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Österreichische
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FELIX NEUMANN IN WIEN.
Pfropfenauszieh-Vorrichtung.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung, mittelst welcher man imstande ist, rasch und sicher im Innern von Flaschen befindlicht Pfropfen auszuziehen, ohne die Flasche selbst zu gefährden. Der Hauptbestandteil der Vorrichtung gleicht den bisher verwendeten, ganz primitiven, direkt von Hand ans zu betätigenden Pfropfenausziehern, so dass das Neue der vorliegenden Erfindung in einer mechanischen, sicheren Betätigung der an sich bekannten, unvollkommenen Auszieh-Vorrichtungen besteht.
In einer Grundplatte a befindet sich ein Ausschnitt b, dessen ggen die Mitte der Grundplatte zu gelegenes zylindrisches oder schwach konisches Ende mit einer Gummieinlage c vorsehen ist. In diese Gummiainlage wird die den Pfropfen enthaltende Flasche mit dem Hals nach abwärts eingesteckt und sodann durch eine beliebige Einspannvorrichtung festgehalten. Die in Fig. 1 dargestellte Einspannvorrichtung besteht einfach in einem Druckstempel 1', der in einem an der Grundplatte befestigten Ständer f vertikal geführt ist, unten die mit einem elastischen Material armierte Grundplatte g und oben ein Ge- wichtt h trägt.
Zum Ausziehen des Korkpfropfens i dient, wie bereits erwähnt, die gebräuchliche aus drei oder vier oben hakenförmig umgebogenen und unten zusammengefassten Drähten k bestehende Ausziehvorrichtung, die hei vorliegender Erfindung unten bei M an einem Hebel n angelenkt ist. Um den zusammengefassten Teil der Drähte ist eine Spiralfeder/ gewunden, die den Zweck hat, die auseinander federnden, hakenförmigen Enden der Drähte k zum Zwecke des Einsteckens in den engen Flaschenhals zusammenzuhalten.
Sind die Enden der Drähte A in den Flaschenhals eingebracht, so lehnt sich das Ende der Feder 1 aussen an der Mündung der Flasche an und heim weiteren Hineinschieben der Ausziehdrähte in das Innere der Flasche verschiebt sich die Schraubenfeder relativ immer
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förmigen Enden im Innern der Flasche zur Aufnahme des Pfropfens auseinanderschnellen können.
Der Hebel ; : ist an einem an der Unterseite der Grundplatte n drehbar gelagerten
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herausziehen, so wird diese in der bereits geschilderten Weise mit dem Hals nach abwärts in die Vorrichtung eingespannt. Die Schraubenfeder 1 wird an das obere Ende der Ausziehdrähte zum Zwecke, diese zusammenzufassen, geschoben, so dass das Einführen des Ausziehers in die Flasche in einfacher Weise geschehen kann. Durch Heben des HandgriSes p wird der Hebel n und damit auch der Auszieher nach aufwärts geschoben, die
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zurückgehalten, was zur Folge hat, dass die hakenförmigen Enden des Ausziehen ; bei ihrem Eintreten ins Innere der Flasche auseinanderschnellen und den Pfropfen aufzunehmen vermögen.
Durch die gelenkige Lagerung des Hebels n ist man imstande, den Auszieher dann in eine rüttelnde Bewegung zu bringen, wenn die Mittelachsen des Pfropfens inner-
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halb der Klauen des Ausziehers nicht vertikal zu liegen kommen, wie es für das Ausziehen unbedingt notwendig ist. Hat der Pfropfen die richtige Lage eingenommen, so wird der Handgriff p mit sanftem Drucke nach abwärts bewegt und der Pfropfen aus der Flasche herausgezogen. Dabei ermöglicht wieder die gelenkige Lagerung des Hebels n eine vollkommen vertikale Abwärtsbewegung des Ausziebers. Dieses vertikale oder besser gesagt, vollkommen zentrische Ausziehen des Ausziehers ist unbedingt erforderlich, wenn der Flaschenhals bei dieser Operation nicht gefährdet werden soll.
Es ist klar, dass bei der primitiven, von Hand aus zu betätigenden Ausziehvorrichtung an deren Handgriff eine bei weitem grössere Kraft anzuwenden sein wird, als diejenige Kraft sein muss, die bei der eben beschriebenen Vorrichtung am Handgriff p angreift. Je mehr Kraft aber bei einer derartigen Tätigkeit aufgewendet werden muss, desto weniger ist man imstande, auf ein genau zentrisches Ausziehen zu achten und infolgedessen gestattet die Ausziehvorrichtung nach vorliegender Erfindung nicht nur ein leichteres und rascheres, sondern auch erheblich sichereres Arbeiten als die bis nun verwendeten.
Es ist klar, dass manche Einzelheiten der hier beschriebenen Vorrichtung in konstruktiver Hinsicht Varianten zulassen. So kann man beispielsweise anstatt des Ausschnittes b in der Grundplatte a eine geschlossene, am Rande mit Gummi armierte Öffnung zum Einbringen der Flasche von oben verwenden, oder setzt man an Stelle des durch Gewicht belasteten Druckstempels e einen solchen mit Federbelastung. Auch die Lenkeranordnung lässt einige Veränderungen zu.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Pfropfenauszieh-Vorrichtung, bei welcher der im Innern der Flasche befindliche Pfropfen durch ein Bündel an einem Ende hakenförmig ausgebildeter Drähte erfasst und ausgezogen wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Drahtbündel an seinem dem Haken entgegengesetzten Ende an einem Handhebel drehbar befestigt ist, dessen Drehpunkt auf einem an der Grundplatte der Vorrichtung angelenkten Lenker gelegen ist, und dass die den Pfropfen enthaltende Flasche oberhalb oder auch unterhalb des Handhebels, mit der Mündung dem Handhebel zugekehrt, elastisch eingespannt wird, zum Zwecke, durch Einführen der zusammengefassten Haken ins Innere der Flasche, woselbst die Haken durch ihre E) astizität auseinanderschnellen, den Pfropfen zu erfassen und durch Betätigung des Handhebels herauszuziehen,
wobei durch die nebelübersetzung und die Beweglichkeit des Drehpunktes des Handhebels ein zentrischer und demgemäss die Flasche nicht gefährdender Zug durch geringen Kraftaufwand ermöglicht ist.