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Österreichische PATENTSCHRIFT ? 17034. GABRIEL ROZIERES IN BORDEAUX.
Druckluftflüssigkeitsheber.
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Ventile im lotrechten Schnitte nach den Linien 1-1 und 2-2 der Fig. 3 dar und Fig. 6 zeigt eine Ventilstange mit ihrer Führung im wagerechten Schnitte.
Die Einrichtung besteht aus Druckkammern a, al aus beliebigem Werkstoff, vorzugsweise Metall, welche in die zu hebende Flüssigkeit tauchen und in welche die Flüssigkeit nach dem Durchgange durch Schtammsiebe durch Klappen oder Ventile b, bl im Boden eintritt, wenn die Kammern durch ihre Rohre c, Cl mit der Aussenluft in Verbindung stehen. Die in den Rohren c, cl enthaltene Luft oder ein anderes entsprechendes Gas wird zeitweise mit Hilfe einer geeigneten Maschine oder einer Luftpumpe zusammengepresst.
Der Druck überträgt sich auf die Flüssigkeit in den Kammern und bewirkt, dass sich die Klappen b, bt, durch welche die Flüssigkeit eingetreten ist, schliessen, so dass die Flüssigkeit gezwungen ist. in den bis nahe zum Boden jeder Druckkammer reichenden Rohren d, d1 aufzusteigen. Hiebei werden die 1 {lappen f, f 1 oher den Rohren d, d'gehoben und die Flüssigkeit wird in die Rohre g, gl und schliesslich in das daran angeschlossene gemeinsame Steigrohr h getrieben.
Hat die Druckluft oder das Gas die Flüssigkeit in jeder Druckkammer zum grössten Teile vordrängt, so tritt selbsttätig und allmählich in den Kammern aufeinander folgend Druckverminderung bis zum Ausgleicht mit dem äusseren Drucke durch Verbindung mit der freien Luft ein, was durch eine besondere, für diesen Zweck vorgesehene Steuerung herbigeführt und geregelt wird.
Nach erfolgtem Druckausgleich füllt sich jede Kammer auf Grund des Gesetzes kommunizierender Gefässe durch die Hodenklappe b oder bl neuerlich mit Flüssigkeit, worauf unter Vermittlung der Steuerung durch erneuten Druck wieder Heben der Flüssigkeit aus jeder Kammer und durch neuerlichen Druckansgieich wieder Füllen jeder Kammer mit Flüssigkeit herbeigeführt wird u. s. w.
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Stange u, ul wirkt.
Die Ventilgehäuse s, s1 sind einander gleich gestaltet. Sie sind in ihrem oberen Teile durch ein Rohr e verbunden, das einen Querstutzen el trägt, durch den der Anschluss mit dem von der Druckpumpe kommenden Rohre i hergestellt wird. Jedes Gehäuse s, 81 besitzt ferner noch einen Stutzen w, rol, an den das entsprechende von der Druckkammer - al kommende Rohr c, cl angeschlossen ist. Über der Mündung des stutzens t in das zylindrische Gehäuse s, 81 befindet sich in jedem Gehäuse ein ringförmiger Rand c, xl mit vorspringender unterer Fiäche, die als Sitz für das Ventil dient.
Dieser kreisförmige Vorsprung ist in genügend grosser Entfernung vom oberen Boden des Gehäuses angeordnet, um entsprechendes Spiel der Ventilstange u, U1 zu gestatten. Der untere Teil des Ventilgehäuses wird durch eine in der Mitte durchbohrte Schraube y, y1 geschlossen. Diese
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blasen der verdichteten Luft oder des Gases aus den Druckkammern. Zu diesem Zwecke erhält die Ventilstange, wie aus den Fig. 4,5 und 6 zu ersehen, kreuzförmigen Querschnitt, so dass die verdichtete Luft oder das Gas zwischen den Armen des Kreuzes entweichen kann. Die Ventilstange u, ul wird im unteren-Teile durch die Bohrung der Schraube y, yl, im oberen Teile durch den vorspringenden Rand x, xl im Ventilgehäuse geführt.
