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Temperatur-Begrenzer mit thermisch ausgelöstem Kippschalter
Zur Speise-bzw. Futtermittel-Bereitung werden häufig Kochkessel einmalig auf eine bestimmte Temperatur aufgeheizt, um das Kochgut bei langsamer Abkühlung garkochen zu lassen. Hiezu sind ther- mische Schalter erforderlich, welche-auf die gewünschte Koch-Temperatur eingestellt - den Kessel bei Errèichung dieser Temperatur abschalten.
Es sind zwar zahlreiche thermische Ausschalter bekannt, die jedoch im allgemeinen für eine fixe Abschalt-Temperatur gebaut sind und lediglich als thermische Sicherung - nicht aber als TemperaturBegrenzer-eingesetzt werden ; ihre Konstruktion ist dementsprechend einfach und billig, da es nicht auf genaue Abschalttemperatur ankommt.
Zur Speise- und Futtermittel-Bereitung wird jedoch die relativ genaue Einhaltung einer bestimmten Solltemperatur gefordert-d. h., der Schalter muss mit einer hinreichend kleinen Toleranz der eingestellten Nenn-Temperatur arbeiten ; dies kann aber nur durch einen hinreichend stabilen Wärmefühler und einen durch diesen ausgelösten, präzisen Kippschalter-also durch die
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dadurch erreicht, dass in der normalen Gehäusekappe - vorzugsweise eines Temperatur-Reglers - eine mechanische Sperreinrichtung eingebaut ist, welche den Kippschalter nach einer thermischen Schaltung sperrt und weitere Schaltungen bis zur manuellen Aufhebung der Sperrung verhindert, ferner eine unter einem Drehmoment stehende,
auf einem Kipphebel des Schalters aufliegende Kurbel zur Sperrung dieses Kipphebels für die Rückkippung beim Kippen des Schalters sowie eine Taste zur Rückdrehung der Kurbel und Aufhebung der Sperrung eingebaut sind.
Bei dieser erfindungsgemässen Ausgestaltung von Temperatur-Begrenzern liegt also der wesentliche technische Fortschritt sowie auch wirtschaftliche Vorteil darin, dass die gesamte, für die Wirkung und Betätigung des Temperatur-Begrenzers erforderliche mechanische Sperreinrichtung als gesonderte, zusätzliche'Baueinheit in der normalen Gehäusekappe eines serienmässig hergestellten Temperatur-Reglers eingebaut wird, so dass die einheitlich gefertigten Thermostat-Werke erst in der End-Montage durch das Aufsetzen einer leeren bzw. einer mit dem Sperrmechanismus versehenen Gehäusekappe wahlweise als einfache Temperatur-Regler oder aber als mit geringer Toleranz auf eine genaue Solltemperatur ein-
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empfindlichen Schaltmechanismus des Thermostat-Werkes.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Temperatur-Begrenzers in Fig. 1 im Mittelschnitt sowie in Fig. 2 in Draufsicht mit abgenommenem Gehäuse dargestellt.
Da hinreichend kleine Temperatur-Toleranzen sowohl zur Einstellung als auch zur Schaltfunktion verlangt sind, werden für den Aufbau der erfindungsgemässen Temperatur-Begrenzer bei Temperatur-Reg- lern-insbesondere sogenannten Thermostaten - bekannte Schaltelemente verwendet.
Diese sind : Ein Flüssigkeitstemperaturfühler 10, welcher durch eine Membran 11 abgeschlossen ist ; ein Kippschalter, bestehend aus einem Stellhebel 12, einem Kipphebel 13 und einer Blattfeder 14, wobei die beiden Hebel an je zwei Lappen 15,16 und 17,18 eines Scalterträgers 20 angelenkt sind, wobei der Schalterträger 20 auf der Membrandose 21 des Flüssigkeitstemperaturfühlers montiert ist ; als Übertragungsglied zwischen Temperaturfühler und Stellhebel eine in einer Pfanne 22 drehbar gelagerte, von aussen in nicht dargestellter Weise nach einer Skala einstellbare'Schraubenspindel 23 mit einer Wandermutter 24, welche auf zwei seitlichen Schultern oder Zapfen 25 den Stellhebel 12 trjgt ;
eine Kontaktbrücke 26, welche
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durch einisolierstück 27 am Schalthebel 13 befestigt ist und in der einen Schalterstellung durch'Anliegen an Kontakten 28 der Anschlussklemmen den Stromkreis schliesst, und in der andern Schalterstellung diesen Stromkreis öffnet, wobei das Isolierstuck 27 an einer den Schalthub begrenzenden Schraube 29 anliegt.
Der Kippschalter ist in seiner Lage für einen geschlossenen Stromkreis dargestellt. Steigt die Temperatur an, so hebt sich die Membran 11 und damit der Schraubenbolzen 23, die Wandermutter 24 und der Stellhebel 12. Erreicht dieser bei der eingestellten Grenztemperatur die Kipplage, so kippt der Hebel 13 mit dem Isolierstück 27 und der Kontaktbrücke 26 nach unten und trennt den Stromkreis auf.
Um zu verhindern, dass der Kipphebel 13 bei sinkender Temperatur wieder nach oben kippen kann, ist eine mechanische Sperreinrichtung angeordnet, welche, wle in den Figuren 1 und 2 dargestellt, in einer Kurbel 30 besteht, welche in zwei Lagerbuchsen 31 am Gehäuse 32 gelagert ist. Diese Kurbel 30 trägt einen Arm 33 und eine auf Verdrehung beanspruchte Schraubenfeder 34, deren eines Ende am Arm 33 eingehängt ist, und deren anderes Ende mit einer Schraube 35 am Gehäuse 32 angeschraubt ist. Des weiteren ist an der Gehäusedecke eine winkelförmige Blattfeder 36 unter einem Tastknopf 37 angeordnet, welche auf den Arm 33 wirken kann, sowie eine winkelförmige Blattfeder 38 unter einem Tastknopf 39, welche auf den Kipphebel 13 wirken kann.
Kippt bei erreichter Grenztemperatur der Kipphebel13 nach unten, so dreht die Kurbel 30 unter dem Einfluss der Feder 34 ebenfalls nach unten, und der Arm 33 legt sich vor das Ende der Blattfeder 36. Dadurch wird die Rückkippung des Schalters gesperrt, wenn die Temperatur sinkt. Die Wiedereinschaltung erfolgt manuell durch Drücken des Tastknopfes 37, wodurch die Feder 36 mit ihrem freien Ende den Arm 33 in die gezeichnete Lage zurückschwenkt, und die Kurbel 30 den Kipphebel 13 freigibt, so dass dieser in die gezeichnete Lage zurückkippt und den Stromkreis schliesst. Die Blattfeder 38 dient dazu, durch Drücken des Tastknopfes 39 den Schalter auch manuell öffnen zu können, indem das Ende der Blattfeder 38 den Kipphebel 13 nach unten drückt.
Der Temperaturbegrenzer hat die vorteilhafte : Eigenschaft, dass er bei Erreichung einer eingestellten Grenztemperatur mit hinreichender Genauigkeit den Stromkreis endgültig unterbricht, und dass er auch von Hand sowohl ein-als ausschaltbar ist.