AT18985B - Verfahren zur Herstellung eines Rasters. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Rasters.

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Kuno Dr Schloemilch
Albin Fichte
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Kuno Dr Schloemilch
Albin Fichte
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Österreichische   
 EMI1.1 
 DR. KUNO SCHLOEMILCH UND ALBIN FICHTE, BEIDE IN LEIPZIG. 



   Verfahren zur Herstellung eines Raster8. 



   Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Hautrastern für photographische Zwecke, die auf   völlig klarem   Grunde eine gut deckende, scharf begrenzte Zeichnung besitzen und somit ein billiges Material darstellen, das infolge seiner geringen Dicke zu vielseitigen Zwecken verwendbar ist. Man hat schon früher versucht. Hautraster herzuleiten. So verwendet nach einem patentierten Verfahren Day in Amerika Gelatinefolien, die von gravierten Metallplatten abgegossen ein mehr oder weniger hohes Relief zeigen. Das Relief dieser Häute wird mit   Umdruckfarbe eingewalzt   und die Zeichnung auf Stein, Metall etc. durch Abreiben der Farbe übertragen (Eder,   Jahrbuch"1888.   S. 357). 



  Diese Folien können nur zu genanntem Zweck verwendet werden. Ferner befindet sich in   der #Photographischen Korrespondenz" 1890,   S. 151 ein Verfahren von Eder beschrieben :   #Tangierplatten   von L.   Maninco   in   Wien".   Die Herstellung und Anwendung dieser Häute ist die gleiche, wie oben beschrieben. Der Unterschied besteht lediglich in dem niedrigeren Preise. Schliesslich hat sich Kubisch in Triest ein Verfahren patentieren lassen, das ebenfalls   durchaus   identisch mit den erwähnten Erzeugnissen ist, und. wie   ausdrücklich   bemerkt wird,   a ! s Neuerung   nur die Anleitung und Beschreibung dazu aufzuweisen vermag (Eder,   #Jahrbuch" 1895, S. 525).   



   Alle diese Folien, ganz gleich, ob sie von Metall- oder Glasplatten oder mattierten 
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 anerkannt wird, dass die damit erzeugte   Körnung etc. der Schärfe ermangelt   und, sobald es sich   um     einigermassen   feines Korn handelt, dasselbe durch das unvermeidliche Ver- schmieren und   Zusammengehen   der Farbe in sehr unvollkommener Weise wiedergegeben wird.
Durch den Auftrag der   Farbe nut der Walze   entstehen Flecken, die die Verwendung solcher
Raster überhaupt   unmöglich   machen. 



   Dio nach dem hier beschriebenen Verfahren erzeugten Hautraster oder Folien besitzen die eben   gnrügten     Cbeistände   nicht ; ihre Anwendung ist sogar eine weitaus vielseitigere. 



   Durch die Art und Weise ihrer Herstellung wird absolute Wiedergabe der Schärfe der
Mutterplatte gewährleistet. Dadurch, dass in die Vertiefungen der   Matterplatte,   die je   nachdem   von Metall, Glas u. s. w. sein und je nach Bedarf mehr oder weniger feines Korn,
Linien oder andere Kombinationen enthalten kann, geeignete Farbe eingerieben wird, welche alle Vertiefungen vollständig ausfüllt, ist die Bedingung zur absoluten Erhaltung der Schärfe gegeben. Erst dann wird die Platte mit Gelatine,   Kollodium,   Zaponlack und ähnlichen strukturfrei auftrocknenden Lösungen   iibergossen.   Nach dem Trocknen wird das dünne Häutchen abgezogen, wobei es die in den Vertiefungen der Mutterplatte sitzende
Farbe vollständig und in tadollosester Schärfe mit heraushebt.

   Die Farbe sitzt erhärtet, reliefartig und eng verbunden auf dem Häutchen. Unter dem Mikroskop betrachtet, er- scheint die   Zeichnung eines solchon Häutchens   absolut scharf und intensiv gedeckt, während die ungedeckten Stellen vollständig klar und durchsichtig geblieben sind. 



  In erster Linie dienen die so hergestellten Häutchen oder Folien als sogenannte   Kopierrastor",   d. h. sie werden zwischen Negativ und das lichtempfindliche Papier oder 

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 die Platte gelegt und im Kopierrahmen dem Lichte ausgesetzt. Die Zeichnung des Rasters bewirkt die Zerlegung des Bildes und da die   Häutchen   ausserordentlich dünn sind, beeinträchtigen sie die Schärfe des Bildes in keiner Weise. Die Häutchen lassen sich aber auch als Tangierplatten verwenden, wenn man sie in geeigneter Weise mit Farbe versieht. Sie geben dann selbst in den feinsten Tönen tadellose Umdrucke auf Stein, Metall etc. 



   Die jetzt im Handel befindlichen Tangierplatten werden lediglich aus Mangel an besserem Material benutzt. Durch Abformen einer nicht mit Farbe eingeschwärzten Mutterplatte, sondern nur mit Gelatine etc. übergossen, wie in den oben angeführten Büchern beschrieben ist, kann tadellose Schärfe deshalb nicht erreicht werden, weil sich Gelatine etc. den feinsten Vertiefungen nicht in dem Masse anschmiegt, wie es die geschmeidige Farbe tut. 



   Da die genannten Stoffe, Gelatine, Kollodium u. s. w. beim Eintrocknen zusammenschrumpfen und ihr Volumen dabei wesentlich verringert wird, muss naturgemäss auch der Abguss, das Relief, seicht und stumpf ausfallen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Vorfahren zur Herstellung von Hautrastern, darin bestehend, dass zur Erzielung einer scharf begrenzten, gut deckenden Zeichnung auf völlig klarem Grunde als Unterlage eine Platte mit scharf begrenzten, stark ausgeprägten Vertiefungen benutzt, mit Farbe eingeschwiirzt und nach Reinigung der Oberfläche mit einer geeigneten Lösung übergossen wird, wobei nach erfolgtem Auftrocknen der Lösung die entstandene Folie in Verbindung mit der aus den Vertiefungen herausgehobenen und reliefartig fest aufsitzenden Farbe von der Platte abgezogen w"'d.
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