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Vorrichtung zum Ingangsetzen und Steuern von mittels Pressluft fortbewegten
Wasserfahrzeugen.
Gegenstand dieser Erfindung ist eine Vorrichtung zum Ingangsetzen und Steuern von mittelst unter den Schiffboden geleiteter und an seitlichem Entweichen gehinderter Pressluft fortbewegten Wasserfahrzeugen, deren wesentlichster Bestandteil eine rasch auf und nieder bewegte Stange ist, an deren unterem Ende ein Paar oder übereinander mehrere Paare von in der Ruhelage horizontalen Flügeln aus einem elastischen Materiale angebracht sind, die zueinander nach Art einer Fischschwanzflosse gestellt sind und beim Auf-und Niederbewegen
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Nach Erreichung einer gewissen Anfangsgeschwindigkeit wird das Fischschwanzruder unter gleichzeitiger Zufuhr von Pressluft unter den Schiffsboden in angehobener Lage abgestellt, wobei seine Flügel sich ausserhalb des Wassers befinden.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht mit teilweisem Schnitt, Fig. 2 einen Grundriss und Fig. 3 einen Querschnitt eines der Erfindung gemäss eingerichteten Schiffes ; Fig. 4 ist ein Vertikalschnitt. Fig. 5 eine Gesamtansicht und Fig. 6 und 7 zwei Querschnitte des Apparates zum Ingangsetzen des Schiffes ; Fig. 8 zeigt die Bauart einer Führungsrolle für die auf und nieder gehende
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apparates.
Das Schiff hat einen flachen Boden, welcher gegen die beiden Schiffsenden ansteigt und seitlich in bekannter Weise von zwei über die ganze Länge des Schiffes verlaufenden nach unten
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rippe 3. wodurch zwei getrennte Kanäle gebildet werden-An geeigneter Stelle des Schiffskörpers ist eine Luftpumpe 4 zur Erzeugung von Pressluft eingebaut, welche die Luft durch eine mit der Fanghaube 6 verbundene Leitung 7 ansaugt und die Pressluft zweckmässig an einen Akkumu-
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Nach Fig. 12 ist als Antriebsmotor für den Ruderapparat eine Pressluftturbine angenommen, von deren Welle 53 aus mittelst Kurbel und Leitstange 54 die Traverse 55 bewegt wird, welche in Führungen eines Bügels 56 gleitet, gegen seitliche Bewegung durch Gleitrollen 57 gesichert und unter der Wirkung einer Feder 59 steht, die einerseits gegen den Bügel 56'und andererseits gegen den Traversenarm 58 wirkt.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtungen ist folgende : Beim Ingangsetzen des Schiffes ist die Luftzufuhr zu den Kanälen 11 abgesperrt. Nachdem die Stange 26 mit ihren Flügeln 27 durch Anziehen an der Kette 38 in die der gewünschten anfänglichen Fahrtrichtung des Schiffes entsprechende Stellung gedreht wurde, wird die Leitung 25 geöffnet, wodurch der den Ruderapparat S betätigende Motor in Gang gesetzt und die Stange 26 mit den Flügeln 27 rasch auf und nieder bewegt wird. Hiebei schlagen die elastischen Flügel 27, ähnlich der Schwanzflosse eines Fisches nach unten und oben aus, wodurch das Schiff fortbewegt wird.
Hat das Schiff auf diese Art eine gewisse Anfangsgeschwindigkeit erreicht, so wird die Leitung 25 geschlossen, also der Ruderapparat S abgestellt, u. zw. so, dass sich dabei die Stange 26 schliesslich in ihrer Höchststellung befindet und die Leitung 8 zu den Kanälen 11 geöffnet wird. Die aus den Kanälen 11 durch die Öffnungen 13 in bekannter Weise unter den Schiffsboden austretende Luft wird von der durch die Fahrt des Schiffes verursachten, zu seiner Fahrtrichtung entgegengesetzt gerichteten Wasserströmung entlang des Schiffsbodens gegen das in der Fahrtrichtung hinten gelegene Schiffsende mitgerissen, dabei aber durch die seitlichen Rippen 1 und 2 an seinem seitlichen Entweichen verhindert.
Die Luft steigt längs des schrägen Teiles des Schiffsbodens zum Wasserspiegel auf, übt dabei vermöge ihres Auftriebes gegen die schräge Schiffbodenfläche einen Druck aus, welcher die Ursache für die Fortbewegung des Rchiffes ist. Ist das Schiff einmal in voller Fahrt, so wird die Fahrtgeschwindigkeit, wie auch die Steuerung desselben lediglich durch entsprechende
Drosselung der Luft mittelst der Klappen ? 2 bewirkt, es entfällt somit die Benützung jedes sonstigen Steuerorganes.
Der zum Ingangsetzen des Schiffes dienende Ruder-und Steuerapparat eignet sich auch als Steuerorgan für Schiffe mit den gewöhnlichen Propellerantrieben und hat gegenüber den üblichen Steuerorganen den Vorteil, dass er auch gleichzeitig die Fortbewegung des Schiffes fördert.
PATENT -ANSPRtCHE :
1. Vorrichtung zum Ingangsetzen und Steuern von mittelst Pressluft fortbewegten Wasserfahrzeugen, gekennzeichnet durch eine rasch auf und nieder bewegte Stange, an deren unterem Ende ein Paar oder übereinander mehrere Paare von in der Ruhelage horizontalen Flügeln aus einem elastischen Materiale angebracht sind. die zueinander nach Art einer Fischschwanzflosse gestellt sind und beim Auf- und Niederbewegen der Stange nach unten und oben ausschlagen, also den Bewegungen einer Fischschwanzflosse ähnliche Bewegung vollführen, durch welche die Ingangsetzung des Schiffes herbeigeführt wird.