AT201547B - Verfahren und Vorrichtung zum Färben von Textilbahnen unter Überdruck - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Färben von Textilbahnen unter Überdruck

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AT201547B
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dyeing
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Guenter Kreuzer
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Thies Spezialmaschinenfabrik B
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  Verfahren und Vorrichtung zum Färben von Textilbahnen unter überdruck 
Neben dem   Färben   von Textilbahnen auf Ha-   spel-bzw. Jiggerfärbemaschimen ist   auch ein weiteres Verfahren bekannt, bei welchem unter überdruck gearbeitet und das Gut sich oberhalb des Niveaus der Flotte befindet und von dieser durchströmt wird. Die Textilbahn ist dabei von verstellbaren Metallstreifen mit an deren Unterseite angeordneten kleinen Häkchen   (Hakenbah-   nen) eines in die Flotte eingesetzten Sternträgers aufgehängt. Der   Chemikalien-und Farbstoffver-   brauch ist bei diesem   Färbeverfahren   hoch und daher ungünstig. 



   Gemäss dem   erfindungsgemässen   Verfahren zum   Färben   von Textilbahnen unter Überdruck 
 EMI1.1 
 lotrechter Achse befindliche Gut von der in feiner Verteilung von oben her   aufgesprühten   Färbeflotte durchrieselt. 



   Die Flotte wird dabei in einem Zentralrohr hochgepumpt, wonach sie oberhalb der Bahnen aus einer Verteilplatte durch ein unterhalb dieser Verteilplatte angebrachtes Sieb aus feiner Drahtgaze austritt und über die zu färbenden Textilbahnen sprüht. 



   Der   Fär ! bestern   wird demnach In einen geschlossenen   Färbekessel   eingesetzt, der unterhalb des   Färbesterns   mit einer geringen Flottenmenge gefüllt ist. Eine Zirkulationspumpe pumpt die Färbeflotte durch das Zentralrohr des Sterns in die   Verteilerhaube.   Die Flotte rieselt sodann durch das zu färbende Gewebe bzw. Gewirk und sammelt sich in dem unteren Teil des Behälters, von wo die Pumpe sie erneut ansaugt. Die Fördermenge der Pumpe und die konstruktive Gestaltung   der Verteilerhaube   muss so ausgelegt sein, dass alle Gewebebahnen mit einer gleichmässigen Flottenmenge besprüht werden. Die   Textilbah-   nen selbst stehen nicht in der Flotte. 



   Dieses Färbeverfahren wird in den meisten Fällen, vor allem bei Wolle und synthetischen Geweben und Gewirken, als Hochdruckverfahren   durchgeführt,   d. h. der gesamte Färbeapparat wird unter Druck gesetzt, wodurch die Flot- te ohne Gefahr der Verdampfung bis auf etwa   1400 C   und mehr aufgeheizt werden kann.
Bei diesem Verfahren ergeben sich nachfolgend aufgeführte Vorteile :
Sicherung gegen unliebsame Faltenbildung, grösste Schonung des Garnfadens bzw. der Spinnstoffe aller Herkunft ; Erhaltung eines besseren   Oberflächenbildes   bei Garnwaren mit Kahlausrüstung ; kleineres Flottenverhältnis, hiedurch bedingte verbesserte Ausnutzung der Chemikalienund Farbstoffmengen; ganz erhebliche Herabsetzung der Kontaktzeiten gegenüber den bisher üblichen Verfahren ;

   Verhinderung von Längsund Querzug, also bessere Krumpfwerte in der   Fertigware ;   Färben bei Temperaturen oberhalb des Siedepunktes, somit rasches Annehmen der Farbstoffe ; keine mechanische Beschädigung der Ware. 



   Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung ist schematisch in der Zeichnung dargestellt und besteht aus dem   Pärbekessel   1 mit oberhalb eines Bodens angebrachtem Konus 4 zur Aufnahme des Material-   trägers-Färbesternes ,   der Zirkulationspumpe 2 mit den Verbindungsleitungen vom und zum Kessel, dem Ansetzbehälter 3 und seinen   Verbid-   dungsleitungen zum Saugstutzen der Zirkulationspumpe, zusätzlicher   Druckerhöhungs-bz. w.   



  Nachsetzpumpe   6,   die es gestattet, zum Zwecke 
 EMI1.2 
 Färbekessel während des Färbeverfahrens zu drücken. Durch Komprimierung der im Behälter eingeschlossenen Luft sowie durch Erhitzung der Luft und der Flotte bildet sich ein statischer überdruck. Die Nachsetzpumpe gestattet es ausserdem, während des   Färbeprozesses   aus dem   Färbeapparat   Flotte in das Nachsetzgefäss einzupumpen, so dass Nachsätze von Chemikalien   bzw. Farbstoffen n diese   Flotte eingebracht wenden können, von wo die zusätzliche Druckerhöhungs-bzw. Nachsetzpumpe diese Flotte wieder in den   Färbekessel   zurückpumpen kann. 



   Der Färbestern besteht aus einem Konus a, einem Zentralrohr (Flottensteigrohr), einer obe- 

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 ren Verteilerkammer c mit einem Siebboden   (Drahtgazegewehe) d   und aus einem Trag- bzw. 



  Festhaltepilz e. 



   PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum   Färben   von Textilbahnen unter überdruck, bei welchem sich das Gut oberhalb des Flottenniveaus befindet und von der Flotte durchströmt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das in Form einer Spirale auf einem Färbestern mit lotrechter Achse befindliche Gut von der in feiner Verteilung von oben her aufge- sprühten   Färbeflotte   durchrieselt wird.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus einem Färbebehälter mit Umlaufpumpe und einem im Färbebehälter befindlichen Färbestern, bei dem die Textilbahnen spiralförmig um ein mittleres Steigrohr angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb des Färbesternes eine über die ganze Ausdehnung des Färbesternes reichende und m : t einem vorzugsweise aus Drahtgaze bestehenden Verteilerboden versehene Verteilerhaube angeordnet ist.
AT201547D 1956-10-24 1957-10-15 Verfahren und Vorrichtung zum Färben von Textilbahnen unter Überdruck AT201547B (de)

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