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Klaviatur für handbedienbare und streifengesteuerte Matrizensetz- und
Zeilengiessmaschinen
Die bisher bekannten Klaviaturen von Matrizen- setz-und Zeilengiessmaschinen eignen sich nicht ohne weiteres für einen vollautomatischen Be- trieb der Maschinen mittels der gleichfalls be- kannten Lochstreifensteuerung, welche die stän- dige Gegenwart einer Bedienungsperson an der
Maschine entbehrlich macht.
Die bekannten Klaviaturen mit den sechs
Zeilen und fünfzehn Kolonnen, d. h. insgesamt neunzig Feldern für die grossen und kleinen
Buchstaben, Ziffern, Interpunktionszeichen, blin- den Matrizen für feste Wortzwischenräume sind bereits durch diese Buchstaben und Symbole so komplett besetzt, dass für gewisse Buchstaben und Symbole, die seltener vorkommen, kein
Platz mehr in dem Klaviaturfeld frei war. Bei- spielsweise mussten die grossen Umlaute Ä, Ö, Ü, ferner der grosse Buchstabe Q sowie die Symbole Apostroph (') und umgekehrter Apostroph (') in einem besonderen Kasten an der Seite der Klaviatur für die Einfügung von Hand bereit gehalten werden.
Die bekannte Klaviatur eignet sich ferner auch deshalb nicht ohne weiteres für den vollautomatischen streifengesteuerten Betrieb, weil sie keine Einrichtung besitzt, um die Streifensteuerung, falls diese-gewollt oder nicht gewollt-ihre Steuertätigkeit unterbrochen hat, wieder in Gang zu setzen.
Gemäss der Erfindung lassen sich diese Mängel der bekannten Klaviatur für den Betrieb der Matrizensetz- und Zeilengiessmaschinen mit Streifensteuerung in einfacher Weise technisch dadurch beheben, dass eine der Tasten, vorzugsweise in der Mitte des Tastenfeldes, für die manuelle Beeinflussung, z. B. willkürliche Unterbrechung oder Wiederingangsetzung der automatischen Matrizenauslösung, vorgesehen ist und dass um diese Taste, Tasten mit Buchstaben und Symbolen angeordnet sind, deren Matrizen bisher von Hand aus bei streifengesteuertem Betrieb in den Schriftsatz eingesetzt wurden.
Vorzugsweise wird die bisher bekannte Klaviatur hinsichtlich dieser Buchstaben und Symbole in möglichst unmittelbarer Nachbarschaft der erfindungsgemäss vorgesehenen, z. B. mit dem
Wort "STOP" bezeichneten Taste technisch da- durch auch für den streifengesteuerten Betrieb eingerichtet, dass die für diesen automatischen
Betrieb entbehrlichen Buchstaben und Buch- stabengruppen, wie z. B. ss, st, sch, durch die für diesen Betrieb unerlässlichen Buchstaben Ä, Ö, Ü, Q, Apostroph (') und Apostroph umgekehrt (') ersetzt werden.
Der grosse technische Vorteil dieser Erfin- dung beruht einmal darauf, dass die in der Klaviatur vorgesehene Auslösetaste für die Ingang- setzung oder Wiederingangsetzung bzw. willkürliche Unterbrechung der automatischen Matrizenauslösung im für die Bedienungsperson bekannten und gewohnten Tastenbedienungsfeld liegt, d. h. dort, wo diese Person die weitaus meisten Bedienungstasten für den zweckbedingten Betrieb der Maschine vorfindet.
Zum andern beruht ein grosser technischer Vorteil der Neuerung darin, dass diejenigen Buchstaben und Symbole, die bisher schon durch ihre Bereithaltung im Handsatzkasten eine in das Bewusstsein des Setzers gedrungene Sonderstellung besassen, diese für die Sinnfälligkeit ihres Vorhandenseins wichtige Sonderstellung auch in der neuen Klaviatur besitzen, indem sie in den Bereich bzw. möglichst in unmittelbare Nachbarschaft der wichtigen Auslösetaste verlegt sind ; die Klaviatur soll ja sowohl dem vollautomatischen Betrieb mittels Lochstreifensteuerung als auch dem üblichen rein manuellen Betrieb der Matrizensetz- und Zeilengiessmaschinen dienen.
Weitere Merkmale der Erfindung sind aus den beiliegenden Darstellungen einer Klaviatur sowie aus der folgenden Beschreibung zu entnehmen.
Es zeigen : Fig. 1 ein Tastenfeld für streifengesteuerten und manuellen Betrieb und Fig. 2 ein Tastenfeld für den Fernübertragungs-Betrieb einer Matrizensetz- und Zeilengiessmaschine (z. B. einer Linotype"-Maschine).
Die in den Fig. 1 und 2 veranschaulichten für streifengesteuerten und manuellen Betrieb verwendbaren Klaviaturfelder 1 weisen je sechs Zeilen und fünf Kolonnen auf, wobei in den linken vier Kolonnen die kleinen Buchstaben des
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Alphabets und in den rechten vier Kolonnen die grossen Buchstaben angeordnet sind, während in den sieben Mittelkolonnen seltenere Buchstaben, Buchstabenkombinationen sowie die gebräuchlichen Symbole und die Zahlen von 0 bis 9 untergebracht sind.
Etwa in der Mitte jeder Klaviatur befindet sich im Tastenfeld 1 die dem Ingangsetzen oder Wiederingangsetzen bzw. willkürlichen Unterbrechen der automatischen Matrizenauslösung dienende Taste 2 ("STOP"), in deren unmittelbarer Nachbarschaft Tasten für Buchstaben oder Symbole vorgesehen sind, die bei einer Klaviatur für reinen Handbetrieb nicht im Klaviaturfeld, sondern als Handmatrizen vorgesehen sind, die z. B. in einem rechts von der Klaviatur der Maschine angeordneten Handsatzkasten bereitgehalten werden. Hier handelt es sich beispielsweise um die Tasten 3, 4, 5, 6, die in dieser Reihenfolge den Buchstaben Q, Ü, Ä, Ö entsprechen.
Als Symbole, die normalerweise als Handmatrizen gesetzt werden und gemäss der Erfindung ebenfalls in unmittelbarer Nachbarschaft der "STOP"- Taste 2 angeordnet sein sollen, ist beispielsweise der Apostroph (') und der umgekehrte Apostroph (') zu nennen.
Die Felder 7, 8, 9 sind für sogenannte Füllmatrizen unterschiedlicher Dicke vorgesehen, die eine gleichartige Funktion wie die Spatienkeile besitzen, wobei die horizontale Breite des geschwärzten Streifens einen Symbolwert für die Dicke dieser Füllmatrizen zu erkennen gibt.
Während in Fig. l ein Tastenfeld für den streifengesteuerten und manuellen Betrieb veranschaulich ist, zeigt Fig. 2 ein solches Tastenfeld, das darüber hinaus insbesondere für Fern- übertragungsbetrieb verwendbar ist. Diese zusätzliche Aufgabe erfordert eine Umordnung gewisser Tasten in Abhängigkeit von der Auslegung der vorgeschalteten Geräte. So können beispielsweise sämtliche 90 Buchstaben, Symbole u. dgl. der Klaviatur zwar fernübertragen, lediglich aber 86 Zeichen vom Klarschreiber wiedergegeben werden.
Als diese vom Klarschreiber nicht wiederzugebenden vier Symbole sind hier
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der Deutlichkeit halber mit Umrandungen versehenen Feldern 10, 11, 12 und 13 entsprechen.