AT201131B - Fortschaltkreis für mehrstufige Schaltnetzwerke - Google Patents

Fortschaltkreis für mehrstufige Schaltnetzwerke

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AT201131B
AT201131B AT201131DA AT201131B AT 201131 B AT201131 B AT 201131B AT 201131D A AT201131D A AT 201131DA AT 201131 B AT201131 B AT 201131B
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Description


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  Fortschaltkreis für mehrstufige Schaltnetzwerke 
Die Erfindung bezieht sich auf Schaltnetzwerke und betrifft insbesondere Netzwerke für Telephonanlagen, bei welchen durch ein Schaltnetzwerk ein über eine ausgewählte Anzahl von Schalteinrichtungen dieses Netzwerkes verlaufender Leitungsweg hergestellt wird, sobald an das Netzwerk geeignete Markierpotentiale angelegt werden, die an den Schalteinrichtungen des Netzwerkes, welche nachfolgend als Kreuzungsschalter bezeichnet werden, zur Wirkung gelangen. 
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 schrieben, bei dem mehrere Gasentladungsröhren als Kreuzungsschalter so zusammengeschaltet sind, dass sie zwischen einer beliebigen von mehreren Eingangsklemmen, an welche Teilnehmerleitungen angeschlossen sein können, und einer beliebigen von mehreren Ausgangsklemmen, die zu Verbindungsleitungen führen können, individuelle Wege bilden können.

   Einer dieser möglichen Wege wird beim Anlegen von Markierpotentialen an eine bestimmte Teilnehmerleitung und an eine bestimmte Verbindungsleitung durchgeschaltet, wobei gleichzeitig auch an die Knoten des Netzwerkes geeignete Markierpotentiale angelegt werden. Oie erwähnten Knoten werden durch die Verbindungspunkte der Kreuzungsschalter des Netzwerkes gebildet. 



   Bei einem anderen selektiven Schaltnetzwerk, das im allgemeinen ähnlichen Aufbau wie das in der zitierten Patentschrift beschriebene Netzwerk hat, werden als Kreuzungsschalter Transistoren verwendet. 



   Bei Schaltnetzwerken der beschriebenen Art erfolgt der Durchschaltvorgang schrittweise, indem die Kreuzungsschalter von einem Ende des Netzwerkes her aufeinanderfolgend leitend werden. Im Betrieb soll jeder Kreuzungsschalter, der zwischen einem freien ausgangsseitigen Knoten und einem markierten eingangsseitigen Knoten liegt, leitend, z. B. ionisiert, werden, so dass sich eine fächerförmige Verzweigung von Kreuzungsschaltern ergibt, über die ein Leitungsweg besteht, bis das ausgewählte andere Ende des Netzwerkes erreicht wird. Da an diesem anderen Ende des Netzwerkes nur eine Verbindungsleitung markiert worden ist, wird auf diese Weise nur ein einziger vollständiger Verbindungsweg hergestellt.

   Der Leitungsvorgang über die übrigen Kreuzungsschalter wird sodann durch einen Aussperrvorgang bzw. durch einen Potentialabfall an den verschiedenen Knoten, bedingt durch den Stromfluss über einen hohen, als Aussperrwiderstand bezeichneten Klemmenwiderstand im durchgeschalteten Verbindungsweg, unterbunden. 



   In älteren Schaltnetzwerken mit Kreuzungsschaltern ist die Anzahl der Stufen und damit die Grösse des Netzwerkes selbst beschränkt. Bei diesen älteren Netzwerken wird nämlich das Markierpotential, welches an einen freien Knoten angelegt wird, um die an diesem Knoten angeschlossenen Kreuzungsschalter leitend zu machen, über die vorhergehend leitend gemachten Kreuzungsschalter im Leitungsweg übertragen und ist daher starken betragsmässigen Schwankungen unterworfen, weil die Markierspannungen in den vorhergehenden Schaltröhren schwanken.

