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Österreichische PATENTSCHRIFT ? 19837.
WALTER EMIT, AMMON IN JERSEY CITY (V. ST. v. A.).
Verfahren und Einrichtung zur Umhüllung von bandförmigen elektrischen Leitern mit
Isolierband.
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um elektrisch leitende Blinder, beispielsweise Kupferstreifen, mit einem isolierenden Überzug aus Papier oder einem anderen nichtleitenden Stoff zu umgeben. Die bisher bekannten, einem ähnlichen Zwecke dienenden Vorrichtungen haben den Nachteil, dass das den Leiter einschliessende Isolationsband denselben nicht dauernd und fest umschliesst, so dass die Verwendung eines besonderen Befestigungsmittels, z. B. eine Umwicklung mit einem Isolationsstreifen, erforderlich ist.
Dieser Übelstand ist gemäss vorliegender Erfindung dadurch beseitigt, dass die Längsränder eines entsprec. und breiten Isolierstreifens nach einwärts gebogen und nach Bildung einer Knickkante wieder hochgehoben werden, um das Einlaufen des leitenden Streifens 111 die hiedurch gebildete Rinnenform zu ermöglichen, worauf die Bandränder infolge der durch das Einbiegen erhaltenen Elastizität sich selbsttätig wieder über dem leitenden Streifen schliessen und so den letzteren vollständig einhüllen.
Die zur Ausübung dos Verfahrens dienende Vorrichtung besteht in bekannter Weise aus einer Anzahl von Wal/enp. lu'en, bei welchen die Zuführung des isolierenden Bandes und des leitenden Streifens geändert geschieht. Das kennzeichnende Merkmal der neuen Maschine ist darin zu erblicken, dass eine ein allmähliches Hochbiegen der Längsränder
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Bandes besorgt, w1ihrpnd hin tor dem letzteren Walzenpaare, unterhalb einer Zuführungsrolle für den Leiter, Keilstücko zum Öffnen der Bandränder vorgesehen sind ; von hier aus wird das innerhalb des Isolationsstroifens eingebettete leitende Band einem Walzenpaare zugeführt, welches die Ränder des Isolationsstreifens auf dem leitenden Bande festpresst.
Die Einrichtung ist auf beiliegenden Zeichnungen in einer Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 einen Schnitt durch die verschiedenen Walzen, wobei einige Teile in Ansicht dargestellt sind, Fig. 2 fünf verschiedene Schnitte durch die Falzform fUr den Isolationsstrcifen, die Fig. 3,4, 5 und 6 sind Querschnitte durch die verschiedenen Walzenpaare ; Fig. 7 ist ein''schaubildliche Darstellung eines Teiles der Maschine.
Der Isolationsstreifen x besteht aus Papier oder einem anderen geeigneten Stoffe und weist die doppelte Breite des Flachdrahtes y auf, so dass er ihn als Hülle umgeben kann. Sowohl der Metallstreifen als auch der Isolationsstreifen sind auf je einer Rolle aufgewickelt und werden der Maschine zugeführt. Am vorderen Ende der Maschine ist ein Wal'zenpaar a, al vorgesehen, von welchem die obere Walze eine glatte Oberfläche besitzt, die von zwei Flanschen a2 begrenzt ist, durch welche der Streifen x seine Führung erhält. Die Walze al ist mit zwei ringförmigen Vorsprüngen a3 versehen, welche von den Rändern gleich weit al) stehen und durch einen Raum voneinander getrennt sind, welcher der Breite des Flachdrahtes entspricht. Die beiden Walzen werden durch Zahnräder angetrieben.
Die untere Walze mit dem Zahnrade a4 wird von den freien Enden der Kurbelarme < getragen, die unter der Einwirkung einer Feder a6 stehen, welche die untere
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zwischen ihm laufende Isolierband einen Druck ausübt. Die aneinander stossenden Flächen. dieser Walzen sind glatt. wie aus Fig. 4 ersichtlich ist. Die Walzen a und b werden durch das Hauptgetriebe c, welches in geeigneter Weise in Bewegung gesetzt wird, gedreht.
