AT17745B - Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus antglastem Glase. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus antglastem Glase.

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AT17745B
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Louis Antoine Garchey
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Louis Antoine Garchey
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     LOUIS ANTOINE GARCHEY m   PARIS. 



  Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus entgastem   Gla8e.   



   Bekanntlich werden Formstücke aus entgastem Glase durch Erhitzen von Glaspulvor oder Schmelze in feuerfesten Formen und in der Weise hergestellt, dass die Formen zuvor mit einem die unmittelbare Berührung des Glases mit den Wandungen der Formen vorhindernden isolierenden Stoffe   ausgekleidet worden. A ! s isolierender   Stoff sind bisher Sand, Formorde, Kalk, Asche, Speckstein u. dgl. verwendet worden. 



   Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein handliches Verfahren zur Auskleidung der Formen, darin bestehend, dass in die zuvor erhitzte Form eine Aufschlämmung des das Anhaften verhindernden Stoffes unter Zerstäubung eingespritzt wird. Nach dem Verdunsten des Wassers überzieht das aufgeschlämmt gewesene Pulver die Innenwand der Form in einer sehr dünnen und gleichmässigen Schicht. Das Verfahren hat ausserdem den Vorzug, ein rasches und ununterbrochenes Arbeiten und die Verwendung einer Art   endlosen Form (in sich geschlossene Rinne u. dgl. ) in noch näher zu erläuternder Weise   zu   ermöglichen.   Von den als isolierende Mittel in Betracht kommenden feuerfesten Stoffen müssen natürlich solche gewählt werden, welche möglichst   foinpulverig   zu erhalten sind, um haltbare Aufschlämmungen zu liefern.

   Besonders gut eignet sich hiezu die gebrannte Magnesia. Dieselbe hat   ausserdem   noch den Vorzug, dass sie nicht nur das Anhaften des Glases an den Wandungen der Formen verhindert, sondern auch ihrerseits nicht an den   Glasblöcken festklebt   und damit ihrem Aussehen nicht schaden kann. Die anderen, bisher   üblichen   Mittel kleben auf der ganzen Oberfläche des Blockes fest. Infolgedessen war ein Ausschneiden des herzustellenden Gegenstandes aus dem   Blocks   durch die Presse zur Erzielung der genauen Umrisse des Gegenstandes nötig, wodurch einerseits bedeutende Verluste an Material und andererseits eine sehr grosse Abnützung der Presse herbeigeführt wurde. 



   Weiters besteht noch die Erfindung in einem zur ununterbrochenen   Entglasungsarheit   unter Verwendung der Aufschlämmung geeigneten Ofen, wodurch es ermöglicht wird, als
Schauseite des Glasblocks diejenige Oberfläche desselben anzuwenden, welche mit den
Formwänden in Berührung gestanden hat, also am besten zur Entgasung gelangt ist. 



   Als   Entglasungsofon   wird ein Kanalofen mit in sich zurücklaufende beweglicher
Sohle von beliebiger, bekannter Art verwendet. Die Sohle ist nicht eben, sondern mit in sich zurücklaufenden Rinnen von rechteckigem Querschnitt versehen. Der   Ofenkanal   ist wie gewöhnlich auf einen bestimmten Teil des Umfanges unterbrochen, um die Sohle frei- zulegen. In der Mitte dieses Teiles befindet sich dann ein Zerstäuber, welcher ununter- brochen die oben bezeichnete Flüssigkeit in der Vertiefung der Sohle verbreitet. An der
Seite, nach welcher hin der Boden vorrückt, ist ferner ein Trichter angeordnet, welcher das Glas in die mit dem Isoliermittel ausgekleidete Rinne ablaufen lässt, während am
Ausgange des Ofenkanals, wo das Glasband in entgastem Zustande austritt, eine selbst- tätige Abschneidevorrichtung angeordnet ist. 



   Das in dem Kanal enthaltene Glas bildet ein langes Band, welches unter der
Wirkung der Wärme zur Entgasung gelangt, wobei es in sich bindet und welches heim
Austreten aus dem Ofen in regelmässigen Zwischenräumen in Stücke zerschnitten wird. 



   Der zur   Ausführung   des Verfahrens benutzte Entglasungsofen ist in   dorn Teile,   welcher der Unterbrechung des Arbeitsraumes entspricht, in der Zeichnung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 einen senkrechten Längsschnitt durch den mittleren   Umkreis   dieses
Teiles, Fig. 2 ist ein Grundriss und Fig. 3 ein radialer Schnitt. 