   Das Erfordernis, einen hinreichenden Spannungsspielraum einzuhalten, um die Herstellung von falschen Verbindungen zwischen einem bereits errichteten und einem neuen Übertragungsweg zu verhindern und den richtigen Aufbau der neuen Verbindung zu sichern, hat die Anzahl der Stufen von Kreuzungsschaltern, die in einer Kette betrieben werden können, begrenzt. 



   In einem Schaltnetzwerk mit Kreuzungsschaltern können nach einem älteren Vorschlag auch aktive Fortschaltkreise eingefügt werden. Ein solcher Fortschaltkreis kann insbesondere in der Nähe der eigent- 
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Vorschlag eine Halbleiterdiode und einen dazu parallel verlaufenden Leitungsweg, in dem eine Kapazi- tät, die Zündelektrode und eine Elektrode der Hauptentladungsstrecke einer Gasentladungsröhre mit drei
Elektroden sowie ein Widerstand liegen. Die Halbleiterdiode ist normalerweise durch die angelegten
Potentiale in Sperrichtung vorgespannt. In Abhängigkeit von einem Markierungsimpuls, der von einer i Klemme des Netzwerkes kommt, wird über die Kapazität der Zündelektrode der erwähnten Gasent- ladungsröhre ein Impuls zugeführt.

   Durch diesen Impuls wird die Gasentladungsröhre ionisiert und auf diese Weise wird zwischen der Quelle des Anodenpotentials und der nachfolgenden Stufe von Kreuzungs- schaltern, welche mit der Kathode der Gasentladungsröhre verbunden sind, ein Gleichstromkreis herge- stellt, wodurch an diese nachfolgende Stufe des Netzwerkes ein neues Markiersignal angelegt wird. 



   Die erwähnten Gasentladungsröhren mit drei Elektroden sind aber verhältnismässig teuer. Ferner waren in den älteren Netzwerken der beschriebenen Art keine Sicherheitsvorkehrungen gegen die Aus- wirkung eines Kurzschlusses bei einem Kreuzungsschalter vorgesehen. 



   Wenn ein Kreuzungsschalter kurzgeschlossen wird, so fliesst im Kurzschlussweg ein relativ starker
Strom. Ein grosser Teil dieses Kurzschlussstromes gelangt dabei über andere Kreuzungsschalter, die mit den Knoten verbunden sind, an welchen der kurzgeschlossene Schalter liegt. Falls man diese starken
Ströme bestehen lässt, würden sie zu Kurzschlüssen bei anderen Kreuzungsschaltern führen. 



   Es ist demnach ein Ziel der vorliegenden Erfindung, einen verbesserten Fortschaltkreis zu schaffen ; dieser verbesserte Fortschaltkreis soll nur passive Elemente enthalten. Insbesondere soll das Erfordernis der Verwendung von Gasentladungsröhren beseitigt und dadurch eine Verminderung der Kosten dieser
Fortschaltkreise erzielt werden. Schliesslich zielt die Erfindung noch darauf ab, Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, für den Fall, dass im Schaltnetzwerk irgendwelche Fehler auftreten. 



   Gemäss der Erfindung ist zwischen den Stufen eines Schaltnetzwerkes ein Fortschaltkreis einge- schaltet, der in Serienschaltung einen Widerstand und eine Kapazität und parallel dazu eine Halbleiter- diode enthält. An die   Kapazität   ist eine Batterie oder eine andere geeignete Potentialquelle ange- schlossen, welche die Kapazität normalerweise in geladenem Zustand   hält. In   Abhängigkeit von einem ankommenden Markierimpuls wird die Kapazität in die nachfolgende Stufe des Netzwerkes entladen, wobei sich diese Entladung dem höheren Gleichpotential überlagert, welches auf der Ausgangsseite der
Kapazität besteht, wodurch an diese nachfolgende Stufe ein neuer Markierimpuls abgegeben wird. 