In einer Linie mit den Berührungspunkten beider Rollenpaare und zwischen denselben befindet sich die Falzvorrichtung, welche aus zwei Hauptteilen e und f besteht, die so aufeinander angeordnet sind, dass sie einen länglichen Kanal bilden, durch den der Streifen x geleitet wird. Die Gestalt dieses Kanales ändert sich allmählich von dem einen Ende nach dem anderen, wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist Diese Figur zeigt fünf verschiedene
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den Walzen b, but zist ein Tisch 9 vorgesehen, über welchem sich eine Führungswalze h befindet, die zur Zuführung des Flachdrahtes y dient. Zwischen dem Tische und dieser Zuführungswalze sind zwei, im Querschnitt dreieckige, keilartig gestaltete Blöcke i und j angeordnet. Die Spitze des Blockes i ist nach vorwärts gerichtet, während diejenige des Blockes j nach rückwärts ausläuft.
Die untere Fläche jedes Blockes liegt genau parallel mit der Oberfläche dos Tisches 9 und etwas oberhalb desselben, so dass der Papierstreifen unter den Blöcken durchgezogen werden kann. Die Enden der Blöcke stossen nicht aneinander, um dem Flachdraht y zu gestatten, tangential von der Walze 11 unter den Block j zu gelangen. Am hinteren Ende der Maschine sind zwei weitere Walzen k und kl vorgesehen, die, ähnlich wie die Walzen b, bl, gegeneinander gepresst worden.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende : Der aus Papier oder einem anderen Isolationsmaterial bestehende Streifen x wird zunächst durch die Walzen a und at geleitet und das Papier erhält hiebei an den Stellen, an denen es später gefalzt wird, kleine Eindrücke. Von den Walzen a, al aus gelangt der Streifen in die Falzvorrichtung e, f- Hier werden die beiden Längsränder des Streifens allmählich nach aufwärts gebogen und kommen beim Durchlaufen des Querschnittes 3 der Fig. 2 in eine senkrechte Lage, worauf sie bbim Weiterlaufen durch die Falzvorrichtung nach abwärts gebogen werden und die im Querschnitt 5 der Fig 2 ersichtliche Lage einnehmen.
Nach Verlassen der Falzvorrichtung gelangt der Streifen zwischen die Walzen b und bl, durch welche die gefalzten Ränder fest nach abwärts gedrückt werden. Hierauf kommt der Streifen zwischen den dreieckigen Block i und den Tisch g. Der mittlere Streifenteil bewegt sich dabei unterhalb des Blockes, während die gefalzten Ränder in die senkrechte Lage aufgerichtet werden. Während der Streifen diese Form einnimmt, gelangt der Flachdraht y in den Zwischenraum zwischen (\111 angehobenen Ränder des Streifens und die Streifenmitte.
Der Flachdraht und der darunter liegende Streifen gelangt nun unter den Block j und, da die gefalzten Ränder das Bestreben haben, sich wieder nach abwärts umzulegen, worden sie selbsttätig den Fla. chdraht y einhüllen. Gleich nach dieser Einhüllung gelangt der soweit fertiggestellte Flachdraht mit Hülle unter die Presswalzen/.-, durch welche das endgiltige Festlegen und Schliessen der Hülle b (n\n'kt wird, so dass das ordnungsmässig isolierte Metallband auf eine Rolle l aufgewickelt werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Umhüllung von bandförmigen elektrischen Leitern mit Isolierband, dadurch gekennzeichnet, dass zuerst die Längsränder des entsprechend breiten Isolierbandes gegen die Mittellinie desselben umgebogen und nach Bildung der Knickkanten wieder hochgehoben werden, um das Einlaufen des leitenden Streifens in die hiedurch gebildete
Rinnenform zu ermöglichen, worauf die Bandränder infolge der durch das Einbiegen erhaltenen Elastizität sich selbsttätig wieder über dem leitenden Streifen schliessen und so den letzteren vollständig einhüllen.