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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 18223. FRIED. KRUPP AKTIENGESELLSCHAFT IN ESSEN A. D. RUHR.
Bodenkammer-Schrapnell.
Die Erfindung bezieht sich auf Hodenkammor-SchrapneHs und insbesondere auf solche Bodenkammer-Schrapnells, bei welchen in dem die Zündl'öhro umgebenden Raum ein zur Rauchentwicklung bestimmter Stoff untergebracht ist. Die Erfindung verfolgt den Zweck, bei Schrnpnells dieser Art eine starke Rauchentwicklung zu erzielen. Um diesen Zweck zu erreichen, hat man in der Zündröhre oder im Treibspiegel Löcher angebracht, weiche dazu dienen, die Zündung des zur Rauchentwicklung bestimmten Stoffes zu vermitteln. Mit Hilfe einer solchen Einrichtung wird aber bei Benutzung gewisser Rauchentwickler (z. B. Kolophonium) die erstrebte Wirkung nur in sehr unvollkommenem Masse orzielt.
Dieser Umstand ist bei Verwendung einer mit Löchern versehenen Zündröhre darauf zurückzuführen, dass der zur Rauchentwicklung bestimmte Stoff zum Teil durch den die Zündung der Kammerladung bewirkenden Zündstrahl geschmolzen wird und infolgedessen nicht vollständig verbrennt. Bei Verwendung einer mit Löchern verschenen Treibscheibe dagegen gelangt bei
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der Kammerladung bewirkende Zündstrahl in den die Zündröhre umgebenden Raum schlägt, und andererseits zu ermöglichen, dass die ZUndröhrn durch die Explosion der Kammorladung aufgerissen werden kann, sind der Erfindung gemäss in der Wandung der Zündröhre Ausnelhmungen angebracht, deren Tiefe geringer ist als die Wandstärke der Zündröhre.
Auf der Zeichnung zeigt :
Fig. 1 den Längsschnitt eines Bodenkammer-Schrapnells, bei welchem der zur Rauchentwicklung bestimmte Stoff gleichzeitig zur Festlegung der Füllgeschosse dient ;
Fig. 2 stellt eine Ansicht der Zündröhre dieses Schrapnells in grösserem Massstabe dar ;
Fig. 3 ist der Schnitt nach 3-3 der Fig. 2 ;
Fig. 4 zeigt eine zweite Ausfi. hrungsform der ZUndröhre im Längsschnitt und
Fig. 5 den Schnitt nach 5-5 der Fig. 4.
Das in Fig. 1 dargestellte Shrapnell ist mit Ausnahme der Zündröhro von bekannter
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Rauchentwicklung bestimmte Stoff (z. B. Kolophonium), welcher gleichzeitig dazu dient, die Füllgeschosse E festzulegen. F ist die Muudlochbüchse, welche den durch strichpunktierte Linien angedeuteten Zünder aufnimmt.
Die Zündröhre G greift in die Treibscheibe (7 und in die Mundlochbüchse F ein und ist mit hohlzylidrischen Pulvorkörpern H gefüllt.
Sie besitzt bei dem in Fig. 1-3 dargestellten Ausführungsbeispiel in ihrer nach der Treibscheibe C hin gelegenen Hälfte vier durch Längsnuten 9 gebildete Ausnehmungen, deren Tiefe geringer ist als die Wandstärke der Zündröhro. Dies hat zur Folge, dass der durch die Pulverkörper H verstärkte Zündstrahl des Zünders die Kammerladung B zündet, ohne in den die Zündröhro umgebenden Raum schlagen zu können. Nach der Zündung der Kammerladung wird die Füllung des Schrapells unter Vermittlung der Treibscheibe C aus-
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während das äussere, dünnwandige Rohr K keine Schwächung seiner Wandung aufweist. Die Wirkungsweise eines mit einer solchen Zündröhre ausgerüsteten Schrapnells entspricht, wie ohne weiteres einleuchtet, der oben erläuterten.
Die Ausnehmungen in der Wandung der ZUndröhre können sich selbstverständlich, ohne dass das Wesen der Erfindung geändert wird, über die ganze Länge der Zündröhre erstrecken oder in der nach der Mundloch- büchse hin gelegenen Hälfte der Zündröhre angebracht sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Bodenkammer-Schrapnell, bei welchem in dem die Zundröhre umgebenden Raum ein zur Rauchentwicklung bestimmter Stoff untergebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass in der Wandung der Zündröhre (G bezw. KL) Ausnehmungen (g bezw. l) angebracht sind, deren Tiefe geringer ist als die Wandstärke dar Zündröhre, zum Zwecke, einerseits zu ver- husten, dass der die Zündung der Kammerladung bewirkende Zündstrahl ip den die Zündröhre umgebenden Raum schlägt und andererseits zu ermöglichen, dass die Zündröhre durch die Explosion der Kammerladung aufgerissen werden kann.