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Zentralschmiervorrichtung
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Steuerkolben 504 den Kanal 516,507 frei, so dass das Schmiermittel zum Verteiler 502 gelangt und den
Kolben 505 in seine linke Endstellung verschiebt. Das vor dessen linken Stirnfläche befindliche Schmier- mittel wird über die Leitung 508 und den von dem Kolben freigegebenen Kanal 517 zum Verteiler 501 zurückgeführt, von dem es über die Anschlussleitung 518 der ersten Schmierstelle zugeführt wird.
Das gleiche Arbeitsspiel wiederholt sich nun für den Verteiler 503, d. h. das von der Pumpe geförderte
Schmiermittel gelangt von dem Verteiler 502 durch den von dem Kolben 505 freigegebenen Kanal 519 und die Leitung 509 zum Verteiler 503 und verschiebt den Kolben 506 in seine linke Endlage, so dass das vor der linken Kolbenstirnfläche befindliche Schmiermittel über die Leitung 510 und den Kanal 520 zum
Verteiler 502 zurückgeführt wird und durch die Anschlussleitung 521 nach der zweiten Schmierstelle ge- langt.
In der linken Endlage gibt der Kolben 506 den Kanal 522 frei und das von der Pumpe geförderte
Schmiermittel wird durch die Leitung 514 der Zuteileinheit 513 zugeführt und drückt den Zuteilkol- ben 513a in die linke Endstellung, wodurch das auf dieser Seite befindliche Schmiermittel über die Lei- tung 515, Kanal 523 den Verteiler 503 und die Leitung 524 der letzten Schmierstelle zugeführt wird. Der
Zuteilkolben ist dabei mit einer Anzeigevorrichtung 525 versehen, welche nach aussen hin durch die Be- wegung des Zuteilkolbens das ungestörte Arbeiten aller Verteiler und die Beendigung des Schmiervorgan- ges anzeigt.
Durch eine an sich bekannte, nicht dargestellte, dem ersten Verteiler vorgeschaltete Umsteuerein- richtung, die von Hand bedienbar oder von der Zuteileinheit gesteuert sein kann, werden dann die Lei- tungen 511, 512 umgepolt, so dass die Leitung 511 an den Förderstutzen der Pumpe angeschlossen ist und die Leitung 512 zu dem Rücklaufbehälter führt. Der Arbeitszyklus läuft dann in umgekehrtem Sinne ab. Das von der Pumpe durch die Leitung 511 geförderte Schmiermittel drückt den Kolben 504 des ersten
Verteilers 501 nach rechts, wobei das vor der rechten Stirnfläche des Kolbens 504 befindliche Schmier- mittel durch die Leitung 512 in den Vorratsraum der Pumpe zurückgebracht wird.
Dabei gibt der Kolben
504 den Kanal 517a frei, so dass das Schmiermittel über die Leitung 508 zu dem Verteiler 502 gefördert wird, dessen Kolben 505 nach rechts verschiebt und dabei das vor der rechten Stirnfläche des Kolbens 505 befindliche Schmiermittel über die Leitung 507, den Kanal 516a und Anschlussleitung 518 zur ersten
Schmierstelle drückt.
Dieses Arbeitsspiel setzt sich dann in gleicher Weise bis zum letzten Verteiler über den Kanal 520a, Leitung 510, Verteiler 503, Leitung 509, Kanal 519a, Anschlussleitung 521 zur zweiten
Schmierstelle sowie Kanal 523a, Leitung 515, Zuteileinheit 513, Leitung 514, Kanal 522a, Verteiler 503,
Anschlussbohrung 524 zur letzten Schmierstelle fort, so dass nun das Schmiermittel in umgekehrter Richtung die Verteiler durchflossen hat und jeweils durch die Bewegung der Anzeigevorrichtung der Zuteil- einheit 513 eine genaue Kontrolle für die Arbeitsweise des gesamten Schmiersystems gegeben ist.
Bei der Ausbildung nach Fig. 2 ist in bekannter Weise eine Umsteuereinrichtung in das Ringleitungssystem eingeschaltet, welches die Umleitung des Schmiermittels betätigt. Dabei ist der erste Verteiler 612 über die Leitung 610,610a mit der Umsteuereinrichtung verbunden, während die anschliessenden Verteiler untereinander über die Leitungen 621,616, 633,627 verbunden und an die ihnen zugeordnete Schmierstelle angeschlossen sind. Das Schmiermittel wird von der nicht dargestellten Zentralpumpe durch den Kanal 602 der Umsteuereinrichtung in die Zylinderbohrung 603 gedrückt und geht in der dargestellten Lage der Kolben 604,605 durch die Aussparung 606 in den Kanal 607 und durch die Aussparung 608 des Kolbens 605 nach der Bohrung 609 und tritt über die Zuleitung 610 in den Kanal 611 des ersten Vertei- lers 612 in den Zylinder 613 des Steuerkolbens 614 ein.
