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Doppelleitungskabel.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Doppelleitungskabel zur Übertragung elektrischer oder elektromagnetischer Energie, insbesonders ein solches mit metallenen Rückleitern und hat dasselbe den Zweck, die Selbstinduktion des Kabels zu erhöhen, so dass demzufolge die Klarheit und Schnelligkeit der telegraphischen Signalgebung entsprechend ver- grössert und die Entfernung, auf welche telegraphische oder telephonische Verbindungen eingerichtet werden können, erhöht werden kann, wobei ferner die Übertragung der elektrischen Energie durch Wechselströme verbessert und die Herstellungs- und Unterhaltungskosten der Kabel vermindert worden. Diese, im folgenden näher beschriebenen
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obgleich der Querschnitt des Leiters verhältnismässig gering und der Widerstand verhältnismässig gross ist.
In der umstehenden Zeichnung veranschaulicht Fig. 1 eine Seitenansicht eines Kabelstückes, wobei einzelne Teile nicht umwickelt sind, um die Herstellung desselben ersehen zu lassen. Fig. 2 ist ein zugehöriger Querschnitt. Die Hin- und Rückleiter a, b eines metallischen Stromkreises sind zweckmässig aus Kupfer hergestellt und bestehen entweder aus einzelnen Drähten oder aus geflochtenen Drähten oder flachen Bändern und sind in
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Eisen, das magnetisierbar ist, bildet eine magnetische Scheidewand zwischen den beiden Leitern. Bei der Herstellung des Kabels werden die beiden Leiter und der zwischen denselben befindliche Streifen um ihre gemeinsame Achse in Form einer Spirale von geeigneter Steigung verdreht.
Die beiden Leiter folgen den Windungen des Spiralstreifens und behalten immer dieselbe relative Lage gegeneinanur sowie gegen den dazwischen liegenden Streifen. Um den spiralförmig gewundenen Streifen C, an welchen an den ent- gegengesetzten Seiten die beiden Leiter a, b, wie vorstehend beschrieben, gelegt und
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gewunden, dass die aneinander liegenden Kanten entweder einander übergreifen oder aneinander stossen. An Stelle eines flachen Bandes oder Streifens kann auch in ähnlicher Weise ein Draht in der Weise herumgeführt sein, dass er annähernd eine rohrförmige Hülle bildet, welche die Leiter a und b mit der dazwischen befindlichen Zwischenwand c einschliesst.
Diese metallische Einhüllung d steht in allen Fällen mit der Zwischenwand c in metallischer Verbindung, so dass ein magnetischer Schirm rund um die spiralförmig gewundenen Leiter und zwischen denselben gebildet wird.
Eine Doppelleitung, d. i. ein Kabel, bestehend aus der Vereinigung eines Paares isolierter Leiter mit einer dazwischen befindlichen Scheidewand sowie einer Umhüllung aus magnetischem Materiale kann mit. isolierendem oder dasselbe schützendem Materiale in bekannter Weise, entsprechend dem Zwecke, für welchen das Kabel bestimmt ist, versehen sein. Bei der dargestellten Ausführungsform ist angenommen, dass das Kabel mit einer Papierumhilllung e und einem Bleimantel f versehen ist. Zwei oder mehrere Doppelleitungen
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Hüllen der Doppelleitungen können entweder mit der Erde leitend verbundenoder iaoliert sein.
Obgleich die vorliegende Erfindung : unter Bezugnahme auf Eabelleiter beschrieben worden ist, welche einen metallischen Stromkreis bilden, so ist es klar, dass die vorliegende Erfindung auch für einfache Dral1tleitungen (von denen zwei voneinander unabhängige Leitungen miteinander zu dem Kabel vereinigt sind), mit Erd-oder gemeinsamer Rückleitung angewendet werden kann, ohne dass eine Interferenzwirkung der benachbarten Leiter eintritt, was bei mehrfachen Kabeln vorkommt, wenn einfache Drähte mit Erdoder Rückleitung benutzt werden.
Schliesslich sei noch darauf hingewiesen, dass elektromagnetische Energie nur dann längs Kabelleitern günstig übertragen werden kann, wenn diese Kabel die erforderliche Menge an Selbstinduktion und Kapazität besitzen, die gleichmässig längs der Leiter verteilt sind.