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Österreichische
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GOTTFRIED LEBRECHT TILLMANNS IN MOSKAU.
Vorrichtung zum Einführen von Watte in Zigarettenhülsen.
Die bekannten Vorrichtungen zur Einführung von Wattestückchen in die Zigarettenhülsen bestehen gewöhnlich ans einem Transporteur, welcher die in Form eines Stranges zugeführte Watte vorschiebt, einem Halter, der die vorgeschobene Watte festhält, wenn der Transporteur zurückgeht und auch festhält, wenn ein Abschneiden des Wattestückchens erfolgt und schliesslich einem Messer, welches den zugeführten Strang in kleine Stücke zerschneidet, die dann durch eine geeignet geformte Stange in die Hülse geschoben werden.
Bei Vorrichtungen dieser Art besteht nun der Übelstand, dass, wenn Regulierungen oder Stellungsveränderungen der einzelnen Teile erforderlich werden, was bei der sehr verschiedenen Grösse der Zigaretten eintreten kann, jede einzelne der genannten Vorrichtungen, die je einen besonderen Antrieb erhalten, für sich verstellt werden mussj was, abgesehen von dem dazu erforderlichen grossen Zeitaufwand, stets eine mehr oder minder grosse Un- regelmässigkeit zurücklasst, die nicht vermieden werden kann, die aber hinsichtlich der Funktion der Vorrichtung Nachteile bietet.
Dieser bekannte Übelstand soll durch die vorliegende Erfindung dadurch vermieden werden, dass Wattetransporteur, Wattehalter und Messer auf einer gemeinsamen Grundplatte angeordnet und von einer gemeinsamen Welle angetrieben werden, so dass bei Stellungsveränderungen oder Regulierungen der Vorrichtung alle Teile zusammen verstellt werden können, die aber unter sich stets in der gleichen lkziehung bleiben und daher Unregelmässigkeiten nicht mehr auftreten können, abgesehen von der in viel kürzerer Zeit möglichen Verstellung.
Die vorliegende Erfindung ist auf der Zeichnung zur Veranschaulichung gekommen, und zwar ist : Fig. 1 eine Draufsicht auf die ganze Vorrichtung, Fig. 2 eine Seitenansicht,
Fig. 3 eine Seit. enansicht des Wattetransporteurs, Fig. 4 eine Seitenansicht des Watte-
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Der in Frage stehende Wattetransporteur, der die in Form eines Stranges zugeführte Watte vorschieben soll, wird von einer exzentrischen Scheibe 6 betätigt. Der Transporteur selbst besteht aus einem konischen Rohr 10. durch welches die Watteschnur hindurchgeht und das mit einer Stange. 9 fest verbunden ist. In einem Ausschnitt der letzteren bewegt sich das eine Ende eines zweiarmigen um die Achse 8 drehbaren Hebels 7, der unter der Einwirkung der exzentrischen Scheibe 6 steht.
Durch die eigenartige Gestalt der letzteren erhält daher die Stange 9 und mit ihr
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venn sich das Rohr 10 in Fig. 3 unter Einwirkung der Kurvenscheibe nach links bewegt, schiebt das Rohr 10 infolge seiner konischen Gestalt den Wattestrang vor. Die Rück- wärtsbewegung des Rohres 10 wird durch eine Feder-M herbeigeführt, wobei ein Riegel oder Haken 11 so in den Wattestrang eindringt, dass der letztere bei der Rückwärtshewegung des Rohres 10 festgehalten wird und stillsteht. Der in Fig. 4 dargestellte Wattehalter hat den Zweck, das Ende des vorgeschobenen Wattestranges zu. ergreifen und festzuhalten, damit mittelst der Schere ein Stück abgeschnitten werden kann.
Dieser Wattehalter wird durch eine exzentrische Scheibe 15 in Bewegung gesetzt und besteht aus einer
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befestigt, und zwar wird von dem Exzenter M ein Heben der Stange 18 bewirkt, so dass der Wattestrang auf den Tisch 19 unter die Stange 18 gelangen kann, während ein Senken der Stange 18 und ein Festhalten des Wattestranges von einer Feder 20 herbeigeführt wird.
