AT166461B - Verfahren zur Herstellung neuer Disazofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Disazofarbstoffen

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  Verfahren zur Herstellung neuer Disazofarbstoffen 
Es wurde gefunden, dass wertvolle, neue Disazofarbstoffe erhalten werden können, wenn man ein tetrazotiertes 3,3'-Dioxy-4,   4'-diamin-   diphenyl mit 2 Mol derselben oder verschiedener Kupplungskomponenten vereinigt, von denen mindestens eine ein   l-Oxynaphthalin   ist, dessen 8-Stellung durch eine auxochrome Gruppe besetzt ist. 



   3,3'-Dioxy-4, 4'-diaminodiphenyl kann z. B. aus 3, 3'-Dimethoxy-4, 4'-diaminodiphenyl durch Verseifen der Methoxygruppen mittels Aluminiumchlorid in an sich bekannter Weise erhalten und gegebenenfalls gereinigt werden. 



   Die Tetrazotierung der 3,   3'-Dioxy-4,   4'-diaminodiphenyle wird in üblicher Weise vorgenommen. Die erhaltenen Tetrazoverbindungen können unmittelbar für die Kupplungsreaktion verwendet oder aus dem Tetrazotierungsansatz zuerst abgeschieden und in dieser Form der Kupplung zugeführt werden. 



   In den als Kupplungskomponenten verwendeten   1-Oxynaphthalinen,   deren 8-Stellung durch eine auxochrome Gruppe besetzt ist, kann die genannte auxochrome Gruppe beispielsweise eine substituierte oder unsubstituierte Amino-oder Hydroxylgruppe sein. So kann beispielsweise eine Aminogruppe alkyliert, aryliert oder acyliert sein, wobei als Alkylreste z. B. Methyl oder Äthyl, als Arylreste z. B. Phenyl und als Acylreste solche der aliphatischen oder aromatischen Reihe in Betracht kommen können. Der Säurerest kann ferner einer Sulfonsäure oder einer Carbonsäure angehören. 



   Als weitere Substituenten können in diesen als Kupplungskomponenten verwendeten   l-Oxynaph-   thalinen die üblichen in Azofarbstoffen verwendeten Substituenten vorkommen, so insbesondere auch wasserlöslichmachende Substituenten, wie   Sulfonsäuregruppen.   Zweckmässig wird bei der Auswahl der Kupplungskomponenten darauf geachtet, dass die Kupplung in ortho-
Stellung zur Hydroxylgruppe erfolgt, d. h. dass solche Substituenten vorhanden sind, die die
Kupplung in 4-Stellung zur Hydroxylgruppe behindern. 



   Als Kupplungskomponenten kommen somit beispielsweise   l-Amino-8-oxynaphthalin-4-sulfon-   säure,   l-Amino-8-oxynaphthalin-2,     4-,-3, 6-   und 
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   amino-8-oxynaphthalin-4-sulfonsäure   in Betracht. 



   Werden zur Herstellung der Disazofarbstoffe 2 Mol ungleicher Kupplungskomponenten verwendet, so kann die eine der beiden eine beliebige, die obigen Bedingungen nicht erfüllende Komponente sein, die ebenfalls der Naphthalinreihe angehören kann. 



   Die Kupplung erfolgt in alkalischem   A. medium   und kann z. B. auch in natriumcarbonatalkalischem Medium   durchgeführt   werden. Es ist jedoch in vielen Fällen vorteilhaft, die Kupplung in einem Medium vorzunehmen, das an Stelle von Alkalicarbonaten Hydroxyde der Alkali-und Erdalkalimetallreihe einschliesslich Ammoniak, der dieser Gruppe zuzurechnen ist, enthält. Auf diese Weise können beide Diazogruppen zur Kupplung gebracht werden, während dies in carbonatalkalischem Medium nicht immer in vollem Umfange der Fall ist. 



   Die nach dem vorliegenden Verfahren erhaltenen Disazofarbstoffe eignen sich zum Färben und Drucken der verschiedensten Werkstoffe, insbesondere von Cellulosefasern, wie Baumwolle, Kunstseide und Zellwolle aus regenerierter Cellulose, aber auch zum Färben tierischer Fasern, wie Wolle, Seide und Leder. Sie können in Substanz, im Färbebade und auf der Faser in komplexe Metallverbindungen, z. B. Kupfer-, Chrom-, Eisen-, Nickel-oder Kobaltverbindungen übergeführt werden.

