AT201963B - Verfahren zum Galvanisieren von eisenhältigen pulvermetallurgischen Körpern - Google Patents
Verfahren zum Galvanisieren von eisenhältigen pulvermetallurgischen KörpernInfo
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Description
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Verfahren zum Galvanisieren von eisenhaltigen pulverrretallurgischen Körpern
Es ist oft erwünscht, die durch Pressen und Sintern hergestellten pulvermetallurgischen Körper mit einem galvanischen Überzug zu versehen. So werden z. B. eisenhältige pulvetmetallurgische Formlinge mit einem Nickel- oder mit einem Nickel- und Chromüberzug versehen. Da aber diese pulvermetallurgischen Körper porös sind, dringt im Laufe der Galvanisierung die dazu verwendete Flüssigkeit in die Poren ein und verursacht unter dem galvanischen Überzug Korrosion, wodurch die pulvermetallurgischen Formkörper zerstört werden. Dieser Vorgang macht es unmöglich, die porösen Körper unmittelbar mit einem galvanische. Überzug zu versehen.
Es wurde gefunden, dass an eisenhältigen pulvermetallurgi- schen formkörpern ohne das Auftreten der obenerwähnten Korrosionserscheinungen gut haftende galvanische Überzüge erzeugt werden können, wenn der galvanische Überzug an einer, auf der Oberfläche des eisenhältigen Formkörpers durch Behandlung mit überhitztem Wasserdampf erzeugten blauen Oxydschicht hergestellt wird.
Die Oberflächen der eisenhältigen pulvermetallurgischenFormlinge wurden bereits mit blauen Oxydschichten versehen, um die Porosität derselben zu vermindern und um die Fliessgrenze, Härte und Korrosionsfestigkeit zu erhöhen. Solche blauen Oxydschichten werden bei Temperaturen von 550 bis 6000 C mit überhitzer Dampf erzeugt und sichern einen mittleren Korrosionsschutz. Auf solchen Schichten wurden galvanische Überzüge nicht erzeugt, es ist auch nicht zu erwarten, dass auf eine solche Oxydschicht der galvanische Überzug gut haftet.
Im Laufe unserer Versuche ergab es sich jedoch nicht nur, dass diese blaue Oxydschicht an den pulvermetallurgischen, eisenhältigen Formkörpern in entsprechendem Masse haftet, sondern dass auf derselben sehr gut haftende, z. B. aus Kupfer, Nickel oder Chrom bestehende galvanische Metallüberzüge erzeugt werden können, was nicht vorauszusehen war. Überraschenderweise haftet z. B. der Nickelüberzug so stark ah der blauen Oxydschicht, dass die allgemein gebräuchliche Kupferzwischenschicht nicht nötig ist.
Gemäss unserer Untersuchungen ist die Porosität der auf eine solche blaue Oxydschicht aufgebrachten Nickelschicht geringer, als die des in üblicherweise auf einer galvanischen Kupferschicht erzeugten Nikkels.
Das Verfahren gemäss der Erfindung soll an. Hand folgender Beispiele näher erörtert werden.
EMI1.1
tur zwischen 550 und 6000 C mit überhitztem Wasserdampf behandelt, wodurch sich auf der Oberfläche derselben eine blaue Oxydschicht bildet. Nach Abkühlen werden die aus dem Ofen herausgenommenen Zahnräder in einem bereits bekannten z. B. Watts'schen Nickelbad, durch eine 50 Minuten dauernde Behandlung mit einer 8 - 10 Mikron starken Nickelschicht versehen. Die mit dem Nickelüberzug versehenen Zahnräder werden in üblicher Weise mit Tuchscheiben poliert. Auf dieser Nickelschicht kann in üblicher Weise noch ein galvanischer Chromüberzug erzeugt werden.
Beispiel 2 : Aus 30 % Cu und 70 % Fe enthaltenden Eisenpulver werden Zahnräder hergestellt und gemäss Beispiel 1 mit einem Nickelüberzug versehen.
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Die erzeugte Nickelschicht haftet in beiden Fällen vorzüglich an den pulvermetallurgischen Erzeugnissen und eine durch das galvanische Bad hervorgerufene Korrosion unter der Nickelschicht kann nachtäglich nicht festgestellt werden.
Beispiel 3 : Aus einem nach dem"Hametag"-Verfahren hergestellten Eisenpulver mit einer maximalen Korngrösse von 400 Mikron, das l *% Graphit-und 2 % Cu-Pulver beigemischt enthält, werden in an sich bekannter Weise Formkörper hergestellt, deren Gesamtporosität etwa 30 % beträgt. Die Formkörper werden bei einer Temperatur zwischen 550 und 600ù C 1/2 Stunde lang mit überhitztem Wasserdampf und danach unmittelbar in einem Nickelbad - wie in Beispiel 1 - behandelt. Infolge der hohen Porosität werden nicht sämtliche Poren an der Oberfläche durch die blaue Oxydschicht verschlossen, so dass etwas Elektrolyt in die Pioen eindringt, jedoch ist die Menge des eingedrungenen Elektrolyt so gering, dass eine nachträgliche Korrosion praktisch nicht feststellbar ist.
Falls die Gesamtporosität des auf pulvermetallurgischem Wege hergestellten Körpers 20 jo nicht überschreitet, werden die Poren an der Oberfläche durch die blaue Oxydschicht gänzlich verschlossen, so dass bei einer nachfolgenden Galvanisierung kein Elektrolyt in den Körper eindringt, und auch keinerlei Korrosionsspuren festgestellt werden können.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Erzeugung einer galvanischen Schicht auf eisenhältigen pulvermetallurgischen Formkörpern, dadurch gekennzeichnet, dass man den galvanischen Metallüberzug auf eine auf den pulvermetallurgischen Formkörpern in an sich bekannter Weise durch Behandlung mit überhitztem Wasserdampf erzeugte blaue Oxydschicht abscheidet.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Nickelschicht unmittelbar auf die blaue Oxydschicht abscheidet.
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