DE726537C - Herstellung von eingerollten Baendchen aus Cellulosehydrat - Google Patents
Herstellung von eingerollten Baendchen aus CellulosehydratInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
- Herstellung von eingerollten Bändchen aus Cellulosehydrat Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von in Querrichtung eingerollten Bändchen aus Cellulosehydrat, die insbesondere in der Textilindustrie, z. B. für die Herstellung von Geflechten, Verwendung finden sollen. Für derartige Zwecke hat man bisher Gebilde benutzt, welche durch Verkleben schmaler, durch Zerschneiden von Folien gewonnener Bändchen hergestellt waren.
- Diese HerstelIungsweise ist recht schwierig und umständlich.
- Es ist nun gefunden worden, daß man ein Material der erwähnten Art erhalten kann, wenn man schmale Bändchen aus Cellulosehydrat durch eine auf höhere Temperatur erhitzte, zweckmäßig metallene Düse, die vorzugsweise einen kreisförmigen Querschnitt besitzt, hindurchzieht. Hierbei erhält man Gebilde, die beispielsweise Formen aufweisen, wie sie in der Zeichnung im Querschnitt dargestellt sind. Überraschenderweise wird die den Bändchen in der Düse erteilte Form durch die Hitze stabilisiert. Es ist zweckmäßig, den Durchmesser der verwendeten Düse etwas geringer als den, Durchmesser des zu erzeugenden gerundeten Bändchens zu halten. Außerdem ist es vorteilhaft, den Düsenkanal an der Seite, an welcher das Bändchen eintritt, schwach trichterförmig zu erweitern; auf diese Weise wird eine gewisse Vorformung des Bändchens erreicht. Die Temperatur der Formdüse ist von der Geschwindigkeit abhängig, mit welcher der Durchgang des Bändchens durch die Düse erfolgt, und beträgt beispielsweise I40 bis 1500 bei einer Durchgangsgeschwindigkeit von 10 m in der Minute.
- Bei höherer Durchgangsgeschwindigkeit müssen höhere Temperaturen angewendet werden.
- Es empfiehlt sich, eine Temperatur von etwa roo" nicht zu unterschreiten.
- Es ist vorteilhaft, dem Bändchen vor seinem Durchgang durch die geheizte Düse einseitig oder gegebenenfalls auch beidseitig eine gewisse Menge eines Weichmachungsmittels zuzuführen und so den normalen Weichmachergehalt des Folienmaterials zu lerhöhen Hierdurch wird verhindert, daß das eingerollte Bändchen infolge der bei der Formung teilweise eintretenden Verflüchtigung des Weichmachers spröde wird. Außerdem wird der Formungsprozeß erleichtert und die Dehnbarkeit des Materials erhöht, was für die Verarbeitung in der Textilindustrie sehr günstig ist.
- Gleichzeitig mit dem Weichmachungsmittel kann man dem Bändchen vor seinem Durchgang durch die Düse auch ein Versteifungsmittel zuführen, beispielsweise in Form einer Lösung, die mittels eines bei der Arbeitstemperatur verdampfenden Lösungsmitteils, insbesondere Wasser, hergestellt ist. Man kann als Versteifungsmittel Filmbildner, wie Gelatine, Harze o. dgl., verwenden. Besonders eignen sich Körper, die an sich wasserlöslich sind, aber während des Formungsprozesses gehärtet, d. h. wasserunlöslich, gemacht werden können, beispielsweise bei höherer Temperatur von selbst härtende Kondensationsprodukte, wie Harnstofformaldehydkondensationsprodukte. Auf diese Weise wird die runde Form noch stabiler gemacht, und man erhält so Gebilde, die bei Einwirkung von Wasser und demgemäß beim nachträglichen Färben ihre ursprüngliche Gestalt besonders gut beibehalten.
Claims (3)
- Die in den Patentansprüchen 2 und 3 gekenuzeichneten Maßnahmen sind nicht für sich, sondern nur im Zusammenhang mit dem Verfahren gemäß Patentanspruch 1 beansprucht.Beispiele I. Ein 2,5 mm breites, 0,02 mm dickes Bändchen aus Cellulosehydratfolie wird durch eine Messingdüse von 40 mm Länge hindurchgezogen, welche eine Bohrung von 0,2 mm lichtem Durchmesser und eine trichterförmige Erweiterung dieser Bohrung auf 0,5 mm an dem Eintrittsende besitzt. Die Düse ist durch eine am Austrittsende angebrachte Heizvorrichtung, beispielsweise einen elektrisch beheizten Draht, auf I60 bis 1805 erwärmt. Die Durchgangsgeschwindigkeit des Bändchens beträgt 1 5 m in der Minute. Man erhält ein in Querrichtung eingerolltes Bändchen von 0,5 mm Durchmesser.
- 2. Man verfährt wie in Beispiel 1 mit dem Unterschied, daß man das Cellulosehydratbändchen vor seinem Eintritt in die geheizte Messingdüse über eine kleine Walze leitet, welche in einem mit 20 O"oiger Glycerinlösung gefüllten Trog läuft, so daß diese Lösung einseitig an das Bändchen angetragen wird.Das erhaltene Gebilde unterscheidet sich von dem gemäß Beispiel 1 erhaltenen durch eine größere Dehnbarkeit.
- 3. Ein 4 mm breites Cellulosdydratbänd. chen von o,o3 mm Dicke wird gemäß Beispiel 1 behandelt, jedoch vor seinem Eintritt in die geheizte Düse von o,6 mm Bohrung und 40 mm Länge über ein Schwämmchen geführt, das in eine 2°,oige Gelatinelösung, welche die zur Härtung der Gelatine ausreichende Menge Formaldehyd neben 1090 Glycerin enthält, eintaucht. Das erhaltene, gerundete Bändchen kann in heißen Farbstoffbädern gefärbt werden, ohne daß die Röhrchenbildung verlorengeht.I)ATEN rANSPRÜCIIE: I. Verfahren zur Herstellung von in Querrichtung eingerollten Bändchen aus Cellulosehydrat, dadurch gekennzeichnet daß Bändchen aus diesem Material durch eine geheizte Düse hindurchgezogen werden, die am Eintrittsende zweckmäßig trichterförmig erweitert ist.2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bändchen vor ihrem Durchgang durch die geheizte Düse ein- oder beidseitig mit einem Auftrag eines WeichInachungsmittels versehen werden.3. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bändchen vor ihrem Durchgang durch die geheizte Düse ein- oder beidseitig mit einem Auftrag eines Versteifungstnittels, insbesondere eines bei der Temperatur der geheizten Düse härtbaren Stoffes versehen werden.
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