AT165255B - Verfahren und Einrichtung zur Regelung elektrischer Größen mittels elektrischen Schnellreglers - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Regelung elektrischer Größen mittels elektrischen Schnellreglers

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AT165255B
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Johann Dipl Ing Bayer
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Johann Dipl Ing Bayer
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Einrichtung zur Regelung elektrischer Grössen mittels elektrischen
Schnellreglers 
 EMI1.1 
 
Aus Fig.   l ist z.   B. eine Anordnung zur Regelung der Spannung eines Generators G mit Erregermaschine E ersichtlich. Der Spannungs-Schnellregler, nach dem Vibrationssystem wirkend, besteht in bekannter Art aus dem Steuersystem S und dem Vibrations (Rückführungs) system   Ri.   Das Servorelais R2 und der Generator sind vom Schnellregler räumlich getrennt (in der Fig.   l   durch strichlierte Verbindungslinien angedeutet). Die Spulen von Rl und R2 liegen in einem Stromkreis, der an die Ankerspannung der Erregermaschine angeschlossen ist. In demselben Stromkreis liegt auch ein Widerstand Wader von den Kontakten K des Schnellreglers periodisch überbrückt und eingeschaltet wird.

   Das Relais R2 arbeitet beispielsweise nach dem elektromagnetischen Prinzip in folgender Ausführung und Wirkungsweise : Ein Magnetkern wird bei stromdurchflossener Spule je nach dem Strom mehr oder weniger in diese hineingezogen und bewegt hiebei eine stromleitende Blattfeder B, die sich über eine grössere Zahl von Kontaktstücken oder Stiften   N1-N4,   welche nach einer bestimmten Kurve angeordnet und von einander isoliert sind, abwälzt. Die Blattfeder B schliesst bei ihrer Bewegung eine der Zahl der Kontakte entsprechende Zahl von Stufen   W1-W4   eines Widerstandes, der im Feldkreis der Erregermaschine liegt, kurz. Die Zahl der Stufen wurde in der ersichtlichen Anordnung, um eine gute Übersicht zu geben, mit vier festgelegt.

   Sie ist aber in Wirklichkeit so   gross,   dass die Kennlinie des Erregerstromes praktisch stufenlos wird. 



   Bei einem Absinken der Generatorspannung vergrössert der Schnellregler den Strom im
Kreis von      und R2, der Magnetkern wird in die
Spule hineingezogen, die Blattfeder B schliesst nacheinander die Widerstandsstufen N kurz, die Erregerspannung steigt so lange bis die
Generatorspannung wieder den Sollwert besitzt. 



   Die Bewegungen von   Rl   und   R2   erfolgen hiebei gleichzeitig und konform, da beide Relais vom selben Strom durchflossen werden und hören in jenem Augenblicke auf, in dem das   Rückführung-   relais   R,   das weitere Anwachsen des Stromes unterbricht. In der ersichtlichen Anordnung ist das Servnrelais   R2   dem Rückführungs- system R, des Schnellreglers nachgebildet, allein 

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 es kann auch eine andere Ausführung gewählt werden, so z. B. könnte der   Angriffspunkt   der magnetischen Zugkraft auch an einem Ende der Blattfeder liegen und statt einer symmetrischen Anordnung der Kontakte N würde sich dann eine asymmetrische ergeben.

   Es besteht auch die Möglichkeit, mehrere Blattfedern und Kontaktbahnen auszuführen, ja es ist jede Ausführung des Servorelais für den angeführten Zweck verwendbar, wenn sie den angeführten Bedingungen entspricht. So kann z. B. auch das elektro-oder ferrodynamische Bewegungsprinzip verwendet werden, auch kann die Kontaktgebung anders erfolgen, so beispielsweise derart, dass sich ein Wälzsegment über eine gekrümmte Kontaktbahn bewegt, oder eine Bürste über eine kreisförmige Kontaktbahn schleift oder es wird eine Kohlenplättchensäule mehr oder minder zusammengedrückt. 



   Im gegenständlichen Fall wurde als Betätigungsspannung für   R,   und   R2   die Erregerspannung des Generators gewählt und dadurch eine besondere Rückführung des Steuersystems des Schnellreglers vermieden. Wird eine andere Spannungsquelle, was, wie bereits erwähnt, bei dem Gegenstande der Erfindung ohne weiteres möglich ist, etwa z. B. eine Batterie, verwendet, 
 EMI2.1 
 erhalten oder mit vorübergehender Statik aus-   geführ : werden.   



