DE52364C - Geschofs, welches beim Aufschlag durch Stauchung verschiedenartiger Metalle zerschellt - Google Patents

Geschofs, welches beim Aufschlag durch Stauchung verschiedenartiger Metalle zerschellt

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DE52364C
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projectile
impact
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shatters
crushed
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DENDAT52364D
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English (en)
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S. A. DAY, Hauptmann, in Bowling Green, Ohio, V. St. A
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/02Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
    • F42B12/34Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect expanding before or on impact, i.e. of dumdum or mushroom type

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf Projectile für Feuerwaffen, und zwar sowohl für Handfeuerwaffen als auch für Geschütze, und findet auf volle, hohle und Sprenggeschosse Anwendung.
Das Projectil besteht aus einem röhrenförmigen Hauptkörper von hartem Metall mit einer konischen ovoi'dalen oder anders geformten Spitze von weichem und schwerem Metall, die, sobald das Projectil auftriffl, zurückgetrieben und in die Röhre hineingeprefst wird, so dafs sie diese Röhre sprengt und deren Sprengstücke nach allen Richtungen zu fliegen und einzuschlagen veranlafst. Angemessener Weise wird zur Erreichung dieses Zweckes das vordere Ende der Hartmetallröhre trichterförmig oder versenkt gemacht, so dafs, wenn das Weichmetall zurückgetrieben wird,. letzteres wie ein Keil wirkt, um die Röhre zu zersprengen. Soll dagegen keine Sprengung des Rohres A eintreten, so wird sein Vorderende stumpf oder konisch und der Kopf entsprechend gemacht.
Für gezogene Läufe wird das Geschofs mit einem Stofsboden von^ etwas gröfserem Durchmesser als der Hauptkörper versehen, so dafs' derselbe in die Züge eintreten kann. Dieser Stofsboden mag mit einer Schraube vereint werden, wie er im Patent No. 52362 beschrieben ist, oder auf irgend eine andere bekannte Weise construirt werden. Vorteilhaft erstreckt sich das weiche Metall ganz durch den röhrenförmigen Haupttheil, vorn den Kopf und hinten den Stofsboden bildend.
In der Zeichnung ist:
Fig. ι ein axialer Längsschnitt des Geschosses, Fig. 2 ein gleicher Schnitt einer Abänderung, Fig. 3 ein gleicher Schnitt des Geschosses mit Stofsboden nach Patent No. 52362,
Fig. 4 ein gleicher Schnitt einer anderen Abänderung.
Der röhrenförmige Hauptkörper aus hartem Metall, Stahl, Hartgufs oder anderem passenden Material ist mit A bezeichnet. B ist der Stofsboden von etwas gröfserem Durchmesser als A, um in die Züge des Laufes einzutreten. H ist der Kopf des Geschosses aus weichem, schwerem Metall.
In Fig. ι und 2 ist das Rohr A ganz mit weichem Metall ausgefüllt und bildet Stofsboden B und Kopf H, deren Durchmesser etwas gröfser sind als der des Körpers A. Das verwendete weiche Metall ist Blei oder ein anderer Körper, der die Weiche, Formbarkeit und Schwere des ersteren mehr oder weniger besitzt, so dafs das Füllmetall jedenfalls weicher und schwerer ist, als das Metall des Körpers A.
Sobald das Geschofs auftrifft, wird der Kopf H zusammengedrückt und in den Rohrkörper A hineingeprefst. Durch die Seitenausdehnung des Weichmetalls wird das Rohr von innen gesprengt, so dafs die Sprengstücke in allen Richtungen herumfliegen und einschlagen. Um das Eindringen des Weichmetalls in das Rohr A zu erleichtern, ist sein Vorderende trichterförmig oder eingesenkt, ausgehöhlt, wie bei j in Fig. 1 gezeigt, wodurch das zurückgeprefste Weichmetall wie ein Keil auf die schräge Fläche des Rohres A wirkt und letzteres sprengt.
