DE502860C - Flugzeug mit frei umlaufenden Fluegeln - Google Patents
Flugzeug mit frei umlaufenden FluegelnInfo
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C27/00—Rotorcraft; Rotors peculiar thereto
- B64C27/02—Gyroplanes
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Description
Die Erfindung betrifft ein Flugzeug mit unter der Wirkung des Flugwindes frei um eine im
wesentlichen senkrechte Achse umlaufenden Flügeln. Um bei einem Flugzeug dieser Art
eine selbsttätige Zentrierung des Druckes zu erzielen, sind die Flügel an die Drehachse mittels
Gelenken angeschlossen, die den Flügeln die Möglichkeit geben, entsprechend den verschiedenen
Resultanten aus Auftrieb- und Zen-
\o trifugalkraft ober- und unterhalb der Hauptdrehebene in verschiedenen Stellungen um die
Drehachse zu schwingen. Diese Art von Flugzeugen ist unter dem Namen Cierva-Autogiro
bekannt. Die der Erfindung zugrunde liegende Hauptaufgabe besteht darin, ein Flugzeug, das
der allgemeinen Gattung der Flugzeuge mit frei umlaufenden Flügeln, jedoch insbesondere
der Gattung der Cierva-Autogiro-Flugzeuge angehört, mit einfachen und wirksamen Mitteln
auszurüsten, welche die Flügel in Umlauf versetzen, bevor das Flugzeug den Erdboden
verläßt oder anfängt zu fliegen.
Nach der Erfindung bestehen diese Mittel darin, daß am Rumpf des Flugzeuges eine oder
mehrere Flächen in den von der Luftschraube erzeugten rückwärts gerichteten Luftstrom schräg
einstellbar angeordnet sind. Diese Flächen lenken den von der Luftschraube erzeugten,
nach hinten gerichteten Luftstrom ab, der daher durch die von den Flügeln bestrichene kreisförmige
Fläche hindurchtritt und den Flügeln eine anfängliche Drehbewegung erteilt. Da diese Ablenkungsflächen auf dem Flugzeug
selbst gelagert sind, stehen diese das Starten des Flugzeuges erleichternden Mittel jederzeit
zur Verfügung, gleichgültig, wo das Flugzeug landet.
Nach der Erfindung sind die Ablenkungsflächen so ausgebildet und am Flugzeugrumpf
gelagert, daß sie in der Außerbetriebslage innerhalb des Flugzeugrumpfes liegen und schräg
zu dem von der Luftschraube erzeugten, rückwärts gerichteten Luftstrom aus dem Flugzeugrumpf
herausschiebbar sind.
Um die Höhenflosse des Flugzeuges für die Erreichung des mit den Ablenkungsflächen beabsichtigten
Zweckes heranzuziehen, ist nach der Erfindung die Höhenflosse schräg einstellbar.
Hierbei kann die Höhenflosse ein- oder mehrflächig ausgebildet sein, so daß sie als
Ablenkungsfläche dient.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind auf der Zeichnung schematisch dargestellt.
Abb. ι zeigt ein Cierva-Autogiro-Flugzeug
mit verhältnismäßig kurzem Rumpf und langen Steuerflächen in Seitenansicht. Abb. 2 ist ein
Grundriß der Abb. 1. Abb. 3 zeigt in größerem Maßstabe das Rahmenwerk des Flugzeugrumpfes
am Schwanzende und läßt die Mittel zum Einstellen der Schwanzfläche erkennen,
um den rückwärts gleitenden Luftstrom nach oben abzulenken. Abb. 4 zeigt in Seitenansicht
eine andere Ausführungsform eines Cierva-Autogiro-Flugzeuges, das mit einer anderen
Vorrichtung zum Ablenken des Rückstromes ausgerüstet ist. Abb. 5 ist ein Grundriß der
Abb. 4 bei ausgespannter Betriebslage der Ablenkungsvorrichtung. Abb. 6 zeigt im einzelnen
die Art der Lagerung und die Bedienungsweise der Ablenkungsvorrichtungen. Abb.7 zeigt im Schnitt eine der Walzen, auf welche
die Ablenkungsvorrichtung in der Außerbetriebslage aufgewickelt ist.
