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Dreiwegklappenkasten zur Schaltung von an ihm angeschlossenen Metallrohren
Bekanntlich konnte sich die Installation von Metallrohren in Mühlen erst im letzten Dezennium durchsetzen. Als Werkstoff für diese Metallrohre kommt Schwarzblech und in neuer Zeit auch Aluminiumblech in Frage.
Zur Verteilung des Mahlgutes zwischen den einzelnen Mahleinrichtungen sind diese Metallrohre bekanntlich an Klappenkasten angeschlossen, die z. B. das Einlaufen des Mahlgutes wahlweise in eines der jeweils an den Klappenkasten angeschlossenen Rohre gestatten. Drei verschiedene Möglichkeiten der Ableitung des Mahlgutes durch den Dreiwegklappenkasten entsprechen drei verschiedenen Stellungen der beiden, vorzugsweise mit einer Gummidichtung ausgestatteten Klappen, die mittels im Klappenkasten angeordneten Hebeln betätigt werden. Diese Dreiwegklappenkasten wurden zur Schalturg der an sie anschliessenden Me-
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bunden sind. Diese beiden mit den Schwenkachsen jeweils starr verbundenen Hebel waren jeder für sich als Schaltgriff ausgebildet.
Die gefederte Arretierung der beiden Klappen erfolgte für jede der beiden Schwenkachsen getrennt mittels je eines Federmechanismus. Eine Ausbildung dieser beiden Schaltgriffe als Durchlaufzeiger war aber nicht möglich, da eine klare Anzeige des Durchlaufes nur mittels eines einzigen Zeigers erfolgen kann.
Da in der Müllerei zahlreiche Hebel an verschiedenen Maschinen zu beherrschen sind, ist es namentlich heute, da weitgehend ungelernte bzor. angelernte Arbeitskräfte zur Arbeitsleistung in Mühlen herangezogen werden von Bedeutung, die Schaltung der Förderwege so einfach und übersichtlich wie möglich zu gestalten. Soll von einem Dreiwegklappenkasten der bisherigen bekannten Bauweise der Durchfluss des Mahlgutes von der Stellung der beiden Klappenhebei abgelesen werden, so muss der Beschauer über die wechselseitige Anordnung von Hebel und Klappen Bescheid wissen. Dreiwegklappenkasten mit Zweihebelschaltung geben daher in zahlreichen Fällen Anlass zu Irrtümern.
Dies gilt auch für die bekannte Vorrichtung zur Regelung der Mahlgutzufuhr mit einer Abschlussklappe, bei der neben der Mahlgutzufuhr auch die Lage dieser Klappe über Marken und Skalen abgelesen werden muss. Auch bei einer anderen bekannten Verteilervorrichtung erfolgt die Schaltung der Klappen durch mehrere voneinander unabhängige Hebel, die unmittelbar nichts darüber aussagen. in welchen der verschiedenen Wege das Mahlgut geleitet wird. Das jeweils gespeiste Rohr wird vielmehr erst über eine vermittelnde Skala angezeigt, wofür den einzelnen Wegen Nummern oder Buchstaben zugeordnet werden müssen, die eine Beziehung zwischen Weg und Skala herstellen. Dabei erfolgt die Arretierung der Klappen mit Hilfe von Schalthebelsegmenten und Federn.
Gegenstand der Erfindung ist ein Dreiwegklappenkasten, der die geschilderten Nachteile nicht aufweist und zur Schaltung von an ihn angeschlossenen Metallrohren für die Zuführung des Mahlgutes zu den einzelnen Mahleinrichtungen der Mühle Verwendung finden. Der Dreiwegklappenkasten gemäss der Erfindung ist mittels zweier schwenkbarer Klappen ausgestattet, deren Schwenkachsen mit je einem Schwenk hebel starr verbunden sind und ist dadurch gekennzeichnet, dass diese Schwenkhebel über einFedergestänge mit einem am Klappenkasten angeordneten z. B. als Zeiger ausgebildeten Handgriff verbunden sind, wobei die Federgestänge die gefederte Arretierung der Klappen in den drei möglichen Schaltstellungen bilden.
Erfindungsgemässwerden also die bisher getrennten und unübersichtlichen Klappenbetätigungen in ein einziges Bedienungsorgan zusammengefasst. Darüberhinaus bewirkt jenes Federgestänge, welches die übersichtliche Schaltung beider Klappen durch einen einzigen als Zeiger ausgebildeten Schaltgriff ermöglicht,
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auch gleichzeitig die gefederte Arretierung der Klappen in den drei möglichen Schaltstellungen.
Während also bei den bekannten Vorrichtungen die Anzeige aber Marken oder Skalen erfolgt, zeigt bei der erfindungsgemässen Vorrichtung der z. B. als Zeiger ausgebildete Handgriff jeweils unmittelbar nach jenem gerade gespeisten an denDreiwegklappenkasten angeschlossenen Rohr, wodurch sich das Ablesen vermittelnder Marken oder Skalen erübrigt. Die Bedienung des Dreiwegklappenkasten ? reduziert sich also auf die übersichtliche Betätigung eines einzigen Hebels und damit einerAnzeigevorrichtung und der Klappenarretierung. durch ein und denselben einfachen Mechanismus, was bei den zahlreichen Schalthebeln in Mühlen eine bedeutende Vereinfachung darstellt.
Die gefederte Arretierung der Klappen in den drei möglichen Schaltstellungen ist aber für die praktische Verwendbarkeit des Dreiwegklappenkastens des- wegen von grösster Bedeutung, weil die Klappen, sofeme sie nicht durch Federn oder Rasten in der eingeschalteten Stellung im Klappenkasten gehalten werden, von dem durch die Anlage gedrückten Luftstrom, wie er in Mühlen-Fallrohranlagen benützt wird, umgeschaltet werden, wodurch Schaden verursachende Fehlleitungen regelmässig eintreten. Infolge der Ausbildung des Handgriffes als Zeiger ist also der richtige Durchlauf des Mahlgutes stets gewährleistet.
Ein Ausfithrungsbeispiel des erfindungsgemässen Dreiwegklappenkastens ist in der Zeichnung in den
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