In Fig. 2 endet das Rohr A vorn rechtwinklig zur Achse, so dafs in diesem Geschofs keine Keilwirkung auftritt und es der Sprengung
weniger unterworfen ist. Es hat dagegen den Vortheil, dafs das schwere Weichmetall von dem Hartmetallrohr A gestützt wird und dafs das Geschofs eine gröfsere Durchschlagsfähigkeit bekommt. Der Kopf H kann aus diesem Grunde auch kürzer gehalten werden, als in Fig. 2 angegeben ist.
In Fig. 4 ist der Körper A sogar konisch ■zugeschärft und der Kopf H pilzförmig aufgesetzt, um eine Sprengung des Körpers A möglichst auszuschliefsen.
Das Geschofs kann in Läufen mit gleichförmigem oder steigendem Drall der Züge angewendet werden. In ersterem Falle kommen die verdickten Theile α und a1 mit gleicher Geschwindigkeit durch die Züge. Im zweiten Falle bekommt der vordere Theil a1 eine raschere Drehung als der hintere a. Dies ist für die bisherigen Langgeschosse aufserordentlich nachtheilig. Bei dem Geschofs1 wird diese verschieden rasche Drehung der Theile a und a1 zum gröfsten Theil dadurch unschädlich gemacht, dafs die Füllung D des Rohres A zwischen α und a1 sich verdreht, was bei der Weichheit der Füllung D ohne grofsen Kraftaufwand vor sich geht, so dafs ein Abscheeren von α und a1 oder ein Verderben der Züge ausgeschlossen ist.
Fig. 3 zeigt die vorliegende Erfindung angewendet auf ein Geschofs mit Schraubenstofsboden nach dem Patent No. 52362. ..Die Hartmetallschraube b ist fest in das hintere Ende des Rohrkörpers A eingeschraubt und steht über dies Ende hinaus vor. Ueber die Schraube ist die Scheibe C aus Filz oder einem anderen mit Fett getränkten Material oder direct aus festem Fett oder Wachs gestreift. Dann ist die Mutter B1 gegen diese Scheibe geschraubt, wieder eine zweite (oder mehr) Scheibe C wird aufgeschoben und zuletzt wird eine Mutter B gegengeschraubt. Diese letztere Mutter B ist mit einer napfförmigen Packung oder Kappe c von Kupfer oder einem anderen zähen Material versehen, das fähig ist, in die Laufzüge einzutreten.
Die Muttern B B1 bilden den Schraubenstofsboden. Sie werden nur leicht gegen die Ringe C C2 geschraubt, so dafs letztere nicht zusammengequetscht werden. Beim Abfeuern aber erschwert das Beharrungsvermögen des Körpers A und des Kopfes H, die beide nicht in die Züge eintreten, deren Rotation, während die Mutter B B1 von den Zügen gedreht und vorwärts geschraubt werden, wodurch Fettung aus dem Ring C und gegen die Laufwandung geprefst wird und der Körper A gleichzeitig eine allmälige Rotation erlangt. Die Abmessungen der Theile müssen dergestalt gewählt werden, dafs während der Zeit, bis das Geschofs die Mündung verläfst, die Mutter B (oder Muttern) ganz aufgeschraubt und dem Körper A durch den Kopf H und die Züge die volle Rotationsgeschwindigkeit ertheilt ist.
Auch in diesem Falle kann das Vorderende des Körpers A so geformt werden, wie in Fig. 2 und 4 dargestellt ist, damit eine Sprengung desselben nicht eintritt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Geschofs aus Weichmetall mit einem cylindrischen Hartmetallmantel A, dessen Sprengung beim Aufschlag dadurch hervorgerufen wird, dafs der freiliegende' Weichmetallkopf in den vorn am, besten trichterförmig erweiterten Mantel hineingestaucht wird.
2. An dem durch Anspruch 1. gekennzeichneten Geschofs die Anordnung, dafs der Kopf H und der Stofsboden B, oder der letztere B allein, einen gröfseren Durchmesser erhält als der Mantel A.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT52364D Geschofs, welches beim Aufschlag durch Stauchung verschiedenartiger Metalle zerschellt Expired - Lifetime DE52364C (de)

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