   Die Überführung in solche komplexe Metallverbindungen, die auch mehrere Metalle im Komplex enthalten können, erfolgt nach den bekannten Methoden in saurer, neutraler oder alkalischer Lösung, mit oder ohne geeignete Zusätze, wie Salze anorganischer und organischer Säuren, Salze komplexbildender Säuren, wie Weinsäure oder Aminoessigsäure, in An-oder Abwesenheit von Verdünnungs-oder Verteilungsmitteln, wie Pyridin, Glycerin, offen oder unter Druck. Die Herstellung der Metall-, insbesondere Kupferkomplexverbindungen in Substanz ist dann von besonderem Wert, wenn die betreffenden metallfreien Farbstoffe ein zu schwaches Ziehvermögen aufweisen und wenn die metallhaltigen Farbstoffe noch eine genügende Löslichkeit in den üblichen   Färbebädern   besitzen.

   Weiterhin 

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 komplexverbindungen, insbesondere Kobalt-und/ oder Nickelverbindungen, zum Färben von Massen und deren Lösungen, wie Nitrolacke, Kunstharze und Spinnmassen verwendet werden. 



   Besitzen die nach dem vorliegenden Verfahren erhaltenen Disazofarbstoffe nur wenig löslichmachende Gruppen und ein genügendes oder gutes Ziehvermögen für Cellulosefasern in metallfreiem Zustande, so können sie vorteilhaft auf der Faser oder im Färbebad bzw. teilweise auf der Faser und im Färbebad mit metallabgebenden Mitteln nach den allgemein bekannten Verfahren behandelt werden. Mit Vorteil wird jedoch das Verfahren der französischen Patentschrift Nr. 809893 angewendet, nach welchem im selben Bade zuerst gefärbt und die Behandlung mit metallabgebenden Mitteln vorgenommen wird. 



  Als metallabgebende Mittel kommen hier vorzugsweise solche in Betracht, die gegenüber alkalischen Lösungen   beständig   sind, wie komplexe Kupfertartrate u. a. m. Solche metallabgebende Mittel können in manchen Fällen mit Vorteil auch zur Herstellung der Metallverbindungen in Substanz 
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 Disazofarbstoff wird durch Lösen in verdünnter Sodalösung und Aussalzen gereinigt. 



   Er stellt getrocknet ein schwarzes bronzierendes Pulver dar, das sich in Wasser und in 10% iger Sodalösung mit blauer, in   10% iger   Natronlauge mit rotstichigblauer und in konzentrierter Schwefelsäure mit blaugrüner Farbe löst. Der neue Disazofarbstoff erzeugt auf Baumwolle, im Einoder Zweibadverfahren mit Kupfersalzen nachbehandelt, blaue Töne mit guten Echtheitseigenschaften. 



   Beispiel 2 : 21-6 Teile 3, 3'-Dioxy-4, 4'-diaminodiphenyl werden wie in Beispiel 1 beschrieben tetrazotiert, neutralisiert und abfiltriert. 



   65 Teile   l-Amino-8-oxynaphtha}   4-disulfonsäure werden in 130 Teilen Wasser und 25 Teilen Ätzkali gelöst. Man kühlt die Lösung auf 5   ab und trägt die abfiltrierte Tetrazoverbindung ein. Die Kupplungstemperatur wird während 
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 Kupplung erhöht man die Temperatur auf   20-25  .   Der neue Disazofarbstoff ist grösstenteils ausgefallen. Man filtriert ab und reinigt den Farbstoff durch Lösen in verdünnte''Sodalösung und Aussalzen. 



   Er stellt getrocknet ein schwarzes bronzierendes Pulver dar, das sich in Wasser und in   10% niger   Sodalösung mit blauer, in   10% iger   Natronlauge mit blauvioletter und in konzentrierter Schwefelsäure mit grünblaue Farbe löst. Der neue Farbstoff erzeugt auf Baumwolle im Ein-oder Zweibadverfahren mit Kupfersalzen nachbehandelt blaue Töne mit guten Echtheitseigenschaften. 



