AT125166B - Verfahren zum Schutz von Metallgegenständen gegen Korrosion. - Google Patents

Verfahren zum Schutz von Metallgegenständen gegen Korrosion.

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AT125166B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Schutz von   Metallgegenständen   gegen Korrosion. 



    Man kennt verschiedenartige Verfahren zur Behandlung von Metallen, um sie niehtoxydierbar zu machen, indem man das Metall in einer nichtoxydierenden Atmosphäre in Berührung mit einem   
 EMI1.1 
 wurde vorgeschlagen, das Aluminium mit Zink oder mit Graphit oder mit   Aluminiumoxyd   zu   vermengen.   



  Nach einem andern Verfahren, das als"Sherardisieren"bekannt ist und für   Gegenstände   aus   Zeritmetallen   oder ihren Legierungen bestimmt ist. wird eine pulverförmige Mischung benutzt, die Aluminium, Magnesium oder Zink und allenfalls auch einen Zusatz von andern Stoffen, wie Kohlenstoff, Sand u.   dgl.,   enthält, um solche Gegenstände mit einem aus den angeführten Metallen bestehenden Überzug zu versehen.

   Ein weiteres Verfahren besteht darin, dass man die zu   überziehenden   Gegenstände in ein pulverförmiges Gemenge einbettet, das ans einer Eisen-Aluminium-Legierung und einem Stoffe besteht, aus dem man flüchtige Chloride freimachen kann, und dass man sie in einem geschlossenen Gefäss bei einer   Temperatur   zwischen 700 und   10000 C erhitzt  
Ein anderes Verfahren besteht darin, dass   man   einen festhaftenden widerstandsfähigen Überzug oder eine Auskleidung auf Metallgegenständen und metallischen Oberflächen dadurch herstellt, dass man ein pulverförmiges oder körniges Gemenge von Aluminium und Kieselsäure in Gegenwart eines
Chlorides oder eines andern geeigneten flüchtigen Salzes, wie eines Fluorids oder eines Bromids, benutzt und sie   in einem geeigneten Behälter,

   wie   in einer Zementierkiste, einem feuerfesten Rohr oder einer
Muffel, auf eine Temperatur von   8000 C   während zwei bis fünf Stunden erhitzt. 
 EMI1.2 
 werden über einer Feuerung angeordnet und die Temperatur meist   durch Pyrometer überwacht. Die   Gegenstände werden hiebei in ein Pulver eingebettet. das neben dem   rberzugsmaterial.   einer Legierung, die Aluminium enthält und die gegenüber Eisen elektrisch neutral oder nahezu neutral ist, einen inerten Stoff enthält. 



   Es wurde nun gefunden, dass bei derartigen   Verfahren   wesentliche Vorteile hinsichtlieh der Gleichmässigkeit und   Sehutzkraft   des Überzuges sowie insbesondere der Wirtschaftlichkeit des Verfahrens erzielt werden, wenn die Erhitzung in mehreren Stufen erfolgt.

   Vorteilhaft wird die Hitze in drei Stufen angewendet : zunächst in einer Höchststufe, während welcher die Metallsalze und Flussmittel, wie es scheint, in einem gewissen Ausmass verflüchtigt werden ; die von dem Pyrometer während dieser Stufe angezeigte Temperatur kann ungefähr   6000 C betragen   ; es folgt dann eine Mittelstufe, während welcher das Pyrometer eine Temperatur von ungefähr   500 C C   anzeigt, und schliesslich eine dritte Stufe, die man die Aluminiumstufe nennen kann und während welcher die Ablagerung des Aluminiums oder allenfalls der Metallegierung auf den   MetallstÜcken   beendet wird. Während dieser Stufe kann die von dem Pyrometer angezeigte Temperatur ungefähr   3500 C   betragen.

   Wenn auch die angeführten Temperaturen für die drei Stufen angegeben wurden, so geschah dies nur beispielshalber, um das Verfahren schärfer zu beleuchten ; dieses ist aber weder auf das Arbeiten in drei Stufen noch, wenn auch so gearbeitet wird, auf die Einhaltung der angegebenen Temperaturen in jeder Stufe eingeschränkt. 



   Ferner wurde gefunden, dass das Verfahren durch den Zusatz von gewissen Stoffen sehr   gÜnstig'   beeinflusst wird. Gemäss der Erfindung werden gewisse, praktisch genommen, trockene Metallpulver und Salze in sehr fein verteiltem Zustand und gewisse Gemenge von Flussmitteln mit Schmirgel vermengt 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 werden. 



   Bei dem erfindungsgemässen Verfahren kann die   Abseheidung   der Metallegierung unbegrenzt lange fortgesetzt werden ; dieser Vorgang findet nur durch den Verbrauch des Gehaltes an Überzugsmetall des Behälterinhaltes seine Grenze. 



   Nach der Behandlung lässt man den Behälter langsam auf eine solche Temperatur abkühlen, so dass man ihn anfassen und öffnen kann. Die behandelten Stücke werden herausgenommen und durch Entfernen des anhängenden Pulvers gereinigt, gewünschtenfalls poliert oder sonstwie   fertiggemacht.   



   Das zur Behandlung von   Eisen-oder Stahlwaren verwendete   Pulver enthält   gekörnten,   reinen Schmirgel. Bei bekannten Verfahren zum Abscheiden eines Überzuges von Metallen auf   Metallgegen-   ständen hat man zur Erzielung einer gleichmässigen Verteilung des reagierenden Gemisches beispielsweise vorgeschlagen, mit dem   auszuseheidenden   fein verteilten Metall mindestens die gleiche Menge eines Stoffes, der nicht ein Oxyd des Überzugsmetalls ist, zu vermischen, welcher, wie beispielsweise Sand, bei der Abscheidungstemperatur des Überzugsmetalls diesem gegenüber chemisch inert ist.

