<Desc/Clms Page number 1>
Zusatzvorrichtung für Vergrösserungsgeräte mit automatischer
Belichtungsregelung
Die Erfindung betrifft eine Zusatzvorrichtung für Vergrösserungsgeräte mit automatischer Belichtungsregelung, mit einem Kopierrahmen und einem mit einer lichtdurchlässigen Scheibe abgedeckten Ausschnitt in der Kopierfläche.
Photoelektrische Belichtungsregelvorrichtungen für photographische Vergrösserungsgeräte, die je nach der mittleren Negativdichte den Kopiervorgang steuern, wobei das Gerät mit einer Photozelle mit Sekundärelektronenvervielfachung und einer optischen Zwischenanordnung ausgerüstet ist, sind bekannt.
Dabei wird der Photozelle im betriebsfertigen Beleuchtungszustand des Gerätes das durch die Kopierfläche fallende Licht in einer nahezu gleichmässigen mittleren Dichte zugeführt. Die Photozelle ist dabei seitlich hinter der Kopierfläche angeordnet. Zwischen der Kopierfläche, die z. B. aus einem Ausschnitt bestehen kann, der mit lichtdurchlässigem Papier und einer Glasplatte abgedeckt ist, und der Photozelle sind lichtreflektierende Mittel vorgesehen. Auf der Kopierfläche ist ein Vergrösserungsrahmen fest angeordnet, der es gestattet, Vergrösserungen von beispielsweise 6 X 6 cm bis 13 x 18 cm herzustellen.
Der Nachteil dieser Vorrichtungen besteht darin, dass es nicht möglich ist, beliebig grosse Vergrö- sserungen, z. B. auf 18 x 24 cm-Format und grösser herzustellen.
Der Erfindung gemäss wird daher ein Aufsatz vorgeschlagen, der an seiner Oberseite eine Kopierfläche trägt, die grösser ist als die grösste verwertbare Kopierfläche des Kopierrahmens, und der einen Ausschnitt aufweist, dessen Fläche mindestens der Grösse des Ausschnittes des Kopierrahmens entspricht, wobei auf der Kopierfläche des Aufsatzes ein zusätzlicher, an sich bekannter Abdeckrahmen mit Schiebeleisten lösbar befestigbar ist. Der Ausschnitt des Aufsatzes kann durch Glasteile abgedeckt sein.
Es sollen die Wände des Lichtschachtes eine weisse, diffus reflektierende Oberfläche besitzen und an ihrem unteren Rand an den Kanten der lichtdurchlässigen Kopierfläche in der Gebrauchsstellung des Gerätes innenseitig bündig aufliegen.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung kann nicht nur der Aufsatz auf den Kopierrahmen des Vergrösserungsgerätes, sondern umgekehrt dieser auch auf denAufsatz gestellt werden, so dass die Schär fenebene erhalten bleibt, gleichgültig, ob der Aufsatz auf den Kopierrahmen gestellt ist oder umgekehrt.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung können die Wände des Lichtschachtes beweglich angeordnet sein. Zweckmässigerweise sind zwei gegenüberliegende Wände des Lichtschachtes hochklappbar, so dass sie im hochgeklappten Zustand zusammen mit der rahmenförmigen Kopierfläche die Einstellebene bilden.
Die gemäss der Erfindung vorgeschlagene Zusatzvorrichtung ermöglicht die Herstellung von sehr grossen Vergrösserungen, z. B. auf das Format 18 X 24 cm unter Verwendung eines Vergrösserungsapparates für kleinere Vergrösserungsformate mit automatischer Belichtungsregelung. Da ausserdem die Schärfenebene erhalten bleibt, gleichgültig, ob das Zusatzgerät auf den Kopierrahmen oder dieser auf das Zusatzgerät gestellt wird, ist die Vorrichtung auch für Vergrösserungsapparate mit automatischer Schärfeneinstellung zur Vergrösserung auf nahezu alle Formate verwendbar, wenn das Vergrösserungsgerät erst einmal auf diese Schärfenebene eingestellt ist.
Das Zusatzgerät ersetzt also in Verbindung mit einem Vergrösserungsapparat für kleine Vergrösserungsformate einen der sehr kostspieligen Vergrösserungsapparate für grosse Formate. Trotzdem ist das vorgeschlagene Gerät einfach und billig in seiner Herstellung und
<Desc/Clms Page number 2>
dürfte so für jeden Interessenten erschwinglich sein.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden an Hand beiliegender Zeichnung erläutert, u. zw. zeigt : Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Vergrösserungsgerätes mit Aufsatz, Fig. 2 eine perspektivische Darstellung des Kopierrahmens des Vergrösserungsgerätes, Fig. 3 eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform des Aufsatzes, Fig. 4 eine perspektivische Darstellung des Vergrösserungsrahmens für den Aufsatz. Fig. 5 zeigt einen Schnitt durch eine andere Ausführungsform.