   Vorteilhaft ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung an die Ausgangsklemme des Fortschalt- kreises ein Begrenzerkreis mit einer Diode angeschlossen, welcher die zweifache Funktion hat, erstens die an die nachfolgende Stufe des Netzwerkes abgegebene Markierspannung zu begrenzen und zweitens eine Sicherheitsvorkehrung für das Netzwerk gegen die Auswirkung eines Kurzschlusses bei einem Kreu- zungsschalter zu schaffen. 



   Demgemäss besteht die Erfindung im wesentlichen darin, dass zwischen den Stufen des Netzwerkes in Serie ein Widerstand und ein Kondensator angeordnet werden, um in dem Schaltnetzwerk ein neues
Markiersignal zu erzeugen, indem der Kondensator normalerweise in geladenem Zustand gehalten und in
Abhängigkeit von einem ankommenden Markierimpuls eine Entladung des Kondensators in die nach- folgende Stufe bewirkt wird. 



   Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist an die Ausgangsklemme eines dermassen ausgebil- deten Fortschaltkreises ein Begrenzerkreis angeschlossen, um einerseits die Markierimpulse zu begrenzen und anderseits übermässige Spannungen abzuleiten, die von Fehlern im Netzwerk herrühren können. 



   Zum besseren Verständnis der Erfindung sollen nun Ausführungsbeispiele an Hand der Zeichnungen genauer erläutert werden. Fig. 1 zeigt im Blockschema ein Schaltnetzwerk, bei dem die Erfindung angewendet werden   kann . {Fig.2   stellt einen Teil des Blockschemas nach   Fig. l   dar und veranschaulicht ein spezielles Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Fig. 3 zeigt im Schema ein weiteres Aus- führungsbeispiel der Erfindung. 



   Fig. 1 zeigt schematisch ein Schalt- oder Verteilernetzwerk, an dessen erster und letzter Stufe von Kreuzungsschaltern Klemmen 10 und 22 vorgesehen sind. Der Block 11 stellt die erste Stufe von Kreuzungsschaltern des Netzwerkes dar und der nachfolgende Block 12 versinnbildlicht die zugehörigen Fortschaltkreise. Der Block 20 kann, wie nachfolgend noch erläutert wird, Fortschaltkreise gleicher Art enthalten. Die Blöcke 13, 15,17, 19 und 21 sind Stufen von Kreuzungsschaltern, die ähnlich der durch den Block 11 angedeuteten Stufe sind und Gasentladungsröhren oder Transistoren enthalten können. Die Blöcke 14 und 18 enthalten ebenfalls Fortschaltkreise, die gemäss der Erfindung vorzugsweise ausschiesslich aus passiven Elementen aufgebaut sind. Die Trennstrecke 16 stellt den Mittelpunkt des Netzwerkes dar, wo der einzige durchgehende Verbindungsweg geschlossen wird. 



   Um über das Netzwerk einen Verbindungsweg herzustellen, werden an die Klemmen 10 und 22 Markierimpulse angelegt. Diese Impulse bewirken, dass die entsprechenden Kreuzungsschalter der ersten 

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   und sechsten Stufe leitend werden. Sobald die erste Stufe leitend wird, wird an die zugeordneten Fortschaltkreise, welche innerhalb des Blockes 12 liegen, ein Impuls abgegeben und diese Kreise übertragen ihrerseits einen neuen Markierimpuls an die zweite Stufe von Kreuzungsschaltern, welche durch den Block 13 angedeutet worden ist. Dieser Impuls markiert Kreuzungsschalter der zweiten Stufe, die nicht i bereits einem belegten Verbindungsweg angehören, und diese Kreuzungsschalter übertragen einen Impuls an die im Block 14 enthaltenen Fortschaltkreise.

   Diese Fortschaltkreise geben nun ihrerseits einen neuen Markierimpuls ab, um die dritte Stufe von Kreuzungsschaltern zu markieren, wodurch ein Verbindungsweg zwischen der Klemme 10 und der Trennstrecke 16 entsteht. Da das Netzwerk bezüglich dieser Trennstrecke symmetrisch aufgebaut ist, stellt der an die Klemme 22 angelegte Impuls in analoger Weise einen Verbindungsweg auf der anderen Seite des Netzwerkes bis zur Trennstrecke 16 her. 