Nach dem Ausführungsbeispiel der Abb. 1 ! 5 bis 3 ist der Flugzeugrumpf A mit der üblichen
Landungsvorrichtung und einem System von frei umlaufenden, an einer Nabe C angelenkten
Flügeln B ausgerüstet. Die Nabe C ist so gelagert, daß sie auf der Welle D frei umlaufen
kann. Am Flugzeug sind ferner die eine Zugwirkung ausübende Luftchraube E und eine
das Höhenruder G tragende Schwanzfläche F vorgesehen. Die Schwanzfläche F ist nicht in
der üblichen Weise starr, sondern mit ihrem rückwärtigen Ende gelenkig am Flugzeugrumpf
befestigt. Am vorderen Ende der Schwanzfiäche sind Kulissensteine H angeordnet,
die auf einer gekrümmten Führungsbahn / gleiten.
Die Schwanzfläche F ist mittels eines Winkelhebels
L und einer Zugstange oder eines Seiles L1 mit einem am Führersitz vorgesehenen
Steuerhebel M verbunden, so daß der Flugzeugführer beim Rückwärtsführen des Hebels
die Schwanzfläche F in die in Abb. 3 mit voll ausgezogenen Linien veranschaulichte untere
Lage schwingen kann. In dieser Lage der Schwanzfläche F wird der von der Luftschraube
E erzeugte, nach rückwärts gerichtete Luftstrom nach oben abgelenkt und über
die Flügel B geleitet, wie die Pfeile in Abb. 1 veranschaulichen. Infolgedessen werden die
Flügel in Umlauf versetzt. Wenn die gewünschte Geschwindigkeit erreicht worden ist,
kann der Flugzeugführer die Schwanzfläche F dadurch in ihre normale Stellung zurückführen,
daß er den mit einer Sperrvorrichtung sowohl für die Vorwärts- als auch für die Rückwärtsstellung
ausgerüsteten Hebel M vorrückt. Erforderlichenfalls kann das Höhenruder G die
Schwanzfläche F dadurch beim Ablenken des Rückstroms unterstützen, daß das Höhenruder
mittels der üblichen Steuerglieder in eine Lage übergeführt wird, in der das Höhenruder
einen negativen Einfallwinkel bildet.
Es ist festgestellt worden, daß die Wirkung verbessert wird, wenn mehr oder weniger senkrechte
Flächen oder Wände vorgesehen sind, die den Rückstrom begrenzen und dessen Ausbreitung
verhindern. Zu diesem Zweck können mit Steuerflächen Y ausgerüstete senkrechte
Flossen X an jedem Ende der Schwanzfläche F an Stelle einer mittleren Flosse oder qines
Seitenruders gelagert sein. Bei einer anderen Ausführungsform kann die Steuerfläche Y ganz
fortgelassen werden. In diesem Fall sind nur senkrechte Flächen an jedem Ende der Schwanzfläche
vorgesehen.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Abb. 4
bis 7 ist an jeder Seite des Flugzeugrumpfes A eine unter der Wirkung einer Feder stehende,
kegelförmige Walze N gelagert, deren Achse zu der Längsachse des Flugzeugrumpfes geneigt
ist. Längs der einen Kante jeder Walze N ist ein segmentförmig zugeschnittenes Stoffstück
O befestigt, das beispielsweise aus Segeltuch besteht. Diese Stoffbahn ist in der Außerbetriebslage
nach Art der bekannten Fensterrouleaus auf die Walze IV aufgewickelt, in deren Inneren eine Feder IV1 angeordnet ist. Die
andere geradlinige Kante der Stoffbahn ist an einer Stange P befestigt, die den einen Arm
eines um den Zapfen P1 schwingbaren Winkelhebels bildet. Der andere Arm P2 ist an einem
Gleitstück ζ) befestigt, das unter der Wirkung einer Feder Q1 steht. Die Feder schwingt den
Arm P dicht an die Walze IV heran, auf welche die Stoffbahn O aufgewickelt ist.
An dem Gleitstück Q ist ein Seil R befestigt, das über eine Umlenkrolle S geführt ist. Das
Seil R erstreckt sich bis in den Führerraum des Flugzeuges und ist dort an einen Hebel T
angeschlossen. Wenn der Flugzeugführer diesen Hebel nach rückwärts führt, schwingen die
Arme P seitlich vom Flugzeugrumpf nach außen, so daß der Stoffstreifen O in die Bahn
des von der Luftschraube i? erzeugten Rückstromes gestreckt wird und eine schräge Lage
einnimmt. Infolgedessen wird der Rückstrom nach oben über die Spitzen der Flügel B abgelenkt,
die daher in Umlauf versetzt werden. Wird der Hebel T losgelassen, so führen die
Feder Q1 und die Walzenfedern IV1 die Arme P in die Seitenwände des Flugzeugrumpfes zurück,
wobei die Stoffbahn O auf die Walzen aufgewunden wird.
