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Schieber für Leitungen
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schieber für Leitungen, insbesondere für Zellstoffleitungen.
Bei Leitungen für Papier- und Zellulosebrei sind üblicherweise die Schieber mit einer flachen Schieberplatte versehen. Die Schieberplatte ist also nicht, wie dies bei Schiebern iür Wasser-od. dgl. Leitungen üblich ist, konisch ausgebildet. Eine konische Ausbildung der Schieberplatte wäre dem einwand- freien Funktionieren des Schiebers abträglich, da die Fasern des Papierbreies sich in der Nut, in welcher die Schieberplatte geführt ist, absetzen würden und so eine verlässliche Wirkungsweise des Schiebers verhindern würden.
Es sind nun bereits vielerlei Schieber für Zellstoff- bzw. Papierbreileitungen vorgeschlagen worden.
Alle diese Schieber sind jedoch verhältnismässig schwer und nehmen einen verhältnismässig grossen Raum ein. Bei einer bekannten Schieberkonstruktion, welche gegenüber den andern Schieberkonstruktionen noch am wenigsten Raum einnimmt, ist das zur Betätigung der Schieberplatte vorgesehene Handrad von zwei Stangen getragen, welche beim Öffnen und beim Schliessen des Schiebers einer Torsionsbeanspruchung unterworfen sind, was leicht zu einer Deformierung führen kann.
Diese Tragstangen des Handrades sind nicht nur unschön, sondern auch unzweckmässig und verdoppeln praktisch den Raumbedarf des Schiebers in Richtung der Achse der Rohrleitung, in welche der Schieber eingebaut wird.
Ferner weisen die bekannten, flachen Schieber auch den Nachteil auf, dass der Papierbrei, der sich am Schliesspunkt befindet, einen Stoppel bildet, welcher das vollständige Schliessen der Schieberplatte verhindert. Diese Breireste können bei jeder Fabrikationsänderung den nachfolgenden Brei nachteilig beeinflussen, besonders wenn Breie verschiedener Farben verwendet werden.
Um diesen Nachteil zu beseitigen, ist bereits vorgeschlagen worden, zwecks Reinigung der Rinne für die Platte an der Schliessungsstelle unten ein aufklappbareb Türchen vorzusehen. Dies bedeutet aber eine kostspielige Komplikation.
Es wurde auch bereits ein mit einem senkrecht zur Strömungsrichtung angeordneten bogenförmigen Gehäuse versehener Schieber vorgeschlagen, wobei im Gehäuse eine mit einer scharfen unteren Kante ausgebildete Schieberplatte unter Zuhilfenahme einer Schraubenspindel geführt ist. Abgesehen davon, dass ein derartiges Schiebergehäuse einen beträchtlichen Platz einnimmt, weist es auch ein entsprechend hohes Gewicht auf. Die Schieberplatte bei diesem bekannten Schieber ist unten rechteckig ausgebildet und die dadurch gebildete Schieberplattenkante gleitet entlang der kreisförmigen Rohrinnenwand, wodurch tote Ecken entstehen, in welchen sich der Papierbrei staut.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es nun, die oben angegebenen Nachteile zu beseitigen und einen Schieber zu schaffen, welcher bei möglichst geringem Gewicht und möglichst geringem Platzbedarf trotzdem eine auch für rauhen Betrieb genügend grosse Festigkeit aufweist und welcher gegen Verstopfungen durch den Papierbrei nicht anfällig ist.
Dieses Ziel wird bei einem Schieber mit einem senkrecht zur Strömungsrichtung angeordneten bogenförmigen Gehäuse, in welchem eine mit einer scharfen unteren Kante ausgebildete Schieberplatte unter Zuhilfenahme einer Schraubenspindel geführt ist, dadurch erreicht, dass das Gehäuse von zwei Flanschen gebildet ist, zwischen welchen die Führung der unten halbkreisförmigen Schieberplatte erfolgt, und dass die beiden Flansche durch ein von einem U-Profil gebildetes, mit ihnen verschraubtes Bogen-
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stück zusammengehalten sind. Zweckmässig ist hiebei die Gesamtstärke der beiden Flansche im zusammengebautem Zustand gleich der Breite des U-Profiles des Bogenstückes.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Schiebers schematisch darge stellt.
Fig. l ist eine Vorderansicht des erfindungsgemässen Schiebers, teilweise im Schnitt und mit gesenkter Schieberplatte. Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie A-B der Fig. l, Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie C-D der Fig. l, Fig. 4 ist ein vertikaler Schnitt durch den Schieber mit angzhobener Schieberplatte.
Der dargestellte Schieber besteht im wesentlichen aus zwei metallischen Flanschen 1, die eine flache Platte 2 umfassen, welche mittels einer Spindel 9 in deren Längsrichtung verstellbar ist. Die Schieberplatte 2 ist mit einer entlang der Innenkanten der beiden Flansche verlaufenden, zwischen den Flanschen befindlichen Nut geführt. Die Spindel 9 arbeitet mit der Mutter eines Handrades 6 zusammen. Die untere Kante der Platte 2 ist bei 3 abgeschrägt (Fig. l). In seinem unteren halbkreisförmigen Teil besitzt einer der beiden Flansche eine Ausnehmung 4 (Fig. 4). welche der Schneide 3 der Platte 2 entspricht. Diese Ausnehmung dient dazu, die Fasern zu beseitigen, welche andernfalls eine Verstopfung herbeiführen würden.
Das Stützgestell 5 für das Handrad 6 besteht aus einem leichten U-Profii, das oben zu einem Halbkreis zusammengebogen ist. Diese Bauart gewährleistet einen hohen Torsionswiderstand, wobei sich jedoch die gleiche Dicke, wie sie beide Flansche 1 zusammen aufweisen, ergibt. Das Gestell 5 ist mit den Flanschen 1 durch zwei Schrauben 10 fest verbunden. Diese Bauart gibt dem Schieber auch ein schönes Aussehen.
Die Stopfbüchse 7 besteht aus zwei Hälften (Fig. 4) und ist mit Hilfe zweier Schrauben 8 einstellbar.
Diese beiden Schrauben 8 greifen je an einem Stopfbüchsenteil an, wobei die Packung jeweils aus einem gefetteten Zopf besteht.
Ein derart gebauter Schieber gewährleistet die höchste Betriebssicherheit, ist leichter als irgend eine andere bisher bekannte Bauart und kann daher in wirtschaftlicher Weise auch aus edleren, säurefesten Metallen hergestellt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schieber für Leitungen, insbesondere Zellstoffleitungen, mit einem senkrecht zur Strömungsrichtung angeordneten bogenförmigen Gehause, in welchem eine mit einer scharfen unteren Kante ausgebildete Schieberplatte unter Zuhilfenahme einer Schraubenspindel geführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse von zwei Flanschen (1) gebildet ist, zwischen welchen die Führung der unten halbkreisförmigen Schieberplatte (2) erfolgt, und dass die beiden Flansche (1) durch ein von einem U-Profil gebildetes, mit ihnen verschraubtes Bogenstück (5) zusammengehalten sind.