In Fig. 1 ist der Kopiertisch des Vergrösserungsapparates mit l, die Tragsäule mit 2, das Lampenhaus mit 3, die Negativbühne mit 4, und das Vergrössertmgsobjektiv mit 5 bezeichnet. Die Justierung und automatische Scharfeinstellung erfolgt in bekannter Weise mit Hilfe der Teile 6, 7, 8, 9.
Auf dem Kopiertisch 1 steht der Kopierrahmen 10. Er hat einen Ausschnitt 11 (s. Fig. 2), der mit einer weissen, lichtdurchlässigen Platte oder mit lichtdurchlässigem Papier und Glas ; abgedeckt ist und die Kopierfläche bildet. Unter dem Ausschnitt 11 befinden sich die nicht dargestellte Photozelle und Reflexionsmittel, die den durch den Ausschnitt 11 gelangenden Lichtstrom auf die Photozelle sammeln. Auf der Front- und Deckseite des Kopierrahmens 10 befinden sich in bekannter Weise die Stell- und Justierknöpfe 12, 13, 14, 15 für die Belichtungsregeleinrichtung.
Um den Ausschnitt 11 herum ist der Vergrösserungsrahmen 16 angeordnet. Er ist mittels der Schiebeleisten 17, 18 auf die Formate 6 x 6 cm bis 13 X 18 cm einstellbar. Zur Fixierung der Schiebeleisten 17, 18 am Vergrösserungsrahmen 16 dienen die Stellklemmen 19,20,zur Befestigung des Vergrösserungsrahmens 16 auf den Kopierrahmen 10 die Stellvorrichtungen 21, 22. In Fig. 3 ist der Aufsatz 23 dargestellt, der mittels der Sockel 24 auf den Kopierrahmen 10 aufgesetzt werden kann. Die Sockel 24 sind der Form des Vergrösserungsrahmens 16 angepasst, so dass durch sie gleichzeitig die Lage des Aufsatzes 23 auf dem Kopierrahmen 10 festgelegt ist. Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, ist die Oberfläche des Aufsatzes 23, die nun die Kopierfläche bildet, wesentlich grösser als die Kopierfläche des Kopierrahmens 10.
Dadurch können mit Hilfe dieses Aufsatzes 23 Vergrösserungen auf wesentlich grössere Formate hergestellt werden als dies mit dem Kopierrahmen 10 möglich war. Der Aufsatz 23 hat einen Ausschnitt 25 von der gleichen Grösse wie der Ausschnitt 11 des Kopierrahmens 10. Dieser Ausschnitt 25 ist mit einer Glasplatte oder einer diffus reflektierenden und diffus lichtdurchlässigen Platte abgedeckt. Diese Platte ist in nicht dargestellter Weise so weit in die Deckplatte des Aufsatzes 23 eingelassen, dass sie mit dieser eine Ebene bildet.
Auf die Deckplatte des Aufsatzes 23 wird nun der Vergrösserungsrahmen 26 gestellt. Seine Schiebeleisten 27, 28 können weiter auseinander geschoben werden als die Schiebeleisten 17, 18 des Kopierrahmens 10 und gestatten noch die Einstellung des Formates 18 x 24 cm. Um seine Lage auf dem Aufsatz 23 genau festzulegen, sind drei Kugelfüsse 29, die in Fig. 4 nur durch ihre Befestigungsschrauben erkennbar sind, am Vergrösserungsrahmen 26 angeordnet. Sie werden in die Vertiefungen 30 in der Deckplatte des Aufsatzes 23 gesetzt. Der Vergrösserungsrahmen 26 besitzt keine eigene Kopierfläche.
Das Licht, das im betriebsfähigen Beleuchtungszustand auf den Ausschnitt 25 und damit auch auf den Ausschnitt 11 auf den Kopierrahmen 10 fällt, wird durch die nicht dargestellten Reflexionsmittel auf die Photozelle mit Sekundärelektronenvervielfachung gelenkt. Damit erfolgt die automatische Belichtungsregelung in derselben Weise wie ohne den Aufsatz 23, wobei die Einstellung des Potentiometers der Belichtungsregelvorrichtung in bekannter Weise der Grösse der beleuchteten Fläche angepasst werden muss.