   Beispiel 3 : 9-6 Teile des im Beispiel 2 beschriebenen Farbstoffes aus einem Mol tetrazo- 
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 den in 100 Teilen Wasser heiss gelöst und mit einer Lösung von 7-6 Teilen kristallisiertem Kupfersulfat in 50 Teilen Wasser 15 Minuten zum Sieden erhitzt. Hierauf gibt man eine Lösung von 8-4 Teilen kristallisiertem Natriumacetat in 20 Teilen Wasser dazu und rührt während 10 Minuten bei 80 . 



   Die Kupferverbindung des Farbstoffes ist fast   vollständig   ausgefallen. Man filtriert ab und trocknet. Die neue Kupferverbindung stellt ein schwarzes bronzierendes Pulver dar, das Baumwolle in reinen blauen Tönen und sehr guten Echtheitseigenschaften anfärbt. 



   Beispiel 4 : 21-6 Teile 3,3'-Dioxy-4, 4'-diaminodiphenyl, in Form des Dichlorhydrates, werden in 100 Teilen Wasser wie in Beispiel   l   beschrieben tetrazotiert, neutralisiert und abfiltriert. 



    66 Teile l-Amino-8-oxynaphthalin-4, 6-disulfon-   säure werden in 100 Teilen Wasser und 50 Teilen Kalilauge von 50 Volumenprozent KOH gelöst. Man kühlt die Lösung auf   5  ab,   trägt obige Tetrazoverbindung ein und rührt während 4 Stun- 
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 bei   20-30 .   Der neue Farbstoff wird durch Zugabe von Alkohol abgeschieden und durch Lösen in verdünnter Sodalösung und Aussalzen gereinigt. 



   Er stellt getrocknet ein schwarzes Pulver dar, das sich in Wasser und in 10% iger Natronlauge mit blauvioletter, in   10% iger Sodalösung mit   rotstichig blauer und in konzentrierter Schwefelsäure mit blauer Farbe löst. Der neue Farbstoff erzeugt auf Baumwolle im Ein-oder Zweibadverfahren mit Kupfersalzen nachbehandelt echte blaue Töne. Zu ähnlichen blauen Tönen gelangt man durch Behandeln des Farbstoffes mit Kupfersalzen und nachfolgendes Färben auf Baumwolle. 



   Beispiel 5 : 9-7 Teile des im Beispiel 4 beschriebenen Farbstoffes aus 1 Mol tetrazotiertem 
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 den in 100 Teilen Wasser gelöst, mit 30 Teilen eines sodaalkalisch gestellten Lösungsgemisches, das   5. 5   Teile kristallisiertes Kupfersulfat und 11 Teile weinsaures Natrium enthält versetzt und 15 Minuten lang bei   80-85  C   erhitzt. 



   Die neue Kupferverbindung wird durch Beigabe von Kochsalz abgeschieden. Sie stellt getrocknet ein grauschwarzes Pulver dar, das auf Baumwolle reine blaue Töne mit guten Echtheitseigenschaften erzeugt. 



   Beispiel 6 : 21-6 Teile 3,3'-Dioxy-4, 4'-diaminodiphenyl werden wie in Beispiel 1 beschrieben tetrazotiert, die Tetrazoverbindung neutralisiert und abfiltriert. 



    66Teile 1-Amino-8-oxynaphthalin-3, 6-disulfon-   säure werden in 200 Teilen Wasser verrührt und mit einer aus Magnesiumchlorid und Natronlauge frisch hergestellten Magnesiumhydroxydpaste entsprechend 21. 2 Teilen Mg (OH) 2 versetzt. Man kühlt die Suspension auf   5   ab,   trägt die abfiltrierte Tetrazoverbindung ein und kuppelt während 48 Stunden bei   10-20 .   Nach beendeter Reaktion versetzt man die Kupplungsmasse mit einer Lösung von 30 Teilen Soda in 150 Teilen Wasser, filtriert vom abgeschiedenen Magnesiumcarbonat ab und gewinnt den neuen Farbstoff durch Aussalzen des mit 130 Teilen   10% iger Salzsäure   versetzten Filtrates. 



   Er stellt getrocknet ein grauschwarzes Pulver dar, das sich in Wasser und in   10% iger   Sodalösung mit blauer, in piger Natronlauge mit rotstichigblauer und in konzentrierter Schwefelsäure mit grüner Farbe löst. Der neue Farbstoff erzeugt auf Baumwolle im Ein-oder Zweibadverfahren mit Kupfersalzen vor-oder nachbehandelt echte blaue Töne. 



