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Österreichische PATENTSCHRIFT Nu 16990. GIUSEPPE REGONDI IN ALEXANDRIA (EGYPTEN).
Hilfs-Antriebsvorrichtung für Wagen.
Vorliegende Erfindung hat eine Hilfs-Antriebsvorrichtung zum Gegenstande, welche mittels des beim Fahren auftretenden Luftwiderstandes in Bewegung gesetzt wird. Diese HilfsAntriebsvorrichtung besteht im wesentlichen ans zwei Turbinen, die in zwei durch einen Kanal miteinander verbundenen Kammern angeordnet sind. Die eine am vorderen Ende des Wagens vorgesehene Kammer weist eine Luftzutrittsöffnung auf, durch welche die Luft mit einer dem Gange des Wagens entsprechenden Geschwindigkeit eintritt, während aus der am rückwärtigen Ende des Wagens angeordneten zweiten Kammer die Luft austritt, nachdem dieselbe ihre Wirkung auf beide Turbinen ausgeübt hat, welche anfänglich von Hand aus unter Vermittlung geeigneter Bewegungmechanismen in Gang gesetzt wurden.
In der Zeichnung zeigt : Fig. 1 eine Seitenansicht bezw. einen Längsschnitt des Wagens, Fig. 2 eine Oberansicht von Fig. 1, wobei einige Teile vorn und hinten fortgebrochen sind, und Fig. 3 eine Vorderansicht zum Teil im Schnitt.
Der Wagen trägt vorne einen Turbinenmechanismus, welcher aus einem Rade a und an der Umfläche desselben an gelenkten Hebeln besteht, welch letztere an ihren freien Enden mit Kugeln b ausgestattet sind. Im Ruhezustand sind die Kugeln infolge ihres Eigengewichtes bestrebt, sich mit ihren bezüglichen Ilel) eln gegen die Arme des Rades a zu legen. Der Mantel oder das Gehäuse c dieser Turbine bildet einen inneren kreisförmigen Raum, in dem die Kugeln umlaufen können und durch die Mitte der Seitenwände des Mantels ist die Achse d des Rades a hindurchgeführt, welche mit ihren Enden in Lagern e gelagert ist, die durch das Wagengestell /'getragen werden.
Der Mantel c ist an dem vorderen Ende des Wagens lit einer erweiterten Mündung 9 versehen, durch weiche der Wind zu der Turbine einströmt, tangential zum Rade a, und auf die Kugeln b trifft, die bei der Mündung vorüberlaufen, wenn der Wagen in Bewegung ist. Die Kugeln sind mit einer Höhlung versehen und veranlassen unter der Wirkung des Windes einen Ausschlag ihrer Hebel, so dass diese kräftig gegen die entsprechenden
Arme des Rades a treffen. An den Mantel c schliesst sich ein sich verengender Kanal w an, durch welchen die Windströmung, nachdem sie auf die Turbine a gewirkt hat, zu einer zweiten Turbine h geleitet wird, die am rückwärtigen Ende des Wagens an- geordnet ist.
Das Rad dieser Turbine besteht aus einer Reihe gekrümmter Flügel, auf welche der von der Leitung 1 (' kommende Windstrom trifft. Dieses Rad ist auf einer Welle m montiert, weiche in Lagern n gelagert ist, die durch das Gestell f am hinteren Teile des Wagens getragen werden. Eine Austrittsöffnung o für den Windstrom ist an der Umfläche des
Mantels der Turbine h an der hinteren Seite des Wagens angebracht.
Auf der Welle d der Turbine a, u. zw. auf jeder Seite der letzteren, sind Zahnräder i verkeilt, welche mit anderen Zahnrädern j in Eingriff stehen, die ihrerseits auf einer
Kurbelwelle k sitzen, die in durch das Gestell f getragenen Lagern gelagert ist. Die
Kröpfungen der Welle k sind durch Kurbelstangen l mit entsprechenden Kröpfungen der
Welle m der Turbine {verbunden, so dass die beiden Turbinen ihre Kraftäusserungen auf der Welle 111 summieren. Die Welle 111 trägt auf jeder Seite der Turbine li Kettenräder oder Treibscheibe p, welche die Bewegung auf andere, auf der Achse der Antriebsräder des Wagens befestigte Kettenräder q übertragen.
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Die auf jeder Seite der vorderen Turbine angeordneten Organe sind durch Mäntel oder Gehäuse geschützt, welche mit demjenigen c der Turbine ein Ganzes bilden.
Der Antrieb des Wagens geschieht durch Antrieb eines Rades t, das zu diesem Zwecke mit radialen Handgriffen versehen ist, und deren Welle, welche zweckmässig in Konsolen u gelagert ist, ein Kettenrad v trägt, welches die von Hand erteilte Drehbewegung auf ein zweites Kettenrad a ? überträgt, das auf der Welle d der Turbine a verkeilt ist ; das Rad t ist ferner mit einem Kurbelzapfen versehen, den man unter Vermittlung einer Kurbelstange y durch einen Handhebel z betätigt, der im Handl) ereich des Wagenführers angebracht ist. Eine Feder r verbindet den Handhebel z mit einem festen Punkt des Wagens und ermöglicht, dass derselbe von Hand aus nur in einer Richtung bewegt werden braucht, während seine Bewegung in der umgekehrten Richtung durch die Spannung der Feder selbst veranlasst wird.