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Bei Wechselstrommaschinen mit Kollektor-Armatur werden in den unter den Bürsten kurzgeschlossenen Windungen durch den wechselnden Kraftfluss schädliche Ströme induziert.
Zur Abhilfe dagegen wurde vorgeschlagen, die Armatur mit zwei Wicklungen zu versehen und diese mit den Lamellen eines Kollektors abwechselnd zu verbinden. Wenn man bei dieser Anordnung die Bürsten schmäler macht als eine Lamelle, so kann man zwar vermeiden, dass die Windungen direkt kurzgeschlossen werden ; jedoch werden durch die Bürsten zwei Armaturstromkreise, deren Spannung verschieden ist, parallel geschaltet.
Dadurch wird ebenfalls ein Schliessungskreis hergestellt, in welchem, entsprechend dem Unterschied der Spannungen, Querströme entstehen.
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Zusammenschaltung von Wicklungsteilen der Armatur schädliche Ströme auftreten. Jede der Wicklungen wird mit einem besonderen Kollektor versehen, auch mit besonderen Bürsten und Hürstenvorbindungen, wodurch die zwei Stromkreise der Armatur vollständig voneinander getrennt sind. Die Isolierstreifen zwischen den Lamellen (Kontaktstreifen) der Kollektoren werden breiter gemacht als die Bürsten, so dass jeder Armaturstromkreis ganzlich unterbrochen wird, so oft die Bürsten zwischen zwei Lamellen wechseln.
Die Lage der Bürsten rücksichtlich der Lamellen ist bei den zwei Kollektoren verschieden, die
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zwar, dass der Zeitpunkt der Unterbrechung bei einem Kollektor womöglich mit der vollen Auflage der Bürsten bei dem anderen zusammenfällt. Es wird folglich in jedem Augenblick mindestens ein Stromkreis der Armatur geschlossen sein.
Die Zeichnung zeigt eine schematische Anordnung, bei welcher die zwei Kollektoren K1, K2 zu beiden Seiten der Armatur jet angebracht sind. Fig. l ist das Schema des Längsschnittes. die Fig. 2 und 3 sind Querschnitte durch die zwei Kollektoren, Die Armaturwicklnng TV1 ist mit dem Kollektor K1 verbunden, ebenso die Wicklung H mit 2. Im gedachten Augenblicke liegen die Bürsten B1 des ersten Kollektors
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sind die Breiten der einzelnen Teile so gewählt und die Bürsten gegenseitig so gestellt, dass keine Bürste zwei benachbarte Kontaktstreifen gleichzeitig beruhren kann und dass jedesmal die Unterbrechung des einen Stromkreises mit der vollen Schliessung des anderen zusammentrifft.
Man kann die Isolierstreifen auch aus Metall herstellen, wenn man sie von den Kontaktstreifen vollständig isoliert. Die beiden Kollektoren können miteinander konstruktiv vereinigt werden, jedoch müssen die Lamellen beider, auch die Iso1Ïerstreifen, sofern sie aus Metall bestehen, voneinander isoliert bleiben, damit auch nicht mittelbar durch die Bürsten eine Verbindung zwischen den zwei Stromkreisen hergestellt wird.
Beide Wickiungen sollen den gesamten Kraftfluss der Armatur einschliessen und
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Windungen beider entstehen kann. Dann werden die Spannungsgrössen in den eng vorketteten Stromkreisen, welche den Gesamtstrom der Armatur bestimmen, von den Unter-
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Diese Kommutierungs-Einrichtung ist nicht allein in dem dargestellten Falle an wendbar, wo die Bürsten beider Kollektoren kurzgeschlossen sind, sondern auch dann, wenn die Bürsten eines jeden Kollektors an je eine besondere Wechselstromquelle von konstanter Spannung oder an je einen besonderen induktiven Widerstand angeschlossen werden.
In dem letzteren Falle müssen die Windungen, welche die zwei getrennten induk- tiven Schliessungskreise bilden, ebenfalls gleichmässig um einen gemeinsamen Kraftssuss und möglichst nahe beieinander angeordnet sein.
Die Anwendung dieser Kommutierungs-Einrichtung bei mehrpoligen und auch bei mehrphasigen Armaturen ergibt sich sinngemäss, am zweckmässigsten so, dass die Unterbrechung und Schliessung der Stromkreise an jedem Kollektor möglichst gleichzeitig erfolgt.
Dabei kann man entweder alle gleichnamigen Bürsten eines Kollektors miteinander verbinden oder auch mit jedem Bürstenpaar einen besonderen Schliessungskreis bilden.
Nach der gleichen Anordnung können gegebenenfalles an einer Armatur auch mehr als zwei Wicklungen mit ebensovielen besonderen Kollektoren angebracht werden.