AT167533B - Fellprodukt - Google Patents

Fellprodukt

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AT167533B
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Erich Wester
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Erich Wester
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Fellprodukt 
Die Erfindung betrifft ein zusammengesetztes
Fellprodukt und setzt sich zum Ziele, ein gross- flächiges Fell bzw. Fellbahnen, aus minder- wertigen Fellen oder Fellteilen herzustellen und dabei das bisher übliche mühsame mosaikartige Zusammennähen derselben zu vermeiden und so zusammenhängende Fellprodukte beliebiger Grösse von gleichmässiger, dichter Oberflächenbeschaffenheit zu schaffen, die in ihrem Aussehen lückenlosen, völlig einheitlichen Fellcharakter zeigen und in ihrer Geschmeidigkeit mindestens der des Naturfelles entsprechen. 



   Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, dass das Fellprodukt aus verwebten Fellstreifen besteht. Zu diesem Zwecke wird das zu verarbeitende Fellmaterial mittels bekannter Vorrichtungen, z. B. einer Fellbandmesserspaltmaschine, in Streifen geschnitten und diese zunächst kurzen Stücke durch Nähen oder Kleben zu langen Bändern zusammengesetzt. Diese langen Fellbänder bilden das Ausgangsmaterial für ein Verweben nach an sich bekannten Prinzipien, das sowohl maschinell in besonders dafür eingerichteten Webstühlen als auch von Hand in Webrahmen durchgeführt werden kann. 



   Es entsteht dadurch ein Produkt von vollkommen einwandfreie, einheitlichem Fellcharakter, das sich überraschenderweise durch hohe Geschmeidigkeit auszeichnet, die der natürlichen Schmiegsamkeit von Fellen oder Pelzen in weitem Masse entspricht, ja diese meistens noch übertrifft, so dass eine solche Fellbahn nicht nur als Bodenbelag verwendet werden kann, sondern sich auch insbesondere zur Herstellung von Überwürfen, Reisedecken, Formteilen für Bekleidungsstücke, Wärmehauben und vieles andere vorzüglich eignet. 



   Solche Fellgewebe können dadurch hergestellt werden, dass in beiden Fadensystemen, also in Kette und Schuss, ausschliesslich Fellstreifen eingesetzt sind. 



   Es kann erfindungsgemäss auch ein gemischtes Webverfahren Anwendung finden, derart, dass nur ein Fadensystem, vorzugsweise der Schuss, aus Fellstreifen besteht, während für das andere System, also vorzugsweise die Kette,   Hilfsfäden   aus einem neutralen, in der Webtechnik üblichen Fadenmaterial, wie z. B. Garn, Hanf, Bast, Kokosfaser, Zellwolle, Papier, aber auch Metallfäden oder Bänder, verwendet werden. 
Weiters können nach der Erfindung auch die
Fellstreifen eines oder beider Fadensysteme zur
Erhöhung der Festigkeit des Produktes nach einem erprobten Verhältnis, z. B. 1 : 1, mit einer der oben angegebenen Fadensorten abwechseln. Dieses Mischungsverhältnis kann jedoch über die Länge und/oder Breite der Fellbahn veränderlich sein und insbesondere zum Zwecke der Randverstärkung dort vorteilhaft zugunsten des fremden
Fadens erhöht werden. 



   Es ist besonders zu beachten, dass bei den verschiedenen Varianten der beiden hier angegebenen gemischten Webverfahren der einheitliche Fellcharakter in der Oberflächenbeschaffenheit des Produktes voll gewahrt bleibt, die fellfremden, neutralen Einschläge also nach der Oberseite hin nicht sichtbar sind. 



   Die Oberflächenbeschaffenheit des fertigen Gewebes wird erfindungsgemäss dadurch beeinflusst, dass die Fellstreifen während des Webvorganges einseitig ausgerichtet werden, wodurch das Gewebe eine Pelzoberseite und eine bUnde Unterseite erhält. 



   Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung können die Fellstreifen aber auch ohne Seitenausrichtung durchlaufen gelassen werden, wodurch die Fellbahn auf beiden Seiten eine gleichmässig homogene Haarseite von ausreichender Dichte und somit von einwandfreiem, einheitlich erscheinendem Fellcharakter aufweist. 



  Das Produkt kann dadurch beiderseits gleichermassen verwendet werden. Diese Ausgestaltung zu einem einschichtigen Doppelfell wird sowohl durch gleichmässiges Verdrillen als auch vorzugsweise durch willkürliches, ungesteuertes Durchlaufenlassen der Fellstreifen erreicht. 



   Die Beschaffenheit der so hergestellten Fellgewebe lässt ohne weiteres eine Bearbeitung nach bekannten Methoden der Rauhwarenbehandlung zu, wie z. B. Feuchtspannen zum Zwecke der Formerhaltung usw. 



   Ausser der üblichen Rechteckform kann der Fellbahn durch Weben oder Flechten in Formrahmen eine bestimmte Gestalt gegeben werden, wie beispielsweise die von Einzelteilen für die Fertigung von Bekleidungsstücken, Hausschuhen, Kopfbedeckungen, Wärmehauben und anderen Gebrauchsgegenständen. 



    Insbesondere kann zwecks Verarbeitung zu beliebig geformten Teilen im Falle eines neutralen :   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Einschlages die Verwendung eines solchen Zusatzmaterials bzw. die Verwebung in solcher Weise vorgesehen werden, dass bestimmte Schnittfiguren abgenäht und danach ausserhalb der Nähte ausgeschnitten werden können, ohne den Zusammenhalt des Gefüges zu gefährden. 



   Schliesslich erweist sich auch die Herstellung 
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 eine ausreichende Gewebedichte erzielt wird, um ein direktes Zuschneiden verschiedener Formstücke aus dem Fellgewebe zu   ermöglichen.   



   PATENTANSPRÜCHE :   l.   Fellprodukt, dadurch gekennzeichnet, dass es aus verwebten Fellstreifen, vorzugsweise von weniger als 5 mm Breite, besteht und eine zu- sammenhängende Fellbahn von völlig einheitlichem Fellcharakter bildet.

Claims (1)

  1. 2. Fellprodukt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nur ein Fadensystem, vorzugsweise der Schuss, aus Fellstreifen, das andere hingegen aus beliebigen, in der Webtechnik verwendbaren Fäden bzw. auch aus Metallfäden besteht. 3. Fellprodukt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Schuss oder bzw. und Kette nur teilweise aus Fellstreifen, teilweise aber aus Hilfsfäden bestehen.
    4. Fellprodukt nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Haare der Fellstreifen durchwegs nach einer Seite der Fellbahn ausgerichtet sind.
    5. Fellprodukt nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fellstreifen vorzugsweise gleichmässig verdrillt sind und dadurch die Fellbahn beiderseits einheitlichen Fellcharakter aufweist.
AT167533D 1947-06-26 1947-06-26 Fellprodukt AT167533B (de)

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AT167533D AT167533B (de) 1947-06-26 1947-06-26 Fellprodukt

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3632174A1 (de) * 1986-09-22 1988-04-07 Beyer Gerd Pelzwerk aus pelzstreifen und daraus oder unter verwendung dessen hergestellte rauchwaren, insbesondere bekleidungsstuecke

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3632174A1 (de) * 1986-09-22 1988-04-07 Beyer Gerd Pelzwerk aus pelzstreifen und daraus oder unter verwendung dessen hergestellte rauchwaren, insbesondere bekleidungsstuecke

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