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Handweberahmen
Die Erfindung bezieht sich auf Handweberahmen mit rohrförmigem Fachbildungsorgan und bezweckt, durch exakte, eindeutig bestimmte Begrenzung der Einstellbewegungen des Fachbildungsorgans bei entsprechender Fixierung desselben in den Arbeitsstellungen raschere und genauere Arbeit bei grösserer Schonung des Materiales zu erzielen, was besonders bei kunstgewerblichen Handweben von erheblicher Bedeutung ist.
Die bekannten Handweberahmen mit rohr- förmigem Fachbildungsorgan haben keine andere Fixierung des Fachbildungsorgans in den beiden Arbeitsstellungen als die Kettenspannung (je einer Schar Kettenfaden). Das ist zu wenig Sicherung gegen unbeabsichtigtes Zurückdrehen des Fachbildungsorgans. Dort liegt das Fachbildungsrohr lose auf den Seitenteilen des Rahmens zwischen zwei Stegen oder Platten und reicht mit einer Rippe zwischen diese hinein. Die Hinund Herdrehung des Fachbildung, rgans ge- schieht durch Eingreifen dieser Rippe von unten.
In den Endstellungen liegt diese Rippe einseitig an dem einen oder dem andern Steg lose an.
Das erschwert das Ergreifen der Rippe. Diese kann aber bei der Berührung des Rahmens mit der ihn stützenden Tischkante od. dgl. aus der
Arbeitsstellung geraten. Die dadurch eintretende
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Das Fachbildungsrohr 7 ruht bzw. gleitet auf der Aufwölbung des Bodens des Lagersteges zum Teil unmittelbar, zum Teil mittels des Auflagerohres 11, daher mit nur geringer Reibung. Die Wölbung 25 geht beiderseits in die Hohlkehlen 17, 18 über, die in zweckmässig hornartig aufgebogenen Flanschprofilen liegen. Wölbung und Hohlkehlen sowie die Auflage 11 sind so bemessen, dass die Auflage in den Hohlkehlen eine eindeutig bestimmte ist und ein ungewolltes Zurückdrehen verhindert wird, solange das Fach- bildungsorgan 7 nicht unter Kraftanwendung mit der Längsauflage 11 unter Überwindung der ansteigenden Wölbung des Stegbodens und der Kettenspannung über die Wölbungskuppe
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hinübergedreht bzw. gehoben wird.
Nach Überschreitung der Wölbungskuppe gleitet die Auflage 11 von selbst unter dem Druck der Kettenspannung in die entgegengesetzte Hohlkehle. Das zylindrische Fachbildungsorgan 7 findet bei dieser Umstellung bzw. Drehung an den Kanten der Stegflanschen beiderseits die erforderliche Stützung und Führung, so dass darauf keine Aufmerksamkeit verwendet zu werden braucht.
Die Betätigung des Fachbildungsrohres erfolgt erfindungsgemäss durch Hineingreifen der Finger eir. er Hand in die Endöffnung des Rohres und durch Ergreifen der Rohrwand mit den Fingern.
Zu diesem Zwecke sind die Enden des Rohres über die Seitenflächen des Rahmens hinaus verlängert (Fig. 1).
Die Auflage 11 des Fachbildungsorgans besteht erfindungsgemäss aus einem dünnen Röhrchen, das längs einer Erzeugenden an dem Fachbildungsrohr befestigt ist und dessen äusserer Rundung der Form der Hohlkehlen genau entspricht. Statt einer durchgehenden Auflage können auch zwei oder mehr getrennte gleichartige Auflagen vorgesehen sein.
Alles an diesem Apparat ist auf rasche und billige Herstellung und auf rasche und exakte Bedienbarkeit berechnet.
Mit der dem Arbeitenden zugewandten Vorderkante des Lagersteges ist das rückwärtige Ende einer Auflageplatte 23 bei 22 verfalzt. Diese
Auflageplatte dient als Stütze der Hände bei der Arbeit und zur besseren Sichtbarmachung des fortschreitend wachsenden Gewebes. 21 sind die
Stellöcher für die obere Spann walze 5.
Bei den bekannten Arretierungsvorrichtungen für solche Fachbildungswalzen mit wellen- förmiger Feder über dem Lagerstegboden und einem quer durch die Walze verschiebbaren federbelasteten Stift, der in die Wellentäler der Bodenfeder einschnappt, ist keine eindeutig bestimmte Endlage des Federstiftkopfes und des Fachbildungsorgans vorgesehen. Auch stört der beiderseits aus der Walze hervorstehende Stift sehr, und alle bei der Arretierung zusammenwirkenden Elemente sind viel zu schwach, um dauerhaft sein zu können.
Das Auflageröhrchen 11 kann durch eine entsprechende Ausbauchung oder durch eine andere Auflage analoger Form ersetzt werden und das Rohr 7 kann an den Enden gerändelt sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Handweberahmen mit rohrförmigem Fachbildungsorgan, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagersteg (10) für das Fachbildungsorgan (7) eine mittlere Bodenwölbung und zwei zum Teil von dieser und zum Teile von seitlichen Flan- schenprofilen des Lagersteges gebildete, seitliche Hohlkehlen (17, 18) aufweist, in die ein Längs- vorsprung (11) des Fachbildungsorgans (7) oder Teile eines solchen Längsvorsprunges in den Arbeitsendstellungen des Fachbildungsorgans einschnappen.