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Einrichtung zur Entlastung der Antriebswelle von Lenkradantrieben und Staubschutz- einrichtung für die Triebräder von Lenkradantrieben.
Bei Motorfahrzeugen mit biegsamer oder gelenkiger Triebwelle pflegt man diese Triebwelle derart anzuordnen und zu verlängern, dass sie gleichzeitig als Schwingungsachse für den schwingenden Wagenradzapfen dient, um infolge dieser Verlängerung der Triebwelle genügende Lagerung zu bieten und möglichst wenig Platz in Anspruch zu nehmen, zumal bei Motorfahrzeugen jeder Raum in der günstigsten Weise ausgenützt werden soll. Diese Anordnung und Lagerung der biegsamen Triebwelle weist jedoch den Übelstand auf, dass infolge des Wagengewichtes und des sich daraus ergebenden Kippmomentes des Wagenradzapfens eine Klemmung in dem Lager der Triebwelle stattfindet, die so stark ist, dass in kurzer Zeit das diesbezügliche Lager ausgeleiert ist.
Ausserdem finden sehr häufig
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Vorliegende Erfindung bezweckt, dass bei der gleichen Anordnung der Triebwelle dieselbe entlastet ist.
Die Fig. 1-9 zeigen einige Ausführungsbeispiele und verbesserte Einrichtungen derartiger entlasteter Getriebe mit biegsamer Welle.
Fig. 1 veranschaulicht die Gesamtanordnung eines Lenkriiderantriebes für Motorwagen. c und c1 sind die Motoren, welche mittelst Zahnradgetriebe 9 bezw. 91 und je einer biegsamen Wolle b bezw. b1 auf je ein entlastetes Wagenradgetriebe d f wirken. Um die biegsame Wolle bequem abnehmen und auswechseln zu können, versieht man sie, wie bekannt, an ihren Enden mit Hülsen i, il, durch welche sie einerseits mit der starren Achse k, und andererseits mit der Achse ks des Lenkrädergetriebes d/gekuppelt ist.
Bei der Anordnung nach Fig. 2 ist die Triebwelle 1, welche die Verlängerung der biegsamen Welle b darstellt, in der Gabel der Wagenachse p gelagert. Es können hiebei vorteilhaft Kugellager m verwendet werden. Ausserdem ist nach vorliegender Erfindung in der Gabel eine die Welle 1 konzentrisch umgebende Hülse r eingepasst, deren Bohrung so gross ist, dass die Welle 1 an ihrer freien Beweglichkeit nicht behindert wird. Diese Hülse dient der Nabe o des schwingenden Wagenradzapfens q als Schwingungsachse, wodurch die Triebwelle 1 entlastet ist.
Bei der entlasteten Lagerung der Triebwelle nach Fig. 3 sind an Stelle einer Hülse die Lagerschalen s der Kugellager derart buchsenartig verlängert, dass sie in die Nabe o des Wagenradzapfens q eingreifen und dem letzteren als Schwingungsachse dienen.
Gemäss Fig. 4 ist die Bohrung der Nabe o ebenfalls grösser als der Durchmesser der Achse 1. Die Nabe selbst aber ist mit Hohlzapfen versehen, welche in die Gabel der.
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Gemäss Fig. 5 ist die Nabe o des Wagenradzapfens q mit einem langen Hohlzapfen 11 versehen, welcher in die büchsenartige Ausbildung des Wagenachsenendes t passt und in derselben drehbar ist. In dem Hohlzapfen M ist die Triebwelle 1 gelagert.
Eine andere Ausführungsform. der Entlastung wird durch Fig. 6 veranschaulicht. Das Triebrad d ist dabei auf einer Hülse i befestigt, welche auf einem von dem Wagenradzapfen unabhängigen an der Wagenradachse sitzenden Bolzen j drehbar gelagert ist und
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Klemmung vermieden wird.
Zum Schütze der Triebräder gegen Verschmutzung umgibt man dieselben mit einem Schutzgehäuse, dessen Anordnung die Fig. 7-9 zeigen. Wie ersichtlich ist p die Wagenachse, in deren Gabeln der das Wagenrad a ? aufnehmende Zapfen q mit seiner Hülse schwingbar angeordnet ist. Die Schwingungsachse fällt mit der Achse des treibenden Rades d zusammen. Das getriebene Zahnrad f sitzt auf der Nabe des Wagon rades : c fest. Das Schutxgebäuse tss ist aus zwei oder mehreren Teilen zusammenschraubbar hergestellt und durch die Schrauben y mit der entsprechend abgeflachten Hülse des Zapfens q verbunden.
Wenn der Wagenradzapfen q mit dem Wagenrade und dem Kegelrad f eine schwingende Bewegung vollführt, so nimmt das Schutzgehäuse an dieser Bewegung teil und schützt dadurch beide Räder dauernd gegen das Eindringen von Staub. Um dem Schutzgehäuse die Möglichkeit zu bieten, mit dem Wagenrade auszuschwingen, umschliesst dasselbe die Naben der Gabel der Wagenradachse. Ferner ist das Schutzgehäuse an diesen Stellen mit entsprechenden aus Fig. 8 ersichtlichen Ausschnitten versehen, in welche sich bei der schwingenden Bewegung des Gehäuses die Teile der Gabelp legen. Selbstverständlich muss die Teilung des Schutzgehäuses und die Form desselben dem jeweiligen Bedürfnis und der Gestalt und Anordnung der Triebräder angepasst werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Entlastung der Antriebswelle von Lenkradantrieben, bestehend aus einer in der Gabel der Wagenachse gelagerten, die Antriebswelle entlastenden Hülse (Fig. 2).