Hiedurch wird der Steuerkolben 614 nach links verschoben bis er den Kanal 615 freigibt, so dass das Schmiermittel über die Verbindungsleitung 616 zum zweiten Verteiler 617 in dessen Zylinderbohrung 618 eintreten kann und dabei ebenfalls den Steuerkolben 619 nach links verschiebt. Dabei wird durch die Verschiebung des Steuerkolbens 614 das vor der linken Stirnfläche des Kolbens befindliche Schmiermittel über die Bohrung 611a, Leitung 610a, Kanal 609a und über den Kanal 603a sowie die Rückleitung R zum Vorratsbehälter der Zentralpumpe zurückgeführt.
Das vor der linken Stirnfläche des Kolbens 619 befindliche Schmiermittel wird bei der Bewegung des Kolbens 619 nach links über den Kanal 620 in die Verbindungsleitung 621 nach dem ersten Verteiler 612 gedrückt und gelangt durch die Bohrung 622 in den Ringraum 623, von wo aus es über den Kanal 624 nach Durchgang des in dem Kanal 624 befindlichen Rückschlagventiles 625 zur ersten Schmierstelle fliesst
Durch die Verschiebung des Kolbens 619 nach links ist der Kanal 626 freigegeben worden, so dass das von der Pumpe geförderte Schmiermittel über die Verbindungsleitung 627 in den Kanal 628 zu der Zylinderbohrung 629 des nächsten Verteilers 630 gelangt und den Steuerkolben 631 nach links verschiebt.
Das vor der linken Stirnfläche des Kolbens 631 befindliche Schmiermittel wird durch den Kanal 632, die Verbindungsleitung 633, den Kanal 634, 635 und den Ringraum 636 des Kolbens 619 in den Kanal 637 gedrückt, der zu der dem zweiten Verteiler angeschlossenen Schmierstelle führt. Das auf der rechten Seite
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des Zylinders 629 eintretende Schmiermittel wird mit der Freigabe der Bohrung 638 in die Zuleitung 639 zur Umsteuereinrichtung gedrückt, die in die linke Stirnseite der Zylinderbohrung 603 des Kolbens 604 einmündet und diesen in die entgegengesetzte Lage, d. h. nach rechts verschiebt.
Hiedurch wird die auf der rechten Seite der Zylinderbohrung 603 befindliche Schmiermittelmenge durch die Leitung 640 und den Kanal 641 in den Ringraum 642 des Verteilers 630 gedrückt, von dem sie durch die Bohrung 643 zu der an den Verteiler 630 angeschlossenen Schmierstelle gefördert wird.
Durch die Verschiebung des Kolbens 604 nach rechts wird der Kanal 602 mit dem Kanal 644 verban- den, so dass das Schmiermittel über diesen zur rechten Stirnseite des Kolbens 605 strömt und diesen nach links verschiebt, wobei das vor der linken Stirnseite des Kolbens 605 befindliche Schmiermittel über den Kanal 645, den Zylinderraum 606a und die Rückleitung R, zum Vorratsbehälter der Zentralpumpe abflie- ssen kann.
Das von der Zentralpumpe geförderte Schmiermittel gelangt dann über die Bohrung 602, den Ringraum 606 und die Bohrung 607 in den Ringraum 608, an den der Kanal 609a angeschlossen ist, sowie die Verbindungsleitung 610a und den Kanal 611a zur linken Stirnseite des Zylinders 613 und verschiebt den Kolben 614 nach rechts, so dass durch die Umsteuerung der Förderrichtung des Schmiermittels der Schmierzyklus von neuem in der beschriebenen Weise beginnen kann.
Die Fördermengenregelung kann dabei in der Weise erfolgen, dass durch eine geeignete Vorspannung der Feder 650 des Knickhebelsystems H der Umsteuerung der Druck in dem Schmiersystem so hoch gehalten wird, dass auch nach Weiterwandern der Schmiermittelwelle durch teilweises Freigeben der Kanäle 615,626, 638 durch die Kolben 614,619, 631 und ohne dass diese zunächst die Anschlagschrauben 646,647, 648 mit ihren linken Stirnseiten erreicht haben, zum Schlusse des Schmiervorganges der Kolben 604 erst dann bewegt werden kann, wenn der volle Druck zur Überwindung der Federkraft der Feder 650 erreicht wird. Dieser wird so hoch eingestellt, dass die Kolben 614,619, 631 doch noch bis an ihre Endanschläge hingehen und-wie in Fig. 2 am Verteiler 617 ersichtlich ist-einen weiteren Weg machen können als zur Freigabe des Kanals 626 notwendig wäre.