Damit zwischen dem Ausschnitt 25, der nun die Kopierfläche darstellt, und dem Ausschnitt 11 kein Lichtverlust durch Streulicht auftritt, wird um den Ausschnitt 25 herum ein nach unten gehender Lichtschacht 31 (Fig. 3) angebracht. Seine Wände haben eine weisse, diffus reflektierende Oberfläche und
EMI2.1
Aufsatzes 23 ist. Will man nun Vergrösserungen auf kleinere Formate, z. B. 6x6 cm, herstellen, so wird der Aufsatz 23 auf den Kopiertisch 1 gestellt. Der Vergrösserungsrahmen 26 wird entfernt und an seine Stelle kommt der Kopierrahmen 10 mit automatischer Belichtungsregelung. Die Unterkanten des Lichtschachtes 31, 32, die in ihrer Normallage auf den Kanten des Ausschnittes 11 bündig aufliegen, müssen in dieser Stellung auf dem Kopiertisch 1 aufliegen.
Die Auflagefläche mit dem Ausschnitt 11 des Kopierrahmens 10 hat dann gegenüber der Vergrösserungsoptik genau die gleiche Lage, die zuerst die Deckfläche des Aufsatzes 23 hatte, und die automatische Scharfeinstellvorrichtung kann somit, genau wie die automatische Belichtungsregelung für alle Formate von 6 x 6 bis 18 x 24 cm verwendet werden.
Eine andere, in den Zeichnungen nicht dargestellte Ausführungsform kann darin bestehen, dass der Ausschnitt 25 im Aufsatz 23 grösser ist, als der Ausschnitt 11 im Kopierrahmen 10. Dadurch wird erreicht, dass bei gleicher mittlerer Beleuchtungsdichte der zur Photozelle gelangende Lichtstrom grösser ist und
<Desc/Clms Page number 3>
dadurch die angeschlossenen, ebenfalls nicht dargestellten Messinstrumente, insbesondere das zur Belich- tungsabstimmung dienende Potentiometer, auf eine wesentlich geringere Empfindlichkeitsstufe eingestellt werden können. Selbstverständlich müssen die Wände des Lichtschachtes 31,32 dann nicht senkrecht, sondern unter einem Winkel gegen die Vertikale nach unten gehen, um mit den Kanten des Ausschnittes 11 zusammenzustossen.
In Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsform des Aufsatzes 23 dargestellt. Zwei gegenüberliegende Wände 32 des Lichtschachtes 31,32 sind hier beweglich angeordnet, so dass sie im hochgeklappten Zustand den Ausschnitt 25 abdecken und so eine Einstellfläche bilden. Das Schwenken der Wände 32 erfolgt von aussen mit Hilfe des Stellknopfes 33. Seine Achse 34 steht mit zwei Exzentern 35,36 in Verbindung, die ihrerseits bei Drehen des Knopfes 33 zwei Schieber 37,38 horizontal in entgegengesetzter Richtung verschieben. Die Schieber 37, 38 haben je einen Schlitz 39,40, in den je ein Bolzen 41,42 je eines Hebels 43,44 eingreift. Die Hebel 43,44 sind mit den Schwenkachsen 45, 46 der Wände 32 fest verbunden.
Werden der Stellknopf 33 und damit auch die beidenExzenter35, 36 gedreht, so werden die beiden Schieber 37,38 horizontal in entgegengesetzter Richtung verschoben. Durch diese Verschiebung werden die Hebel 43,44 infolge ihrer Stift-Schlitzverbindung 39-41,40-42 gedreht. Da die Hebel 43,44 fest mit den Achsen 45,46 der Wände 32 verbunden sind, werden die Wände 32 ebenfalls geschwenkt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zusatzvorrichtung für Vergrösserungsgeräte mit automatischer Belichtllngsregelung, mit einem Kopierrahmen und einem mit einer lichtdurchlässigen Scheibe abgedeckten Ausschnitt in der Kopierfläche, gekennzeichnet durch einen Aufsatz (23), der an seiner Oberseite eine Kopierfläche trägt, die grösser ist als die grösste verwertbare Kopierfläche des Kopierrahmens (10), und der einen Ausschnitt (25) aufweist, dessen Fläche mindestens der Grösse des Ausschnittes (11) des Kopierrahmens (10) entspricht, wobei auf der Kopierfläche des Aufsatzes (23) ein zusätzlicher, an sich bekannter Abdeckrahmen (26) mit Schiebeleisten (27,28) lösbar befestigbar ist.