  In Fig. 2 ist schematisch ein Teil des Schaltnetzwerkes nach Fig. 1 dargestellt, u. zw. sind drei Stufen des Netzwerkes gezeichnet, die als Kreuzungsschalter Gasdioden enthalten. An Stelle von Gasdioden können aber auch, wie schon erwähnt, Transistoren verwendet werden. Innerhalb des Blockes 1 : 2 in Fig. 2 sind Fortschaltkreise nach dem bereits erwähnten älteren Vorschlag eingezeichnet. 



  Ein solcher Fortschaltkreis enthält eine Serienschaltung, die aus einer normalerweise in Sperrichtung vorgespannten Halbleiterdiode 23, einer Gasdiode 26, einem Widerstand 24 und einem Kondensator 25 besteht und mit einer Spannungsquelle 27, einem Widerstand 30, einer Halbleiterdiode 28 und einer Impulsquelle 29 zusammenwirkt, um die Neubildung und Übertragung eines neuen Markiersignales zu besorgen. Dieses Signal wird durch den Impuls gesteuert, welcher von der Änderung der Markierspannung der ersten Stufe von Kreuzungsschaltern herrührt, und wird an die zweite Stufe von KreLsungsschaltern als vollständig neues Markiersignal übertragen. Die verschiedenen Punkte des Schaltnetzwerkes sind über Trennwiderstände 31 mit verschiedenen Potentialpunkten einer Vorspannungsbatterie 32 verbunden.

   Die Widerstände 31 können hohe Widerstandswerte haben und das Potential an jeder als Kreuzungsschalter fungierenden Gasdiode kann soweit oberhalb ihrer Brennspannung liegen, dass eine automatische Entionisierung jener Dioden gesichert wird, die nicht in dem ausgewählten einzigen Verbindungsweg über das Netzwerk liegen ; es können aber in Verbindung mit den Quellen 32 auch Marier- un Trennschalter für die Knoten verwendet werden, wie dies etwa aus der eingangs zitierten Patentschrift bekannt ist. 



  Innerhalb des Blockes 14 sind Fortschaltkreise gemäss einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wiedergegeben ; der Block 14 ist identisch mit den Blöcken 14 und 18 in Fig. l. Zwi- sehen der zweiten Stufe des Netzwerkes, die im Block 13 enthalten ist, und der im Block 15 enthaltenen dritten Stufe des Netzwerkes befindet sich eine Halbleiterdiode 40. Parallel zur Diode 40 ist ein Serienkreis angeordnet, der einen Widerstand 34 und einen Kondensator 36 enthält. Über einen Widerstand 35 ist an eine Seite der Diode 40 eine Potentialquelle 33 angeschlossen, durch welche die Diode 40 normalerweise in Sperrichtung vorgespannt wird. Die Quelle 33 ist über Erde und einen Widerstand 39 auch mit der anderen Seite des Kondensators 36 verbunden und hält diesen Kondensator normalerweise in geladenem Zustand.

   Der Widerstand 34 ist zweckmässig klein im Vergleich zu den Widerständen 35 und 39. Die ferner eingezeichnete Diode 37 und die Potentialquelle 38 bilden einen Begrenzerkreis und dienen zugleich als Sicherungsvorkehrung gegen Auswirkungen von kurzgeschlossenen Kreuzungsschaltern oder anderen Ursachen von übermässigen Spannungen. 