Zum Abdecken der in den Seitenwänden des Flugzeugrumpfes vorgesehenen Öffnungen,
welche die Ablenkungsflächen O in der Außerbetriebslage
aufnehmen, können unter der Wirkung von Federn stehende Deckel beliebiger Bauart angeordnet sein.
Es wird besonders hervorgehoben, daß die schmiegsamen Stoffstreif en O sich unter der
Wirkung des Rückstromes nach unten ausbauchen. Auf diese Weise entstehen die erforderlichen
seitlichen Begrenzungswände ganz von selbst. Erforderlichenfalls können jedoch mehr oder weniger senkrechte Flächen an den
Armen P so angeordnet sein, daß sie sich zusamnienfalten, wenn die Stoffstreifen 0 auf die
Walzen aufgewickelt werden.
Die AbI erkungsstoffflächen können auch
fächerartig auseinander- und zusammenlegbar sein und in der Außerbetriebslage in seitlichen
Vertiefungen des Flugzeugrumpfes untergebracht werden. Handelt es sich um Ablenkungsflächen
größerer Abmessung, beispielsweise bei mit seitlich gelagerten Motoren ausgerüsteten
Flugzeugen, so können die Stoßflächen auf leichten Teleskoprohren oder Scheren gelagert
ίο sein, die in der Außerbetriebslage der Flächen
im Flugzeugrumpf liegen, aus dem sie in beliebiger geeigneter Weise herausschiebbar sind.
Anstatt die Schwanzfläche in der üblichen Weise zu befestigen, kann diese Fläche bei
einer weiteren Ausführungsform so ausgebildet sein, daß sie gegebenenfalls zusammen mit dem
Höhenruder eine Stellung einnehmen kann, in der die Schwanzfläche einen negativen Einfallwinkel
hat, um den Rückstrom nach oben abzulenken.
Es ist auch möglich, eine besondere tragbare Vorrichtung zu benutzen, um den Flügeln beim
Anlassen des Motors eine anfängliche Drehbewegung zu erteilen. Diese aus Ablenkungsflächen
bestehende Vorrichtung kann auf dem Erdboden in der Nähe des Flugzeuges aufgestellt
und wieder fortgenommen werden, wenn die Flügel die gewünschte Geschwindigkeit erreicht haben.
Claims (4)
1. Flugzeug mit frei umlaufenden Flügeln, dadurch gekennzeichnet, daß am
Rumpf ein oder mehrere Flächen (O, F) in den von der Luftschraube (E) erzeugten,
rückwärts gerichteten Luftstrom schräg einstellbar angeordnet sind.
2. Flugzeug nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Ablenkungsfläche
die ein- oder mehrflächige, schräg einstellbare Höhenflosse (F) dient.
3. Flugzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhenflosse (F) an
ihren seitlichen Enden mit im wesentlichen senkrechten Flossen (X) ausgerüstet ist.
4. Flugzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablenkungsflächen
(O) in der Außerbetriebslage innerhalb des Flugzeugrumpfes (A) liegen und schräg zu
dem von der Luftschraube (E) erzeugten, rückwärts gerichteten Luftstrom aus dem
Flugzeugrumpf herausschiebbar sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB502860X | 1928-10-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE502860C true DE502860C (de) | 1930-07-19 |
Family
ID=10455354
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC43640D Expired DE502860C (de) | 1928-10-27 | 1929-08-31 | Flugzeug mit frei umlaufenden Fluegeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE502860C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102015121502A1 (de) * | 2015-12-10 | 2017-06-14 | Christoph Fraundorfer | Tragschrauberrotorblatt zur autorotatorischen Auftriebserzeugung |
-
1929
- 1929-08-31 DE DEC43640D patent/DE502860C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102015121502A1 (de) * | 2015-12-10 | 2017-06-14 | Christoph Fraundorfer | Tragschrauberrotorblatt zur autorotatorischen Auftriebserzeugung |
| US11338913B2 (en) | 2015-12-10 | 2022-05-24 | Christoph Fraundorfer | Autogyro rotor blade for generating lift by autorotation |
| DE102015121502B4 (de) * | 2015-12-10 | 2025-02-13 | Tensor AG | Tragschrauberrotorblatt zur autorotatorischen Auftriebserzeugung |
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