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Österreichische, PATENTSCHRIFT Nu. 17670.
FIRMA GEBR. TELLSCHOW, G. M. B. H. IN BERLIN : Verstellbare Faltklappe für Briefumschlagmaschinen, Dütenmaschinen u. dgl.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Faltklappe, welche bei Maschinen zur Herstellung von Briefumschlägen, Düten, Pappschachteln u. dgl. Verwendung finden soll und deren Bauart den Zweck hat, den Gebrauch ein und derselben Faltklappe für verschieden grosse Faltlängen, also beispielsweise für verschieden grosse Briefumschläge, Düten etc. zu gestatten.
Es sind bereits Faltklappen zu demselben Zwecke konstruiert worden, bei denen die Klappenfläche aus zwei äusseren Teilen besteht, die einander genähert oder voneinander weggeschoben werden können, so dass zwischen diesen beiden Teilen ein mehr oder weniger breiter leerer Raum entsteht, der durch Einsetzen eines entsprechenden Mittelstückes ausgefüllt wird und die beiden Aussenteile und das Mittelstück zusammen die Druckfläche der Klappe bilden.
Diese Bauart erfordert es nicht nur, dass der Fabrikant eine ganze Serie verschiedener Mittelstücke für die einzeln herzustellenden Briefumschlaggrössen bereit haben muss, sondern es ist auch das Einsetzen der Mittelstücke sowie das vorherige genaue Einstellen der äusseren Klappenteile auf ihren festen Scharnierteilen zeitraubend und um- ständlich und eine nicht ganz genau eingestellte Klappe dieser Art ergibt sofort Fehler in der Faltung des Briefumschlages. Die vorliegende Erfindung hat den Zweck, den Vorstellvorgang an solchen Maschinen wesentlich zu vereinfachen und zu beschleunigen, indem ein Auswechseln der Mittelstücke sowie die zeitraubenden Begleitarbeiten gänzlich fortfallen.
Die Faltklappe nach der vorliegenden Erfindung ist ebenfalls von der Art, bei welcher die eigentliche Faltfläche aus mehreren Teilen besteht, und gemäss vorliegender Erfindung sind zwei Teile dieser Fläche-welche bei kleinstem Format dicht aneinander liegen und zusammen die gesamte Faltfläclle bilden-an einem gemeinsamen Klappenrücken parallel zu der zu falz'enden Kante verschiebbar angeordnet und werden beim Hervortreten eines normal zu ihrer Bewegungsrichtung verschiebbar am Klappenrücken angebrachten keilförmigen Mittelstückes auseinandergedrückt,
so dass der zwischen ihnen entstehende leere Kaum von der Kniffkante dann von dem Mittelstück eingenommen wird und die beiden nach aussen gezogenen Teile zusammen mit dem Mittelstück die Faltfläche der
Klappe bilden, so dass die Kniffkante fortlaufend geschlossen ist.
Auf der umstehenden Zeichnung ist eine Ausführungsform der Faltklappe nach der vorliegenden Erfindung in verschiedenen Ansichten zur Darstellung gebracht.
Wie aus dem Grundriss (Fig. 1) zu ersehen ist, besitzt die Klappe einen Rückenteil a von im wesentlichen T-förmigem Umriss, welcher mit Augen b (Fig. 1 und Stirnansicht
Fig. 2) an seiner unteren Seite versehen ist. Diese Augen bilden den Drehpunkt der Falt- klappe und umschliessen je einen kurzen Scharnierbolzen c (Fig. 3), der in Augen d an dem festen Formatrahmen e sitzt. Der Klapponrücken kann also, wie Fig. 4 zeigt, um die
Bolzen c eine Drehung von 900 ausführen und es sind an ihm die eingangs erwähnten, die eigentliche Faltfläche der Klappe bildenden Teile verschiebbar angebracht.
Wie Fig. 1 zeigt, besitzt der Rücken a zwei Schlitze f, in welchen zwei im wesent- lichen dreieckige lilappenstücke y gleiten und mit Hilfe ihrer Halteschranbon h an be- liebiger Stelle in ihren Schlitzen festgestellt werden können. Am hinteren Teile des Rückens sind zwei weitere Schlitze i vorgesehen. in welchen das eingangs erwähnte keil-
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förmige Mittelstück k hin und her geschoben worden kann. In dieses Mittelstück k sind Bolzen eingeschraubt, welche auf der Oberseite dos Plattenrückens a noch zur Befestigung eines Mittelstückes m dienen. Dieses Mittelstück besitzt in der Mitte ein mit Gewinde versehenes Auge, durch das eine hinten am Klappenrücken in einem Auge n gelagerte Schraubenspindel hindurchgeht.
Durch Drehen dieser Spindel wird wie ersichtlich bewirkt, dass das Verbindungsstück m und mit ihm das keilförmige Mittelstück k sich parallel zu den Schlitzen i verschieben. In Fig. 1 ist das Mittelstück k ungefähr in der Mitte seiner ganzen durch die Länge der Schlitze. t bestimmten Bahn und seine Spitze hat infolge dieser Verschiebung diê bei den KIappenteile 9 nach aussen geschoben, so dass also in dieser Stellung der Faltklappe ein Briefumschlag gefaltet werden kann, dessen Seitenlange so gross ist wie die Entfernung zwischen den beiden parallel zu den Schlitzen i liegenden kurzen, äusseren Kanten der Klappenteil g.
Wird das Keilstück k mit Hilfe der Spindel ganz zurückgezogen, so dass seine Spitze die punktiert angedeutete Lage einnimmt (Fig. 1) und werden dann die Teile 9 aufeinander zugeschoben und festgestellt, so bilden diese beiden Teile allein die Faltfläche der Klappe. Damit das Keilstück k die beiden Teile 9 sofort beim Berühren gleichmässig auseinanderdrückt, sind die beiden einander zugekehrten Ecken der Grundflächen derselben abgeschrägt und bilden im zusammengeschobenen Zustande einen leeren Raum, in den die Spitze der Keilfläche bineinragt.
Die punktiert und schraffiert angedeuteten Umrisse der drei eigentlichen Klappenteile deuten die äusseren Endstellungen derselben an.
Der Antrieb der Faltklappe erfolgt auf bekannte Weise ; in Fig. 4 ist ein kurzer, diesem Zwecke dienender Hebelarm punktiert angedeutet, der seine Bewegung durch Exzenter oder dgl. erhält.
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