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Überwachungs- oder Steuereìnrichtung für durch Hilfsmotoren angetriebene
Lüfter der Motoren elektrischer Triebfahrzeuge
Die Erfindung bezieht sich auf selbsttätig wirkende Überwachungs-oder Steuereinrichtungen für durch Hilfsmotoren angetriebene Lüfter der Motoren elektrischer Lokomotiven oder sonstiger elektrischer Triebfahrzeuge. Es ist bekannt, solche Einrichtungen in Abhängigkeit von der Einschaltung der Fahrzeugmotoren arbeiten zu lassen, z. B. für selbsttätige Einschaltung der Lüftermotoren bei Einschaltung oder wenigstens bei (stärkerer) Belastung der Fahrzeugmotoren zu sorgen oder bzw. und optische oder akustische Warneinrichtungen ansprechen zu lassen, wenn im Kühlluftstrom angeordnete Luftklappenschalter trotz Inbetriebnahme der Fahrzeugmotoren nicht ansprechen.
Die Erfindung besteht darin, dass man die besagten Überwachungs-oder Steuereinrichtungen nicht in Abhängigkeit von der Einschaltung der Fahrzeugmotoren, sondern in Abhängigkeit von der Bewegung oder in Abhängigkeit von der Bereitschaft zur Bewegung des Fahrzeuges bzw. seiner Motoren arbeiten lässt.
Die selbsttätige Einschaltung der Lüftermotoren oder bzw. und die Signalisierung eines Nichtfunktionierens bzw. Nichteingeschaltetseins der Lüftung soll also nach der Erfindung auch dann stattfinden, wenn die Fahrzeugmotoren nicht eingeschaltet sind, sich aber drehen oder wenn etwa zufolge Lüftung einer oder mehrerer mechanischer Bremsen Fahrbereitschaft besteht. Besonders vorteilhaft ist es, in Weiterbildung der Erfindung die Einrichtung in Abhängigkeit davon arbeiten zu lassen, dass der Fahrzeugführer das Pedal der Sicherheitsfahrschaltung, d. h. die sogenannte Totmanneinrichtung betätigt, die bekanntlich im Falle ihrer Nichtbetätigung nach einer vorgegebenen kurzen Fahrstrecke (150 m) selbsttätig die mechanische Bremsung des Triebfahrzc. uges oder des Zuges veranlasst.
Der durch die Erfindung erzielte Vorteil besteht im folgenden. Es ist eine bekannte Tatsache, dass umlaufende Maschinen ähnlich einem Zentrifugalgebläse Luft in axialer Richtung ansaugen. Dasselbe trifft auch für Fahrzeugmotoren zu, wenn die Lüfter nicht in Betrieb sind. Bei Fahrzeugmotoren ist nun aber diese axial angesaugte Luft sehr häufig durch vom Gleisbett aufgewirbelten Staub oder auch durch von den Kohlebürsten des Kollektors herrührenden Kohlenstaub beträchtlich verunreinigt und es setzen sich diese verschiedene Arten von Staub oder sonstigen Verunreinigungen im Laufe der Zeit im Inneren der Maschine ab, wodurch mechanische und insbesondere auch elektrische Störungen (Schlüsse) entstehen können.
Es ist klar, dass diese Staubablagerung auch dann vor sich geht, wenn der Motor gar nicht stromführend ist, sich jedoch dreht, wie dies etwa bei Bergabfahrt oder Schleppfahrt der Fall ist. Praktisch vollständig verhindert wird die Staubablagerung durch die Einschaltung der Fremdbelüftung, d. h. der Lüfter, die den Motoren staubfreie Kühlluft gewöhnlich an solchen Stellen zuführen, an denen sonst die axial angesaugte Luft ausströmt, und so durch Erzeugung eines Überdruckes bzw. durch Umkehr der Strömungs-
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wegblasen. Durch die Erfindung wird also wirksam verhindert, dass abgeschaltete leerlaufende Motoren mangels Fremdbelüftung verunreinigte Luft ansaugen.
Die Erfindung ist von besonderer Bedeutung bei Tandemmotoren für 50 Hz-Traktion oder Zweifrequenzbetrieb. Bei Tandemmotoren wirkt nämlich der Spalt zwischen den beiden bewickelten Rotorpaketen in besonders hohem Masse nach dem Zentrifugalprinzip luftfördernd, d. h. der beschriebene Staubablagerungseffekt ist besonders stark.
Die Fremdbelüftung erfolgt bei solchen Motoren meist in der Weise, dass Kühlluft mittels der Lüfter dem besagten Spalte zwischen den Rotorpaketen entgegen der Richtung der natürlichen Luftförderwirkung des rotierenden Doppelankers radial von aussen nach innen zugeführt wird, so dass sie axial nach aussen statt nach innen strömt und so den Eintritt verunreinigter Luft verhindert und den Kohlenstaub von den zu beiden Seiten des Doppelankers angeordneten Kollektoren nach aussen wegbläst.
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