AT16997B - Planetengetriebe mit zwei verschiedenen Geschwindigkeiten, insbesondere für Fahrräder. - Google Patents

Planetengetriebe mit zwei verschiedenen Geschwindigkeiten, insbesondere für Fahrräder.

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AT16997B
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Lecarme Freres & Michel Fa
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Österreichische 
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   FIRMA LECARME FRERES & MICHEL IN PARIS. 



  Planetengetriebe mit zwei verschiedenen Geschwindigkeiten, inbesondere für Fahrräder. 



   Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Tretkurbelantrieb mit zwei Geschwindigkeiten, welcher sich für alle Arten von Fahrrädern und Motorfahrrädern anwenden lässt. 



   Dieser Tretkurbelantrieb, welcher dem Fahrer gestattet, während der Fahrt von der einen Geschwindigkeit auf die andere   überzugehen,   ohne das Treten zu unterbrechen, bietet in Verbindung mit einem freilaufenden Rade   (Free- Wheel)   am Hinterrade den Vorteil, dass, wenn derselbe auf die grosse Geschwindigkeit geschaltet ist, die Tretkurbeln sich nicht   zurückdrehen   können und einen festen Stützpunkt, gleichsam einen Auftritt ergeben, welcher 
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Die Zeichnung zeigt eine Ausführungsform eines solchen   Tretkurbelantriebcs, welcher   speziell für   Fahrräder mit freitaufendem Hinterrad bestimmt   ist und veranschaulicht Fig. 1 einen Längsschnitt durch denselben, bei welchem die grössere Geschwindigkeit eingeschaltet ist.

   Fig. 2 zeigt einen Teil desselben nach derselben Linie geschnitten, wobei jedoch die Teile sich in jener Stellung befinden, bei welcher die kleinere Geschwindigkeit eingeschaltet ist. Fig. 3 ist ein Querschnitt nach 1-2 und Fig. 4 ein solcher nach   3-4   der Fig. 1. 



   Das Kettenrad a, welches die Kette antreibt, ist unter Zwischenschaltung einer Unterlage r1 mit Hilfe der Schrauben r mit der   Ringscheibe b   fest verbunden und kann 
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   scheibe   b ist durch Bolzen mit einer zweiten, parallel angeordneten Ringscheibe bu verhunden und trägt auf Achsen d eine bestimmte Anzahl Planetenräder c, welche einerseits in die   lunenvrrzahnung einer als Deckel   dienenden, auf der Tretkurbelachse h aufgekeilten Büchse e, andererseits in die   Aussenverzahnung eines   Ringes i eingreifen. Der Ring i wird von   Kugellagern 1 ;'. z   getragen, von denen das eine Kugellager z sich auf die Nabe der   Büchse e,   das andere y sich auf einen festen Teil des Gestelles stützt. 



   Der Ring i trägt einen Ansatz j. welcher mit dem gezahnten, mit Rollen oder 
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 laufenden Rädern verwendet wird, zusammenwirkt. 



   Das gezahnte Rad p ist feststehend und bildet ein Ganzes mit einer in der Büchse t der Tretkurbel eingesetzten Lagerbuchse o, welche auch die Kugeln y   trägt.   Es kann daher der Ring   i j sich   nur in der Richtung des Pfeiles 14 (Fig. 3) drehen und wird festgehalten, 
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Die Ringscheiben b, b1, welche die Planetenräder c tragen, können mit der Büchse e mit Hilfe der Bolzen d, welche bei der dargestellten Ausführungsform zugleich die Achsen der Planetenränder sind, derart verbunden werden, dass diese Verbindung bei beiden   Drehungsrichtungen   der Büchse e aufrecht erhalten bleibt. Diese Bolzen d sind an einem   Ring/ !' befestigt, weicher   parallel zur   Drehungsachse   des Systems verschoben werden kann. 



  Durch diese   Bewegung   werden die Bolzen mit in der Büchse e vorgesehenen   Ausnehmungen   in oder ausser Eingriff gebracht. Die Bewegung des Ringes k kann in verschiedener Weise herbeigeführt werden. Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform erfolgt dieselbe durch einen   schraubenförmigen   Ansatz 1, welcher in eine Mutter m eingreift, welche sich bei ihrer Drehung senkrecht auf ihre Ebene verschiebt und den Ring A mit den Bolzen d mitnimmt. 