Die Ventilplatten z, zl tragen auf beiden Seiten je einen Dichtungsring aus Kautschuk von gleichem äusseren Durchmesser wie die Ventilplatte, wobei dieser äussere Durchmesser geringer ist, als der innere Durchmesser des Ventilgehäuses, so dass das Ventil beim Verlassen eines seiner Sitze genügenden Spielraum für die durchtretende Luft oder das Gas lässt. Die Ventile können jedoch auch zur Gänze aus Metall oder einem anderen geeigneten Werkstoff ohne aufgelegten Dichtungsring hergestellt werden.
Vie Wirkungsweise der Steuerung ist folgende* Bei der Stellung nach Fig. 2 befindet sich die eine Daumenscheibe o in ihrer tiefsten Stellung und der Hebel p ist herab-
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scheibe 01 zur sei ben Zeit gerade in ihrer höchsten Stellung befindet, ist der Hebelarm pt gehoben und der kurze Hebelarm tl gesenkt, so dass das Ventil zl (Fig. f)) auf seinen unteren Sitz herabfallen konnte.
Tritt nun in diesem Augenblicke die Druckpumpe in Tätigkeit, so geht die durch das Rohr i, den Stutzen el und das Rohr e zu den Ventilgehäusen gelangende Druckluft, da ihr der Weg durch das Ventil z abgesperrt ist, durch das Gehäuse sl und den Stutzen wl quill Rohr cl und hebt infolgedessen die in der Kammer al befindliche Flüssigkeit. Da während dieser Zeit das Ventil z gehoben ist, steht die in der Kammer a befindliche Druckluft mit der Aussenluft durch das Rohr c, den Stutzen w und die Zwischenräume zwischen den Kreuzrippen der Ventilstange u in Verbindung, so dass Druckausgleich erfolgen und sich hierauf die Druckkammer a wieder mit Flüssigkeit füllen kann.
Während der weiteren Umdrehung der Wellen j und 11 wird nach einer gewissen Zeit die Daumenscheibe o unter die Rolle q des Hobelwrmes p greifen, so dass dieser steigt, was zur Folge hat, dass sich sein kürzerer Arm t senkt, so dass die Ventilstange u mit dem Ventile z sinken kann. Da hiebei der Hebel pl, tl das Ventil zl hebt, kann durch die Verbindung der Druckkammer al mit der Aussenluft die Druckluft aus ihr entweichen und diese Kammer sich wieder mit Flüssigkeit füllen, während durch das Ventil z Zutritt von Druckluft zur Kammer a stattfindet.
Es genügt demnach, den
Gang der Daumenscheiben nur dem gegenseitigen abwechselnden Öffnen und Schliessen der
Ventile entsprechend einzurichten, um beständiges Aufsteigen der zu hebenden Flüssigkeit im Steigrohre h infolge der abwechselnden Arbeit jeder Druckkammer herbeizuführen.
Sollten aus irgendwelchem Grunde beide Ventile gleichzeitig gehoben werden, so kann die im Zuleitungsrohre i befindliche Druckluft dieses Rohr bei zu gross werdendem
Druck doch nicht zersprengen, da die Ventile als Sicherheitsventile wirken, wenn die an den Stangen v, vl angebrachten Gewichte entsprechend gewählt sind. Bei Verwendung von mehr als zwei Druckkammern muss auch die Zahl der Ventile entsprechend vergrössert und für jedes Ventil eine Daumenscheibe auf die Welle n aufgekeilt werden. Wird nur eine einzige Druckkammer verwendet, so muss der zurückspringende Teil der Daumenscheibe
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kammer und zum Füllen der Druckkammer mit Flüssigkeit nötig ist.
Mit den Druckluftleitungen können auch ein oder mehrere Bohälter zur Aufspeicherung von Luft oder Gas unter Druck verbunden werden, um die Druckwirkung in den Druckkammern gegebenenfalls unterstutzen oder auch unmittelbar Druck'auf die FU1ssigkeit in den Kammern ausüben zu können, ohne die Antriebsmaschine für den Augenblick in Gang setzen zu müssen.