   Bei nicht allzugrossen Kontaktschaltleistungen wird es zweckmässig sein, das Servorelais mit dem Vibrationssystem des Schnellreglers zu vereinen, was bei Schnellreglern der aus Fig. 1 ersichtlichen Bauart oder einer ihr ähnlichen ohne weiteres möglich ist. In diesem Falle werden nur wenige Kontaktstufen   benötigt, da   die eigentliche Regulierung durch die Kontakte des Schnellreglers sowieso stufenlos erfolgt. Fig. 2 zeigt eine derartige Anordnung. Ihre Wirkungsweise ist kurz beschrieben wie folgt : Mit steigender Last (Spannungsabsenkung des Generators G) wird der Kern von R in die Spule hineingezogen (Pfeilrichtung).

   Die Feder B schliesst bei Abwälzen auf den in Kontaktstücke unterteilten Kurven die Widerstandsstufen   1   und 2 nacheinander kurz, so dass also mit steigendem Feldstrom der Erregermaschine (Kontaktstrom) die
Schaltüberspannung an den Kontakten K reduziert wird. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Regelung eines Messwertes auf konstante Grösse mittels elektrischen Schnell- reglers nach dem Vibrationssystem, dadurch gekennzeichnet, dass bei Änderung des Mess- wertes der Erregerstrom eines oder mehrerer
Servorelais kontinuierlich und stufenlos ge- ändert wird und hiedurch eine stetige Bewegung dieses (dieser) Servorelais hervorruft, die einen oder mehrere Regelwiderstände ändern.

Claims (1)

  1. 2. Schnellregler nach dem Vibrationssystem mit Servorelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakte (K) des Vibrationsrelais (j) parallel zu einem Widerstand (W,) im Erregerkreis eines oder mehrerer Servorelais (R2) liegen und bei Änderungen des Messwertes durch Veränderung der Zahl und Dauer der Kontaktgaben den Erregerstrom des (der) Servorelais kontinuierlich und stufenlos ändern, und dieses (diese) Servorelais auf die Verstelleinrichtung eines oder mehrerer Regelwiderstände wirkt (wirken).
    3. Schnellregler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Servorelais nach dem elektro-bzw. ferrodynamischen Bewegungsprinzip ausgeführt ist.
    4. Schnellregler nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ein-und Abschaltung der Widerstandsstufen durch eine oder mehrere Blattfedern erfolgt, welche bei ihrer Bewegung eine der Zahl der Widerstands- stufen entsprechende Zahl von Kontaktstücken, die in einer bestimmten Kurve angeordnet sind, berühren.
    5- Sdmellregler nach den Ansprüchen 2, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Ankers oder des Magnetkernes auf ein Wälzsegment übertragen wird, das bei seiner Bewegung die nach einer Kurve angeordneten Kontaktstücke berührt.
    6. Schnellregler nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetkern bei seiner Bewegung eine Kohlenplättchensäule mehr oder minder zusammendrückt und den Widerstand derselben innerhalb eines grossen Bereiches stufenlos verändert.
    7. Schnellregler nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetkern bei seiner Bewegung den Spiegel einer Queck- silbersäule mehr oder minder hebt, wodurch die Stufen eines Widerstandes ein-oder abgeschaltet werden.
    8. Schnellregler nach den Ansprüchen 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Anker bei seiner Bewegung eine leitende Bürste auf einer kreis- förmigen Kontaktbahn bewegt und dadurch die Stufen eines Widerstandes ein-und abschaltet.
    9. Schnellregler nach den Ansprüchen 2,3 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Vibrationssystem gleichzeitig als Servorelais aus- gebildet ist.
    10. Schnellregler nach den Ansprüchen 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass als Betätigungsspannung irgendeine Spannungsquelle, welche von der Messgrösse unabhängig ist, verwendet wird.
AT165255D 1948-08-26 1948-08-26 Verfahren und Einrichtung zur Regelung elektrischer Größen mittels elektrischen Schnellreglers AT165255B (de)

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