   Beim Sherardisieren hat man feinen Sand verwendet, dieser wurde aber durch die   Bewegung   der   Gegenstände   in dem umlaufenden Zylinder bald in Pulver umgewandelt und, nachdem man ihn nur einige wenige Male benutzt hat, zeigte dieser Sand, nebst andern Bestandteilen, die Neigung, stellenweise harte Klumpen zu bilden. Dies hatte zur Folge, dass nicht nur die in Behandlung befindlichen Metallgegenstände nicht überzogen wurden, sondern auch Materialverluste eintraten, wodurch die Kosten   des Verfahrens stiegen.   



   Bei dem Verfahren gemäss der Erfindung wird Schmirgel, der Wärme schlecht leitet und hart 
 EMI2.2 
 kann unbegrenzt lange Zeit gebraucht werden, wodurch man die wirksamen Bestandteile vollständig ausnutzt. Er ist ein inerter Stoff, der bei den verwendeten hohen Temperaturen nicht angegriffen wird und in dem pulverförmigen Gemenge Hohlräume hervorruft.   Nimmt man Schnurgel von bestimmter   Grösse, so entstehen gleich grosse Hohlräume. Der Schmirgel wird selbstverständlich von den zu überziehenden Gegenständen nicht aufgenommen, so dass praktisch genommen, der ganze vorhandene   Selhmirgel   nach der Behandlung in dem Zylinder bleibt und bei neuer Beschickung wieder verwendet werden kann. 



   Der zweite Bestandteil ist reines Aluminium in feinpulveriger Form. 
 EMI2.3 
 bestehender Niederschlag zugesetzt, den man erhält, wenn man eine   Kupfersulfatlösung   mit Zinkstaub im Überschuss versetzt. Zu diesem Zwecke setzt man zu einer   Kupfersulfatlösung   so lange Zinkstaub. 
 EMI2.4 
 gründlich getrocknet. 



   Der vierte Bestandteil ist fein verteiltes (reines) metallisches Zinn. Man setzt auch   Ferroehlorid   und   erfindungsgemäss noch   folgende Salze zu :   Kobaltchloriir   in sehr fein gepulverter Form, Nickelsulfat, das in feiner Form durch Zinkchlorid ausgefällt wurde, worauf das Ganze zur Trockne eingedampft wurde, und Antimontriehlorid. Man kann auch ein Salz   A   zusetzen, das   Aluminium-,   Chrom-, Zink-und Eisenverbindungen enthält und   gründlieh   getrocknet und fein gepulvert wurde. 



   Erfindungsgemäss wird dem Gemenge als Flussmittel auch Salmiak und Borax, beide Salze in fein verteilter Form, zugesetzt. 



   Es ist auch von Vorteil, einen Stoff zuzusetzen, der den während des Vorganges entwickelten freien Sauerstoff aufnimmt. Gemäss der Erfindung wird hiezu Naphtalin verwendet, und es hat sieh gezeigt, dass dieser Stoff für diesen Zweck sehr geeignet ist. 
 EMI2.5 
 das Antimontrichlorid insbesondere zur Verwendung bei der Behandlung von besonderen Legierungen, wie Messing und Bronzen, bestimmt. 



   Beispiele : 
 EMI2.6 
 
<tb> 
<tb> 1. <SEP> Erste <SEP> Beschickung <SEP> des <SEP> Zylinders <SEP> (durchwegs <SEP> Gewichtsteile)
<tb> Schmirgel................................................. <SEP> 3'700
<tb> Kupfer-Zink-Niederschlag <SEP> ..................................... <SEP> 1#000
<tb> Salmiak................................................... <SEP> 0-175
<tb> Borax <SEP> 0-011
<tb> Zinn <SEP> 0-050
<tb> Naphtalin <SEP> 0-010
<tb> Niekelsulfat <SEP> 0-100
<tb> Ferroehlorid............................................... <SEP> 0'100
<tb> Aluminiumpulver........................................... <SEP> 0-200
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> Salz <SEP> A <SEP> (siehe <SEP> oben) <SEP> sehr <SEP> trocken <SEP> und <SEP> gepulvert.............. <SEP> 0-250
<tb> Kobaltchlorür.................................................

   <SEP> 1#00
<tb> Antimontrichlorid.......................................... <SEP> 0-020
<tb> 2. <SEP> Pulver <SEP> zur <SEP> Wiederbesehicimng <SEP> des <SEP> Zylinders <SEP> (Gewichtsmengen)
<tb> Salz <SEP> A <SEP> gepulvert <SEP> ............................................. <SEP> 0#250
<tb> Kupfer-Zink-Niederschlag...................................... <SEP> 1'000
<tb> Salmiak....................................................... <SEP> 0#175
<tb> Borax <SEP> 0-011
<tb> Zinn <SEP>   <SEP> 0-015
<tb> Naphthalin <SEP> 0-011
<tb> Nickelsulfat <SEP> 0-020
<tb> Antimontrichlorid <SEP> ............................................ <SEP> 0#020
<tb> Eisenehlorür <SEP> 0-100
<tb> Aluminiumplver <SEP>   <SEP> 0-020
<tb> Kobaltehlorür <SEP> 0-020
<tb> 
 
 EMI3.2 


AT125166D 1927-03-19 1928-03-19 Verfahren zum Schutz von Metallgegenständen gegen Korrosion. AT125166B (de)

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