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Mehrköpfige Etagenspulmaschine
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bestehendenmehrköpfigen Spulmaschine, bei welchen die Getriebeaggregate gemäss der Erfindung in einem spitzen Winkel zur Maschinenlängsrichtung angeordnet sind.
Auf dem Maschinengestell 1 sind die Spulköpfe, bestehend jeweils aus den Getriebeaggregaten und den eigentlichen Spulstellen, angeordnet. Mit 2 sind die nach der einen und mit 3 sind die nach der andern Seite der Maschine gerichteten Spulstellen bezeichnet. 4 sind die Getriebeaggregate und 5 sind die ursprünglichen Wickelkörper, welche auf der Spulmaschine in eine dem jeweiligen Verwendungszweck angepasste Wickelform gebracht werden sollen. Fig. 2 zeigt der Einfachheit halber die Anordnung einer mehrköpfigen Spulmaschine mit nebeneinander in einer einzigen Reihe abwechselnd entgegengesetzt gerichtet angeordneten Getriebeaggregaten, wobei die Wickeldrehachsen der Spulköpfe mit der Maschinenlängsachse einen spitzen Winkel von 450 einschliessen, der aber in den Grenzen von 300 bis 600 schwanken kann.
Bei einer solchen winkligen Anordnung liegen die Fadenchangierungs- und -bremsorgane eines Kopfes im freien Raum neben der Stirnseite des Nachbarkopfes, so dass insgesamt die Köpfe näher aneinandergerückt werden können und trotz der engeren Staffelung die Köpfe im Bereich der Spule und der Changierung wesentlich besser für das Bedienungspersonal zugänglich sind. Dabei ist der freie Raum in axialer Richtung an der Stirnseite der Spindel zum Abziehen der Spule ebenfalls nicht behindert. Man spart daher bei diesen Anordnungen nicht nur Platz, sondern kann die Spulköpfe auch wesentlich besser bedienen.
Aus Fig. 3 ist die gleiche Anordnung der Spulköpfe bei einer in mehreren Etagen liegenden Anordnung ersichtlich, wobei die Spulenwickel 2 der zweiten Reihe mit ihre Rundung andeutenden schaffen versehen sind, während die Spulenwickel 3 der obersten Reihe ohne Schraffen dargestellt sind.
Es ergibt sich daher, dass die Spulstellen 2, 3 auf jeder Seite der Maschine schachbrettartig gegeneinander versetzt angeordnet sind. Dadurch, dass jede Spulstelle gegenüber ihrer benachbarten auf einer gewissen Länge aus der Maschinenkontur frei herausragt und somit nicht nur stirn-sondern auch flankenseitig zugänglich ist, lassen sich die Spulköpfe bzw. deren Getriebeaggregate dicht aneinanderrücken und weitere Raumersparnisse erzielen. Fig. 4 zeigt die Anordnung von Getriebeaggregaten 4 mit in jeder Reihe gleichgerichtet liegenden, etagenweise jedoch entgegengesetzt gerichteten Spulstellen 2,3, wobei die Getriebeaggregate 4 nicht nur winklig zur Längsrichtung der Maschine, sondern auch winklig zueinander liegen.
Während nach der Anordnung nach Fig. 2 völlig gleich ausgebildete Spulköpfe verwendet werden können, ist bei der Anordnung nach Fig. 3 eine spiegelbildliche Ausbildung des Aufbaues der Spulköpfe erforderlich. In Fig. 5 ist eine Etagenspulmaschine ersichtlich, bei welcher die übereinanderliegenden Reihen der Spulköpfe gemäss Fig. 4 je in einer Reihe vereinigt, jedoch paarweise versetzt gestaffelt angeordnet sind, wodurch sich eine fischgrätenartige Gruppierung ergibt. Fig. 6 zeigt eine Anordnung, bei welcher die Spulköpfe zweier übereinanderliegender Reihen einer Etagenspulmaschine gemäss Fig. 3 in einer einzigen Reihe vereinigt sind, wobei die Spulköpfe paarweise zusammengefasst gleiche Wickeldrehachsen aufweisen und paarweise versetzt gestaffelt angeordnet sind.
Diese Anordnung ist besonders geeignet, hintereinander angeordnete Spulköpfe gemeinsam anzutreiben.
Die dargestellten Ausführungsbeispiele bieten ausserdem die Möglichkeit, die Spulköpfe mit ihren Getriebeaggregaten so eng aneinander zu rücken, dass nicht mehr jeder einzelne Spulkopf ein selbständiges Aggregat darstellt und jeweils mehrere oder sämtliche Spulköpfe in entsprechenden gemeinsamen Gehäusen bei gruppenweise Antrieb oder Gesamtantrieb untergebracht werden können.
Die Verwendung solcher neuartiger Gruppierungen von spulköpfen ist nicht allein auf die verschiedenen Bedürfnisse in Spulereibetrieben beschränkt, sondern mit gleichem Vorteil auch für andere Zwecke, z. B. für die Herstellung und Nachbehandlung von Kunstseidefäden in fortlaufendemArbeitsgang, möglich.