   Die in den Figuren dargestellte Sohle a wird durch eine Schiene b getragen, welche 
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 sind, nichtsdestoweniger die gleiche Gasmenge empfangen. 



   Man kann in dem Trichter m und in jedem der, Anschlüsse n eine mechanische Rührvorrichtung anordnen, um zu verhindern, dass das Glas sich im Trichter staut. 



   Am Austritt aus dem Arbeitsraum und nach dem Innern desselben hin abfallend, ist eine 
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 welcher ihn mitnimmt, zu verlassen, um auf die untere Platte   l'des   selbsttätigen Abschneiders hinaufzusteigen. Jedes Band wird seitlich weitergeleitet mit Hilfe senkrechter Abschlusswände s, die durch den Teil q getragen werden und den feuerfesten Teilen   9   entsprechen. 



   Auf der   Platte,. befindet sich   beständig eine Platte t, auf welche sich die Glas-   bäuder hinaufscbieben.   Diese Platte trägt an ihrem einen Ende einen Einschnitt und am anderen Ende einen Zapfen, um ihre schnelle Verbindung mit einer ähnlichen Platte t'zu ermöglichen. Ein Richtscheit u, welches beliebig mehr oder weniger vorgerückt werden kann, gestattet die Länge der Stücke, in welche die Bänder zu zerschneiden sind, zu regeln. Zu diesem Zwecke trägt es einen Anschlag v, welcher gegenüber einem der Bänder nach unten geht.

   Sobald dieses Band den unteren Teil des Anschlages v berührt, dreht sich dieser um seine Achse und sein oberes Ende trifft gegen einen festen Kontakt   iv,   wodurch ein elektrischer Strom geschlossen wird, welcher den   Abschneiden   in Bewegung setzt, und zwar in einer beliebigen geeigneten Weise. Auf der Zeichnung ist angenommen worden, dass dieser elektrische Strom den Steuerungszylinder einer Wasserkraftmaschine betätigt, dessen Kolben mit dem Hebel x verbunden ist, wodurch das Hochheben des   Rahmens   y   herbeigeführt   wird, mit welchem die untere Platte r des Abschneiders durch in geeigneter Weise angeordnete Stangen verbunden ist. Die Glasbänder werden dann gleichzeitig zwischen den Schneiden z, welche leicht durch andere ersetzt werden können, in Stücke zerschnitten.

   Sobald das Zerschneiden erfolgt ist, wird an der Platte t in seitlicher Richtung gezogen, wodurch an die Stelle der Platte t die Platte t'gebracht wird. 



   Die von den Rändern abgeschnittenen Kuchen worden dann nach der hydraulischen Presse getragen, welche ihnen durch Pressen ihre ondgiltige Gestalt, gibt. 



   Anstatt des Glases in Körnern könnte man auch in die   Kanäle i ftussiges   Glas ein-   Hicsspn   lassen, wenn der Schmelzofen in geeigneter Weise angeordnet wird. Die Anschlüsse n   wiirden dann durch besondere Einrichtungen   ersetzt werden, um die Stärke der Glasschicht 
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 bei der Verwendung von Glaspulver. 



     PATENT-ANSPRÜCHE   :
1. Verfahren zur Herstellung von   Formstücken   aus entgastem Glase in feuerfesten Formen, welche mit einem das Anhaften des Glases verhindernden Stoffe ausgekleidet sind,   dadurch gekennzeichnet,   dass das   auskleiden   der Form mit dem isolierenden Stoffe in der Weise vorgenommen wird, dass in die vorher erhitzte Form eine   Aufschlämmung   des Stoffes 
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 des   lsoliermittels   an der Glasmasse zu verhindern und den so hergestellten Werkstücken die   endgiitige Gestalt   durch blosses Zusammenpressen ohne besonderes Ausschneiden zu erteilen.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur ununterbrochenen Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 EMI2.5 siäuborn ), welche vor der Beschickungsstollo die Aufschlämmung in die Rinnen einblasen, und einer Vorrichtung am Ausgang des Ofenlanals zum Ausheben des entglasten glasrandes anus den Rinnen und Zerschneiden desselben in bemessene Längen.
    An der Vorrichtung nach Anspruch 2 eine Einrichtung zum Ausheben des Glasbandes, bestehend aus einer in die Rinne (i) entgegen deren Fortbewegungsrichtung sich einsenkenden schiefen Ebene (q), durch welche das Glasband einer Abschneidevorrichtung (z) zugeführt wird.
AT17745D 1902-10-28 1902-10-28 Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus antglastem Glase. AT17745B (de)

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