AT167063B - Gekapseltes Kohlemikrophon, insbesondere für Fernsprecher - Google Patents
Gekapseltes Kohlemikrophon, insbesondere für FernsprecherInfo
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Description
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Gekapseltes Kohlemikrophon, insbesondere für Fernsprecher
Die Erfindung bezieht sich auf ein gekapseltes Kohlemikrophon, insbesondere für Fernsprecher, mit einer aus Kunststoff, vorzugsweise thermoplastischen Kunststoff, wie Polyvinylchlorid hergestellten Membrane, welche eine Elektrode trägt, die beweglich in eine innerhalb der Kapsel angeordnete, ganz oder teilweise mit Kohlegriess od. dgl. gefüllte Kammer eingreift. Das Hauptkennzeichen der Erfindung besteht nun darin, dass die aus elektrisch leitendem Stoff, vorzugsweise Metall, Kohle od. dgl. bestehende Elektrode direkt oder unter Zwischenschaltung eines besonderen Halteorgans auf bzw. in einer aus der Membrane selbst gebildeten gepressten Ausbuchtung oder Einbuchtung bzw.
Ausnehmung sitzt, wobei in an sich bekannter Weise besondere elektrische Verbindungsmittel für die Stromzufuhr zur beweglichen Elektrode vorgesehen sind. Durch diese Ausgestaltung wird gegenüber bekannten Mikrophonbauarten der Vorteil einer sehr einfachen und dabei aber zuverlässig lagerichtigen Halterung der Elektrode erreicht, was sich einerseits bei der Massenfertigung durch Ein- sparung zusätzlicher Arbeitsoperationen bzw. be- sonderer Befestigungsmittel und anderseits hinsichtlich der Funktion des Mikrophons äusserst günstig auswirkt.
Weitere Merkmale der Erfindung betreffen einzelne besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der vorerwähnten Halterung bzw. der Mittel für die Stromzufuhr zur beweglichen Elektrode.
Die Zeichnung veranschaulicht Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Ausführungsform der Mikrophonkapsel im Längsschnitt und die Fig. 2-4 verschiedene Ausgestaltungen der an der Membrane angebrachten Elektrode in je einem Teillängsschnitt durch die Membrane.
In Fig. 1 bezeichnet 1 die vorzugsweise im wesentlichen schwach gewölbte Membrane, welche aus Kunststoff, vorzugsweise thermoplastischem Kunststoff, wie Polyvinylchlroid od. dgl., u. zw. vorteilhafterweise im Pressverfahren hergestellt ist. Diese Membrane ist mit ihrem Rande 2 zwischen dem Rande des Kapselbodens 3 und dem Rande des mit Einsprechöffnungen 4 versehenen Deckels 5 eingespannt. Die Festspannung erfolgt dabei zweckmässig durch einen besonderen Spannring 6, der an seinem unteren Rande 7 in einer Kehle 8 des vorzugsweise gleich- falls aus Kunststoff (z. B. Kunstharz) hergestellten Kapselbodens verankert ist, wobei der obere Rand 9 des Ringes 6 gegen den Rand des Kapseldeckels 5 umgebördelt ist und so die Teile 1, 3 und 5 fest zusammenhält.
Am Kapselboden 3 ist eine Kammer 10 zur Aufnahme von Kohlegriess od. dgl. vorgesehen, in welche in an sich bekannter Weise eine Elektrode 11 beweglich eingreift, die beim dargestellten Ausführungsbeispiel durch eine auf einer Ausbuchtung 12 der Membrane 1 befestigten (z. B. aufgeklebten) Metallkappe gebildet ist. In der
Kohlegriesskammer 10 ist die zweite feststehende
Elektrode 14 angeordnet, welche z. B. mittels des
Nietbolzen 15 fixiert ist, der zugleich den einen
Anschlusskontakt des Mikrophons bildet.
Der zweite Anschlusskontakt für das Mikrophon wird durch den Spannring 6 hergestellt, von welchem aus die Stromzufuhr zur beweglichen
Elektrode 11 über den metallischen Kapseldeckel 5 und das Verbindungsdrahtstück 16 erfolgt, welches einen Endes an die Elektrode 11 und anderen Endes an den Kapseldeckel 5 an- geschlossen, z. B. angelötet, ist. Im Drahtstück 16 ist eine Schlaufe od. dgl. 16 a vorgesehen, um zu erreichen, dass die Schwingungsfähigkeit der
Membrane nicht beeinträchtigt wird.
Beim beschriebenen Ausführungsbeispiel ist, wie schon erwähnt, die bewegliche Elektrode 11 durch eine entsprechend geformte Metallkappe gebildet. Um eine zuverlässige Konstanthaltung des Übergangswiderstandes zwischen Elektrode und Kohlegriess zu gewährleisten, wird vorteil- hafterweise mindestens die eigentliche, druck- ausübende Kontaktfläche (Stirnfläche) der
Elektrode mit einem Belag aus Edelmetall, ins- besondere Gold oder Platin, versehen, welcher vorzugsweise im galvanischen Verfahren auf- gebracht wird. Aus demselben Grunde könnte die Elektrode auch mit einem Belag aus Kohle,
Widerstandsmaterial od. dgl. versehen sein, der vorzugsweise durch Aufbrennen auf die Metall- kappe angebracht wird.
Ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, wäre es auch möglich, die bewegliche Elektrode, wie in den Fig. 2 und 3 angedeutet, durch einen vorzugsweise plättchenförmigen Kohlekörper 17 zu bilden, der an der Membrane entweder unter
Vermittlung eines besonderen z. B. durch eine
Hülse 18 gebildeten Halteorgans (Fig. 2) oder
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unter Umständen auch unmittelbar in einer durch passende Formgebung der Membrane hergestellten Haltepfanne 19 (Fig. 3) befestigt sein kann.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist die bewegliche Elektrode durch einen mit einem metallischen Überzug 20 versehenen keramischen Körper 21 gebildet, der mit seinem Ansatz 21 a in eine mit einem Hals 22 versehene Öffnung der Membrane 1 eingesetzt ist. Die eigentliche Kontaktfläche (Stirnfläche) 23 der Elektrode trägt einen Belag 24 aus Edelmetall, aufgebranntem Widerstandsmaterial od. dgl.
Eine weitere Ausbildungsmöglichkeit für die bewegliche Elektrode besteht noch darin, dass man eine entsprechend geformte und eventuell verdickte Ausbuchtung der Membrane unmittelbar mit einem ein-oder mehrschichtigen Metallbelag (Trägerschichte und Edelmetallschichte) versieht, der im galvanischen Verfahren im Spritzverfahren od. dgl. aufgebracht ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gekapseltes Kohlemikrophon, insbesondere für Fernsprecher, mit einer aus Kunststoff, vorzugsweise thermoplastischem Kunststoff, wie Polyvinylchlorid, hergestellten Membrane, welche eine Elektrode trägt, die beweglich in eine inner- halb der Kapsel angeordnete, ganz oder teilweise mit Kohlegriess od. dgl. gefüllte Kammer eingreift, dadurch gekennzeichnet, dass die aus elektrisch leitendem Stoff, vorzugsweise Metall, Kohle od. dgl. bestehende Elektrode direkt oder unter Zwischenschaltung eines besonderen Halteorgans auf bzw. in einer aus der Membrane selbst gebildeten (gepressten) Ausbuchtung oder Einbuchtung bzw. Ausnehmung sitzt.
Claims (1)
- 2. Mikrophon nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die bewegliche Elektrode die Form einer Kappe besitzt, die auf eine entsprechend geformte Ausbuchtung des Membrane- mittelteilts aufgesteckt ist (Fig. 1).3. Mikrophon nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der in Form eines Plättchens od. dgl. ausgebildete, eigentliche Elektr enkörper von einem auf eine Ausbuchtung des Membranemittelteiles aufgesteckten hülsenförmigen Halteorgan getragen ist (Fig. 2).4. Mikrophon nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der die Form eines Plättchens od. dgl. besitzende eigentliche Elektrodenkörper in einer im Membranemittelteil ausgebildeten Pfanne eingebettet ist (Fig. 3).5. Mikrophon nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektrodenkörper membraneseitig einen Ansatz aufweist, der in einer von einem eingepressten Kragen umgebene Ausnehmung des Membranemittelteiles sitzt (Fig. 4).6. Mikrophon nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrode durch einen unmittelbar auf eine Ausbuchtung des Membranemittels z. B. auf galvanischem Wege, im Spritzverfahren od. dgl. aufgebrachten, ein-oder mehrschichtigen Metallbelag gebildet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT167063T | 1949-03-26 |
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| AT167063B true AT167063B (de) | 1950-11-10 |
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| AT167063D AT167063B (de) | 1949-03-26 | 1949-03-26 | Gekapseltes Kohlemikrophon, insbesondere für Fernsprecher |
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|---|---|
| AT (1) | AT167063B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1003263B (de) * | 1953-01-05 | 1957-02-28 | Krone Kg | Elektrodenanordnung fuer mit Kohlegriess gefuellte Sprechkapseln |
| DE1040603B (de) * | 1957-06-18 | 1958-10-09 | Krone Kg | Leichte Sprechkapsel fuer Abfragegarnituren od. dgl. |
-
1949
- 1949-03-26 AT AT167063D patent/AT167063B/de active
Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE1003263B (de) * | 1953-01-05 | 1957-02-28 | Krone Kg | Elektrodenanordnung fuer mit Kohlegriess gefuellte Sprechkapseln |
| DE1040603B (de) * | 1957-06-18 | 1958-10-09 | Krone Kg | Leichte Sprechkapsel fuer Abfragegarnituren od. dgl. |
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