, für das Austreiben von Kältemittel bestimmte Teil des Kocherrohres (17) eine durch Vergrösserung des wärmeleitenden Querschnittes verstärkte wärmeleitende Verbindung mit dem Heizpatronenmantel (13) aufweist.