  Die grundsätzliche Aufgabe der Fortschaltkreise im Block 14 liegt darin, in Abhängigkeit von der Markierung der Kreuzungsschalter in der zweiten oder vorhergehenden, im Block 13 enthaltenen Stufe einen Impuls aufzunehmen und diesen Markierimpuls an die dritte oder nachfolgende Stufe von Kreuzungsschaltern, die im Block 15 enthalten ist, weiterzugeben. In Abhängigkeit von der Markierung eines der Kreuzungsschalter in der zweiten Stufe wird über den Widerstand 34 an den Kondensator 36 ein Impuls abgegeben, und da dieser Kondensator normalerweise geladen ist, wird er hiedurch in die dritte Stufe von Kreuzungsschaltern entladen, wobei er an diese dritte Stufe einen neuen Markierimpuls abgibt. Der Kondensator 36 liefert die Zusatzspannung, welche gewährleistet, dass ein vollständiges Markiersignal übertragen wird.

   Der Betrag des neuen Markierimpulses, der vom Fortschaltkreis abgegeben wird, wird durch die Diode 37 im Zusammenwirken mit der Potentialquelle 38 begrenzt. In Abhängigkeit von der Markierung bestimmter Kreuzungsschalter in der dritten Stufe des Netzwerkes wird die Sperrspannung, welche normalerweise an der Diode 40 liegt, durch eine Vorspannung in Durchlassrich- tung überwunden, und es können nunmehr über die Diode 40 Übertragungsströme fliessen. Ähnliche Massnahmen werden angewendet, um von der Klemme 22 in Fig. 1 einen Verbindungsweg zu der Trennstrecke 16 zu errichten, welche im vorliegenden Spezialfall, wie Fig. 2 zeigt, durch eine Diode 42 gebildet wird. Der an die Klemme 22 angelegte Markierimpuls wird durch die Fortschaltkreise in den Blöcken 20 und 18 weitergegeben.

   Auf diese Weise wird durch das Netzwerk ein einziger Verbindungs-   
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Klemme zu Klemme ein Gleichstrom. Dieser Gleichstrom fliesst über einen hohen Klemmenwiderstand, der gewöhnlich als Aussperrwiderstand bezeichnet wird und bewirkt einen starken Potentialabfall. Durch diesen starken Potentialabfall werden die Kreuzungsschalter in den nicht ausgewählten Wegen ausgesperrt und dadurch nichtleitend. i Nach Beendigung der Übertragung über den einzigen Verbindungsweg, der auf diese Weise über das
Netzwerk hergestellt worden ist, kann dieser Verbindungsweg durch Anlegen von Impulsen abgebaut wer- den, die entgegengesetzte Polarität wie die vorher zur Herstellung des Verbindungsweges über das Netz- werk angelegten Impulse haben.

   Diese Trennimpulse brauchen nur einen der Kreuzungsschalter des Netz- werkes in den nichtleitenden Zustand zu versetzen, um den gesamten Verbindungsweg abzubauen. Dar- aus folgt, dass die Trennimpulse nicht über die Fortschaltkreise weitergeleitet werden müssen. 



   In der Zeichnung ist als Trennstrecke 16 eine Diode dargestellt, welche das Anlegen einer komple- mentären Gruppe von Potentialen beiderseits der Trennstrecke gestattet und es ermöglicht, den Schal-   tungsaufbau   sowie die Potentiale bezüglich der Trennstrecke symmetrisch zu wählen. Beispielsweise können die Anoden aller Kreuzungsschalter auf der den Klemmen des Netzwerkes zugekehrten Seite liegen und die Kathoden dieser Schalter der Trennstrecke zugewendet sein. 



   Zur genaueren Erklärung der Arbeitsweise des Schaltnetzwerkes sei nun angenommen, dass über das
Netzwerk kein durch einen vorhergehenden Anruf hergestellter Verbindungsweg bestehe und dass zwischen den Klemmen 10 und 22 in Fig. 1 ein Verbindungsweg hergestellt werden solle. Unter dieser Annahme werden an die Klemmen 10 und 22 Markierimpulse angelegt. Da das Netzwerk bezüglich der Trenn- strecke symmetrisch ist, kann auf Fig. 2 Bezug genommen werden, um die Arbeitsweise bei der Her- stellung des Verbindungsweges zwischen der Klemme 10 und der Diode 42 der Trennstrecke zu erläutern, wobei sich versteht, dass durch einen analogen Arbeitsvorgang auch der Verbindungsweg zwischen der
Klemme 22 und der Diode 42 hergestellt wird. 



