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Vorrichtung zur Beschickung von Verarbeitungsmaschinen für Haare, Pflanzen- fasern u. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Beschickung von Verarbeitungsmaschinen für Haare, Pflanzenfasern u. dgl. nach Patent Nr. 182301. Nach dem Stammpatent ist dem Ein- lassförderband der Verarbeitungsmaschine ein Hechelaggregat mit auf das Einlassförderband gerichtetem wechselnd weitem Auswurf vorgelagert, und es ist ferner eine diesen Materialauswurf kontrol- lerende Messvorrichtung vorgesehen, welche die Materialzufuhr zur Hecheltrommel regelt.
Durch den wechselnd weiten Materialauswurf vom He- 'chelaggregat wird das Material auf dem Einlassförderband mit weitestgehender Gleichmässigkeit verteilt, während die Messeinrichtung dafür sorgt, dass in gleichen Zeiten stets gleiche Materialen gen ausgeworfen werden, so dass auf dem Einlassförderband der nachfolgenden Verarbeitungsmaschine ein wirklich gleichmässiges Vlies entsteht.
Dabei ist aber die Hecheltrommel des Hechelaggregates quer zum Einlassförderband der Verarbeitungsmaschine angeordnet bzw. es erfolgt der Auswurf mit wechselnder Weite in der Fliessrichtung des Einlassförderbandes, so dass die maximale Breite des zu bildenden Vlieses von vornherein durch die Länge der Hecheltrommel bzw. die Breite des Förderbandes des Hechelaggregates begrenzt isc.
Da. die Länge der Hecheltrommel bzw. die Breite des vorgeordneten Förderbandes und die Länge der vorgelagerten Einlasswalzen nicht wesentlich vergrössert werden kann, weil sich sonst Ungleichmässigkeiten in Querrichtung des Vlieses
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undgleichmässiger Materialauflageist die Vorrichtung nach dem Stammpatent nur zur Beschickung von Verarbeitungsmaschinen geeignet, bei denen keine besondere Vliesbreite verlangt wird, wie dies insbesondere bei Spinn-und Krausmaschinen der Fall ist.
Es sind auch schon Anordnungen mit einer parallel zur Umlaufrichtung eines dem Weitertransport dienenden Förderbandes liegenden Läufertrommel bekannt. Dabei handelt es sich aber um sogenannte Kratzen, bei denen ein langfaseriges Vlies von der mit Sägezahnbesatz od. dgl. versehenen, langgestreckten Läufertrommel mittels so- genannter Hacker abgenommen und auf das unmittelbar neben der Trommel laufende Förderband abgelegt wird. Abgesehen davon, dass sich solche Maschinen nicht für jedes Fasergut eignen, hat das Ablegen von der Trommel auf das Förderband zwangsläufig die Bildung eines nur sehr schmalen und nur in seiner Längsrichtung vergleichmässigten Vlieses zur Folge, wogegen es nicht möglich ist, auf diese Weise ein breites und in Längs- und Querrichtung gleichmässiges Materialband zu erreichen.
Zweck der Erfindung ist es, in weiterer Verbesserung bzw. Ausgestaltung des Gegenstandes des Stammpatentes eine Beschickungsvorrichtung zu schaffen, welche die Bildung sehr breiter Vliese auf dem Einlassförderband der nachfolgenden Verarbeitungsmaschine unter Beibehaltung der gewünschten Gleichmässigkeit ermöglicht.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass die Hecheltrommel des Hechelaggregates nicht quer, sondern in an sich bekannter Weise parallel zur Umlaufrichtung des Einlassförderbandes der Verarbeitungsmaschine liegt, so dass der wechselnd weite Auswurf quer zum Einlassförderband und nicht in seiner Fliessrichtung erfolgt.
Durch diese Anordnung kann, vorausgesetzt, dass das Einlassförderband der Verarbeitungsmaschine, beispielsweise einer Maschine zur Herstellung von Platten aus gummiertem Haar- bzw. Fasermaterial, entsprechend breit bemessen ist, eine Vliesbreite erreicht werden, die gleich der Differenz zwischen der grössten und der kleinsten Auswurfbreite ist, obwohl eine verhältnismässig kurze Hecheltrommel bzw. ein schmales Hechelaggregat Verwendung
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gute Verteilung des ausgeworfenen Materials zufolge der wechselnden Auswurfweite über die Breite des Einlassförderbandes der, Verarbeitung maschine und durch die laufende Weiterbeförderung des auftreffenden Materials auf dem Einlassförderband grösstmögliche Gleichmässigkeit.
