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Mischgefäss
Die bekannten Mischvorrichtungen sind derart gebaut, dass im Innern des Mischgefässes ein in rasche Drehbewegung versetzter Quirl zentrisch angeordnet ist. Sind diese Drehkörper mit
Messern versehen, so wird in solchen Vorrichtungen nicht nur ein Mischen, sondern auch ein Zerkleinern der Massen bewirkt. Das Gefäss selbst besitzt meist einen kreisförmigen Querschnitt.
In neuester Zeit wurden den dem Mischen und
Zerkleinern dienenden, meist kegelstumpfförmigen Gefässen ein, die Form eines regelmässigen Kleeblattes aufweisender Querschnitt gegeben, um im Mischgut turbulente Strömungen zu erzeugen ; es hat sich nämlich gezeigt, dass durch die, auf das der Fliehkraft unterworfene Mischgut ausgeübte hemmende Wirkung der die Kleeblattbegrenzung darstellenden, durch den unstetigen Übergang der einzelnen, gekrümmten Mantelflächenteile gebildeten Hemmrippen dem Mischgut infolge der Drehbewegung des Quirls eine solche Drehung erteilt wird, dass es infolge seiner Heranführung an die Drehachse des Quirls bzw. des Messers eine raschere und stärkere Durchmischung und damit auch Zerkleinerung erfährt.
Die Drehachse des Quirls, die bei seiner zentrischen Anordnung zugleich die Achse des Mischgefässes darstellt, stellt dann die Achse des Verschneidungsbereiches der Mischgutmassen dar.
Wie sich auf Grund durchgeführter Versuche herausgestellt hat, ist die mischende und zerkleinernde Wirkung der oben geschilderten Vorrichtung eine wesentlich erhöhte bzw. verstärkte, wenn die Wandung des Mischgefässes derart gestaltet ist, dass die in zwei benachbarten Hemmrippen an die Wandungen des höchstens zwei Symmetrieebenen aufweisenden Mischgefässes gelegten Tangenten ungleichen Abstand von der Quirlachse haben. Diese Querschnittform des Mischgefässes bedingt, dass die von den Gefässwandungen ablaufenden Strömungen sich gegenseitig stören und sekundäre Wirbel erzeugen, die die Drehachse des Quirls überschneiden.
Zum Unterschied von der bekannten Formgebung, die die Ausbildung konzentrischer laminarer Strömungen und damit eine zumindest teilweise Wiederentmischung des Gutes infolge Zentrifugalwirkung nicht verhindern kann, werden bei der Querschnittsgestaltung gemäss vorliegender
Erfindung immer neue Bestandteile des Misch- gutes dem Quirl zum Zerkleinern zugeführt.
Diese Wirkung tritt ein, wenn der bekannte kleeblattförmige Querschnitt so gestaltet wird, dass mindestens zwei Blätter des den Querschnitt des Mischgefässes darstellenden Kleeblattes ver- schieden gross sind oder wenn die Krümmungen der einzelnen Blätter zu den Hauptachsen des
Kleeblattes unsymmetrisch verlaufen. Beide
Grundsätze der Formgebung können auch gleich- zeitig angewandt werden.
Eine weitere Erhöhung der Misch-und Zer- kleinerungswirkung tritt erfindungsgemäss ferner dann ein, wenn die Auslauftangenten der gleichen
Hemmrippe in verschiedenen Höhen des Misch- gefässes verschiedene Richtungen haben. Dies ist dann der Fall, wenn die durch die Querschnitts- begrenzung gebildeten, die Hemmrippen dar- stellenden Mantellinien des z. B. die Form eines
Kegelstumpfes aufweisenden Mischgefässes im
Raume zueinander und gegen die Quirlachse geneigt sind. Dadurch erhalten die von den Mantelflächen ablaufenden Strömungen Richtungen, die in verschiedenem Grade von der waagrechten Ebene abweichen ; auf diese Weise erfolgt zusätzlich eine Wirbelbildung und Durchmischung in senkrechter Richtung.
Beispielsweise Ausführungsformen des Mischgefässes gemäss der Erfindung sind in den Fig. 1-4 dargestellt :
Fig. 1 zeigt den Querschnitt eines Mischgefässes, bei dem die Blätter des Kleeblattes eine gegenüber den Hauptachsen des Kleeblattes verschiedene Krümmung aufweisen. Fig. 2 zeigt einen Kleeblattquerschnitt, dessen Blätter verschieden gross sind. Die Hemmrippen sind mit 1 bis 4, die Verschneidungsbereiche mit 5 und 6 bezeichnet. Mit 7 ist der den Quirl bzw. das Messer tragende Drehbolzen bezeichnet.
Aus den beiden Figuren ist der ungleiche Abstand al, a2, Sg und a4 der an die Wandungen des Mischgefässes gelegten Tangenten von der Quirlachse ersichtlich. Fig. 3 zeigt die Draufsicht eines Mischgefässes mit dem Mantel des Kegelstumpfes entsprechenden Hemmrippen 1 bis 4.
Bei dem Mischgefäss gemäss Fig. 4 sind die Hemmrippen 1 bis 4 zueinander geneigt.