   Der an die Klemme 10 angelegte Markierimpuls bewirkt zusammen mit der normalerweise an der
Stufe 11 liegenden Brennspannung, dass die Gasdioden in der Stufe 11, soweit sie nicht in einem bereits besetzten Kreis liegen, ionisiert werden. Durch die Ionisation dieser Dioden wird über den Kondensator
25 ein Impuls abgegeben. Dieser Markierimpuls wird durch die Kapazität 25 und den Widerstand 30 differenziert und in Form einer scharfen Impulszacke erhöhter Amplitude der Anode der Diode 28 zuge- führt, wodurch die normalerweise an dieser Diode seitens der Quelle 27 angelegte Sperrspannung über- wunden und eine Vorspannung in Durchlassrichtung wirksam wird. Wenn nun ein nichtselektiver Markier- impuls im Fortschaltkreis von der Impulsquelle 29 zur Diode 28 geleitet wird, während sich diese Diode in leitendem Zustand befindet, wird die Gasdiode 26 im Fortschaltkreis ionisiert.

   Durch diese Ionisation wird der Kreis zwischen der Impulsquelle 29 und der nachfolgenden Stufe 13 geschlossen. Durch das
Schliessen dieses Kreises wird von der Impulsquelle 29 an die zweite Stufe ein Impuls abgegeben, dessen
Amplitude durch den mit der Ausgangsklemme des Fortschaltkreises verbundenen Begrenzerkreis begrenzt wird. Der Begrenzerkreis schützt auch das Netzwerk gegen übermässige Spannungen, die beispielsweise auftreten, falls einer der Kreuzungsschalter kurzgeschlossen wird. 



   Infolge der Markierung der zweiten Stufe von Kreuzungsschaltern wird über den Widerstand 34 an den Kondensator 36 ein Impuls abgegeben. Der normalerweise durch die Quelle 33 aufgeladene Konden- sator 36 entlädt sich nun in die nachfolgende Stufe von Kreuzungsschaltern, die im vorliegenden Falle die dritte Stufe des Netzwerkes ist. Die Kapazität 36 liefert die erforderliche zusätzliche Ladung oder
Spannung, um zu gewährleisten, dass an die dritte Netzwerkstufe ein vollständiges Markiersignal abgegeben wird. Der so erhaltene Markierimpuls ionisiert oder markiert die Kreuzungsschalter der dritten
Stufe, die im Block 15 enthalten sind, wodurch ein Weg von der Klemme 10 des Netzwerkes zur Diode 42 der Trennstrecke hergestellt wird.

   In analoger Weise wird durch das Anlegen eines   Markierimpulses   an die Klemme 22 des Netzwerkes ein Verbindungsweg auf der anderen Seite der Diode 42 hergestellt, wodurch über das gesamte Schaltnetzwerk ein einziger Übertragungsweg geschlossen wird. Der über einen hohen Klemmenwiderstand im durchgeschalteten Übertragungsweg fliessende Gleichstrom bewirkt eine Aussperrung oder Entionisation der vorhergehend in nicht ausgewählten Wegen ionisierten Kreuzungsschalter. Dem über den einzigen Übertragungsweg fliessenden Gleichstrom können nun   Nachrichtenströme   überlagert werden, die zwischen den Klemmen 10 und 22 über die Diode 42 verlaufen und einen Nachrichtenverkehr in beiden Richtungen ermöglichen.

   Nach Beendigung der Nachrichtenübertragung wird der Übertragungsweg durch klemmenseitiges Anlegen von Impulsen, die gegenpolig den zur Herstellung des Verbindungsweges verwendeten Impulsen sind, wieder abgebaut. 



