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RICHARD BECKMANN IN CHARLOTTENBURG.
Spannrahmen für photographische Zwecke.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen bekannten Rahmen für photographische Zwecke, in welchem ein lichtempfindliches Papierblatt, Film oder dgl. durch geeignete Mittel derartig lösbar befestigt wird, dass es in eingespanntem Zustande von Anfang bis zu Ende des photographischen Verfahrens in gleich bequemer Weise wie eine photographische Platte gehandhabt-werden kann, d. h. erst nach dem Entwickeln, Fixieren, Wässern und Trocknen aus dem Rahmen herausgenommen wird, worauf letzterer von neuem zum Einspannen eines anderen Papierblattes oder dgl. verwendbar ist.
Der vorliegende Spannrahmen ist auf einer Seite oder auf zwei einander gegenüber- -liegenden Seiten mit einer Streckwalze versehen, durch welche das in den Rahmen eingelegte Papiorblatt oder dgl. nach Bedarf mehr oder weniger straff gespannt werden kann.
In beiliegenden Zeichnungen sind mehrere Ausführungsformen des Spannrahmens dargestellt.
Fig. 1 zeigt die Draufsicht eines mit einer Streckwalze versehenen Spannrahmens mit darin eingespanntem Papierblatte ; Fig. 2 ist ein Schnitt nach Linie A-B der Fig. 1 ;
Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie C-D der Fig. 1 in grösserem Massstabe ; Fig. 4 ist eine
Ansicht der Endteile des Rahmens nach Fig. 1 in grösserem Massstabe ; Fig. 5 und 6 sind Einzelansichten der Fig. 4 ; Fig. 7 zeigt die Draufsicht und Fig. 8 die Liingsansicht eines Spannrahmenc ! mit zwei Streckwalzen in geöffneter Stellung ; Fig. 9 ist ein Schnitt nach Linie P,--F der Fig. 7:
Fig. 10 zeigt die Draufsicht und Fig. 11 die Längsansicht des in Fig. 7 bis 9 dargestellten Spannrahmens in der Schliesstag ? : Fig. 12 bis 14 sind Teil- ansichten des Rahmens nach Fig. 7 bis 1 in grösserem Massstatte ; Fig. 15 und 16 ver-
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Spannrahmens.
Die in Fig. 1 bis 6 veranschaulichte Ausführungsform der Vorrichtung besteht aus einem zweckmässig mit erhöhtem Rande a versehenen Rahmen b aus Metall oder sonst geeignetem Material, welcher an einer Seite mit einer um einen Zapfen c drehbaren Leiste cl versehen ist, die aufgeklappt werden kann. wie in Fig. 2 durch punktierte Linien angedeutet ist. Das einzuspannende Papierblatt e oder dgl. wird zwischen Leiste d und Rahmen b eingelegt und durch die über seinen Rand gelegte und durch eine geeignete Vorrichtung in ihrer Schliesslage gesicherte Leiste d einseitig festgehalten.
Die Feststellung der Leiste d in ihrer Schliesslage erfolgt bei der dargestellten Axsführungsform durch eine federnde Klinke/ (Fig. 4), welche an dem vorderen Teile des Rahmens b befestigt ist und mit dem freien Ende der Leiste d leicht in oder ausser Eingriff gebracht werden kann.
Die Klinke f ist auf ihrer Oberseite derartig abgeschrägt, dass sie beim Niederdrücken der Leiste d zurückweicht, dann zurückfedert und sich über das freie Ende der Leiste d legt, wie Fig. 1 und 2 zeigen. Zwecks Aufklappens der Leiste d braucht die federnde Klinke f nur so weit zurückgezogen zu werden, dass sie das Ende der Leiste d freigibt.
Um das zwischen dem Rahmen b und der Leiste d eingelegte Papierblatt e besser festzuhalten, können auf der Innenseite des Rahmens b Spitzen g angeordnet sein, welche beim Schliessen des Rahmens in entsprechend angebrachte Öffnungen h der Leiste d eingreifen und dadurch das Papierblatt e festklemmen.