Die in Fig. 2 dargestellten einzelnen Verteiler können auch unmittelbar aneinandergeschlossen sein, so dass neben Raumersparnis auch die für die Verbindung der einzelnen Verteiler untereinander erforderlichen Rohre und Verbindungsteile überflüssig werden. Die Verteilereinheiten können dann scheibenförmig zusammengebaut werden und mit entsprechenden Dichtungsringen an den Übergängen der Kanäle versehen sein und durch Spannmittel zusammengehalten werden. Hiedurch wird erreicht, dass regelbare und nicht regelbare Verteiler sowie solche mit verschiedenen Kolben- und Zylinderdurchmessern, d. h. mit verschieden grosserFördermenge, aber sonst gleichen äusseren Abmessungen, zu einem Aggregat zusammen- s ; efasstwerden können.
Bei dieser Anordnung entfallen somit die Verbindungskanäle 621, 616, 633, 627, wo-
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die Umsteuereinrichtung mit einer elektrischen Blockierung versehen sein. Die Wirkungsweise des Schmiervorganges über die einzelnen Verteiler ist dabei die gleiche, doch ist an dem letzten Verteiler eines Schmiersystems noch ein Signalkolben 701 angeschlossen, der einen Zeiger 702 betätigt, welcher bei der hin-und hergehenden Bewegung des Kolbens 701 einen Schalthebel 703 betätigt. Die elektrische Blockierung besteht in bekannter Weise aus einem von einem Elektromagneten gesteuerten Sperrglied, welches das an die Bewegung des Steuerkolbens der Umsteuerung angeschlossene Hebelgestänge in bekannter Weise blockiert.
Die Schaltung dieser elektrischen Blockierung ist dabei so getroffen, dass die Kontakte für den Stromkreis des Elektromagneten einmal durch die Bewegung des Hebelgestänges gesteuert und zum andern durch die Bewegung des Zeigers des Signalkolbens betätigt werden. Haben alle Verteiler in dem in Fig. 3 dargestellten Schmiersystem gearbeitet, so wird der Signalkolben 702 nach rechts geschoben, wobei der Zeiger 701 den Schalthebel 703 vom Kontakt 704a auf den Kontakt 704 legt.
Hiedurch wird der Stromkreis des Magneten M geschlossen, d. h. es kann nun Strom durch die Leitung 705 und die Kontaktbrücke 706, Kontakt 706b durch die Leitung 707 und über den Kontakt 704 durch die Leitung 708 und die Spule M fliessen. Der Magnet M wird erregt und bringt das Sperrglied Sp aus seiner Sperrlage, so dass nun der Kolben der Umsteuereinrichtung sich verschieben kann. Bei dieser Verschiebung des Kolbens wird jedoch der Kontakthebel 706 durch die Bewegung des Hebelgestänges H auf den Kontakt 706a gelegt, wodurch der Stromkreis unterbrochen wird und das Sperrglied Sp sofort infolge der Wirkung der Zugfeder Z wieder in die Sperrlage unter das Hebelgestänge geführt wird.
Durch diese elektrische Blockierung kann also nur eine Umsteuerung vorgenommen werden, wenn der Stromkreis des Magneten geschlossen ist, d. h. also, dass alle Verteiler Schmiermittel an die einzelnen Stellen abgegeben haben und somit den Signalkolben betätigen können.
Für die Kontrolle mehrerer Verteilergruppen kann dabei die in Fig. 4 dargestellte Schaltanordnung
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gewählt werden. Hier wird in bekannter Weise das Druckmittel von der Zentralpumpe Z über die Druckleitung D der Umsteuereinrichtung U und über die von der Umsteuerung ausgehenden durch die Absperrhähne A beherrschten Verbindungsleitungen zu den einzelnen Verteilern V bzw. Gruppen geführt. Hiebei werden jeweils dem letzten Verteiler V einer jeden Gruppe Endschalter E zugeordnet, welche durch den Kolben des Verteilers betätigt werden und entsprechend der Hin-und Herbewegung des Kolbens jeweils den Kontakt K bzw.K offnen oder schliessen.
