AT166345B - Verfahren zur Herstellung von künstlichen Borsten, Haaren, Fäden od. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von künstlichen Borsten, Haaren, Fäden od. dgl.

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AT166345B
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hair
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Josef Boros
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Josef Boros
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  Verfahren zur Herstellung von künstlichen Borsten, Haaren, Fäden od. dgl. 



   Zur Erzeugung von Bürsten, insbesondere Industriebürsten, ferner Pinseln, Besen sowie von Filtergeweben, Sieben, Versteifungsgeflechten, Einlagestoffen für Kleider usw. werden tierische Haare, wie Rosshaar, Borsten (wie Schweineborsten) oder bestimmte pflanzliche Fasern (sogenannte Fiberfasern) verwendet, die nur in beschränkten Mengen zur Verfügung stehen. 



  Um den Bedarf an Borsten, Haaren, Fasern u. dgl. für solche Verwendungszwecke zu decken, sind bereits verschiedene Verfahren zur Her- stellung von künstlichem Rosshaar u. dgl. in Vor- schlag gebracht worden. Die Herstellung von künst- lichen Erzeugnissen dieser Art erfordert jedoch nach den bisherigen Arbeitsweisen komplizierte
Arbeitsverfahren und kostspielige Einrichtungen. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung gestattet, künstliches Rbsshaar, künstliche Borsten, Haare,
Fasern u. dgl., welche für die angeführten Ver- wendungszwecke geeignet sind, in sehr einfacher und billiger Art zu gewinnen. Die Erfindung besteht darin, dass gebrauchte Filme, allenfalls nach vorhergehender Ablösung der Emulsions- schichte, in schmale Streifen oder Fäden ge- schnitten werden. Das Verfahren gemäss der
Erfindung kann sowohl auf die üblichen Filme aus Celluloid (Cellulosenitrat mit Campher) als auch aus Celluloseacetat angewendet werden. 



   Als Ausgangsprodukt dienen im Rahmen des erfindungsgemässen Verfahrens gebrauchte photo- graphische Filme,   Röntgenfilme,   vor allem aber kinematographische Filme. 



   Um das Zerschneiden der Filme in schmale
Streifen oder Fäden zu erleichtern, wird nach einer Ausführungsform der Erfindung der Film vor der Zerteilung weich gemacht, was durch
Behandlung mit einem Quellungsmittel, z. B. einer Mischung von Aceton, Amylacetat und
Eisessig, bei erhöhter Temperatur bewirkt werden kann, worauf das überschüssige   Qudlungsmittel   durch Trocknen entfernt und der Film in einer geeigneten Schneidvorrichtung in Streifen oder
Fäden zerschnitten wird. 



   Man kann die gebrauchten Filme ohne Entfernung der Emulsionsschichte als Ausgangs- material verwenden, wenn diese Schichte bzw. die dadurch bewirkte   Dunkelfärbung den Ver-   wendungszweck nicht   beeinträchtigt.   Sollen klare
Erzeugnisse erhalten werden, die auch planmässig   gefärbt   werden können, so wird die Emulsions- schichte, zweckmässig vor dem Zerschneiden der Filme, abgelöst, was in an sich bekannter Weise durch Behandlung mit heissem Wasser, allenfalls unter Zusatz von Säuren und unter Mitwirkung von rotierenden Bürsten oder ähnlichen mechanischen Einrichtungen erfolgen kann. 



   Die Breite der Streifen oder Fäden wird nach dem Verwendungszweck geregelt ; sie kann beispielsweise der Breite der natürlichen Borsten oder des Rosshaares entsprechen, kann aber im Bedarfsfalle auch gröber oder feiner gewählt werden. Die Länge der Streifen bzw. Fäden wird durch die Länge des zu zerteilenden Films bestimmt. Streifen oder Fäden grösserer Länge, die z. B. durch Zerteilung eines kinematographischen Films in dessen Längsrichtung gewonnen werden, eignen sich insbesondere zur Herstellung von Geflechte oder Geweben. 



   Gewünschtenfalls können solche Fäden je in die für einen bestimmten Verwendungszweck er- forderlichen Längen zerschnitten werden. Das
Verfahren gemäss der Erfindung ermöglicht es somit, künstliche Haarprodukte planmässig ge- wählter Dimensionen zu gewinnen. 



   Die Zwischenprodukte oder Fertigprodukte können einer Nachbehandlung mit einem
Quellungsmittel (z. B. Aceton) unterworfen werden, um die durch das Schneiden entstandenen
Unebenheiten an den Kanten zu beseitigen. 
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 oder Fäden kann mit Hilfe handwerklicher oder industrieller Einrichtungen und Maschinen, bei-   spielsweise durch Flechten oder Weben, erfolgen. 



  Zum Schneiden der Filme in schmale Streifen   eignen sich insbesondere Maschinen mit kammartig ineinandergreifenden Schneidwalzen. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von künstlichen Borsten, Haaren, Fäden od. dgl., die zur Herstellung von Bürsten, Pinseln, Besen, Geweben oder Geflechte, gegebenenfalls zusammen mit Haaren, Textilfasern oder-faden verwendet werden können, durch Zerteilung von Schichten aus Zellulosematerial, wie Celluloseacetat oder Celluloid, dadurch gekennzeichnet, dass   go. -   brachte Filme (wie Röntgenfilme, phot'ographische oder kinematographische Filme), allenfalls nach vorhergehender Ablösung der Emulsionsschichte, in schmale Streifen oder Fäden geschnitten werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Filme vor dem Zerschneiden durch eine Behandlung mit Quellungsmitteln weich gemacht und allenfalls nach dem Zerschneiden zur Beseitigung von Unebenheiten an den Kanten einer neuerlichen Quellmittelbehandlung unterworfen werden.
AT166345D 1949-05-09 1949-05-09 Verfahren zur Herstellung von künstlichen Borsten, Haaren, Fäden od. dgl. AT166345B (de)

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