Zum Straffspannen des eingelegten Papierblattes ist an der der Leiste d gegenüberliegenden Seite des Rahmens b eine Streckwalze i vorgesehen. Das Blatt e wird zwischen die beiden Teile der zweiteiligen, aufklappbaren Walze i gelegt, welche in dem erhöhten Rande a des Rahmens b drehbar gelagert ist. Der aufklappbare, um den Zapfen k drehbare Teil m der Walze i (Fig. 4) wird nach Einlegen des Blattes e mit dem festen Teile der Walze durch eine Hülse n verbunden, welche über das verjüngte Ende o geschoben wird.
Wird nun die Walze i durch einen auf ihren Vierkant p gesteckten Schlüssel oder dgl. in der Pfeilrichtung (Fig. 3) gedreht, so wickelt sich das Papierblatt e teilweise darauf und wird infolgedessen straff gespannt, wobei eine Ruckdrebung der Walze i durch ein auf ihrem freien Ende sitzendes Sperrad q verhindert wird, in welches eine federnde, am Rahmen b befestigte Sperrklinke r eingreift (Fig. 4 bis 6).
Zwecks besserer Befestigung des Papierblattes e auf der Walze i kann diese eben-
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dazwischen gelegten Papierblattes in letzteres und in entsprechend angebrachte Löcher 111 des aufKiappbaren Walzenteils m eingreifen.
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Natürlich kann die bei der beschriebenen Ausuhrungsform des Spannrahmens zur einseitigen Befestigung des Papierblattes e dienende Leiste d auch durch andere gleichwertige Halteglieder ersetzt werden, welche das Papier lösbar im Rahmen b befestigen.
Der in Fig. 7 bis 14 dargestellte Spannrahmen b ist an zwei einander gegenüberliegenden Seiten mit einem umgebördelten Rande al zum Einschieben des einzuspannenden Papierblattes e oder dgl. versehen. Zwischen den Rändern al und den darunter liegenden Rahmenteilen ist auf beiden Seiten des Rahmens eine halbrunde Walze il drehbar gelagert,. welche einerseits mit einem Zapfen y in dem hinteren Rande des Rahmens b ruht, andererseits mit einer Einkerbung tu das vordere Ende des Seitenrandes al übergreift (Fig. 14) und vorn mit einem aufgebogenen Griffe v versehen ist.
Werden die beiden Walzen il nach Einfügung eines Papierblättes e oder dgl. in den Rahmen b in einander entgegengesetzter Richtung gedreht, wie in Fig. 8 und 12 durch Pfeile angedeutet ist und in die aus Fig. 10,11 und 13 ersichtliche Lage gebracht, so klemmen sie das Papierblatt e zunächst zwischen den Rändern al und dem Rahmen b fest und üben bei weiterer Drehung eine Exzenterwirkung auf das Papierblatt aus, wodurch letzteres nach beiden Seiten des Rahmens gezogen und straff gespannt wird.
Bei dem in Fig. 7 bis 14 veranschaulichten Spannrahmen sind die Walzen il derartig gelagert, dass sie zu ihrer Schliesslage einer Vierteldrehung bedürfen.
Ist es erwünscht, durch die Drehung der Walzen il eine stärkere Streckung des in den Rahmen b eingelegten Papierblattes e zu erzielen, so kann die Anordnung so getroffen
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dürfen und dadurch eine entsprechend stärkere Spannung des Papierblattes e bewirken.
Diese Ausführungsform des Spannrahmens wird durch Fig. 15 und 16 in zwei verschiedenen Arbeitslage veranschaulicht.
Natürlich können die exzentrisch gelagerten Walzen il des beschriebenen Spannrahmens auch durch Daumenwollen oder andere gleichwertige Mittel ersetzt werden.
Der vorliegende Spannrahmen wird, nachdem das lichtempfindliche Papierblatt oder dgl. in der geschilderten Weise darin eingespannt ist, in eine Camera eingesetzt und nach der Aufnahme in derselben Weise entwickelt, fixiert, gewässert und getrocknet, wie eine photographische Platte. Nach der Fertigstellung des Bildes wird dasselbe aus dem Rahmen herausgenommen und letzterer von neuem mit einem lichtempfindlichen Papierblatte bezw.
Fi) m bespannt.
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