Haben alle Verteiler V gearbeitet und jeweils bei der Umschaltung der Förderrichtung den einen oder andern Kontakt K, Kl des Endschalters E geschlossen, wird kurzzeitig das Verzögerungsrelais R stromlos, doch werden immer nach einer bestimmten Umschaltzeit Stromimpulse an das Verzögerungsrelais geleitet. Das Verzögerungsrelais ist dabei so eingestellt, dass seine Ablaufzeit länger eingestellt ist als die Impulse der Schmiermittelabgabe. Fällt nun ein Verteiler aus, so dass der letzte Verteiler nicht mehr anzeigt, d. h. also keine Impulsabgabe nach dem Verzögerungsrelais R erfolgt, läuft also, falls die Impulsabgabe länger ausbleibt als die Einstellung des Verzögerungsrelais R beträgt, das Relais ab und schaltet eine Signalanlage S ein, wodurch nun kenntlich ist, dass ein Verteiler im System nicht arbeitet.
Bei dieser Anordnung muss also jeder Verteilergruppe ein Verzö- gerungsrelais für die Betätigung der Signalanlage zugeordnet sein. Eine Schaltung, um eine Schmiermit- telabgabe mehrerer Verteilergruppen mit einem Verzögerungsrelais überwachen zu können, ist in Fig. 5 dargestellt.
Auch hier ist nur an dem letzten jeder Verteilergruppe ein Förderkontrollgerät A bzw. B angeschlossen, das als Endschalter wirkt und die jeweils durch die Hin- und Herbewegung des Kolbens entstehenden
Impulse an ein Umsteuerrelais U weitergibt. Bei jedem Hin- und Rückgang des Kolbens des Kontrollgerätes wird dabei das Umsteuerrelais U einmal stromlos. Sind - wie in Fig. 5 dargestellt-zwei Kontroll- geräte A, B angeordnet, so wird also je Impuls das Umsteuerrelais U vier Mal geschlossen. Soll z.
B. die Impulszeit der Schmieranlage, innerhalb welcher die Kontakthebel 802 der Kontrollgeräte A, B je einen Hin- und Rückgang machen - 10 Minuten betragen, so wird also innerhalb dieser Zeit das Umsteuerrelais U die Schaltklinke, welche dem Stern 804 des Schaltschrittwerkes 805 zugeordnet ist, vier Mal wei- terschalten. Besitzt z. B. der Schaltstern 804 zwölf Rasten, so wird also der Stern bei drei Impulsen zwölf Mal geschaltet, d. h. er wird einmal herumgedreht, wobei das Verzögerungsrelais einmal abfallen wird.
Es muss daher das Zeitintervall des Verzögerungsrelais etwas länger eingestellt sein als die Zeit der Folge von drei Impulsen, d. h. also, es muss länger als 30 Minuten betragen. Wenn während dreier Schmierimpulse einmal eine gleichzeitige Unterbrechung der Förderkontaktgeräte auftritt, wodurch bei den Impulsabgaben also der Schaltstern 804 nur einmal weitergeschaltet wird, so muss dementsprechend das Zeitintervall des Verzögerungsrelais um 1/12 verlängert werden, damit das Relais nicht abfällt und Signal erfolgt, Wird dann z.
B. das Zeitintervall des Verzögerungsrelais 50 % länger eingestellt als drei Impulszeiten betragen, so tritt - falls eine Schmierstelle nicht versorgt wurde-nach 45 Minuten Meldung ein, d. h. das Verzögerungsrelais fällt ab und schaltet über den Schalter 806 eine Signalanlage 807 ein. Tritt eine Störung in der Schmiermittelgruppe ein, die zu dem Kontrollgerät B gehört, so bleibt einer der Kontakte 808 oder 809 dauernd geschlossen, wodurch je Impulszeit an Stelle von vier Stromstössen jeweils nur zwei Stromstösse abgegeben werden, das Verzögerungsrelais also erst nach 60 Minuten stromlos wird und die Signalanlage schon 15 Minuten danach eingeschaltet ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zentralschmiervorrichtung bestehend aus einer nur in einer Richtung fördernden Zentralpumpe mit einer von ihr ausgehenden und zu ihr zurückgeführten Ringleitung mit in dieser eingeschalteter Umsteuereinrichtung mit nachgeordneten in Reihe in der Ringleitung angeordneten Verteilern, von denen jeder eine Schmierstelle versorgt, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Verteiler in an sich bekannter Weise nur einen Steuerkolben aufweist, wobei der Kolben des jeweils nachfolgenden Verteilers die Schmierstelle des jeweils vorhergehenden Verteilers versorgt und dass dem letzten Verteiler eine dessen Schmierstelle verversorgende Zuteileinheit nachgeschaltet ist.