   In Fig. 3 ist ein anderes Ausführungsbeispiel eines passiven Fortschaltkreises gemäss der Erfindung dargestellt. Der Block 49 versinnbildlicht den Fortschaltkreis, der zwischen zwei Stufen von Kreuzungsschaltern, angedeutet durch die Blöcke 50 und 51, innerhalb des Verteilnetzwerkes liegt. Der darge- 

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 stellte Block 50 ist die vorhergehende Stufe und der Block 51 die nachfolgende Stufe, weil der Block 50 auf der Klemmenseite des Fortschaltkreises liegt, während sich der Block 51 auf der der Trennstrecke zugekehrten Seite dieses Kreises befindet. An die Eingangsklemme des Fortschaltkreises ist über einen
Widerstand 53 eine Quelle 52 negativen Potentials angeschlossen und diese Potentialquelle ist ferner über einen Widerstand 54 mit einem Kondensator 55 verbunden.

   Zwischen dem Verbindungspunkt der Quelle
52 mit dem Widerstand 53 und der anderen Seite des Kondensators 55 ist über einen Widerstand 57 eine
Potentialquelle 56 angeschlossen. Die Diode 58 stellt die seriengeschaltete Halbleiterdiode dar, die in- nerhalb des Fortschaltkreises normalerweise in Sperrichtung vorgespannt ist und mit der Diode 40 in
Fig. 2 verglichen werden kann. 



   In Abhängigkeit von einem ankommenden Markierimpuls von der Stufe 50 wird über den Widerstand
54 an den Kondensator 55 ein Impuls abgegeben, der bewirkt, dass sich der Kondensator 55 in die nach- folgende Stufe 51 entlädt. Der Kondensator 55 liefert dabei die Zusatzspannung, die gewährleistet, dass an die nachfolgende Stufe ein vollständiges Markiersignal abgegeben wird. Durch die Markierung oder
Ionisation der im Block 51 enthaltenen Stufe fliesst über den Widerstand 57 sowie über den Widerstand 54 und den Kondensator 55 ein Strom, was bewirkt, dass die Ausgangsklemme des Fortschaltkreises ein niedrigeres Potential annimmt als die Eingangsklemme dieses Kreises, wodurch die sperrendevorspannung an der Diode 58 aufgehoben und diese Diode in Durchlassrichtung vorgespannt wird. 



   Durch die Aufladung des Kondensators 55 auf das Potential der Quelle 56 wird das ankommende Markiersignal an die Ausgangsklemme mit einem Betrag abgegeben, der grösser ist als der Betrag des ankommenden Signals. Man erkennt, dass sich der Kondensator 55 über die Kombination der Widerstände
53,54 und 57 auflädt, sich aber in erster Linie nur über den Widerstand 54 entlädt. Vorzugsweise werden die Zeitkonstanten und Stromstärken der Lade- und Entladekreise so aufeinander abgestimmt, dass sich der Fortschaltkreis zeitgerecht wieder erholen kann, d. h. dass der Kondensator zwischen den Markiervorgängen stets wieder hinreichend aufgeladen wird. 



   Bei allen Ausführungsformen eines passiven Fortschaltkreises, die vorstehend beschrieben worden sind, wird an die nachfolgende Stufe des Netzwerkes ein neuer Markierimpuls abgegeben, der hinsichtlich seines Betrages begrenzt ist. Hiedurch wird notwendigerweise die Anzahl der Kreuzungsschalter, die in der nächsten Stufe ionisiert werden,   beschränkt. Diese   Beschränkung hinsichtlich der Stromverfächerung erleichtert die Herstellung eines einzigen Verbindungsweges, weil die Anzahl der nichtbenutzten Kreu-   zungsschalter,   die ionisiert oder markiert werden, beschränkt wird. Die Impedanz des Entladungsweges umfasst den Widerstand 54 in   Fig. 3,   der den Aussperrvorgang begünstigt.

