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Österreichische PATENTSCHRIFT N= 18651. ERNST LANGE m CRONENBERG (RHEINLAND).
Gewindefräser.
Die vorliegende Erfindung hat zum Gegenstand einen Fräser zum Erzeugen von Eisen-und liolzseliraubengewinden auf metallene Bolzen. Bekannt sind Walzenfräser, welche Gewinde schneiden sollen und entweder einen von geraden oder schrägen Nuten durchkreuzen, gerillten Mantel aufweisen, oder solche die zum Abfräsen ebener oder gekrümmter Flächen einen Mantel besitzen, dessen hinterdrehte Nuten in eine Anzahl Zähne zerlegt qind, die gegeneinander versetzt sind. Diesen Fräsern gegenüber besteht die vorliegende Erfindung im wesentlichen aus einem Walzenfräser von der Breite der anzuschneidenden Schraube, welcher das anzuschneidende Gewinde auf seinem Umfange trägt und durch
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zerlegt wird.
Während für gewöhnliche Schrauben dieser Fräser parallel zur Achse des Werkstückes gelagert und senkrecht dazu verschoben wird, um das Gewinde einzuschneiden, wird bei
Holzschrauben der Fräser schräg zur Achse des Werkstückes angeordnet und zwecks An- schneidens der Spitze gedreht.
Auf der Zeichnung ist Fig. 1 eine Draufsicht, Fig. 2 eine Seitenansicht, Fig. 3 ein
Schnitt, Fig. 4 ein Teil des Fräsers in vergrössertem Massstabe, während die Fig. 5,6 und 7
Vorrichtungen zum Verstellen des Fräsers zeigen.
Der Fräser besteht aus einer Walze a, die mit einer Ausbohrung b zum Aufstecken auf den Dorn versehen ist und auf ihrem Umfange ein Schraubengewinde trägt. Dasselbe wird durchkreuzt von schräg zur Fräserachse liegenden Nuten c, welche in beliebiger Teilung auf dem Umfange angeordnet sind, so dass durch jede Nut eine Anzahl Zähne d entstehen, die gleichfalls schräg zur Achse liegen, so dass bei Drehung des Fräsers die vorderen
Zähne schruppen, während die hinteren immer in dieselben Zahnlücken greifenden Zähne schlichten können.
Durch die Anordnung der Nuten schräg zur Achse des Fräsers wird erzielt, dass der
Bolzen stets in Berührung mit den Zähnen bleibt und nicht in eine Nut hereinfedern kann, wodurch ein unansehnliches Gewinde (Ansätze) entstehen würde.
Der Fräser wird vorteilhaft in der Breite des zu schneidenden Gewindes ausgeführt, so dass keine Seitenverschiebung desselben stattfindet und die Schraube in einer Umdrehung des Fräsers mit Gewinde versehen wird.
Bei Holzschrauben, deren Spitzen auch angeschnitten werden, muss der Fräser gedreht werden, um die Spitze schneiden zu können. Zu dem Zwecke ist er in einem Halter/ untergebracht, der in der Horizontalebene um den Zapfen/) drehbar ist. Die Achse des
Fräsers ist durch ein Universalgelenk i mit der Antriebsachse k verbunden, so dass ihr neben der Umdrehung Winkelstellung ermöglicht ist, die zum Anschneiden der Spitze dient. Die Verstellung wird dabei selbsttätig durch einen Exzenter l bewirkt, der einen
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