Die die Materialzufuhr zur Hecheltrommel regelnde Messvorrichtung wird zweckmässig vor der Hecheltrommel des Hechelaggregates in Form einer kippbaren Waagschale, die sich bei einem bestimmten Ge-
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wicht und nach Bewegung des Förderbandes des Hechelaggregates um ein bestimmtes Mass selbständig auf dieses Förderband entleert, angeordnet. Die Beschickung der Waagschale kann von Hand aus oder durch einen sogenannten Kastenspeiser od. dgl. erfolgen.
In weiterer Ausbildung der Erfindung ist ein
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überliegenden Seite des Einlassförderbandes angeordnetes, gleich ausgebildetes Hechelagrregat vor-
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Weite auswirft, ist es entweder möglich, die Vlies- stärke zu verdoppeln oder ein doppelt breites Vlies herzustellen. Es überschreitet nicht den Rahmen der Erfindung, wenn an den beiden Längsseiten des Einlassförderbandes jeweils auch zwei oder mehrere Hechelaggregate nebeneinander angeord- net werden.
Nach dem Stammpatent ist zur Erreichung des wechselnd weiten Auswurfes an der Auswurf- öffnung des Hechelaggregates eine schwingende
Klappe angeordnet. In weiterer Ausbildung der
Erfindung ist diese, beispielsweise mittels einer entsprechend geformten Nocke angetriebene Klappe innerhalb einer Schwingung derart ungleichmässig bewegbar, dass das ausgeworfene Material auf dem
Einlassförderband ein über seine ganze Breite tat- sächlich gleich starkes Vlies bildet. Würde die
Klappe eine normale Schwingbewegung ausführen, würden sich an den Vliesrändem stärkere Material- anhäufungen ergeben, da ja die verschiedenen Bereiche der Auswurföffnung verschieden lang offen sind. Die Klappenbewegung muss vielmehr eine solche Charakteristik erhalten, dass während jeder Schwingung ein Ausgleich stattfindet.
Bei der Vorrichtung nach dem Stammpatent kann hingegen die Klappe ohne weiteres von einer Kurbel od. dgl. angetrieben werden, weil dort durch die Bewegung 'des Einlassförderbandes in Auswurfrichtung eine Selbständige Vergleichmässigkeit eintritt.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand
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Beschickungsvorrichtung mit zwei Hechelaggregaten in der Draufsicht.
Dem Einlassförderband 1 einer beliebigen Verarbeitungsmaschine für Haare, Pflanzenfasern u. dgl., beispielsweise einer Maschine zur Herstel-
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das in bekannter Weise aus einem Förderband 4, einem Einlasswalzenpaar 5 mit Druckwalze 6 und einer Hecheltrommel 7 besteht, wobei der Auswurf von diesem Hechelaggregat durch eine im Be-
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gende Klappe 9 eine stets wechselnde Weite besitze Die Hecheltrommel 7 liegt parallel zur Umlaufrichtung des Einlassförderbandes 1, so dass der wechselnd weite Auswurf quer zum Einlassförderband erfolgt. Würde die Klappe 9 eine übliche Schwingbewegung ausführen, würde auf dem Einlassförderband 1 ein Vlies entstehen, das im Querschnitt etwa die Form der in Fig. 1 strichliert an- gedeuteten Kurve besitzt.
Die Klappe wird daher mittels einer entsprechenden Nocke einer ungleich- 'mässigen Bewegung unterworfen, so dass das aus- worfene Material auf dem Einlassförderband ein über seine ganze Breite gleich starkes Vlies bildet.
Gemäss Fig. 3 kann an der dem ersten Hechelaggregat Hj gegenüberliegenden Seite des Einlassförderbandes 1 ein zweites gleich ausgebildetes
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möglich ist, die Breite des entstehenden Vlieses zu verdoppeln.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Beschickung von Verarbeitungsmaschinen für Haare, Pflanzenfasern u. dgl. nach Patent Nr. 182301, wonach dem Einlassförderband der Verarbeitungsmaschine ein Hechelaggregat mit auf das Einlassförderband gerichteter. wechselnd weitem Auswurf vorgelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Hecheltrommel (7) des Hechelaggregates ("H,) in an sich bekannter Weise parallel zur Umlaufrichtung des Einlassförderbandes (1) liegt, so dass der wechselnd weite Auswurf quer zum Einlassförderband erfolgt.