Die zum Abschneiden des Watteatranges dienende in Fig. 5 dargestellte Schere besteht aus einem unbeweglichen Scherenblatt 13 und einem beweglichen Blatt 14, welches von einer mit einem Seitenvorsprung 22 versehenen Scheibe 21 betätigt wird. Das bewegliche
Scheren blatt 14 sitzt fest auf einer Welle 23, die einen mit einer Rolle ausgestatteten
Vorsprung 24 besitzt. Diese Welle wird durch eine Feder 27 (Fig. 1) normal so gehalten, dass das Scheren blatt 14 gehoben ist. Bei Drehung der Scheibe 21 wirkt der Seiten- vorsprung 22 auf den Ansatz 24 der Welle 23 und bewirkt dadurch eine Drehung der letzteren und damit ein Senken des Scherenblattes 14.
Durch die Zusammenwirkung der
Blätter 13 und 14, zwischen welchen sich der Wattestrang befindet, wird ein Abschneiden des letzteren erzielt. Die auf der Welle 23 befindliche Feder 26 hat hiebei den Zweck, das Scherenblatt 14 an das Blatt 13 anzupressen, um einen guten und sicheren Schnitt zu erzielen. Um nun den eingangs erwähnten Übelstand zu vermeiden, werden nach vor- liegender Erfindung die erwähnten Vorrichtungen, nämlich der Wattetransporteur, der
Wattehalter und die Schere gemeinsam auf einer Grundplatte 5 angeordnet, die auf dem
Tisch der Maschine unter Benutzung von Schlitzen beliebig und leicht verstellt werden kann, je nachdem dies durch ein anders herzustellendes Fabrikat bedingt wird.
Gleich- zeitig hiemit erfolgt der Antrieb der gesamten Teile von einer einzigen Welle 1 aus, die einen Längsschlitz 3 besitzt und in eine Hülse 2 tritt, auf welch letzterer die Exzenter- scheiben 6, 15 und 21 sitzen, die, wie oben angeführt, den Wattetransporteur, den Watte- halter und die Schere in der schon beschriebenen Weise zur Wirkung bringen. Damit nun eine Verstellung der Grundplatte 5 und damit der in Frage stehenden Teile keinerlei
Einfluss auf den Antrieb derselben ausübt, ist, wie schon erwähnt, die Achse 1 mit einem
Schlitz 3 versehen, im welch letzteren ein in der Hülse 2 angeordneter Zapfen 4 tritt.
Hiedurch wird erreicht, dass sich die Hülse 2 auf der Achse 1 in genügend weiten Grenzen hin und her verschieben kann, ohne eine Unterbrechung der Drehbewegung zu erfahren.
Bei jeder etwa erforderlich werdenden Verstellung ist also die Beziehung der einzelnen
Teile untereinander, als auch der Antrieb stets ein gleicher, so dass die bisher auftretenden und nicht vermeidbaren Unregelmässigkeiten infolge der Verstellung durchaus vermieden werden.
Die Wirkung der Teile ist die bekannte. Der vom Wattetransporteur zugeführte
Strang wird, nachdem er von dem Wattehalter auf dem Tisch 19 festgehalten wurde, von der Schere abgeschnitten und das hiedurch gebildete Stück, nachdem der Wattebalter hochgegangen ist, von einer Gabel 25, von geeigneter Gestalt, die von der l'ahrungs- stange 30 eine hin und her gehende Bewegung erhäit, ergriffen und in die Zigaretten- hülse hineingeschoben. Die hin und her gehende Bewegung der Führungsstange 30 wird von einer besonderen Achse aus durch den um den Punkt 29 drehbaren Hebel 28 be- wirkt (Fig. 2), jedoch ist auch hier die Einführungsstange 25 je nach der Länge der herzustellenden Hülse in ihrer Länge veränderlich.