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Zusammenklappbarer und verschliessbarer Werkzeugschrank
Bisher benutzten Handwerker, insbesondere die auf einer Baustelle tätigen Monteure zum Ablegen oder Mitnehmen von Formstücken für die Installation von Rohrleitungen (sogenannten Fittings) oder zum Aufbewahren ihrer Handwerkzeuge im allgemeinen offene Körbe oder tragbare Kästchen, in denen jedoch, wie die Erfahrung zeigt, schlecht Ordnung gehalten werden kann.
Man hat indes auch mehrteilige Werkzeugschränke entwickelt, die in der Werkstatt verschliessbar aufgestellt oder zwecks Verwendung an der Arbeitsstelle abnehmbar aufgehängt werden können. Die Schrankteile können durch Scharniere gelenkig miteinander verbunden sein, sind jedoch zur Aufstellung übereinander nicht ohne weiteres geeignet. Bei engen Raumverhältnissen erscheint aber die Ermöglichung des Aufeinanderstellens der Schrankteile als besonders zweckmässig. Weiterhin erscheint es vorteilhaft, den Innenraum der Schrankhälften durch Einbau von Fächern so zu gestalten, dass die eingelegten Werkstücke oder Werkzeuge nicht lose durcheinander oder von einem in das andere Fach hinüberfallen können.
Der Gegenstand der Erfindung ist ein zusam- menklappbarer und verschliessbarer Werkzeugschrank, der solche Vorteile erkennen lässt und bei welchem die Hohlräume der Schrankhälften durch Einzelfächer abgeteilt und durch schräge Abwinkelungen gegeneinander abgedichtet sind.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines Schrankes dargestellt. Dabei zeigen : Fig. 1 das Schaubild des Schrankes in geschlossenem Zustand, wie er für den Transport vorbereitet ist, Fig. 2 die Offenstellung des Schrankes, Fig. 3 eine andere Anwendungsart desselben und Fig. 4 den Schrank im Querschnitt.
Der Montageschrank besteht aus zwei um Scharniere 1 beweglichen Schrankteilen 2,3, die gemäss Fig. 1 um die Scharniere zursammengeklappt und durch ein Schloss 4 verschlossen werden können ; die Scharniere sind so angeordnet, dass die Schrankhälften, wie in Fig. 3 dargestellt, auch aufeinander gestellt werden können. Die beiden Schrankhälften sind mit Traggriffen 5 ausgestattet, um die Hälften in jeder Gebrauchsstellung bequem befördern zu können. Sie besitzen eine Anzahl von aussen leicht zugänglicher, durch kurze Stehwände 6 unterteilter Einzelfächer b, bi, in welche z. B. Fittingsteile oder Werkzeuge gut übersichtlich eingeordnet werden können. Beim Einlegen von einzelnen Fittingsteilen oder Werkzeugen lassen sich diese der Grösse nach praktisch und übersichtlich einsortieren, so dass ein langes Suchen erspart ist.
Während der Mittagspause oder nach Arbeitsschluss werden die beiden Schrankhälften 2,3 um die Scharniere 1 nach Fig. 1 zusammengeklappt und durch ein Vorhängeschloss 4 so verschlossen, dass fremden Personen der Zugang zum Inhalt des Schrankes unmöglich gemacht ist. Die Schrankhälften sind so von der oder zur Arbeitsstätte leicht zu transportieren und ausserdem verschliessbar. An der einen Schrankhälfte 2, die mittels der Scharniere 1 (welche auch aus sicherbaren Steckscharnieren bestehen, d. h. als Ganzes abgetrennt werden können) mit der Schrankhälfte 3 zusammengeschlossen ist, ist auf der Oberseite eine Klappe 7 scharnierartig angeschlossen, die als Material- oder Werkzeugablage usw. während der Arbeit dient.
Wie Fig. 4 zeigt, sind erfindungsgemäss die einzelnen Fächer b, b1 durch Abbiegen der Böden bei a so gegeneinander abgedichtet, dass auch beim Umlegen oder Transportieren des Schrankes keine Werkstücke oder Werkzeuge vom einen Fach b in ein anderes b1 hinüberrutschen können. Diese Verzahnungsart der einzelnen Fächer ermöglicht sogar das völlige Umstellen des Schrankes auf seine Oberseite. Die Klappe 7 kann auch, wie in Fig. 3 dargestellt, an der Schrankhälfte 3 angebracht sein.
Wenn der Handwerker oder Monteur sich zur Arbeitsstätte begibt, nimmt er den Schrank in der Stellung nach Fig. 1 auf seinem Fahrzeug mit, öffnet das Schloss 4 an der Arbeitsstätte, so dass er die beiden Schrankhälften um die Scharniere 1 öffnen, d. h. in die Stellung nach Fig. 2 bewegen kann, wobei Werkstücke oder Werkzeuge sofort griffbereit vor ihm ausliegen. Selbst wenn durch Unvorsichtigkeit während des Transports die Schrankhälften so getragen werden sollten, dass die Handgriffe 5 auf der Unterseite erscheinen, so schadet dies dem eingelegten Material nicht ; denn die Wände a des Schrankes verhindern das überfallen auch der kleinsten Materialeinlagen von einem in das andere Fach. Ob die Schrankhälften nach Fig. 2 oder Fig. 3 aufgestellt werden, hängt jeweils von den betreffenden Raumverhältnissen ab.