   Die Ionisation der nachfolgenden Stufe bewirkt einen stärkeren Stromfluss und damit einen hohen Spannungsabfall am Entladungswiderstand des Kondensators, der in Fig. 3 der Widerstand 54 ist. Die dadurch entstehende Abnahme der Ausgangsspannung des Fortschaltkreises verhindert die Herstellung von Vielfachwegen über das Netzwerk. 



  Die Zuordnung einer entsprechenden Impedanz zu den Netzwerkklemmen 10,22 würde zu übermässigen Spannungsabfällen führen, die wegen des starken Fächerstromes keine befriedigende Markierung gewährleisten könnten. 



   Es versteht sich, dass die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele nur den Grundgedanken der Erfindung erläutern sollen, im Rahmen der Erfindung aber verschiedene Abwandlungen zulassen. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Fortschaltkreis für ein mehrstufiges Schaltnetzwerk mit Kreuzungsschaltern, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen benachbarten Stufen des Netzwerkes in Serie ein Widerstand und ein Kondensator eingeschaltet sind, wobei mit dem Kondensator ein Ladekreis verbunden ist, welcher den Kondensator normalerweise in einem aufgeladenen Zustand hält, dass ein zur nachfolgenden Stufe des Netzwerkes führender Entladekreis vorgesehen ist, über den sich der Kondensator bei Eintreffen einer Markierspannung von der vorhergehenden Stufe entlädt, und dass parallel zu der Serienschaltung von Widerstand und Kondensator ein Diodenkreis liegt, dessen Diode normalerweise durch den Ladekreis des Kondensators in Sperrichtung vorgespannt ist.

Claims (1)

  1. 2. Fortschaltkreis nach Anspruch 1 zur Herstellung eines Verbindungsweges zwischen einer ausgewählten von mehreren Eingangsleitungen und einer ausgewählten von mehreren Ausgangsleitungen des Netzwerkes durch Anlegen von Markierspannungen an diese ausgewählten Ein- und Ausgangsleitungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kreuzungsschalter in Stufen angeordnet sind, welche jede dieser Einund Ausgangsleitungen miteinander verbinden, und dass der Fortschaltkreis als passiver Kreis zwischen zwei Stufen von Kreuzungsschaltern eingeschaltet ist, um eine genaue Markierspannung an die nachfolgende Stufe von Kreuzungsschaltern abzugeben, sobald von einer vorhergehenden Stufe von Kreuzungsschaltern eine kleinere Markierspannung eintrifft. <Desc/Clms Page number 6>
    3. Fortschaltkreis nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ladekreis eine mit den Klemmen des Kondensators verbundene Potentialquelle enthält.
    4. Fortschaltkreis nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ladekreis eine Potentialqnelle und Widerstände enthält und die Serienschaltung von Kondensator und Widerstand überbrückt.
    5. Fortschaltkreis nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ladekreis eine Potential! quelle sowie einen ersten und einen z '-. Uen Widerstand enthält, die zwischen der Potentialquelle und jt einer Klemme des Kondensators eingeschaltet sind, wobei die Wiederaufladezeit des se''ienge chaltet. ca Widerstand-Kondensatorkreises so bemessen ist, dass sich der Kondensator zwischen aufeinanderfolgenden Markiervorgängen wieder auflädt.
    6. Fortschaltkreis nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an die Serienschaltung von Kondensator und Widerstand auf der der vorhergehenden Stufe des Netzwerkes zuge- kehrten Seite eine zweite Potentialquelle angeschlossen ist.
    7. Fortschaltkreis nach einem der Ansprüche 3,4 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass diese Polen tialquelle auch zwischen der vorhergehenden Stufe des Netzwerkes und einem Bezugspotential liegt.
    8. Fortschaltkreis nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an die Serienschaltung aus Widerstand und Kondensator und an die nachfolgende Stufe des Netzwerkes ein Begrenzerkreis mit einer Diode angeschlossen ist.
AT201131D 1956-10-19 1957-08-17 Fortschaltkreis für mehrstufige Schaltnetzwerke AT201131B (de)

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