AT19892B - Vorrichtung zum Anzünden von Gasglühlicht-Straßenlaternen mittelst eines Zündstockes. - Google Patents

Vorrichtung zum Anzünden von Gasglühlicht-Straßenlaternen mittelst eines Zündstockes.

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AT19892B
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  Vorrichtung zum Anzünden von Gasglühlicht-Strassenlaternen mittelst eines Zündstockes. 



     Für das Anzünden   von Gasglühlicht-Strassenlaternen sind bereits Zündstöcke bekannt geworden, die mit einer Lampe versehen sind, mittelst welcher zeitweise eine lange Stichflamme an der Spitze   ausgestossen   werden kann. Solche Stöcke werden unter Anwendung einer Führungshülse durch den Boden des Laternengehäuses zum Brenner   hingeführt,   so zwar, dass die   Stichnammo   von unten her durch die Zylinderkrone zum   Glühkörper   dringt. 



  Die Stellung des Hebels des Abschlusshahnes war dabei so gewählt, dass derselbe durch die gegen ihn stossende Lampenspitze in die Offenstellung gedreht wurde, ehe noch die   Lampenspitze   den Boden des Laternengehäuses erreichte. Die Folge davon war, dass einersoits der plötzliche Stoss des Zündstockes den Brenner erschütterte, andererseits die Gas- 
 EMI1.1 
 bekannten Explosionen des Gasluftgemisches eintreten, welche schon bei   geringer Stärke   imstande sind, den zarten   Gtühstrumpf   zu zerreissen. 



   Durch die vorliegende, in Fig. 1, 2 und 3 veranschaulichte Zündeinrichtung soll 
 EMI1.2 
 stösst. Die Flamme ist se widerstandsfähig, dass sie auch ohne ein sie   umhüllendes   Sturmnetz dem Winde in allen Lagen Trotz bietet ; ja, man kann sogar mit der Spitze des Lampengehällsos die an sich bekannte kleine Fallklappe f am Boden des Laternengehäuses   d     aufstossen,   ohne dass die   Stiehflamme   erlischt. Die Lötlampe b ist mit einem weiten, kegelförmig ausgebildeten Mantel c versehen, auf den eine trichterförmige Hülse e, welche aus dem Laternenboden nach unten hin herausragt, passt. 



   Dieser Trichter dient in an sich bekannter Weise zum Einführen des Zündstoekes, zum Einrichten und Begrenzen seiner Richtung bezw. Bewegung. Neben dem Trichter e und unterhalb seiner grösseren   oeffnung   ist der Abschlusshahn   9   so angeordnet, dass sein Drehhebel wagerecht schwingt und in der Abschlussstellung in die weite Trichteröffnung hineinragt. Führt man nun die Lampenspitze ein, so kann dieselbe die Klappe f aufstossen und die Flamme unter den Lampenzylinder züngeln lassen, ehe noch der schmale obere Teil des Kegelmantels c den Hahnhebel aus der Stellung in die   Stellung h'   (Fig 2) zum Öffnen verdrängt. Beim weiteren Einführen des Zündstockes gleitet dann der Hebel h am Kegel c entlang und wird dadurch sanft zur Seite gedrückt.

   Die Folge davon ist, dass der Glühkörper schon durch die Stichflamme zum Leuchten gebracht wird, ehe das ausstrÖmende Gas an ihn herantritt. Jegliche   Zündexplosion   wird dadurch vermieden, ja die Erfahrung hat gezeigt, dass der durch die Stichflamme vorgeglühte Strumpf die Zündung auch dann noch bewirkt, wenn schon die Stichflamme wieder aus dem Laternenboden herausgezogen worden ist.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Vorrichtung zum Anzünden von Gasglühlicht-Strassenlaternen mittelst eines Zündstockes, welcher beim Einführen durch den Boden des Laternengehäuses den Hahn aufdreht und eine Stichflamme von unten her in den Lampenzylinder führt, gekennzeichnet durch eine derartige Anordnung des Gashahnhebels (h) und des Einführungstrichters (e), dass ersterer beim Einführen des Zündstangenkopfes (c) in die konische Führung (e) am Latornenboden seitlich so bewegt wird, dass ein allmähliches Öffnen des Hahnes (g) erfolgt und die Ztindstichflamme eher zum Glühkörper gelangt, als der Gasaustritt beginnt. EMI2.1
AT19892D 1902-12-01 1903-10-19 Vorrichtung zum Anzünden von Gasglühlicht-Straßenlaternen mittelst eines Zündstockes. AT19892B (de)

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