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Es sind bereits, wie die deutsche Patentschrift Nr. 141641 zeigt, Haltevorrichtungen für Hufeinlagen bekannt geworden, welche aus mittels einer Niete gelenkig miteinander verbundenen, mittels der Schraubstollen an den Schenkelenden des Hufeisens befestigten Blechstreifen bestehen. Die vorliegende Haltevorrichtung unterscheidet sich gegenüber den be- kannten Konstruktionen dadurch, dass sie die ganze Huffläche übergreift : sie besteht aus zwei scherenartig miteinander verbundenen und einem dritten T-förmigen Blechstreifen, welche im Mittelpunkte der Huffläche in bekannter Weise durch einen Nietbolzen gelenkig miteinander verbunden sind.
Diese Konstruktion hat den Vorteil, dass jeder auf die Einlage von unten ausgeübte Druck, beispielsweise durch Auftreten des Pferdes auf Steine oder dgl. auf fünf Stellen des Hufes übertragen und dadurch. gleichmässig auf die ganze Huffläche verteilt wird, so dass kein Punkt der unteren, empfindlichen Huffläche beschädigt werden kann.
Das Metallgerüste wird vor seiner Anbringung am Hufe mit bekantenm Füllmateriale,
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dass das Füllmateriale als solches schon die Form eines Geflechtes besitzt, da dieses korbartige Umwickeln auch ganz gut mit losem oder nur schwach gedrehtem Materiale der genannten Art bewirkt werden kann. Als solches Materiale können auch dicker Spagat oder alte, aufgelöste Strickteile, ferner Hanfwerg, Jute, feinere Holzwolle, gut gedreht etc. mit oder ohne gleichzeitige Verwendung von Teer benützt werden.
Diese Ausfütterung bildet sodann einen schützenden Abschluss der Bodenfläche des Hufes.
Die Zeichnung stellt in Fig. 1 die Druntersicht eines mit dem Gerüste der linfeinlage versehenen Hufeisens und die Befestigungsweise dieses Gerüstes dar ; Fig. 2 zeigt das Gerüst, sowie die die einzelnen Teile verbindende Niete für sich ; Fig. 3 macht die Umwindung det'Gerlisttei1e mit einem Strohgeflecht ersichtlich und Fig. 4 zeigt, ebenfalls in Druntersicht eine fertiggestellte und befestigte Hufeinlage mit Wicklungen aus Bast.
Das scherenartige Gerüst besteht aus zwei Längsstücken A, A' einem T-förmigen, an seinem hinteren, gespaltenen Ende auf-und abwärts umgebogenen Teile B sowie aus einer Niete C, durch welch letztere diese drei Teile beweglich miteinander verbunden werden.
Der Querteil B muss stets der Bodennähe des Hufes zustehen und dienen dessen hakenfiirulige hintere Enden b, b' zum sicheren Halten des Geflechtes. Ein derartiges Blechgerüste kann für jede mit Schrauhstollen versehene Hufeisenart und für den gleichen Huf \'ielemale zur Erneuerung des Geflechtes verwendet werden.
Fig. 1 macht die Anpassung dieses Gerüstes an das Hufeisen ersichtlich ; nach dieser Zeichnung geschieht dieses Anpassen des durch die Schraubstollen D, D'gut befestigten Gerüstes für jeden'Huf gesondert bei fertiggestelltem Beschlage.
Vor dem Anzeichnen und Verkürzen der vorderen und seitlichen Enden o, a'und & bezw. b' (je nachdem es sich um ein linkes oder rechtes Hufeisen handelt) am fest aufgeschraubten Gerüste ist dasselbe vor den Stollenlöchern gegen die Bodenfläche des Hui. s entsprechend durchzurichten.
Die unter das Eisen einzuschiebenden Enden (a, a', b bezw. a, a' und b') des Gerüstes haben eine Länge von 6- ; 8 mm ; jene des bis zum inneren Rande des äusseren Eisenarmes reichenden und umzubiegenden Hakens des Querteiles b'bezw. b
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10 111m. Die angepassten Enden sind zu runden und gut abzukanten, über den äusseren Eisenrand vorstehende'seitliche Teile'des GerUstes neben den Stollenlöchern abzufeilen (siehe Zeichnung). Der gegen den äusseren Eisenarm zu stehende und stets umzubiegende Querteil b bezw. b'dient zum besseren Halte des Geflechtes und zur Kennzeichnung der Einlage für den linken oder rechten Huf.