     Beispiel 7 : 21. 6   Teile 3,3'-Dioxy-4, 4'-diaminodiphenyl werden wie in Beispiel'1 angegeben tetrazotiert, neutralisiert und abfiltriert. 



    66 Teile l-Amino-8-oxynaphthalin-3, 6-disulfon-   säure in Form   d.   s Mononatriumsalzes werden in 200 Teilen Wasser verrührt und mit 61-2 Teilen Bariumoxyd versetzt. Man kühlt die Suspension auf   5   ab   und trägt die obige abfiltrierte Tetrazoverbindung ein. Die Kupplungstemperatur wird während 2 Stunden bei   5-8'und darin   bis zur Beendigung bei   10-20'gehalten.   Hierauf versetzt man die Kupplungsmasse mit einer   50    warmen Lösung von 60 Teilen Soda in 300 Teilen Wasser, filtriert vom Bariumcarbonat ab und gewinnt den Farbstoff durch Aussalzen mit 100 Teilen Kochsalz und Zutropfen von 135 Teilen 10% iger Salzsäure. 



   Er stellt getrocknet ein grauschwarzes Pulver dar, das sich in Wasser, 10% iger Sodalösung und 10% iger Natronlauge mit blauer, in konzentrierter Schwefelsäure mit grüner Farbe löst. Der neue Farbstoff erzeugt auf Baumwolle im Ein-oder Zweibadverfahren mit Kupfersalzen vor-oder nachbehandelt blaue Töne mit sehr guten Echtheitseigenschaften. 



   Beispiel 8 : 21-6 Teile 3,3'-Dioxy-4, 4'-diaminodiphenyl werden wie in Beispiel   l   beschrieben tetrazotiert. 



    66 Teile l-Amino-8-oxynaphthalin-3, 6-disulfon-   säure werden in 200 Teilen Wasser verrührt und 29-6 Teile   Calciumhydroxyd   zugesetzt. Man kühlt die Suspension auf   5  ab   und trägt die abfiltrierte Tetrazoverbindung ein. Die Kupp- 
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 einer Lösung von 60 Teilen Soda in 300 Teilen Wasser von   50'versetzt.   Man filtriert vom Calciumcarbonat ab. Das Filtrat wird mit 100 Teilen Kochsalz verrührt und der neue Farbstoff durch Zutropfen von 135 Teilen   10% figer   Salzsäure abgeschieden. 



   Er stellt getrocknet ein grauschwarzes Pulver dar, das sich in Wasser,   10% niger   Sodalösung und   10% iger   Natronlauge mit blauer, in konzentrierter Schwefelsäure mit grüner Farbe löst. Der neue Farbstoff erzeugt auf Baumwolle im Ein-oder Zweibadverfahren mit Kupfersalzen vor-oder nachbehandelt echte blaue Töne. 



   Beispiel 9 : 9-7 Teile des im Beispiel 8 beschriebenen Farbstoffes aus   l   Mol tetrazotiertem 4,4'-Diamino-3, 3'-dioxydiphenyl und 2 Mol   l-Amino-8-oxynaphthalin-3, 6-disulfbnsäure wer-   den in 100 Teilen Wasser gelöst, mit 30 Teilen eines sodaalkalisch gestellten Lösungsgemisches, das 5-5 Teile kristallisiertes Kupfersulfat und 11 Teile weinsaures Natrium enthält versetzt und 15 Minuten lang bei   80-85  C   erhitzt. 



   Die neue Kupferverbindung wird durch Aussalzen gewonnen. Sie stellt getrocknet ein grauschwarzes Pulver dar, das auf Baumwolle reine blaue Töne mit guten Echtheitseigenschaften erzeugt. 



   Beispiel 10 :   10-8 g 3, 3'-Dioxybenzidin werden   in üblicher Weise mit   6. 9 g Natriumnitrit   in Gegenwart von Salzsäure tetrazotiert. Nach dem Abstumpfen der überschüssigen Mineralsäure wird das kristallisierte Tetrazoxyd abfiltriert und in eine Lösung von 24 g 1, 8-Dioxynaphthalin- 4-sulfonsäure und 15 g Kaliumhydroxyd in 70 cm3 Wasser eingetragen. Das Kupplungsgemisch wird 60-70 Stunden bei   20 ,   dann 5-10 Stunden bei   35--40'gerührt   und dann der Farbstoff durch Neutralisation mit verdünnter 

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 Salzsäure abgeschieden.

