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Kolbenabdichtung an Wurstfüllmaschinen Zur Abdichtung des Kolbens von Wurstfüllmaschinen werden bisher in gleicher Weise wie für die Abdichtung von Kolbenmaschinen, bei
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gen nicht zu erzielen. Kolbenringe aus federn- dem Metall, insbesondere aus Stahl, werden sehr bald. unwirksam, da sie durch das Eindringen und Erhärten von kleinsten Mengen Wurstfüll- masse in die Nuten, in denen sie geführt sind, in diesen festgeklemmt werden. Kolbenringe aus plascischen und elastischen Massen, wie Gummi,
Leder usw., führen deswegen nicht zu einwand- freien Ergebnissen, weil es nicht möglich ist, den für ein vollständiges Abstreifen der Wurst- füllmasse von der Zylinderwandung erforderlichen Anpressdruck dieser Dichtungsringe zu schaffen, ohne dass deren Reibung an. der Zylinderwandung zu gross würde.
Alle bekannten Dichtungsringe versagen aber auch deshalb, weil sich deren obere Kanten, denen'die Auf- gabe des. Abstreifens. zukommt, sehr schnell abrunden.
Die Erfindung löst die Aufgabe, die Kolben von Wurstfüllmaschinen gegen die Zylinderwandung so abzudichten, dass auch nicht die kleinsten Mengen von Wurstfüllmasse zwischen Kolben und Zylinderwandung und damic, unter- halb des Kolbens gelangen können,. indem' ein ebenfalls aus dem Motorenbau an sich bekann- tes,. am Kolben befestigtes, u-n diesen laufendes, sichimspitzenWinkelunterVorspannung
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AbstrnesserundKolbenseitenwandbefindlicheRingraum sich in. Richtung der Arbeitsbewegung des kolbens an seiner inneren Begrenzungsfläche eicht konisch erweitert. Dadurch erübrigt sich las Herausnehmen des Kolbens zum Reinigen @er Maschine, welchem Umstand umso grössere.
Bedeutung zukommt ; als das aus hygienischen Gründen wegen der schnellen Verderblichkeit ler Wurstfüllmasse so dringend erforderliche entfernen auch der kleinsten Resie, wie bekannt, häufig aus Bequemlichkeit unterbleibt.
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ihm die entsprechende Form vor dem Einbau bereits gegeben werden. Für das Messer können aber auch ausreichend dehnungsfähige Scoffe, z. B. Kunststoffe, verwender werden. Dann ge-
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Form eines- entsprechenden Schlitz oder eine schmale. Nur im Kolben, unter Dehnung seines oberen Bereiches, in die geeignete Form gezwungen wird.
Der Umstand,'dass das Abscreifmesser im spitzen Winkel und unrer dem von'der Seite wirkenden Druck der Wurstfullmasse an der Zylinderwandung gleitet, hat die sehr vorteilhaften Wirkungen, dass einmal das Messer mit steigendem Druck im Zylinder selbsttätig und über die ihm von vornherein gegebene Vorspan-
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Messer durch das Gleiten an der Zylinderwand ,selbsttätig nachschärfc.
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Ertindung siehe terner einen zw : scnenstoffe von besonderer Wichtigkeit.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einer beispielsweisen Ausführung dargestellt. Es zeigen Fig. 1 einen Längsschnitt eines senkrechten Stückes des Zylinders der Wurstfüllmaschine mit dem Kolben und Fig. 2 in grösserem Massstab einen Ausschnitt aus Fig. 1.
Durch den Stitnteil 1, der einen kleineren Durchmesser hat, ist der eigentliche Kolben 2 in seinem mittleren Bereich in Richtung seiner Arbeitsbewegung verlängere. Dadurch entsteht der in Richtung der Arbeitsbewegung des Kolbens, d. h. also oben, offene hohle Ringraum 6, der sich an seiner inneren Begrenzungsfläche leichc konisch erweitert, weil sich der Stirnteil 1 des Kolbens nach oben leicht verjüngt Von der abgesetzten Kolbenfläche 3 aus, die einen tiefer gelegenen Teil der gesamten Kolbenstirnfläche darstelle, ist'in den eigentlichen Kolbenkörper 2 rundherum eine schmale Ring nur (Schlitz) eingearbeitet, die von der Kolben stirnfläche 3 aus schräg nach unten zum Inneren des Kolbens verläuft. In diese Ringnut ist das rundherum laufende Abscreifmesser 4a eingelegt, dessen spitzer oberster Kante 4 die Aufgabe des Abstreifens zukommt.
Dieses Abstreifmesser 4a ragt so weit aus der Ringnut heraus, dass es in unverformtem Zustand, d. h. vor dem Einsetzen des Kolbens in den. Zylinder 5, einen etwas grösseren maximalen Durchmesser hat als der untere Teil des Kolbens. Beim Einsetzen des Kolbens in-den Zylinder'biege sich der freie Teil des Abstreifmessers 4a und damit die Abstreifkante 4 unter Überwindung der Elastizität des Messers etwas einwärts und presst sich da durch dichtend gegen die. Zylinderinnenfläche.
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wird der freie Teil des unter seitlichem Druck : der Wursffüllmasse stehenden Abstreifmesser : über die eigene Vorspannung hinaus stärker gegen die Zylinderinnenwand gedrück-t, u. zw. umso mehr, je grösser der Druck ist, unter dem die Wurstfüllmasse steht.
Das heisst mir anderen Worten : mit höherem Druck der Wurstfüll masse steigt auch selbsttätig das Dichcungs- und Abstreifvermögen des Abstreifmessers 4a, so dass in keinem Fall auch nur kleinste Spuren von : Wurstfüllmasse zwischen die Zylinderinnenwand und die Kolbengleirfläche gelangen können. Dem oberen abgesetzten. Stirnreil 1 des eigentlichen Kolbens 2, der sich ausserdem, wie bereits gesagt, nach oben leicht verjüngt, kommt dabei die Aufgabe zu, Wursefüllmasse so gegen das Abstreifmesser zu führen, dass auf dieses ein Maximum an nach aussen gerichteter Druckkomponente einwirkt. Besonders diese Massnahme ist abgestimmt auf die unterschiedliche Druckver teilung bei unter Druck stehenden plastischen Massen, als die auch Wurscfüllmassen angesprochen werden müssen, die also nicht die gleich-
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