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Temperaturmelder
Die Erfindung bezieht sich auf bekannte Typen von Temperaturmeldem (Feuermeldern) mit einem Kontakt, dessen Arme von zwei als temperaturempfindliche Elemente wirkenden, koaxialen Bimetallspiralen gesteuert werden, von denen auf rasche Temperaturänderungen nur die eine anspricht und als Differentialschalter wirkt, während bei langsamen Temperaturänderungen beide Spiralen ihre Kontaktarme gleichsinnig bewegen, ohne zu schalten, bis ein Anschlag den Hub des einen Kontaktarmes begrenzt, so dass der andere, ungehemmte Kontaktarm als Maximalschalter wirkt.
Die Erfindung schafft einen Temperaturmelder dieser bekannten Type, der bei besonders einfacher Bauart eine sehr geringe Bauhöhe hat, u. zw. dadurch, dass der Kontaktarm der verkapselten Spirale durch einen Schlitz im Gehäusedeckel zum Kontaktarm der zweiten unmittelbar auf den Gehäusedeckel aufsitzenden Spirale geführt ist.
Temperaturmelder mit koaxial und unmittelbar übereinander angeordneten Bimetallspiralen und dementsprechend geringer Bauhöhe sind zwar schon bekannt (USA Patent 2.113. 296), arbeiten aber mit einem teuren Quecksilberkippschalter, was besondere, mechanische Übertragungsglieder zwischen den Bimetallspiralen und der Queck- silberwippe erfordert. Demgegenüber sind bei der Bauart gemäss der Erfindung die freien Enden der beiden Spiralen unmittelbar zu Kontaktarmen aus- gebildet. Bei einem anderen bekannten Feuer- melder (Schweizer Patent 179901) sind als Wärme- fühler zwei koaxiale, meinander angeordnete
Schraubenfedern vorgesehen, welche über je eine
Achse die Kontaktarme steuern, die in einem be- sonderen, die beiden Schraubenfedern stark distanzierenden Gehäuse angeordnet sind.
Von der wesentlich komplizierteren Bauart abgesehen, haben diese Temperaturmelder eine ganz wesent- lich grössere Bauhöhe, ein Umstand, der be- sonders nachteilig ist, wenn der für den Einbau von Temperaturmeldem vorgesehene Kon- struktionsraum beschränkt ist.
Die Zeichnung stellt in den Fig. l und 2 ein
Ausführungsbeispiel der Erfindung dar. Fig. 1 zeigt das Gerät in Stirnansicht, teilweise ge- schnitten. Fig. 2 im Schnitt nach der Linie 2-2 in Fig. 1. Fig. 3 zeigt eine Einzelheit.
In den Fig. 1, 2 sind zwei koaxial übereinander angeordnete Bimetallspiralen vorgesehen, von denen die untere Spirale 1 im Gehäuse 3 eingekapselt ist. Der Mantel 4 dieses Gehäuses und sein Boden 5 sind vollwandig, während der Deckel s einen Schlitz 7 aufweist, durch den ein mit dem freien Ende der Spirale 1 fest verbundener Arm 8 nach oben ragt, der den Kontakt 9 trägt. Der Gegenkontakt 10 sitzt am freien Ende der Spirale 2 und liegt (wenn mit Ruhestrom gearbeitet wird) normal gegen den Kontakt 9 an. Mit 16 ist das Gehäuse der Spirale 2 bezeichnet, dessen Mantel 11 und dessen Deckel 12 stark durchbrochen, z. B. mit Schlitzen 13 versehen sind, so dass auf rasche Temperaturänderungen nur die Spirale 2 anspricht und als Differentialschalter wirkt, weil sie der Beaufschlagung durch das umgebende Medium, z.
B. die Raumluft (Gase, Dämpfe), weit stärker ausgesetzt ist, als die verkapselte Spirale 1.
Bei langsamen Temperaturänderungen hingegen dehnen sich beide Spiralen in der Pfeilrichtung gleichmässig aus und bewegen ihre
Kontakte ohne Schaltwirkung so lange, bis der
Kontaktarm 8 der Spirale 1 gegen die Kante 15 des Schlitzes 7 anliegt und dadurch gehemmt wird.
Der ungehemmte Kontaktarm 10 der Spirale 2 setzt bei weiterem Steigen der Temperatur seine
Bewegung fort und wirkt als Maximalschalter.
Um die Temperaturdifferenz, bei der das Gerät schaltet, den jeweiligen Erfordernissen entsprechend einfach und rasch einstellen zu können, ist der
Mantel 11 des oberen, stark durchbrochenen
Gehäuses 16 mit einer Ringblende 20 versehen, die verdreht werden kann und dadurch die Schlitze 13 im Mantel des Gehäuses mehr oder weniger ab- deckt bzw. öffnet, wodurch die Temperatur- differenz, bei der das Gerät schaltet, verkleinert bzw. vergrössert wird.
Analog kann man gemäss Fig. 2 den Anschlag 15 für den Kontaktarm 8 verstellbar machen, indem man diesen Anschlag als Stirnkante eines verstell- baren Schiebers 22 ausbildet, der einen Schlitz 23 aufweist. Eine Schraube 24 hält den Schieber in der jeweils eingestellten Lage fest.
Fig. 3 zeigt eine zweite Möglichkeit, die Tem- peraturdifferenz einzustellen, bei der das Gerät als
Differentialschalter wirkt. Der Kontakt 10 wird von der Kontaktspitze 25 einer kleinen Schraube 26
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gebildet, die im Gewinde des abgebogenen und verstärkten Endes der Spirale 2 verstellt werden kann.
Hervorgehoben sei noch, dass die beiden Spiralen 1, 2 identisch sind, d. h. sie sind aus gleichem Material hergestellt und vollkommen gleich gewickelt. Dieser Umstand vereinfacht die Massenherstellung wesentlich und macht das Gerät unempfindlich gegen Änderungen der Lage im Raum. Auch die Einregulierung und das Eichen eventueller Skalen ist wesentlich erleichtert, da die spezifischen Dehnungen beider Federn bei eintretenden Temperaturänderungen gleich gross ausfallen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Temperaturmelder, dessen Kontaktarme von zwei koaxialen Bimetallspiralen gesteuert werden, von denen die eine, in einem stark durch- brochenen Gehäuse angeordnete, bei raschen Temperaturänderungen als Differentialschalter allein anspricht, während sie sich bei langsamen Temperaturänderungen mit der zweiten verkapselten Spirale gleichsinnig und ohne Schaltwirkung bewegt, bis ein Anschlag den einen Kontaktarm hemmt, so dass der andere als Maximalschalter wirkt, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktarm (8) der verkapselten Spirale (1) durch einen Schlitz (7) im Gehäusedeckel (6) zum Kontaktarm der zweiten, unmittelbar auf den Gehäusedeckel aufsitzenden Spirale (2) geführt ist.