   Der Farbstoff stellt getrocknet ein dunkles Pulver dar, das sich in Wasser mit blauer, in verdünnten Alkalien mit violetter und in konzentrierter Schwefelsäure mit blauer Farbe löst und vegetabilische Fasern in blauen Tönen färbt, die insbesondere durch Behandeln mit Kupfersalzen vorzüglich waschund lichtecht werden. 



   Beispiel 11 :   21. 6   Teile 3, 3'-Dioxy-4, 4'-diaminodiphenyl werden wie in Beispiel 1 beschrieben tetrazotiert, neutralisiert und abfiltriert. 



   81 Teile   1- Toluolsulfonylamino-8-oxynaphtha-     lin-4-sulfonsäure   werden in 240 Teilen Wasser verrührt und 29-6 Teile gelöschter Kalk zugesetzt. Man kühlt auf   5  ab   und trägt die abfiltrierte Tetrazoverbindung ein. Man kuppelt während 
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 masse wird mit 800 Teilen Wasser verdünnt. 



  Man gibt eine Lösung von 60 Teilen Soda in 300 Teilen Wasser dazu und filtriert vom abgeschiedenen Calciumcarbonat ab. Das Filtrat wird mit 150 Teilen Kochsalz gesalzen und der neue Farbstoff durch Zutropfen von 140 Teilen   10% niger   Salzsäure vollständig abgeschieden. 



   Er stellt getrocknet ein schwarzes, bronzierendes Pulver dar, das sich in Wasser und in 10% iger Sodalösung mit blauer, in 10% iger Natronlauge mit rotstichig blauer und in konzentrierter Schwefelsäure mit grüner Farbe löst. Der neue Farbstoff erzeugt auf Baumwolle im Ein-oder Zweibadverfahren mit Kupfersalzen nachbehandelt grüne Töne mit guten Echtheitseigenschaften. 



   Beispiel 12 : 21-6 Teile   3, 3'-Dioxy-4,   4'-diaminodiphenyl werden wie in Beispiel 1 beschrieben tetrazotiert, neutralisiert und abfiltriert. 



   64-5 Teile   l-Phenylamino-8-oxynaphthalin-4-     -sulfonsäure   werden in 160 Volumteilen Kalilauge 
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 Der neue Disazofarbstoff ist grösstenteils ausgefallen. Man filtriert ab und reinigt den Farbstoff durch Lösen in verdünnter Sodalösung und Aussalzen. 



   Der neue Farbstoff stellt getrocknet ein schwarzes Pulver dar, das sich in Wasser mit blauer, in 10% iger Sodalösung mit grünstichig blauer, in 10% iger Natronlauge mit rotstichig blauer und in konzentrierter Schwefelsäure mit blaugrüner Farbe löst. Er erzeugt auf Baumwolle, im Ein-oder Zweibadverfahren mit Kupfersalzen nachbehandelt grünblaue Töne mit guten Echtheitseigenschaften. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung neuer Disazofarbstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass man ein tetrazotiertes 3,   3'-Dioxy-4, 4'-diaminodiphenyl   mit 2 Mol derselben oder verschiedener Kupplungskomponenten vereinigt, von denen mindestens eine ein l-Oxynaphthalin ist, dessen 8-Stellung durch eine auxochrome Gruppe besetzt ist, und dass man gegebenenfalls auf die erhaltenen Farbstoffe metallabgebende Mittel einwirken lässt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet daman ein tetrazotiertes 3, 3'-Dioxy-4, 4-. Uammodiphenyl mit 2 Mol eines in ortho-Stellung .'r. Hydroxylgruppe kuppelnden l-Oxy-8-aminonaphtnün', kuppelt.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch die Vornahme der Kupp- lung in einem Medium, das als Alkalien Hydroxyde der Alkali- und Erdalkalinietallreihe enthält.
AT166461D 1942-02-05 1949-04-05 Verfahren zur Herstellung neuer Disazofarbstoffen AT166461B (de)

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