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 mit dem   Pedale f aus   einem Stück hergestellt ist, eingreifen, wird das ganze System, dank dem Rade p (Fig.   4   welches eine Drehung des Ringes ij im Sinne der Vorwärtsbewegung der Pedale gestattet, durch diese Bewegung mitgenommen.

   Das Kettenrad folgt der Be- wegung der Pedale und die Antriebsvorrichtung rollt auf den Kugeln   a ? und y, wänrend   sich die Kugeln des Kugellagers      nicht drehen. Bei dieser Stellung kann das Pedal, nach   rückwärts   getreten, das Fahrrad nicht antreiben, da die Klemmkugeln s ein Rückwärts- drehen des Ringes i verhindern, was dem Tretkurbelantriebe, vom Standpunkt der Stabilität des Fahrers, einen neuen Vorteil verleiht, da der Fahrer beim Absteigen in den Pedalen einen Stützpunkt findet, wenn das Hinterrad ein, freilaufendes ist,   bezw.   der ihm ermöglicht, z. B. beim Bergabfahren den Füssen einen festen Ruhepunkt zu bieten. 



   Zur Einschaltung der kleineren Geschwindigkeit (Fig. 2) zieht der Fahrer durch eine geeignete Übertragungsvorrichtung die Bolzen d zurück. Das frei gewordene Pedal f (Fig. 3) nimmt den Zahnkranz   9   mit, der die Planetenräder c im Sinne der Pfeile v zu drehen sucht. Die auf dem Ring i rollenden Planetenräder übertragen ihre Bewegung auf das die
Kette tragende Kettenrad a und durch ihre Einwirkung auf den Ring i wird derselbe durch die Kugeln o in Verbindung mit dem gezahnten Rade p festgehalten. Das Ketten- rad a dreht sich nun in demselben Sinne wie das Pedal, jedoch mit geringerer Ge- schwindigkeit. 



   Um die Anwendung der Vorrichtung an allen bestehenden Fahrrädern ohne Änderung des Rahmens derselben zu ermöglichen, sind alle feststehenden Bestandteile an einer in dem   TretkurbeUager   einzusetzenden Büchse o angeordnet, während die beweglichen Teile von der   Tretkurbelachse   h getragen werden. 



   Der beschriebene Tretkurbelantrieb ist auch für Tandemfahrräder anwendbar, indem zur Linken des Rades a das zweite Kettenrad angeordnet wird. Bei   Motorzwei-oder Drei-   rädern wird die   Ringscheibe,   an Stelle der Pedale durch einen Riemen, eine Kette oder ein Zahnradgetriebe angetrieben. Die für die Anwendung für Dreiräder, Gepäcksdreiräder etc. erforderlichen Abänderungen sind wohl ohneweiters leicht den jeweiligen Verhältnissen entsprechend anzubringen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Planetengetriebe mit zwei verschiedenen Geschwindigkeiten, insbesonders für Fahr- räder, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen der Planetenräder, welche einerseits mit dem antreibenden Teil und andererseits mit einem in einer Drehrichtung gesperrten Zahn- rade in Eingriff stehen und in dem'angetriebenen Teil verschiebbar gelagert sind, zwecks Einschaltung der grösseren Übersetzung, mit Ausnehmungen des antreibenden Teiles in Ein- griff gebracht werden, so dass der antreibende Teil nicht zurückgedreht werden kann, zu dem Zwecke, bei Anordnung eines freilaufenden Hinterrades einen festen Stützpunkt zu schaffen, welcher den Abstieg mit Hilfe der Pedale erleichtert und den Füssen des Fahrers (z. B. beim Bergabfahren) einen Ruhepunkt bietet.
AT16997D 1902-10-15 1902-10-15 Planetengetriebe mit zwei verschiedenen Geschwindigkeiten, insbesondere für Fahrräder. AT16997B (de)

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